Fun(?) fact: bei der Universiade 2023 in Lake Placid haben sie einen "Nordic Mixed" Wettkampf mit je 3 Athleten pro Team organisiert, wo jeweils ein/e Skispringer/in, ein/e Kombinierer/in und ein/e Langläufer/in am Start war. 1. u 2. sind gesprungen und dann sind 2. und 3. einen Team-Sprint gelaufen, also die Kombinierer/innen mussten beides machen, die Spezialist/innen nur ihre Spezialdisziplin.
Auch bereits bei den Olympischen Jugendspielen 2016 gab es ein ähnliches Format; da gab es ein Fünferteam mit einem Skispringer, einer Skispringerin, einem Kombinierer (Kombiniererinnen gab es noch nicht), einem Langläufer und einer Langläuferin.
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Speziell die Norweger hatten da ein Team mit heutzutage sehr bekannten Namen dabei, darunter Marius Lindvik, Anna Odine Stroem und Einar Luraas Oftebro.
Aber bei einem solchen Sportereignis, bei dem ja von vornherein die Anzahl der Athleten stark begrenzt war, ist das ja auch sinnvoll, das wäre damals anders ja gar nicht möglich gewesen.
Das ist aber eben schon seit Juni 2022 klar - haben sie damals doch selbst betont, dass sie die NoKo nur deswegen beibehalten haben, weil sich Athleten im "mehrjährigen Vorbereitungszyklus" befänden. Jetzt ist es natürlich umso schwieriger, einem "Ottonormalfan" zu erklären, worum es eigentlich geht. Die Damen lassen Dampf ablassen, aber das kommt unterschiedlich an und wird zum Teil sogar falsch interpretiert - ich habe mehrere Kommentare gelesen, wo Leute zum Boykott der Männer-NoKo-Wettbewerbe aufgerufen haben, was ja völlig kontraproduktiv wäre.
Wobei ich das nun überhaupt nicht nachvollziehen kann. Warum sollte jemand die Herren-Kombi boykottieren, nur weil die Damen noch nicht zugelassen sind?
Ich meine, ich muss bei so manchem Argument der Damen auch noch ein bisschen die Stirn runzeln. Ja, sie haben inzwischen eine gewisse Nationenvielfalt erreicht. Aber wenn man böse ist, könnte man auch sagen: Das liegt eher daran, dass die Damenkombi selbst in den großen Kombi-Nationen Deutschland, Österreich und Norwegen so wenig verbreitet ist, dass selbst die eben nicht die Masse an Athletinnen haben, um alle anderen zu erdrücken.
Und Vielfalt ist eben auch relativ: Die besten vier Athletinnen im Gesamtweltcup haben zusammen 32 der bislang insgesamt 36 möglichen Podestplätze im Weltcup geholt - gut ist natürlich, dass die aus vier verschiedenen Nationen stammen, aber es zeigt schon ein bisschen, dass dahinter eine gewisse Lücke klafft.
Und man muss schon auch berücksichtigen, dass die Entscheidung, die Damen diesmal noch nicht zuzulassen, vor ein paar Jahren gefallen ist. Und damals musste man natürlich das damalige Niveau als Argumentationsgrundlage nehmen.