Skisprung-News: Neuigkeiten aller Art


Das ist natürlich richtig. Wenn die Eintrittspreise zu extrem werden (ist ja ne WM und kein Weltcup), dann kommt man an den Punkt, an dem die Zuschauer nicht mehr mitgehen. Und jedes Jahr irgendwo hinreisen ist vermutlich auch nur was für die härtesten der Fans.

Einen FIS Bezahlkanal hingegen halte ich für brandgefährlich.
 
Das Problem ist ja nicht, dass die Fernsehsender nicht übertragen wollen. Die deutschen, österreichischen oder polnischen Sender wollen das sicher, und wenn bloß die norwegischen oder schwedischen nicht wollten, könnte man das verschmerzen.

Das Problem ist, dass die TV-Bilder erstmal produziert werden müssen, und dafür ist normalerweise der übertragende Sender des Gastgeberlandes zuständig - wie im Weltcup ja auch. Wenn das aber niemand macht, kann auch niemand sonst übertragen, und das ist das Problem.
 
Bislang hat der schwedische Staatssender SVT diese Aufgabe übernommen und dieser ist auch für nächstes Jahr interessiert und hat sich beworben. Dieser bräuchte aber zeitnah eine Antwort, um mit den Vorbereitungen beginnen zu können. Es ist aber die FIS, die dass ganze derzeit zum Stocken bringt und nicht in die Gänge kommt.

Die FIS kann sich selbstverständlich nicht zu laufenden Verhandlungen äußern. Wir können jedoch bestätigen, dass unser Ziel nicht darin besteht, die Vereinbarungen so schnell wie möglich zu unterzeichnen, sondern vielmehr sicherzustellen, dass die Vereinbarung für die FIS Ski-Weltmeisterschaften 2027 in Falun so vorteilhaft wie möglich ist.

 
Frage mich halt wer diese ganzen WMs austragen soll. Gefühlt ist der Pool an Standorten, die sowas austragen mittlerweile sehr gering. Für die nächste WM waren ja schon nur noch Planica und Oberstdorf im Rennen, zwei Standorte die in jüngerer Vergangenheit schon WMs hatten. Wenn es mal wo anders stattfindet wie in Falun oder Trondheim, hört man nur von Problemen bzgl der Finanzierung. Finde das auch eher uncool mit der jährlichen WM, entwertet es halt. Hast dann Verhältnisse wie im Rodeln.
 
Bislang hat der schwedische Staatssender SVT diese Aufgabe übernommen und dieser ist auch für nächstes Jahr interessiert und hat sich beworben. Dieser bräuchte aber zeitnah eine Antwort, um mit den Vorbereitungen beginnen zu können. Es ist aber die FIS, die dass ganze derzeit zum Stocken bringt und nicht in die Gänge kommt.

Die FIS kann sich selbstverständlich nicht zu laufenden Verhandlungen äußern. Wir können jedoch bestätigen, dass unser Ziel nicht darin besteht, die Vereinbarungen so schnell wie möglich zu unterzeichnen, sondern vielmehr sicherzustellen, dass die Vereinbarung für die FIS Ski-Weltmeisterschaften 2027 in Falun so vorteilhaft wie möglich ist.

Was ist damit genau gemeint? Welche problematischen Anforderungen stellt die FIS an die TV Stationen und hat sich da in den letzten Jahren etwas geändert? Vielleicht kannst du uns da aufklären. @Biathlon-Fan

Zu den Ausrichtern: Ich kann mir nicht vorstellen, dass selbst Planica oder Oberstdorf alle paar Jahre ausrichten wollen. Dafür sind die Veranstaltungen einfach zu aufwendig und kostenintensiv und bringen wahrscheinlich zu wenig Einnahmen. Ich kann mir vorstellen, dass die FIS da auch andere Interessen hat, nämlich eher eine Nordische Ski-WM außerhalb Europas. In China, Japan, USA z.B. Neue Märkte und so. Deswegen auch die Idee mit den Wildcards, damit einheimische Sportler dabei sein können, auch wenn sie sportlich nicht die Teilnahmekriterien erfüllen.
 
Naja, vorteilhaft muss ja nicht schlecht sein. Das kann ja auch bedeuten, dass die FIS eine qualitativ hochwertige Übertragung haben möchte - und den Schweden wäre schon zuzutrauen, dass sie die Springer und die Kombinierer billig abfrühstücken wollen, um sich auf den für sie interessanteren Langlauf zuzutrauen.

Und wenn durch zusätzliche Weltmeisterschaften auch Japan oder Nordamerika wieder im Spiel wären, wäre das ja auch nichts schlechtes. Dadurch könnten auch diese Länder wieder WMs austragen, ohne dass den Europäern etwas „weggenommen“ wird.
 
Naja, vorteilhaft muss ja nicht schlecht sein. Das kann ja auch bedeuten, dass die FIS eine qualitativ hochwertige Übertragung haben möchte - und den Schweden wäre schon zuzutrauen, dass sie die Springer und die Kombinierer billig abfrühstücken wollen, um sich auf den für sie interessanteren Langlauf zuzutrauen.
Die Gefahr mit dem billig abfrühstücken sehe ich übrigens auch bei der VST, Bergiselspringen am 2./3.1. Wo in Innsbruck das Programm am 1. Tag in die Lücken zwischen den Biathlonrennen bzw. danach platziert wird. Das Zeitfenster ist da so eng, dass es weder beim Biathlon noch beim Skispringen Verzögerungen geben darf. Da gehe ich klar davon aus, dass ARD/ZDF da Biathlon präferieren werden. Und wenns da länger dauern sollte verspätet zum Skispringen gehen werden, keine Interviews mehr etc. Mir ist klar, dass der Veranstalter lieber das Wochenende wollte statt Sonntag&Montag. Aber am 4.1. ist kein Biathlon. Was ich damit sagen will: die engen TV-Fenster und der ganze Sport am Stück sorgen dafür, dass die Übertragungen am Qualität verlieren. Die Sender haben kaum die Zeit, das vernünftig vor- und nachzubehandeln.

Weltmeisterschaften außerhalb von Europa sind unter Umständen vielleicht gar nicht so schlecht, wegen der Zeitverschiebung.
 
Was ist damit genau gemeint? Welche problematischen Anforderungen stellt die FIS an die TV Stationen und hat sich da in den letzten Jahren etwas geändert? Vielleicht kannst du uns da aufklären. @Biathlon-Fan
Das Land, welches einen Weltcup oder eine WM ausrichtet, ist grundsätzlich dafür verantwortlich auch die TV-Bilder zu produzieren (Theoretisch kann man diese Aufgabe auch an ein anderes Land abgeben, wenn der Ausrichter sich nicht dazu in der Lage sieht (hatten wir mal bei der Biathlon-WM 2009 in Korea), dass kommt aber so gut wie nie vor.
Da der jeweilige Skiverband dies von sich aus nicht machen kann mangels Equipment, gibt er diesen Auftrag an einen nationalen Sender weiter. Bei uns in Deutschland übernehmen dann ARD bzw. ZDF die Produktion. Bislang war es auch so, dass der jeweilige Skiverband die Rechte an die Sender direkt selbstständig verwalten konnte.
Eliasch hat sich in den letzten Jahren aber stark dafür eingesetzt, dass die jeweiligen Nationen dieses Recht verlieren und künftig alle TV-Rechte über die FIS und deren Partner Infront laufen. Dieses Vorhaben wurde vergangenes Jahr trotz starker Kritik aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgesetzt. Somit laufen sämtliche TV-Angelegenheit (mit Ausnahme der Freestyle-WM nächstes Jahr wie @sj44 bereits geschrieben hat) nun über die FIS.

Im Fall von Falun mussten sich schwedische Sender für die Produktion also bei der FIS bewerben und der schwedische Verband konnte nicht wie in der Vergangenheit direkt den SVT dafür bestimmen. Ob noch andere schwedische Sender Interesse an den Rechten haben ist unbekannt, aber augenscheinlich hat die FIS ihre Gründe, dass sie noch keinen Produzent bestimmt hat. Die Unzufriedenheit ist jedoch natürlich völlig nachvollziehbar, ist es nur noch weniger als ein halbes Jahr bis zur WM und die Planungen benötigen eine gewisse Vorlaufzeit.

Was ich damit sagen will: die engen TV-Fenster und der ganze Sport am Stück sorgen dafür, dass die Übertragungen am Qualität verlieren. Die Sender haben kaum die Zeit, das vernünftig vor- und nachzubehandeln.
Mit der Übertragungsdauer hat dies an sich eigentlich nichts zu tun. Es geht jetzt erstmal nur darum, denjenigen zu finden, der entscheidet wo Kameras aufgestellt werden, wer Regie führt und was am Ende sämtliche Fernsehsender auf der Welt zeigen können. Solange dies nicht geklärt ist, kann überhaupt kein Sender etwas aus Falun zeigen.
 
Ich wollte auf den Punkt so vorteilhaft wie möglich hinaus.

Will die FIS bei der Art der Übertragung mitreden, um das Produkt so in Szene zu setzen, wie es die FIS gerne hätte? Ich sehe kein Problem darin, dem schwedischen TV Sender jetzt einfach das Okay zu geben. Er will doch ganz offensichtlich die WM zeigen.
 
Ich fürchte, wie ich vorhin schon geschrieben habe, geht es ums Geld. Früher haben sich die nationalen Verbände mit ihren langjährigen Medien-Partnern zusammengesetzt und man war sich einig. Beide kannten sich schon lange und wussten was möglich war und was nicht. Der internationale Skiverband, weit weg vom Geschehen, will schlicht und einfach seine finanziellen Vorstellungen durchsetzen. Die Kosten dürften auch um einiges höher als früher sein. Schließlich musste ja Eliasch sein "es gibt mehr Geld"-Versprechen, irgendwie auch wahrmachen. Nun, Eliasch ist weg. Mal sehen, ob es eine Kehrtwende gibt.
 
Ich denke schon auch, dass es da bald eine Einigung gibt. Letztlich ist der Fall ähnlich gelagert wie neulich der Streit zwischen Garmisch und dem DSV über die Vierschanzentournee: Beide Seiten haben einfach zu viel zu verlieren, als dass sie es sich leisten könnten, sich nicht zu einigen.
 
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