Jetzt Generative Kunst
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Die Generative Kunst oder engl. Generative Art ist eine zeitgenössische Form des künstlerischen Schaffens, wobei nicht unbedingt das Kunstwerk oder Endprodukt im Zentrum steht, sondern der Entstehungsprozess und die ihm zugrunde liegenden Ideen.
Das Werk oder Produkt entsteht durch das Abarbeiten einer prozessualen Erfindung, das heißt, eines vom Künstler geschaffenen Regelsatzes bzw. eines Programmes, das beispielsweise in Form natürlicher Sprache, musikalischer Sprache, eines binären Codes, oder eines Mechanismus festgehalten wird.
Das Abarbeiten geschieht selbstorganisierend, in Form eines relativ autonomen Prozesses, etwa durch Handlungen, die – wie in der Partitur zu einem Happening – nach vorliegenden Anweisungen vorgenommen werden, durch ein Computerprogramm, das Anweisungen, Bildinformationen oder andere Konzepte abarbeitet, oder durch andere Medien und Hilfsmittel. Unter unterschiedlichen Produktionsbedingungen läuft der Prozess jeweils anders ab. Das Ergebnis bewegt sich in mehr oder weniger gegebenen Grenzen, ist darin jedoch unvorhersehbar.
Generative Kunst dient Künstlern oft als Mittel, Intentionalität zu vermeiden.
Warum interessiert mich das so sehr? Das hat was mit der Entwicklung der Blockchain Technologie und den damit verbundenen ERC 721 Token zu tun, die auf Ethereum basieren. Diese Smart Contracts ermöglichen die Dokumentation von Besitz und Herkunft einerseits, was z.B. Fälschung einerseits aber auch Transparenz über Besitzverhältnisse andererseits garantiert. Anders als sonstige Kunstwerke, die im Safe verschwinden oder gefälscht werden können.
Dann geht es den Künstler an sich. Künstler können über die Blockchain auch am Zweitmarkt partizipieren, d.h. der weitere Verkauf zwischen zwei Sammlern sorgt automatisiert dazu, dass der ursprüngliche Künstler einen Anteil am Verkaufspreis erhält.
Okay, das hat wieder nichts mit generativer Kunst an sich zu tun... aber es ist wichtig für das Verständnis, weshalb ich mich sehr in dieses Thema eingearbeitet habe.
Generative Kunst bedeutet im Bereich digitaler Kunst, dass ein Code (z.B. basierend auf p5.js) nahezu unendlich viele unterschiedliche Versionen (outputs) kreieren kann. Ursprünglich funktionierte das so, dass ein Künstler hunderte Mal den Code laufen ließ und dann nur ausgewählte, ganz besondere Outputs speicherte und zum Verkauf (digital, oder als Print) anbot.
Als NFT auf einer Blockchain gespeichert (meist auf Ethereum) änderte das auch erstmal nichts, außer das die Besitzverhältnisse und andere o.g. Features im Smart Contract gespeichert werden.
Dann geschah "Art Blocks". Artblocks.io ist meiner bescheidenen Meinung nach ein revolutionäres Web-Projekt und der Gründer Erick Calderon (Crypto Handle SnowFro) wird in der Zukunft als Visionär auf dem Cover des TIME Magazins zu sehen sein. Warum? Auf Art Blocks wird ein Generatives Kunstprojekt zu einem bestimmten Zeitpunkt zum Kauf freigegeben, aber (a) in limitierter Edition und (b) jeder Käufer erhält seinen eigenen, individuellen und einzigartigen Output, welcher im Moment des Kaufs kreiert wird.
Was bedeutet das für den Code? Der Code muss perfekt sein, um Einzigartigkeit über z.B. 1.000 verschiedene Outputs zu garantieren, welche individuell genug und attraktiv genug sind. Aber es müssen auch ein paar wenige Outputs dabei sein, welche absolut herausstechen und sozusagen die jeweilige Mona Lisa und das Guernica der Kollektion sind. Die Künstler arbeiten teilweise Jahre am Code, um das zu garantieren und Art Blocks prüft den Code in einem aufwändigen Prozess, bevor er der Öffentlichkeit zum Kauf angeboten wird.
Üblicherweise dauert das nicht lang. Erreicht der Preis eine attraktive Höhe, sind sämtliche Einheiten der limitierten Kollektion innerhalb von wenigen Minuten ausverkauft.
Hier nun die "Fidenza"-Kollektion eines Sammlers. Fidenza gehört zu den wertvollsten generativen Kollektionen, die bisher geschaffen worden sind.
Fidenza is Art Blocks art that's stored eternally on Ethereum. Each individual work of Fidenza is a specific constant applied to the Fidenza algorithm . This is the beauty of on-chain, generative,...
www.bonafidehan.art
Hier beschreibt Tyler Hobbs, der Künstler, den Entstehungsprozess des Codes
The artwork of Tyler Hobbs, a practicing generative artist, creative coder, and painter, whose work has been featured in numerous exhibitions and has been...
tylerxhobbs.com
Und so kann es aussehen.... eigentlich nur sehr schwer zu verstehen, wie ein Code so etwas erschaffen kann
Invocation #48 of Fidenza by Tyler Hobbs. This is 1 generative output of 999 total outputs.
www.artblocks.io
Dieser Fidenza hat dann folgende "Traits" also Eigenschaften, welche sozusage Richtungsweisende Bestandteile sind, um die Logik des Resultats zu bestimmen.. aber das Maß an Kontrolle ist bei (in diesem Fall) 999 verschiedenen Exemplaren sehr offen gestaltet, was dazu führt, dass die Künstler nach dem Release wie Kinder durch ihre Kollektion gehen und sich ansehen, was alles geschaffen worden ist.
Und am Ende von diesem Screenshot sieht man dann "Rarity". In der Crypto Welt, auch in der generativen Kunst, gibt es rare und weniger rare Traits. Je rarer, desto wertvoller... eigentlich. Aber bei Art Blocks zählt zum Glück am meisten, wie gut es aussieht
Das also mal als Appetithappen zur generativen Kunst. Ich finde es revolutionär
