Die Münchner Löwen - TSV 1860 München


tennisfun

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Man spricht von einer Summe bis zu 80 mio Euro. Es waren definitiv mindestens 60 mio Euro.
Und deshalb wird er sich finanziell nicht so einfach abspeisen lassen. Der e.V. verzockt sich da wieder, gibt viel Hoffnung Richtung Fans raus auf eine Zukunft ohne Ismaik. Wenn kein Geld da ist und Ismaik 1860 jahrelang vor der Insolvenz bewahrt hat in dem er viel Geld investiert hat, dann wird es gerichtlich auf einen Vergleich hinauslaufen.
Klar ist es verständlich nach 15 Jahren endlich Ismaik loszuwerden, aber irgendwie glaube ich nicht dran das dies einfach so möglich ist einseitig den Vertrag zu kündigen.
Nur mein Eindruck, ich kann mich auch täuschen.
 
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Michael der Echte

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Die Grundlage des Vertrages ist das Ismaik Geld in den Verein pumpen muss, das lehnt er ja nun komplett ab, die Argumente die er anführt sind von 3 verschiedenen Anwaltskanzleien geprüft worden und als falsch oder so gering eingestuft worden, das die Turner nun die Möglichkeit hatten außerordentlich zu kündigen, da die Grundlage nicht mehr vorhanden ist. Natürlich wird das ein Abnutzungsschlacht, aber das Szenario wurde ja genau beschrieben, Ismaik kann die KGaA nur am Leben mit Geldeinlagen am Leben halten, da er aber über keine Spiellizenz verfügt, ist das ganze ein großes Problem, klar wird der e.V. gewisse Zahlungen machen müssen, aber ich denke es wird genügend Geld kommen durch Investoren oder durch Genossenschaftanteile.
 

Gladio

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Ich kann die Freude der Fans über Ismaiks Abgang verstehen und will den Teufel nicht an die Wand malen. Mahne aber gleichzeitig zur Ruhe und Geduld. Man sollte tunlichst die nächsten Monate abwarten und schauen in welche Richtung sich die Dinge um den Verein entwickeln.

Fakt ist bisher nur das der Investoren Vertrag einseitig von der e.V. gekündigt wurde und dadurch die KGaA ihrer geschäftsführerenden Funktion enthoben wurde. Damit hat man als e.V. das Spielrecht für den Verein zurückerhalten. Mit der Absetzung der KGaA verbunden, wurden die beiden U Mannschaften der Herren und sämtliche unter der KGaA geführten Verträge der Angestellten ebenfalls ausgegliedert.

Weiterhin fehlt der e.V. ein niedriger Millionen Betrag um den Betrieb der e.V. aufrecht zu erhalten. Mitarbeiter werden anscheinend wohl jetzt schon nicht mehr bezahlt. Augenscheinlich haben die Münchener Löwen Probleme, diesen relativ niedrigen Betrag aufzubringen. Was an einer tatsächlich existierenden Allianz der willigen Geldgeber um den Verein herum, erheblich zweifeln lässt.

Man geht davon aus das Hassan Ismaik bis zu 80 mio Euro, zumeist in Form eines Darlehens, in den Verein investiert hat. Ich weiß jetzt nicht wie hoch der Tilgungzins ist, wie genau der Straf-Zins bei nicht Einhaltung der Rückzahlungsfrist geregelt ist, noch weiß ich wie hoch der bis dato offene Darlehns Betrag ist? Ich weiß nur das die Kollaboteure hinter diesem Putsch gegen Ismaik, aktuell in der Bringschuld sind und unter enormen Zugzwang stehen.

Kommt noch erschwerend hinzu, dass Ismaik weiterhin der Rechteinhaber an sämtlichen Merchandising Produkten des TSV 1860 München ist. Wie stellt sich der Vorstand der Löwen vor, wie man ohne den Geldfluß der Fanprodukte, zusätzliche Einnahmen und damit zusätzliche Liquidität generieren will?
 

Roneem10

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Wenn man jetzt die Insolvenz reinprügelt, müsste man sich quasi "Neu" Gründen um spielen zu dürfen?

Ohne Zuversicht das da iwelche privaten Bonzen reinbuttern oder vernünftige Sponsoren mitziehen wäre es doch fahrlässig auf Teufel komm raus in der Regio zu spielen oder? Dann hast du ja wieder diesen jährlichen Teufelskreis. Die Grundlage da spielen zu können ist wohl nicht gewaltig, aber mit "nix" da reingehen können die auch nicht.
 

Bongo

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Ich kann die Freude der Fans über Ismaiks Abgang verstehen und will den Teufel nicht an die Wand malen. Mahne aber gleichzeitig zur Ruhe und Geduld. Man sollte tunlichst die nächsten Monate abwarten und schauen in welche Richtung sich die Dinge um den Verein entwickeln.
Jupp, das war nur der erste Schritt, da kann noch viel schief gehen.
Fakt ist bisher nur das der Investoren Vertrag einseitig von der e.V. gekündigt wurde und dadurch die KGaA ihrer geschäftsführerenden Funktion enthoben wurde. Damit hat man als e.V. das Spielrecht für den Verein zurückerhalten. Mit der Absetzung der KGaA verbunden, wurden die beiden U Mannschaften der Herren und sämtliche unter der KGaA geführten Verträge der Angestellten ebenfalls ausgegliedert.
Was meinst du? U19 und U21 gehören zur KGaA ja, aber was meinste mit durch die Absetzung ausgegliedert.
Weiterhin fehlt der e.V. ein niedriger Millionen Betrag um den Betrieb der e.V. aufrecht zu erhalten. Mitarbeiter werden anscheinend wohl jetzt schon nicht mehr bezahlt. Augenscheinlich haben die Münchener Löwen Probleme, diesen relativ niedrigen Betrag aufzubringen. Was an einer tatsächlich existierenden Allianz der willigen Geldgeber um den Verein herum, erheblich zweifeln lässt.
Hmm, KGaA-Mitarbeiter werden nicht bezahlt, weil Not-Geschäftsführung und quasi insolvent, aber beim eV wüsste ich jetzt nicht, dass des auch so ist? 🤔
Man geht davon aus das Hassan Ismaik bis zu 80 mio Euro, zumeist in Form eines Darlehens, in den Verein investiert hat. Ich weiß jetzt nicht wie hoch der Tilgungzins ist, wie genau der Straf-Zins bei nicht Einhaltung der Rückzahlungsfrist geregelt ist, noch weiß ich wie hoch der bis dato offene Darlehns Betrag ist?
Hmm, das sind mittlerweile größtenteils Nachrang-Darlehens bei ihm, sprich andere Gläubiger müssen erst bedient werden, bevor er Kohle bekommt.
Knapp 1 Mio schuldet die KGaA ja meines Wissens auch dem eV, weil er regelmäßig die vereinbarten Zahlungen fürs NLZ nicht geleistet hat.
Ich weiß nur das die Kollaboteure hinter diesem Putsch gegen Ismaik, aktuell in der Bringschuld sind und unter enormen Zugzwang stehen.
Wieso Putsch? Er hat jetzt zum wiederholten Mal vereinsschädigend gehandelt, überfällig, dass endlich Konsequenzen gezogen wurden.
Wäre doch auch noch mal etwas anderes gewesen, wenn er frühzeitig gesagt hätte, dass es kein Darlehen mehr gibt (und nochmal ein Grund für einen Großteil der fehlenden Summe hat er zu verantworten, weil er mit der Aufsichtsrates-Mehrheit die Etat-Erhöhung durchgedrückt hat, die eV Vertreter hatten dagegen gestimmt), aber nicht das Darlehen erst bestätigen und dann kurz vorher platzen lassen.

Kommt noch erschwerend hinzu, dass Ismaik weiterhin der Rechteinhaber an sämtlichen Merchandising Produkten des TSV 1860 München ist. Wie stellt sich der Vorstand der Löwen vor, wie man ohne den Geldfluß der Fanprodukte, zusätzliche Einnahmen und damit zusätzliche Liquidität generieren will?
Das ist er ja schon ewig, da haben wir auch bisher nur Krümmel bekommen, sprich erst ab einem gewissen Umsatz gab's überhaupt etwas.
Gibt aber seit einigen Zeit im abgespeckten Rahmen, leicht veränderten Design auch Fanartikel vom eV.
 

Gladio

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Was meinst du? U19 und U21 gehören zur KGaA ja, aber was meinste mit durch die Absetzung ausgegliedert.
Das die Verträge der Spieler die unter dem Banner der KGaA geführt wurden, mit der KGaA ausgeliedert wurden und somit nicht mehr Teil des unter der e.V. geführten TSV 1860 München sind.

Wieso Putsch? Er hat jetzt zum wiederholten Mal vereinsschädigend gehandelt, überfällig, dass endlich Konsequenzen gezogen wurden.
Wäre doch auch noch mal etwas anderes gewesen, wenn er frühzeitig gesagt hätte, dass es kein Darlehen mehr gibt (und nochmal ein Grund für einen Großteil der fehlenden Summe hat er zu verantworten, weil er mit der Aufsichtsrates-Mehrheit die Etat-Erhöhung durchgedrückt hat, die eV Vertreter hatten dagegen gestimmt), aber nicht das Darlehen erst bestätigen und dann kurz vorher platzen lassen.
Man sollte erstmal abwarten was die kommenden Monate ans Licht bringen. Soweit bekannt und berichtet, hat Ismaik der 60ger Führung ein alternatives Finanzierungsmodel vorgelegt. Die Chefetage der Löwen ist nicht gerade für Wahrheitstreue und Transparenz bekannt. Das weißt du als Anhänger deiner Mannschaft, bestimmt besser als jeder Außenstehende.
Mit Putsch war die die einseitige Kündigung des Investoren Vertrages und die Neuausrichtung der e.V gemeint.

Hmm, KGaA-Mitarbeiter werden nicht bezahlt, weil Not-Geschäftsführung und quasi insolvent, aber beim eV wüsste ich jetzt nicht, dass des auch so ist? 🤔
Ich meine in einem Artikel auf der Website Die 60ger, wurde von Zahlungsunfähigkeit der e.V gegenüber der Mitarbeiter in der Geschäftsstelle gesprochen. Ich weiß nur nicht mehr in welchem. Ich glaube das war der Artikel in dem über das weitere Vorgehen der Führung erzählt wurde.
 
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Gladio

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Das ist er ja schon ewig, da haben wir auch bisher nur Krümmel bekommen, sprich erst ab einem gewissen Umsatz gab's überhaupt etwas.
Das war wahrscheinlich der Teil des Deals mit dem Ismaik Geld verdienen wollte. Bei 50+1 braucht ein Investor alternative Geschäftsmodelle.
 

Michael der Echte

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1. Das juristische Schutzschild: Warum die KGaA nicht sofort zahlen musste​

Über die Jahre hat Ismaik schätzungsweise 70 bis 80 Millionen Euro in das Konstrukt gesteckt. Ein Großteil dieser Gelder floss nicht als geschenktes Eigenkapital, sondern als Darlehen. Normalerweise kann ein Gläubiger ein Darlehen kündigen und das Geld zurückfordern. Bei 1860 verhinderte das jedoch ein juristischer Kniff:

  • Der qualifizierte Rangrücktritt: Um eine insolvenzrechtliche Überschuldung der KGaA im Sinne des deutschen Insolvenzrechts ($\S 19$ InsO) zu verhindern, musste Ismaik für fast all seine Darlehen einen sogenannten qualifizierten Rangrücktritt unterschreiben.
  • Die Auswirkung: Das bedeutet rechtlich: Ismaik darf diese Darlehen von der KGaA nur dann zurückfordern, wenn die KGaA dadurch nicht in die Pleite getrieben wird. Da die KGaA chronisch defizitär war, war eine Rückzahlung der Darlehen zu Lebzeiten der Drittliga-KGaA rechtlich unmöglich.

2. Die Genussscheine (Der Großteil des Geldes)​

Um die Bilanz für die Zulassungsverfahren des DFB zu bereinigen, wurden vor Jahren rund 50 Millionen Euro der Ismaik-Darlehen in sogenannte Genussscheine umgewandelt.

  • Genussscheine nehmen eine Zwitterstellung zwischen Fremd- und Eigenkapital ein.
  • Sie gelten bilanziell als Eigenkapital (was 1860 die Lizenz rettete), sind aber im Grunde erfolgsabhängige Ansprüche. Ismaik bekäme dieses Geld und die Zinsen darauf nur zurückgezahlt, wenn die KGaA nennenswerte Bilanzgewinne einfährt (z. B. durch einen Aufstieg in die 1. Bundesliga und massive TV-Einnahmen). In der 3. Liga oder Regionalliga ist dieses Geld de facto wertlos und uneintreibbar.

3. Was passiert jetzt nach dem Lizenzentzug und der Kooperationskündigung?​

Durch den aktuellen Knall befindet sich die KGaA in einer akuten Existenzkrise, die vermutlich direkt in ein Insolvenzverfahren führt. Für Ismaiks Darlehen bedeutet das den endgültigen finanziellen Todesstoß:

  • Insolvenzforderung statt Rückzahlung: Wenn die KGaA Insolvenz anmeldet, wird Ismaik vom "Investor" zum einfachen Insolvenzgläubiger. Da seine Darlehen aber mit dem erwähnten Rangrücktritt versehen sind, steht er in der Gläubiger-Reihenfolge ganz hinten – hinter den Dauerkartenbesitzern, Lieferanten, Ex-Geschäftsführern und dem Finanzamt.
  • Die Insolvenzquote: Aus der Insolvenzmasse einer ohnehin überschuldeten Fußball-KGaA, die kein Stadion besitzt und der das Spielrecht entzogen wurde, gibt es so gut wie nichts zu holen. Ismaik wird von seinen Millionen bei einer Liquidation der KGaA so gut wie 0,00 Euro wiedersehen.

4. Trifft die Rückforderung den e.V.?​

Das ist die wichtigste Erleichterung für die Löwen-Fans: Nein.

Ismaik hat die Verträge und Darlehen mit der KGaA (der Betreibergesellschaft der Profis) abgeschlossen, nicht mit dem e.V. (dem Stammverein). Der e.V. haftet nicht für die Schulden der KGaA. Wenn Ismaik seine Darlehen fällig stellt oder die KGaA pleitegeht, kann er sich das Geld nicht beim Hauptverein zurückholen.

Fazit:
Das Schreckgespenst, dass 1860 Ismaik jemals 70 oder 80 Millionen Euro "zurückzahlen" muss, ist vom Tisch. Das Geld ist in der KGaA gefangen. Da der e.V. nun den Kooperationsvertrag zerrissen hat und mit der Zulassung des BFV in der Regionalliga Bayern komplett ohne Ismaik neu anfängt, verbleiben die gigantischen Schuldenberge in einer leeren KGaA-Hülle, die auf den wirtschaftlichen Friedhof zusteuert. Ismaiks Investment ist damit endgültig abgeschrieben.
 

Bongo

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Ein paar kleine Fehler, aber insgesamt sehr gut erklärt, auch vieles was so an den Stammtischen/Presse verbreitet wird.

@Gladio da findest du einige Antworten auf deine Fragen
 

Gladio

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da findest du einige Antworten auf deine Fragen
Ist wieder mal super verständlich erklärt vom Business Punk.

Ich schätze 1860 hat auf immer und ewig ausländische Investoren vom deutschen Fußball vergrault. Na ja, jedenfalls solange 50+1 bestand hat ;)
 

Gladio

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Ich denke dass die Löwen die Schnauze von irgendwelchen halbseidenen Investoren voll haben
Man muss mal das Gesamtkunstwerk dieser Investoren Scharade betrachten. Es wird nicht nur in Deutschland über dieses Schauspiel berichtet worden sein, sondern weltweit. Vorallem an den Orten wo das Geld in schwarzen Goldlettern gedruckt wird und das Interesse an Investments groß ist.

Zudem werden die 60ger ohne Investoren kaum überlebensfähig sein und sind wahrscheinlich schon eifrig auf der Suche nach neuen Geldgebern. Gibt genügend Beispiele für vergangenen und vergessenen Ruhm. Siehe Waldhoff Mannheim, Bayer Uerdingen oder FC Homburg.
 
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