Wir haben es beim Wetter mit einer Umstellung zu dem, die mit dem Final Warming in der Stratosphäre begann, im Mai. Mit diesem Phänomen, wird die Winterzirkulation auf Sommerzirkulation(oder späteres Frühjahr) umgestellt. Dies bedeutet ausdrücklich nicht, dass warme Lagen dadurch bedingt sind.
Aber dieses Jahr war das Final Warming relativ spät, was diesen harten Umbruch schon begünstigt hat, weil es eben Wetterlagen bedingt, die keine gemäßigten Wetterlagen sind, eher heiß oder relativ kühl.
Der Juni zeigt, wieder welches hohe Wärmepotenzial im Klimawandel herrscht. Die Wetterlage ist jetzt nicht einmal so besonders, ganz anders als 2019, die im Juni völlig untypisch war. Aber dreht der Wind auf Süd wird, subroptische Luft angesaugt, wird es sehr schnell heiß und das bei den kürzesten Nächten des Jahres. Nicht vergessen, die kürzeste Nacht kommt bald und beginnend mit nächster Woche Dienstag, werden die Nächte wieder ganz ganz langsam länger.
Für den Osten wird die Lage am längsten dauern, hier wird es bis Montag sehr heiß bleiben. Im Westen sind Tage wie der Samstag möglich, an denen Tiefdruck vom Atlantik zu Wolken oder gar Gewitter führen wird. Der Sonntag hat nochmal hohes Potenzial für den Süden und Osten. Hier sind aber saharastaubkarten sehr interessant, der scheint sehr hoch zu sein und könnte bei manchen für Überraschung sorgen, dass die Bewölkung doch größer ist, aber der Himmel zumindest klar milchig sein wird.
Danach bildet sich eine Art Trog Westeuropa/Mitteleuropalage. Etwas was es z.B. im Jahr 2018 nahezu gar nicht im Sommer gab. Relativ kühles Wetter steht Mitte der Woche an.
Dies hat zuvor in meinen Augen relativ hohes Gewitterpotenzial, weil der Tiefdruck uns sehr nahe kommt, aber die Luftmassen noch aus tropischen Gefilden kommen. Gewitter ist natürlich Glückssache/Pechsache, das Potenzial ist aber relativ groß.
Da das Tiefdruckgebiet auch eher schleifend über uns kommt.
Danach steht eine kleine Wiederholung zum Wochenende an, weil der Trog dann von den zwei Hochdruckgebieten, westlich von uns und über Russland aufgefressen wird. Sieht mir aber jetzt nicht so dramatisch aus, wie das jetzt vor allem der Dauer. Eher 1-2 Tage. Unsicherheiten sind in dem Zeitraum 7+X Tage natürlich immer mehr als gegeben. Interessant ist das Hochdruckgebiet welches sich über Osteuropa einstellt. Das sieht sehr massiv aus, sehr stabil und sorgt definitiv für Hochsommerwetter dort und könnte ein entscheidender Faktor im Sommer 2021 werden.