Rezensionen


Drahtbeen

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Blutstein – Johan Theorin

Genre: Krimi
Seitenzahl: 446
Verlag: Piper
Format: Hartcover
Preis: 19,95 €
ISBN: 978-3-492-05418-8
Bewertung: 10 Punkte
(von 10 möglichen Punkten)

Inhalt:

Rot wie Blut schimmert die Gesteinsschicht im Steinbruch von Stenvik. Jeder auf Öland kennt die Legenden von den Bluttaten, die diesen Stein gefärbt haben sollen. Auch Per Mörner kennt sie, aber er glaubt nicht an die uralten Legenden von Elfen und Trollen und Beschließt, mit seinen Kindern im Frühjahr nach Stenvik zu ziehen. Nach einem Brandanschlag auf seinen Vater Jerry sieht Per sich gezwungen, auch ihn auf die Insel zu holen. Doch er kann nicht verhindern, dass Jerry schon kurz darauf vor seinen Augen ermordet wird. Der Vater schien seinen Mörder gekannt zu haben – wer aber hatte ihn so gehasst, dass er das Risiko einging, ihn in aller Öffentlichkeit zu töten? Per Mörner lässt die Frage keine Ruhe. Und was er herausfindet, erschüttert ihn zu tiefst.

Autor:
Johan Theorin wurde 1963 in Göteborg geboren. Für seinen ersten Kriminalroman „Öland“ wurde er mit dem „Glasschlüssel“ für den besten skandinavischen Kriminalroman des Jahres ausgezeichnet.

Meine Meinung:
Viele der Charakteren lernen wir gleich zu Beginn kennen. Per Mörner reist mit seinem Sohn Jesper erstmals in den Osterferien auf die Insel in sein geerbtes Ferienhaus. Zu dem Ferien kann man sagen „klein aber mein“. Daneben gibt es zwei große neugebaute Ferienhäuser welche auch über Ostern bewohnt sind. Max und Vendela reisen zeitgleich an.
Der 86jährige Gerolf Davidsson zieht aus seinem Alterswohnsitz aus und zieht wieder nach Öland in sein eigenes Haus. Über Ostern besuchen ihm seine Kinder und Enkel, aber ansonsten bekommt er Essen gebracht und eine Pflegerin schaut nach ihm. Auch die Ärztin kommt wöchentlich.
Pers Tochter Nilla ist schwer krank und kann nur wenige Tage beim Vater sein, bevor er sie wieder in die Klinik bringen muss, wo sie operiert wird.
Später lernen wir die Familie Christer und Marie Kurdin aus dem anderen neugebauten Ferienhaus kennen.
Vendela Larsson ist auf der Insel geboren. Sie hatte eine schwierige Kindheit, denn die Mutter war gestorben, als sie noch ein Kleinkind war. Sie wuchs beim Vater, der im Steinbruch arbeitete auf.
Vendela glaubt auch im Erwachsenenalter noch an die Elfen und plant, hierüber ein Buch zu schreiben. Schon als Kind besuchte sie immer wieder den Elfenstein.
Die Elfen- und Trollgeschichten sind sehr gut im Buch eingebaut.
Per Mörner muss dann noch seinen Vater, Jerry Morner, auf die Insel holen, nachdem seine Firma niedergebrannt und ein Anschlag auf dessen Leben verübt wurde. Per kann nicht verstehen, wer seinen Vater so hasst. Durch einen Schlaganfall, kann Jerry leider nicht mehr viel sprechen – nur zusammenhanglose Wörter. Dies versucht Per nun auf eigene Faust herauszufinden und riskiert dabei sein eigenes Leben.

Fazit:
Das Ende ist überraschend. Ich hatte mir im Laufe des Lesens viele als Täter vorstellen können und auch viele Motive zu erblicken gedacht. Doch ich lag total falsch!
Ein super geschriebener, spannender Krimi und ich genoss jede Seite!
 

Drahtbeen

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Jacob beschließt zu lieben von Catalin Dorian Florescu

Jacob beschließt zu lieben vonCatalin Dorian Florescu

Genre: Literatur
Seitenzahl: 403
Verlag: C.H.Beck
Format: Hartcover
Preis: 19,95 €
ISBN: 978 3 406 61267 1
Bewertung: 8 Punkte
(von 10 möglichen Punkten)

Inhalt:
Florescu erzählt die abenteuerliche Geschichte des Jacob Obertin aus dem schwäbischen Dorf Triebswetter im rumänischen Banat Es ist eine Geschichte von Liebe und Freundschaft, Flucht, Verrat und darüber, wie die Fähigkeit einen Menschen zu lieben ihn über alles hinwegretten kann.

Autor:
Catalin Dorian Florescu wurde 1967 in Timosoara in Rümänichen geboren.

Meine Meinung:
Das Buch verknüpft verschiedene Zeitebenen miteinander. Dem Autor ist es wunderbar gelungen, die einzelnen Familienmitglieder beginnend mit Casper, der bereits 1635 zurück nach Diseus floh über Frederik Aubertin bis hin zu Jakob ohne Nachnamen und dann dessen Sohn Jacob Obertin.
Das Buch beginnt Mitte der 20er Jahre als Jakob ohne Namen nach Triebsweetter kommt um danach in das Jahr 1635 zu Casper zurückzugehen. Dann lernen wir die abenteuerliche Fahrt von Frederik Aubertin nach Trübeswetter kennen und lernen wie Jacob zu seinen Namen kommt. Jacob seinen Weg verfolgen wir von der Geburt bis zum 26. Lebensjahr. Mit ihm erleben wir alle Höhen und Tiefen, Liebe und Hass, sein Leben mit Vater, Mutter und Großvater.
Wir lernen die Zigeuner von Triebswetter und damit auch die Geschichten von Ramina kennen. Kennen, wie es Ramina und ihrem Sohn Sorelo ergeht.
Die Familie Obertin erlebt viele Kriege und wir erfahren, wie sie diese überlebt haben und das beste darauf gemacht haben.
Fazit:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Dem Autor ist es herrlich gelungen, die einzelnen Zeitebenen interessant zu verbinden. Der Schreibstil ist gehoben und flüssig. Mit dem Titel Jacob beschließt zu lieben, erwarten wir ein romantisches Buch – aber am Ende ist uns klar: Jacob beschließt in der Tat zu lieben.
 

Drahtbeen

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Wolfram Fleischhauer - Torso

Titel: Torso
Autor: Wolfram Fleischhauer
Verlag: Droemer
Erschienen 4. Oktober 2011
Seitenzahl: 429
ISBN-10: 3426198533
ISBN-13: 978-3-426-19853-7
Preis: 19.99 EUR

Klappentext:
Zwei Tote. Ein Rätsel. Keine Gnade.
In einem leerstehenden Berliner Hochhaus macht die Polizei einen grausigen Fund. Ein makaber drapierter Frauentorso stellt alles in den Schatten, was Hauptkommissar Zollanger in seiner Laufbahn je zu sehen bekam.
Anderswo in Berlin will eine verzweifelt junge Frau nicht an den „Selbstmord“ ihres Bruders glauben – und sticht ahnungslos in ein Wespennest aus Gier, Verrat und Vertuschung übelster politischer Machenschaften.

Der Autor:
Wolfram Fleischhauer, geboren 1961 in Karlsruhe, ist einer der wenigen deutschen Autoren, denen es gelingt, Anspruch und Spannung für ein großes Publikum zu verbinden. Nach vier Romanen über die Künste ("Die Purpurlinie", "Die Frau mit den Regenhänden", "Drei Minuten mit der Wirklichkeit", "Das Buch, in dem die Welt verschwand"), dem Familienroman "Die Inderin" und dem Universitätsroman "Der gestohlene Abend" ist "Torso" sein erster literarischer Thriller. Mehr Informationen zum Autor unter: www.wolfram-fleischhauer.de
Meine Meinung:
Nach den historischen Romanen dachte ich einen Thriller: Und wurde belohnt. Ich war gleich von Anfang an gefesselt. Die Spannung stieg und stieg. Das Buch weglegen? So gut wie unmöglich! Der Schreibstil ist flüssig und die Schrift hat eine angenehme Größe.
Hauptkommissar Zollanger ermittelt mit seinem Team gegen politische und wirtschaftliche Größen in einem Mordfall.
Letztendlich: Mit einfühlsamen Worten wird alles erklärt. Der Leser erfährt nicht nur wer was getan hat, sondern auch warum.
Von mir bekommt der Autor 10 Punkte!
 
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Der fälscher, die Spionin und der Bombenbauer von Alex Capus

Titel: Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer
Autor: Alex Capus
ISBN: 9783446243279
Originalausgabe Juli 2013
Verlag: Carl Hanser Verlag
Seiten: 282

Klappentext:
Felix, Laura und Emilie:
Ein Jüngling träumt vom Weltfrieden und wird zum Bombenbauer. Ein Mädchen will Sängerin werden und endet als Spionin. Ein Kunststudent geht nach Troja und wird zum größten Fälscher aller Zeiten. Drei Helden wider Willen, die in ihren Niederlagen triumphieren und auf Abwegen das Glück finden.


Meine Meinung:
Ein echter Capus. Der Schreibstil gefällt mir ausnehmend. Vor allem der Capus-Stil, zu schreiben, wenn er den genauen Hergang in der Vergangenheit nicht weiß, „ich weiß nicht ob - es könnte aber sein.“. Zum Beispiel gleich am sinngemäß Anfang: Der Orientexpress fährt am Bahnhof raus, ob Felix Laura sieht wie sie hinten auf den Podest singt , weiß ich nicht – es könnte aber so sein.
Der Nobelpreisträger Felix Bloch ist zwar allen bekannt aber hier lernen wir noch viel aus seinem Leben, z.B. seine Studienkollegen. Auch das sind alles durch die Bank weg Bekanntheiten. Aber die Namen so im Zusammenhang zu lesen – das hat war.
Das Schicksal von Laura und Emilie und deren Familien berühren.

Das Cover ist wunderbar gelungen. So stelle ich mir Laura auf dem Weg nach Marseille vor.

Fazit:
Ein Buch was ich jeden empfehlen kann.
 

Drahtbeen

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Vor der Glotze zum Weltmeister von Joachim Staat

Titel: Vor der Glotze zum Weltmeister
Autor: Joachim Staat
ISBN: 978-3-667-10156-3
Originalausgabe: 2015
Verlag Delius Klasing
Seiten: 167


Der Autor:
Joachim Staat, geboren 1958, als Schalke zum letzten Mal Deutscher Meister wurde, wuchs an der Ruhr mit dem Fußball auf.

Klappentext:

Als sich Joachim Staat beim Fußballspielen ein Bein bricht, steht glücklicherweise *Italia 90* vor der Tür. Da er mit Gips jedoch über einen Aktionsradius eines Möbelstücks verfügt, gründet er kürzer Hand in den eigenen vier Wänden sein ganz persönliches WM-Studio. Schnell bildet sich ein harter Kern von Allesguckern heraus. Theoretisch, praktisch eher Kreisklasse.
Mit Witz und Ironie erzählt der Autor, wie im Jahr der Deutschen Einheit seine Liebe zur deutschen Nationalmannschaft geweckt wurde und er – fast ein Vierteljahrhundert später – den Titelgewinn von Jogis Jungs bei der WM 2014 in Brasilien erlebt. Selbstverständlich viel, viel abgeklärter. Oder nicht


Meine Meinung:

Das Buch ist mit viel Witz und Leichtigkeit geschrieben. Staat erinnert den Leser an die WM 1966. Wer damals schon Fernsehen gucken konnte, saßen vor einem kleinen schwarz-weiß Kasten. 30. Juli 1966 – 4:2 n.V. Haller, Weber, Hurst, damals so bekannt wie heute Müller und Götze.
1970 bis 1990 folgte der lange Weg nach Rom. 1970 in Mexiko – Stan Libuda – der seine Gegner schwindlig spielte.
1974 in München – Deutschland gegen Holland – Endstand 2:1.
WM im Dauerregen.
Was geschah danach mit der deutschen Nationalmannschaft?
Staat erzählt von den Spielen 1990 in Italien und 2014 in Brasilien. Da kommen Erinnerungen hoch. Rikaard und Völler fliegen vom Platz.
Interessante Erinnerung fand ich auch, dass Argentinien ihre Top-Stürmer im Endspiel gesperrt waren.
Schön sind auch die Platzzeichnung zwischen durch.



Fazit:
Ein schönes kleines Buch für den Fußballfreund. Ich hatte schöne Erinnerungen und manches Lächeln auf den Lippen.

Volle Punktzahl
 

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Jetzt! Nudeln

Titel: Jetzt! Nudeln
Autor: Sebastian Dickhaut
ISBN: 978-3-517-09358-1
Originalausgabe: 1. Ausgabe 2015
Buchform: Hardcover
Verlag: Südwestverlag
Seiten: 240

Klappentext:
Alle lieben Nudeln: Die Italiener Pasta aschiutta, die Indonesier Bami goreng, die Japaner Ramen, die Schwaben Kässpatzen. Und ganz viele lieben das alles zusammen. Deswegen ist Nudelnkochen immer eine gute Tat, überall und zu jeder Zeit.

Jetzt! Nudeln bietet über 100 Rezeptideen für Gerichte, die glücklich machen. Natürlich sind die Klassiker der Pastaküche ebenso dabei wie die beliebtesten Nudelgerichte Deutschlands und Asiens. Die authentischen Haus- und Lieblingsrezepte gibt es jeweils in einer Kurzversion für Geübte mit Kochblick sowie einer Langversion für Anfängerköche.

Meine Meinung:

Das Buch ist sehr schön unterteilt mit Nudeln pur, Nudeln mit viel Sauce, Nudeln aus der Pfanne, Nudeln aus dem Ofen, Nudeln in Salaten und Suppen und der Speisekammer. In der Speisekammer werden über 70 Nudelsorten in Wort und Schrift dargestellt.

Es wird erklärt, wie man Nudeln kaufen sollte. Das Kochen vom Salzen und Sieden hat einen eigenen Abschnitt. Es gibt einen Abschnitt für Saucen. Die meisten Gerichte sind abgebildet. Aber auch die ohne Bild lassen schon durch die wörtliche Beschreibung hungrig werden.

Gefehlt hat mir nur eines – die Rezepte haben keine Kalorienangaben.

Fazit:

Ein empfehlenswertes Kochbuch für alle Nudelliebhaber.
 

theGegen

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Mjamhhhh.... Nudeln mit Pampe essen.... gute Idee.

Pasta aschiutta kann ich, die müssen vor öligem Fett nur so triefen.
 

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Titel: Denken Sie jetzt nichts
Autorin: Andrea Jolander
ISBN: 978-3-453-20086-9
Originalausgabe: Juni 2015
Verlag: Heyne
Seiten: 220

Klappentext:
Das Vernünftige an der Vernunft ist die Unvernunft.
Vergessen Sie langes Grübeln, hören Sie auf zu hadern, und begeben Sie sich in die Hände Ihrer Intuition! Denn Ihr Gehirn weiß mehr als Sie denken!
Psychotherapeutin Andrea Jolanda erklärt, warum spontane Entscheidungen meist die besseren sind und wie wir lernen, unsere Instinkte für uns zu nutzen.
Die Bedienungsanleitung für Ihr Unterbewusstsein.


Meine Meinung:

Zuerst einmal liest sich das Buch hervorragend flüssig und nicht wie ein Sachbuch, sondern wie ein Gespräch mit Autorin. Es ist humorvoll geschrieben mit kleinen Anekdoten aus dem Berufsalltag der Autorin.


Unser Unbewusstsein: Wir erfahren, dass es unser Helfer und Lebensretter sein kann. In diesem Buch erfahren wir was Sinne und Instinkte vermögen. Haben wir ein Supergedächtnis oder wer ist Herr im Oberstübchen? Was wissen wir über den Schweinehund? Disziplin?


Im Abschnitt „Im Würgegriff der Normen“ erfahren wir, dass es ganz normal ist mit Tieren zu sprechen.


Es folgt der Abschnitt „Das innere Archiv“. Ja das sollte genauso aufgeräumt werden, wie wir unser Archiv im Büro oder daheim gelegentlich aufräumen.


Im letzten Abschnitt „Fluch und Erlösung“ kommen wir zu Dornröschen.


Fazit:

Ein wirklich lesenswertes Sachbuch. Ich habe mir viele Gedanken gemacht beim Lesen. Wie ist mein Leben schon vor der Geburt beeinflusst worden und in den ersten 3 Jahren, an die sich keiner selbst erinnern kann. Wie wichtig ist eine Bezugsperson.

Fluch oder Segen des inneren Schweinhundes. Jetzt erkenne ich seinen wirklichen Wert.


Volle Punktzahl.
 
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Titel: Die Frauen meiner Familie

Autorin: Tanja Weber

ISBN: 978-3-426-30461-7

Originalausgabe: Klappenbroschur

Erscheinungsdatum: 11. Januar 2016

Verlag: Droemer

Seiten: 384



Beschreibung laut Verlag:


Ein verschwundenes Gemälde und die Schuld einer Familie.

Elsa Hannapel ist Kunsthistorikerin und begutachtet Kunstwerke für eine Versicherung. Als sie den Auftrag bekommt, dem Diebstahl des Gemäldes „Mon Amour“ nachzugehen, sagt sie sofort zu. Seit sie denken kann war dieses Bild im Besitz ihrer Familie gewesen und der Familienlegende nach ist die Proträtierte ihre Urgroßmutter Anneli. Ihr Vater hatte das Gemälde jedoch vor einigen Verkauft, des Geldes wegen.


Die Autorin (laut Verlag):

Tanja Weber studierte Kunstgeschichte und Theaterwissenschaft. In ihrem ersten Beruf war sie Theaterdramaturgin, u.a. in Wuppertal, Bochum, Berlin und Hildesheim. Im zweiten Beruf, nach der Geburt zweier Kinder, arbeitete sie als Drehbuchautorin fürs Fernsehen, u.a. für Verliebt in Berlin und Türkisch für Anfänger. Ihr erster Kriminalroman „Sommersaat“ war für den Glauser-Preis nominiert. Tanja Weber lebt in der Nähe von München.



Meine Meinung:

Die Handlung ist sehr spannend und interessant auf 2 Ebenen geschrieben. Zum einen erfahren wir in der Gegenwart, wie Elsa ihren Alltag bei der Versicherung und im Kreise ihrer Familie erlebt und zum anderen nehmen wir am Leben von Uroma Anneli in den Jahren von 1912 bis 1944 teil.

Elsa, ledig, knapp 40 lebt in einer Wochenendbeziehung zu einem Professor aus Potsdam. Während ihrer Recherche grübelt sie über ihr Leben, über ihre einsamen Wochenenden und Abende in ihrer Münchener Wohnung. Wochenendtreffen mit ihrem Lebensgefährten finden meist in der Dichterstadt Weimar statt, und zwar auf Wunsch von Hajo.

Wir lernen aber auch ihre Eltern kennen, Rebecca Hannapel und Lutz Schuster.

Auf der zweiten Ebene von Anneli erfahren wir, wie ihre die Urgroßmutter von Elsa 2 Weltkriege überlebte und wie das Bild Mon Amour entstanden ist. Anneli, die erste weibliche Gerichtsreporterin von 1913 hatte für die Zeit sehr moderne Eltern. Wie die Eltern Regina und Julius Schuster aufwuchsen und wie die Familie gegründet wurde erleben wir im weiteren Verlauf des Buches.

Doch wie kam das Bild in den Haushalt von Anneli und Kurt Schuster? Das erzählt uns Tanja Weber sehr aufschlussreich.


Fazit:

Obwohl mir die Protagonistinnen nicht 100 % gefallen haben, zu Elsa konnte ich keine richtige Beziehung aufbringen und Anneli fand ich erst sehr sympathisch und mochte sie am Ende immer weniger, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Leider sind am Ende doch einige Punkte offengeblieben. Aber jeder kann seine eigene Phantasie walten lassen, und sich die offenen Punkte selbst ausmalen, wie es sein könnte.


Das Buch kann ich guten Gewissens empfehlen.
 

Moritz

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Vor der Glotze zum Weltmeister von Joachim Staat

Titel: Vor der Glotze zum Weltmeister
Autor: Joachim Staat
ISBN: 978-3-667-10156-3
Originalausgabe: 2015
Verlag Delius Klasing
Seiten: 167


Der Autor:
Joachim Staat, geboren 1958, als Schalke zum letzten Mal Deutscher Meister wurde, wuchs an der Ruhr mit dem Fußball auf.

Klappentext:

Als sich Joachim Staat beim Fußballspielen ein Bein bricht, steht glücklicherweise *Italia 90* vor der Tür. Da er mit Gips jedoch über einen Aktionsradius eines Möbelstücks verfügt, gründet er kürzer Hand in den eigenen vier Wänden sein ganz persönliches WM-Studio. Schnell bildet sich ein harter Kern von Allesguckern heraus. Theoretisch, praktisch eher Kreisklasse.
Mit Witz und Ironie erzählt der Autor, wie im Jahr der Deutschen Einheit seine Liebe zur deutschen Nationalmannschaft geweckt wurde und er – fast ein Vierteljahrhundert später – den Titelgewinn von Jogis Jungs bei der WM 2014 in Brasilien erlebt. Selbstverständlich viel, viel abgeklärter. Oder nicht


Meine Meinung:

Das Buch ist mit viel Witz und Leichtigkeit geschrieben. Staat erinnert den Leser an die WM 1966. Wer damals schon Fernsehen gucken konnte, saßen vor einem kleinen schwarz-weiß Kasten. 30. Juli 1966 – 4:2 n.V. Haller, Weber, Hurst, damals so bekannt wie heute Müller und Götze.
1970 bis 1990 folgte der lange Weg nach Rom. 1970 in Mexiko – Stan Libuda – der seine Gegner schwindlig spielte.
1974 in München – Deutschland gegen Holland – Endstand 2:1.
WM im Dauerregen.
Was geschah danach mit der deutschen Nationalmannschaft?
Staat erzählt von den Spielen 1990 in Italien und 2014 in Brasilien. Da kommen Erinnerungen hoch. Rikaard und Völler fliegen vom Platz.
Interessante Erinnerung fand ich auch, dass Argentinien ihre Top-Stürmer im Endspiel gesperrt waren.
Schön sind auch die Platzzeichnung zwischen durch.



Fazit:
Ein schönes kleines Buch für den Fußballfreund. Ich hatte schöne Erinnerungen und manches Lächeln auf den Lippen.

Volle Punktzahl
Kann ich nur zustimmen. Schönes Buch für zwischendurch. Hat Spaß gemacht zu lesen.
 

Drahtbeen

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Titel: Tod auf der Rumregatta

Autor: H. Dieter Neumann

EAN: 9783894251994

Originalausgabe: Erscheinungsdatum 15.03.2016

Verlag: Grafit Verlag

Seiten: Format ePUB i ; 224 (Printausgabe)

Serie: Helene Christ 3


Beschreibung von Thalia:

Ganz Flensburg ist auf den Beinen, denn auch in diesem Frühjahr findet wieder die Rumregatta statt. Das Event lockt alljährlich Segler aus der ganzen Welt an die Ostsee. Die gute Stimmung wird jedoch jäh getrübt, als am Kai die Leiche eines jungen Afrikaners gefunden wird. Schnell gibt es einen Verdächtigen: Unweit des Tatorts wird ein betrunkener Studienkollege des Opfers aufgegriffen. Zugleich weist aber ein bei der Leiche gefundenes Schmähschild eher auf eine rassistisch motivierte Tat hin. Erneut ein Fall, in dem sich die Kommissare Helene Christ und Edgar Schimmel über die Richtung ihrer Ermittlungen zunächst nicht einigen können.

Gleichzeitig hängt bei Helene privat der Haussegen schief. Die Frage nach der gemeinsamen Wohnung lässt zwischen ihr und Freund Simon Simonsen die Fetzen fliegen.

Als dann der Hinweis vom LKA kommt, dass ein Schiff auf der Rumregatta nur zur Tarnung eines großangelegten Drogenschmuggels mitsegelt, nimmt der Fall eine ganz neue Wendung und die Ermittler müssen sich zusammenraufen.


Autor nach Thalia:

H. Dieter Neumann, Jahrgang 1949, war Offizier in der Luftwaffe der Bundeswehr und in verschiedenen internationalen Dienststellen der NATO. Anschließend arbeitete der diplomierte Finanzökonom als Vertriebsleiter und Geschäftsführer in der Versicherungswirtschaft, bevor er sich ganz aufs Schreiben verlegte. Der passionierte Segler ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter und lebt in Flensburg.

Meine Meinung:


Der 3. Teil der Helene Christ Serie ist wieder hervorgehend und spannend geschrieben. Es gibt nur einen Begriff: Pageturner.

Dieter Neumann versteht es, seinem Leser buchstäblich an einer Regatta teilnehmen zu lassen, der Leser spürt die Brise der Ostsee, riecht das Meer.

Die gut recherchierten Brennpunkte in der Welt werden hervorragend geschildert und stimmen den Leser nachdenklich.

Zwei Morde geschehen während der Rumregatta und Helene Christ spürt mit ihrem Bauchgefühl, dass nicht jedes Motiv zum Täter führt. Doch lässt sie ihr Bauchgefühl erst einmal außer Acht, damit der Graue nicht schimpfen kann.

Der Graue mit seiner Vorliebe zu bestimmten Gummibärfarben und wenig Bedarf an Schlaf ermittelt wieder auf seiner Weise.

Wir dürfen wieder Friedel Papke, Simon Simonson und Frau Sörensen erleben.


Fazit:

Wieder ein toller Krimi der leider viel zu schnell ausgelesen wurde. Sehr empfehlenswert nicht nur für Freunde von Ostseekrimis.
 
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