Geile Schlussetappe auf jeden Fall. Ich war ja letztes Jahr etwas skeptisch, ob es Montmartre unbedingt braucht.
Aber so im Trockenen und dazu stark verkürzt, haben bei diesem Profil wirklich alle Fahrertypen eine reelle Siegchance.
Die Klassementfahrer, die Sprinter, die Klassikspezialisten. Ein Mix der weltbesten in ihrem Teilgebiet waren tatsächlich alle auf den vorderen Plätzen oder zumindest zeitweise prominent an der Spitze vertreten.
Pavel Bittner hat sich wohl bei einem Visma-Lab-Fahrer aufgehängt. Die Cofidis-Anfahrer fielen zurück und dadurch etwas Zickzack mit kleinsten Lücken und dann hat man sich mittig verhakelt.
Also ich muss auch sagen, das mich die Sache extrem begeistert hat.
Ich war ja auch sehr skeptisch, als man das letztes Jahr "erfunden " hat. Aber so wie am Sonntag ist das ein echter Zugewinn. Vor allem diese irre Begeisterung der Leute vor Ort
Das wollte ich auch nochmal anmerken.
Es fasziniert mich jedes Jahr wieder, was diese Tour bewegt.
Die Massen am Rande, vom kleinsten Dorf bis Paris. Irgendwann denkst du "ok, es ist jedes Jahr und irgendwann müssen die Franzosen ja mal tourmüde werden". Aber nein, eigentlich hat man den Eindruck, es ist jedes Jahr mehr los.
Und an der Stelle auch noch mal Respekt und Anerkennung an die ganzen Leute, die das jedes Jahr möglich machen. Ich mein, Frankreich hat gerade ganz andere Probleme wie wir alle wissen.
Trotzdem wird solch ein immenser Aufwand betrieben und die ziehen das durch.
Überhaupt ziehen die Franzosen so einiges durch in den letzten Jahren. Fussball EM, Rugby WM und jedes Jahr 3 Wochen Tour und jetzt 2mal Olympia innerhalb von 6 Jahren.
Bei uns völlig undenkbar. Frankreich gehts doch auch
nicht besser als uns, haben doch auch die großen gesellschaftlichen Probleme wie wir. Warum bekommen wir das nicht ansatzweise so hin?