So etwas passiert doch auch nicht im Vakuum.
Da kommt doch nicht eine Frau an, äußert Vorwürfe, Kuntz äußert sich nicht und fliegt.
Da wurden externe Anwälte hinzugezogen, sein berufliches Umfeld dazu befragt und dann haben diese Anwälte dem Aufsichtsrat ein Ergebnis vorgelegt, nachdem dieser entschieden hat, die Zusammenarbeit zu beenden. In diesem Prozess hat Kuntz jede Möglichkeit der Darstellung aus seiner Sicht verstreichen lassen.
Neben dem Druck auf dem (vermutlichen) Opfer, welcher durch interne und externe Stimmen ausgeübt wird, wie sie u.a. hier zitiert und auch geäußert wurden, sind die Darstellungen der Abläufe oft so verkürzt bis falsch im öffentlichen Diskurs, dass aus dem Täter ein Opfer gemacht werden kann. Natürlich immer in Abhängigkeit von der vorgeworfenen Tat und des Geschlechts und der Herkunft von vermeintlichen Tätern und Opfern. Gleiches gilt für die Einordnung der Folgen für die Betroffenen.
Es ist keine Raketenwissenschaft zu verstehen, dass Frauen leider noch viel zu selten die Möglichkeit oder die Kraft/den Mut haben, männliche Täter, wie in diesem Fall, für Ihre Taten zur Rechenschaft zu ziehen und sei es auch nur, der Verlust dessen Anstellung.