Der Wetter-Thread



Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Essen sind bis Donnerstag im Flächenmittel in NRW 1138,6 Millimeter Niederschlag gefallen. Das sind bereits zehn Tage vor Jahresende 0,4 Millimeter mehr als im bisherigen Rekordjahr 1966, wie der DWD der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mitteilte.
 

Leider zeigt sich sowas nicht mehr über "Normal-Schwankungen", sondern zu oft in Extremen.

Tornado in Köln-Poll und linksrheinisch war auch ständig was los. Ich war gestern mehrfach unterwegs gewesen. Viel zu Fuß (oder KVB) und zuletzt abends. Boah, was ein Dreckswetter. Zuhause (Innenstadt) aus den durchnässten Klamotten geschält, dann Remmidemmi zur Straßenseite. Fuhrpark und Zug der Feuerwehr sperrt 2 Bäume und eine Straßenecke mit Flatterband ab. Riesenaktion, dauerte bestimmt 2 Stunden.
Bis auf den Verbrauch von ganz viel Flatterband wurden während dieser Aktion aber keine weiteren Maßnahmen vollzogen. Die wurden womöglich woanders dringend gebraucht und hatten mit ihrer Kurverei eines Riesen-Leiterwagens über enge Kreisverkehre und an Radständerpollern vorbei schon genug Zeit verplempert.

Die armen Bäume nebenan werden wahrscheinlich dennoch hops gehen. :( Auch die vor meiner Wohnung und die daneben sehen nicht mehr gut aus.
 
Ich musste bereits mehrfach über Verkettung von beruflichen oder privaten Umständen durch einen Orkan in Köln latschen, aber gestern das war richtig fies, mit Gewitter und massivem Regen und Windböen durch Straßenschluchten.
Bei Kyrill (oder war es ein anderer Sturm, der die komplette KVB zerlegte und die Rheinuferstraße?) habe ich zuhause erstmal alle Fenster aufgemacht, um mal gründlich durchzulüften. Dazu hatte ich gestern keine Lust.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das mit der Ahr war ja auch so eine Scheiße. Entweder alles ist vertrocknet, überhitzt und verdorrt oder es schüttet so aus Eimern, dass es ganze Regionen wegspült.
Normal ist nicht mehr, das Extrem wird zur Regel. :rolleyes:
 
Ja die Durchschnittswerte kannst vergessen wenn einfach zu viel in kürzester Zeit runterkommt und nicht mehr verteilt wie in der Vergangenheit.
 
Der Niederschlag fällt nicht nur ruckartig und damit nicht nachhaltig, sondern auch sehr ungleichmäßig.

Berlin und Brandenburg leiden seit Jahren unter einem Defizit. Regen, wenn er fällt, durchfeuchtet nur die oberen Bodenschichten, in tieferen Bereichen ist der Boden durch die aufeinanderfolgenden Jahre mit extrem wenig Regen nach wie vor zu trocken.

Es sind viele Seen und Wasserläufe in den letzten Jahren verschwunden. Teile Brandenburgs sind dabei zu versteppen.

 
Vor 20 Jahren hats in dieser Zeit geschneit. Heute regnet es.

In meiner Kinderzeit gab es durchgehend Frost in Berlin, aber in der Regel erst nach Weihnachten. Es gab Spritzeisbahnen, die wochenlang in Betrieb waren, heute undenkbar.

Seit etwa dreißig Jahren hat es in Berlin nicht mehr so geschneit, dass es liegen blieb.

Mitte der 90er Jahre gab es ein Jahr, da lag unerwartet Schnee in Berlin. Ca. 500 Meter von Zuhause bei mir war ein Containerlager für bosnische Kriegsflüchtlinge, darunter viele Kinder. Auf dem Gelände gab es eine Rampe, von der man rodeln konnte. Die Kinder der Umgebung kamen dort mit ihren Schlitten zusammen, um zu rodeln. Jedes Kind nahm ein Flüchtlingskind auf dem Schlitten mit und man rodelte gemeinsam, ein Riesengaudi. Ich war mit meinem kleinen Sohn da. Die bosnischen Kinder bettelten um Handschuhe, sie waren auf dieses Wetter nicht vorbereitet. Ich weiß noch, dass ich meine Bestände durchsuchte und ihnen etwa acht Paar Wollhandschuhe mitbrachte. Das war für mich das letzte echte Wintererlebnis in Berlin.
 
Für die Natur ist schöner nasser Schnee gut. Besser natürlich Frost und dann eine schöne Decke, das macht es dem Wald und den Bauern leichter. Gute Feuchtigkeit im Boden, das Wasser kommt langsam in den Boden, der Frost sorgt dafür das Schädlinge den Winter nicht überleben, weniger Pflanzenschutzmittel notwendig.
Leider in vielen Gebieten mittlerweile Utopie, durch das wechselhafte Wetter im Winter kann der Boden die Feuchte nicht aufnehmen. Die Frostigen Zeiten zu kurz, die Schädlinge überleben den Winter.

Früher war nicht alles besser, aber wie wir als Kinder am Samstag, Sonntag nur im Schnee und auf dem Eis unterwegs waren zum Schlitten fahren und Eishockey spielen war toll. Uns war es egal wie sehr das Eis gekracht hat, wir spielten bis es dunkel wurde oder der Puck im Weiher verschwunden war. Nach 2 Tagen Eishockey Tat einem alles weh. Aber es war Klasse so viel Schnee und Eis im Winter auf dem Land zu haben. (y) Heute kaum mal so viel Frost für kurze Zeit Schlittschuh laufen.
 
Oben