Eine Genauigkeit von 0,3 % beim Messen ist sehr wichtig und wirft das richtige Licht auf Material, Kontrolle, DSQ und sogar seltsame Gespräche, die in den Medien angekündigt werden.
@Benjamin hat
hier schon erklärt, wie das zustande kommen kann, und zwar wirklich detailliert. Wieso ignorierst du das dauernd? Und wieso hast du diese sehr wahrscheinliche Interpretation nicht selbst eingebracht hast, obwohl du sagst, du kennst dich persönlich gut mit Messungen aus?
Wenn etwaige Messfehler zugunsten der kontrollierten Person abgezogen werden, ist es selbstverständlich möglich, ein Messergebnis auf Millimeter anzugeben, selbst wenn der erwartete Messfehler größer ist als 1mm. Also was willst du dauernd mit deinen 0,3% und dass diese Angabe unmöglich ist? Wenn das Messgerät Millimeter misst, wird man auch Millimeter als Messergebnis angeben. Was denn sonst? Runden, damit man auf eine schöne gerade Zahl kommt?
Analog zu Benjamins Beispiel, etwas mit anderen Zahlen:
Geforderte Minimallänge: 100 cm
Günstigtes Messergebnis: 94,9 cm
Angenommener Messfehler: 5 cm
Ergibt eine (
Mindest-)Unterschreitung von: 1 mm
Also selbst wenn man nur auf 5 cm genau messen könnte, kann man natürlich zu so einem Resultat kommen und es ist legitim, das so anzugeben.
Wie das öffentlich kommuniziert wird, ist eine andere Sache. Sehe ich auch so, dass hier Verbesserungspotenzial besteht. Zum Vergleich ein
Dokument der FIA bzgl. einer DSQ in der F1, wegen Zehntelmillimetern. Hier steht div. Parameter sehr genau und für jedermann einsehbar drinnen, der erwartete Messfehler des Messgerätes und sogar wann dieses gekauft wurde
Aber nochmal: Dass die Öffentlichkeit nicht im Detail Bescheid weiß bedeutet keinesfalls, dass die FIS ahnungslos und die Messungen wertlos sind wie du das dauernd suggerierst. Denn vonseiten der Athleten und Verantwortlichen gibt es eigentlich keine Beschwerden über die Messmethodik.