Tja da wartet man den ganzen Predraft, dass einem seine Rankings vermisst werden, aber es fragt keiner und jetzt muss ich doch eines machen, ohne dass ich gefragt wurde.

Nein ich hätte dieses Jahr gerne mehr Zeit dafür gehabt, und irgendetwas hinrotzen, das liegt mir fern, davon könnt ihr in diesen Zeiten genug anderes lesen.
Aber ein Ranking wollte ich dann doch machen und habe mir die letzten Tage dafür Zeit genommen und das hat die Frage, ist die QB Klasse wirklich so schlecht, dass man mit Daniel Jones besser fährt als mit diesen Qbs?
Und die Antwort ist.
Ja.
Aber kommen wir zum Ranking.
1. Fernando Mendoza, Indiana Hoosiers
Mendoza war vor der Saison sicherlich nicht der QB, den alle an 1 hatten. Aber wie wir schon so oft gesehen haben, das zählt nicht sehr viel. Da ist noch viel zu viel Dynamik in dem Prozess. Mendoza selbst, gefällt mir aber richtig gut. Er ist, Achtung(!) eine bessere Version von Daniel Jones, aber im Grunde doch sehr ähnlich. Ein RPO QB, einer der mobiler ist als man denkt, er ist auch richtig tough. Im Spiel gegen Ohio lag er am Anfang am Boden und kam schnell zurück. Er ist in jedem Fall ein tough dude.
Outside the number find ich ihn richtig stark. Da fehlt es auch nicht an Armstärke. Hat auch bewiesen, dass er in schwierigen Momenten gute und richtige Entscheidungen treffen kann. Wird nicht schnell nervös und hat ein gutes Gefühl für das Lesen der Defenses. Nicht umsonst mit 39 TDs und 0 Interceptions in der Redzone. Das kommt davon, dass er presnap schon einen ziemlich guten Blick hat.
Was muss besser werden? Wenn die Pocket muddy ist, wenn sie nicht klar ist, fehlt manchmal noch das Gefühl dort sich zu bewegen. Ja und ähnlich wie Jones, manchmal zu sehr am ersten Target hängen. Hat aber auch damit zu tun, dass er egientllich oft Presnap einen Eindruck hat und dann eben nicht ganz davon lösen kann. wenn er doch nicht so kommt.
2. Garrett Nussmeier, LSU
Ich bin bei LSU QB immer etwas höher als andere, warum nicht dieses Jahr wieder? Es wird nicht viele Rankings geben, bei denen Nussmeier an 2 ist. Nein ich bin nicht überzeugt, dass er ein NFL Starter ist, aber nach Mendoza macht keiner der Spieler einen Eindruck dies zu sein. Was mir aber an Nussi gut gefällt, er bringt die Fähigkeit mit, die es grundsätzlich möglich macht in der NFL. Ich habe z.B. bei Brooks gelesen, dass sein Arm Fragen hat. Man kann viele Fragen bei Nussmeier und die sind dann eher bei Decision making, bei Gunslingermentalität, aber der Arm ist es nicht. Der kann das Ding werfen.
Ich empfand auch, dass er Presnap bei den Kommandos, weit aussah. Das sah schon relativ professionell aus. Er ist auch nicht komplett unmobil. Aber ich bin absolut der Meinung, dass die LSU Offense ihm sehr geschadet hat, im Ruf, sei es Playcalling, sei es O-Line und Protection. Da kann man das Spiel gegen Vanderbilt nehmen, was für mich fürchterlich zum Ansehen ist, wie man einen QB durch den Fleischwolf jagt. Immer wieder All out Blitzes oder 6-7 Defense Spieler die kommen und keine Antworten und du lässt deinen QB so zerfleischen. Deswegen, ja die Injuries sind eine Sorge, aber in diesem Gebilde musst du erstmal so überleben.
Der Senior Bowl gefiel mir richtig gut. Es ist für diese jungen QBs oft nicht einfach in einem neuen System mit neuen Spielern zu agieren und da waren auch wieder die Basics da. Die Interception ging auf den TE.
3. Drew Allar, Penn State
Drew Allar, ein Spieler der Anfang 2025 überlegt hat in die Draft zu gehen, aber noch ein Jahr daran hängen wollte, weil er dachte, dann könnte es mindestens Top 10 werden. Dann kam ein übles Playoffende und eine fragwürdige Saison 2026 und schon bist du ggf. ein Day 3 Pick.
Ich war am Ende überrascht bei Allar. Ich habe das Tape schlechter erwartet, aber um ehrlich zu sein, selbst das Oregon Tape war nicht mies. Man sieht einen QB, der die Statur, den Arm mitbringt und auch hier wieder die grundsätzlichen Basics. Natürlich war dann am Ende die Interception übel, auch hier wie Nussmeier ist es das decision making. He is putting the ball in harms way

. Aber nein, das ist ein Prospect mit dem man schon was anfangen kann, erst einmal vom Setup. Die Frage ist natürlich wie sehr war das Tape 2024 von Warren gepushed? Ich sage ja das war es definitiv.
Es fehlt dann auch an Mechanics, Footwork usw. Aber grundsätzlich sehe ich ihn nicht so hoffnungslos für die die NFL, wie es teilweise gemacht wird. 235 Pounds 6,5 guter Arm, auch Mobilität vorhanden, das reicht erst einmal, gerade in dieser Klasse, dass man Nr. 3 ist.
4. Ty Simpson, Alabama
Da ist er wieder einer der QB, bei dem ich das Board, oder die Meinung nicht teile und auch mir nicht irgendwie reinreden lasse, weil man damit nicht gegen den Strom schwimmt. Ty Simpson ist für mich ein hoch gefährliches Prospect, das für mich leider sehr viele Fragen mitbringt. Was gefiel mir gut? Definitiv inside the numbers, anticipation, velocity, da ist er ein QB Prospect was man gerne sieht. Das sieht NFL tauglich aus und deswegen zieht er natürlich Aufmerksamkeit. Auch weil er eben Presnap und Progressions und Accuracy mitbringt. Aber mir ist das dermaßen roh, dass ich nur sage, wir haben es oft erlebt was mit QBs passiert, die früh gegangen sind und wenig Spiele hatte, was daraus geworden ist. Simpson hatte 15 Starts. Das sind nicht viele und man sah dann schon diese Saison, je länger die Saison haben auch Teams Tape gehabt.
Was ich persönlich sehr kritisch sehe, dass mir Statur nicht gefällt. Da wird er in der NFL relativ schnell zermalen, und im Gegensatz zu Dart gefiel mir auch nicht, was ich bei Würfen on the run sah, eher wacklig, was bei 6-1 ein wichtiger Aspekt ist. Nein das ist kein Spieler der mich abholt, für das was er teilwiese gesehen hat siehe Dan Orlovsky
5. Joey Aguilar, Volunteers
Das Prospect gefiel mir auch besser als bei vielen anderen. Simms hat ihn auf 4, das ist aber bei weitem nicht der consensus. Der ist eher bei sehr spät oder UDFA. Aber zu Simms später noch einmal. Das ist jemand der für mich relativ gut funktionieren kann, wenn er einen OC hat der gerne vorgibt was der QB zu tun hat. McDaniel als Beispiel. Ich empfand, dass er fit war wenn es um Timing, RPO Stuff ging und der Arm auch ordentlich war. Gefiel er mir überraschend gut. Eher einer der positiven Überraschungen, wenn man sich intensiv mit dem QB beschäftigt hat.
Man sieht auch die vielen Spiele, die er gemacht hat. Schwächen kommen, wenn es um Coverages lesen kann, wenn das Play eben nicht da ist, wenn es eben auch mehr um Coverages lesen geht. Dazu kann er wenn er off ist, richtig off wirken. Sein Alter wird ihm natürlich angelastet, er ist nun 25. Da kann er aber sich auf die Shoughtherapie beziehen, das ist kein Negativkriterium mehr, wenn man dafür auch viel Erfahrung mitbringt.
6. Cade Klubnik, Clemson
Vielleicht nach Mendoza sogar der smoothest throwing motion. Toller Release. Der Ball kommt echt nicht schlecht heraus, da ist Zip. Der kann auch tief. Ich empfinde ihn als modernen Pocketpasser, ohne immobil zu sein. Das war nicht so schlecht. Das Problem bei Klubnik ist aber nicht diese Tools, es ist dann eher Postsnap, wenn auch etwas nicht da ist, was er so sieht.
Dazu eben auch nicht immer in Kontrolle der LOS, dazu auch technisch nicht immer sauber. So gesehen ein QB, der noch Arbeit erfordert, aber da waren Flashes dabei, ohne das es richtig mies war, bei denen ich sage, man kann ihn als devolopment QB probieren.
7. Carson Beck, Miami
Beck wurde in den Playoffs dann auch besser. Aber es war sicher kein Jahr, bei dem man es als Redemption Jahr sehen kann. Mich flasht er nicht. Ich denke, jedwedes Upside ist ausgereizt. Er hat in guten Programms agiert und es gab Spiele, die richtig mies waren. Dart hat damals das Interception Game gegen Florida geschadet, das wurde ihm oft vorgehalten. Aber das war am Ende auch teilweise Gunslinger, erzwungen, Beck hatte so ein Spiel, gegen Florida, und da war es das ganze Spiel komplett meis. Mit der Interception am Ende. Das war nicht nur dort. Beck kann richtig seit und abwärts gehen und hat nicht einmal richtige Flashes. Positiv ist, dass er eben Commands an der Linie gibt, man sieht auch die Erfahrung, man sieht einen ordentlichen Arm. Aber für mich wäre es maximal ein UDFA, aber ich hätte wenig Hoffnung auf irgendeine Trendwende. Ich weiß, manche sehen als Day 2 Pick und ich weiß die Playoffs haben ihm geholfen, aber ich sehe schon weiter die Probleme.
8. Behren Morton, Texas Tech
Morton führe ich nur auf, weil ihn Simms auf 3 hat. Ich meine, er tendiert mittlerweile schon dazu, irgendwelche Boards komplett verrückt umzudichten. Ich kann nur sagen, Morton wird niemals der dritte QB vom Board sein. Die NFL valuiert das sicher anders, und ich denke auch nicht dass in 10 Jahren er der QB ist, den man auf 3 sehen wird in dieser Klasse. Morton selbst hat einen guten Arm, improvisiert auch relativ gut. Das ist auch teilweise flashy, aber ich kann sagen, dass das Spiel gegen Oregon für viele Scouts ein No go ist, weil es alle Sorgen über ihn ins Brennglas gebracht haben. Das war mal ein qualitativer Gegner und er wirkte überfordert. Man kritisiert bei ihm, dass er zwischen Zone und Man to man nicht immer unterscheiden kann und wenn es eben komplexer, und schneller geht, geht es nur noch seit und abwärts.
Er war komplett überfordert und so sieht kein QB aus, der dann gedraftet wird, selbst in dieser Klasse nicht
Deswegen ich habe noch zu wenig Meinung

aber übereinstimmend ist nicht nur die QB Klasse dünn. Das ist ein schwacher Jahrgang, und deswegen fand ich auch immer die Kritik übertrieben an Teams, die dieses Jahr keinen First Rounder haben. Auch der Bengals Dex 10er ist im Vergleich zu den Vorjahren einiges schwächer.
Zu einem Spieler will ich dann doch noch was sagen, Sonny Styles. Ich habe gelesen bestes Bowl Game eines LB und das von renommierten Fachleuten wie Simms Sidekick, als er bei PFF auftauchte. Nein natürlich nicht. Micah Parsons war ein ganz anderes Level und ich habe in dem Spiel, wenn ich mir das Tape gegeben habe, eher paar Sachen gesehen die mir gar nicht gefallen haben. Leicht zum Blocken gewesen, nicht immer 100 Prozent Hustle. Das ist alles kein Drama, aber wenn ich daran denke welche Diskussionen um Parsons gab ob ein MLB einen Top 12 Pick wert ist und man nun Styles in die Top 5 schiebt, sagt das viel über diese Draftklasse aus. Zumal Parsons auch schon damals als Rusher ganz anders geliefert hat.
Styles hat auch nicht so produziert mit Stats und das in einer Defense die das eher leicht macht. Ich sage nicht, dass man ihn nicht nehmen kann, aber für mich kein hoher Pick. Deswegen, wenn Adrian Franke und nun mehrmals Cowboys auf 6 traden lässt, um Styles zu nehmen, würde bei mir dann auch eine Welt zusammenbrechen, die das die Cowboys und ich ähnliche Boards haben und das er so hoch geht. Übrigens ein Haurbaugh Spieler ist er sicher nicht. Da denke ich aber das an der Tyson Nr. echt was dran sein könnte, ach ja das ist ein extrem guter Inside View von Glazer noch. (er hat noch was "crazy" angekündigt für Runde 1)