Das tun sie aber leider - aus verschiedenen Gründen.
Stillgelegt, abgerissen, drittklassig: Skisprunganlagen sind oft irre teuer. Anders als in Peking beschworen, enden viele als Ruinen. Bilder historischer Olympiaschanzen – und was aus ihnen wurde.
www.spiegel.de
Ich bestreite nicht, dass es sie nicht gibt. Nur: der Bericht ist halt nur so semi faktengetreu. Ich ahne, dass das am Sonntag eingeworfene Halbwissen auf diesem Artikel basiert.
Ja, das Drumherum um den Bau der Schanzen von Zhangjiakou finde ich vollkommen idiotisch. Die Aussage, dass dort keine Weltcups mehr stattfinden, ist allerdings im Januar widerlegt worden, da die Damen dort ihren Weltcup hatten.
Viele Schanzen werden für kleinere Wettbewerbe genutzt, was allerdings an einem COC, einem FIS-Cup, egal auf welchem Kontinent schlecht sein soll, erschließt sich mir nicht. Auch die Lehrgänge zum Training sind für Athlet*innen wichtig.
Dass die Schanzen von Sarajevo im Krieg zerstört wurden, ist in diesem Kontext halt nicht wirklich hilfreich. Das hat nichts mit einem Millionengrab zu tun, das sportlich geschaffen wurde.
Im „Kampf“ darum, Argumente zu finden, warum allein die Schanzen das Problem darstellen sollen, braucht es dann doch andere Argumente…
Und Weltcups in Asien sind halt für Springer und das europäische TV-Publikum wenig attraktiv.
Skispringen und andere Sportarten sind global. Und es ist gut, dass es die Kobayashis, die Nikaidôs, aber auch die Colbys und Frantz‘ gibt. Es wird von so viel Vielfalt gesprochen, wenn es aber um eigene Befindlichkeiten geht, neigt der europäische „Sportfan“ dann dazu, seine Bequemlichkeiten in den Vordergrund zu stellen. Werde ich nie verstehen

Die Springer lieben im übrigen die Weltcups in Asien. Es liegt an der FIS Veranstaltungen in China und Japan oder auch Nordamerika mehr zu Bündeln und in den Kalender aufzunehmen (meint auch dafür, unterschiedliche Schanzen zu nutzen - im Moment stehen stets die gleichen Schanzen im Kalender). Man mutet es den Nicht-europäischen Athlet*innen zu, monatelang von zu Hause weg zu sein. Ich weiß nicht, warum das also für andere nicht gelten soll.
Wir Fans, denen der Bobbes gepudert werden soll (Achtung Augenzwinkern) zählen da sicherlich nicht dazu
Nur weil man es in Innenräumen spielt? Oder als Sportart generell?
Für mich erschließt sich einfach die Idee nicht. Ich bezeichne Darts nicht als Kneipensportart, beileibe nicht.
Im Moment habe ich eher das Gefühl, dass jeder nur Sportarten canceln möchte, auf die er verzichten kann. Und die Sportarten einbringen möchte, die er auch unterm Jahr schaut.
Dass man sich Gedanken machen muss, wie es weitergeht, steht ja außer Frage. Aber dann sollte es faktenbasiert und realistisch bleiben. Und für mich gehören traditionelle Sportarten halt weiterhin zum olympischen Programm. Selbst wenn es dafür sein muss (und es wird so kommen), dass man im Sinne der Nachhaltigkeit die Spiele entzerren muss.