Verhältnis Springen/Laufen


Benjamin

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Ich habe mal noch ein bisschen weiter mit den Zahlen gespielt und Nationenwertungen aus der Best Jumper Trophy und der Best Skier Trophy gebildet. Außerdem habe ich aus beiden eine Durchschnittswertung berechnet und diese mit der tatsächlichen Nationenwertung vergleichen.
Das Ergebnis ist nun nicht überdeutlich, aber auch hier kann man meiner Ansicht nach erkennen, dass gute Laufnationen wie Finnland und Italien gegenüber einen guten Sprungnation wie Japan etwas gewinnen würden.

Best Jumper Trophy - Nationenwertung

1. NOR 3911
2. AUT 1750
3. GER 1452
4. JPN 1292
5. POL 208
6. CZE 202
7. FRA 153
8. ITA 144
9. FIN 139
10. EST 90
11. RUS 43
12. SLO 4
13. KOR 3

Best Skier Trophy - Nationenwertung

1. GER 2706
2. NOR 1615
3. AUT 1523
4. FIN 1477
5. ITA 1290
6. FRA 307
7. JPN 141
8. CZE 139
9. USA 110
10. POL 33
11. EST 4

Schnitt beider Wertungen

1. NOR 2763
2. GER 2079
3. AUT 1636,5
4. FIN 808
5. ITA 717
6. JPN 716,5
7. FRA 230
8. CZE 170,5
9. POL 120,5
10. USA 55
11. EST 47
12. RUS 21,5
13. SLO 2
14. KOR 1,5

Wahre Nationenwertung

1. NOR 4348
2. GER 2877
3. AUT 2018
4. JPN 893
5. FIN 756
6. ITA 587
7. CZE 241
8. FRA 207
9. USA 50
10. POL 35
11. EST 32

-das Laufniveau ist einfach dichter als früher und die besten Springer viel näher dran als früher. Einen Riiber macht eh keiner was vor, aber auch Leute wie Oftenbro oder Rehrl sind nur schwer abzuschütteln. Dad ust einfach ein anderes Niveau als früher bei einem Takahashi oder Bieler.
Das ist auch noch ein Argument, das ich gern ein bisschen genauer beleuchten würde; allerdings ist das wohl auch noch eine gewisse Rechenarbeit, wenn man die Wettkämpfe von früher mit den heutigen vergleicht. Daher muss das wohl noch ein paar Tage warten.

(aber es gibt ja derzeit leider nicht viel über Wettkämpfe zu sprechen bei den Kombis)
 

Rising Sun

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ich finde schon dass das Laufen mehr Bedeutung bekommen sollte. Es ist ja immer noch Nordische Kombination und nicht Skispringen mit ein bisschen Laufen. So wie es eh ein Witz ist dass nur durch einen Sprung entschieden wird wer es nicht in den Wettkampf schafft und da oft verdammt gute Läufer darunter sind die auch von der Platzierung noch in die Punkte kommen könnten wie die Italiener zb.

Irgendwas muss auf jeden Fall geändert werden, sonst schaut ja echt bald keiner mehr zu wenn immer nur die gleichen eine Chance auf den Sieg haben, so leid mir das auch tut das zu sagen.
 
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gerrard08LFC

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super qualitative Diskussion, da fragt man sich direkt ob man sich bei der FIS auch so genau mit solchen Themen beschäftigt.
der Vergleich eingangs macht Sinn, allerdings wie schon angesprochen wurde natürlich schwierig mit den Laufzeiten weil da eben Faktoren wie Taktik, austrudeln lassen, Gruppenlaufen usw zum tragen kommen. Beim Springen halt jeder für sich. Das wäre dann wirklich nur mal ein realer Vergleich wenn man Individualstart-Läufe hätte (was ich einmal in der Saison vllt beim Triple auch mal ganz interessant fände). Aber eine Tendenz aufzeigen kann es natürlich schon
ich denke einfach das die Unterschiede im Laufen einfach viel geringer geworden sind, vor 10-15 Jahren gab es reihenweise Leute die von 20 bis 30 in die Top10 vorgelaufen sind, und ebenso viele die aus den Top10 auf 20-30 zurückgefallen sind. Um das mal zu vergleichen müsste man vllt schauen wie viel Rückstand hat der 10. 20. 30. in den Sprungdurchgängen, und eben in den Laufzeiten. Aber klar, auch da hat man die Probleme bei den Laufzeiten wie bei der obigen Berechnung.
Ganz interessant finden ich das mit den Nationen in den Disziplinen. Meine erste Intention beim lesen des ersten Posts war, dass das Problem ist das beim Springen einfach die kleinen Nationen nicht mehr mitkommen weil dort sehr viel knowhow und Material gefragt ist. Während es im Laufen deutlich einfacher ist für die kleineren Nationen auch top mitzuhalten. Und genau das Bild zeigt sich ja wie dann angesprochen in der Sprung- und Laufwertung. Und dann ist es einfach logisch das die Wettkämpfe sprunglastiger sind oder zumindest so wirken, weil die stärke im Springen einfach mehr Wert ist. Allerdings sollte das dann eben auch bedeuten, das es bei den Topnationen eigentlich gleich gewichtet ist. Glaub einfach die Ansprüche im Springen, die Technik, die niedrigere Anlaufgeschwindigkeit, das hat sich einfach so stark entwickelt, dass es da immer schwieriger wird mitzuhalten.

Am Ende muss man aber auch sagen, eigentlich ist die Entwicklung der Ergebnisse für den Namen Kombination gut, denn wir sehen eigentlich das mittlerweile doch sehr viele Athleten echte Kombinierer sind, sprich in Springen und Laufen relativ ausgeglichen sind, worum es ja eig bei der Kombination geht. Problem ist daran aber, dass dies zum zuschauen wesentlich unspektakulärer ist, als wenn sich im Laufen immer nochmal alles drehen kann usw
 
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Rising Sun

Mountain Girl
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Ich fand das ja früher immer toll wenn Leute wie Gottwald oder Manninen, die eigentlich hoffnungslos zurücklagen, doch noch mit fast unmenschlichen Laufleistungen bis ganz nach vorn gestürmt sind. Ist ihnen natürlich nicht immer gelungen, aber es war immer eine gewisse Spannung da die heute einfach fehlt. Solche Typen gibt es aber auch nicht mehr die wirklich alles riskieren, die meisten Kombinierer sind gerade beim Lauf viel zu vorsichtig und abwartend geworden und Pittin zb. ist auch längst nicht mehr so drauf wie früher. Was sicher auch daran liegt dass die Jungs alle richtig dünn geworden sind, wohl weil sie sonst im Springen noch chancenloser wären
 
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