• Aufgrund der aktuellen Zustände im Non-Sports haben wir den Bereich vorübergehend geschlossen, während wir uns über die zukünftige Ausrichtung des Bereichs beraten. Die Administration

Wer hat alles Fellnasen zuhause?


Kann ich sehr gut nachvollziehen diese Frage, ging mir auch als erstes durch den Kopf (y)

@Tony Jaa Ich bin ein Freund von "Adopt, don't shop", aber das kommt bei einem Geschenk wohl eher nicht in Frage.

Du brauchst einen seriösen Züchter und da wäre für mich ein wichtiger Punkt Transparenz. Ist der Hund nachvollziehbar tierärztlich gecheckt, kannst Du Dir alles vor Ort ansehen, hast Du den Eindruck, dass derjenige sich echt kümmert oder will er nur verkaufen? Von Kleinanzeigen würde ich eher Abstand nehmen.

Dann ist es natürlich wichtig, zu überlegen, welcher Hund zu dem Umständen passt. Da weiß ich jetzt natürlich nicht, welche Erfahrungen Du hast, von daher sorry, wenn ich was sage, das eh klar ist. Wird eher ein gemütlicher Familienhund gesucht, ein ausdauernder Läufer, einer, mit dem später Hundesport o.ä. gemacht wird, usw.

Ganz wichtig: Bitte chippen und registrieren lassen. Meine Frau arbeitet im Tierheim, es ist ein Drama, wieviel Fundtiere ewig im Tierheim sind, weil sie nicht gechippt oder gechippt, aber nicht registriert sind.

Die Sachen, die für mich bisher in Frage kamen, erfüllen alle diese Kriterien. Hunde sind gechippt, entwurmt und werden nicht zu früh rausgegeben.
Züchter waren meine erste Anfragen, weil ich da mehr oder weniger auf die Reputation gesetzt hätte. Die Hunde waren auch nicht wesentlich teurer als in den Anzeigen, aber längst vergriffen (mit Wartelisten). Deswegen bleiben mit leider nur diese Anzeigen.
Mir ist ehrlich gesagt dieses "Ahnentafel"-Zeugs auch egal. Der Hund soll kein Investment sein. Shiba Inu, weil meine Schwester sehr gut damit zurechtgekommt und die Eigenschaften des Hundes mag, und weil der Shiba Inu als sehr gesunder Hund gilt.
 
Mir ist ehrlich gesagt dieses "Ahnentafel"-Zeugs auch egal. Der Hund soll kein Investment sein. Shiba Inu, weil meine Schwester sehr gut damit zurechtgekommt und die Eigenschaften des Hundes mag, und weil der Shiba Inu als sehr gesunder Hund gilt.
Mir wäre die Ahnentafel auch völlig egal. Für uns kommen eh nur erwachsene Tierschutzhunde in Frage, Welpe wäre für uns nix.
Wichtig ist halt, sicher zu gehen, dass man nicht an einen Vermehrer gerät. Ein Züchter weiß in der Regel, was er tut. Ein Vermehrer, dem es nur um die Kohle geht, geht oft quasi über Leichen, dem sind kranke Hunde, Fehlzüchtungen usw. völlig egal.

Man kann den Leuten nur vors Hirn schauen, aber wenn Du Dir alles anschauen kannst, die Papiere ok sind und nicht alles schnell, schnell, Hauptsache Kohle geht, ist das schon mal gut. Und wenn ein Übergabe-, bzw. Schutzvertrag gemacht wird. Das mit "nicht zu früh rausgegeben" ist schon mal ein positives Zeichen.
 
Hat hier einer erfahrung mit Wasserschildkröten? Haben zwar kein Fell, aber ist ja auch als Haustier haltbar :D
 
@Tony Jaa viel spannender finde ich die Frage nach bei der "Wahl" der Rasse.
Abgesprochen ist es, habe ich von Dir auch erartet. ;)

Shiba Inu`s gelten soviel ich weiß nicht als ganz so einfach. Ist Deine Schwester Hunderfahren?
Bei der Wahl einer Rasse habe ich es schon unheimlich oft gemerkt, dass sich Leute gar nicht darüber bewusst sind, was auf einen zukommen kann.

"Verhalten und Wesen
Ein Shiba Inu ist mutig und selbstbewusst, mit ausgeprägtem eigenen Willen. Seinen Menschen gegenüber ist er anhänglich und oft auch verspielt, aber mit Hang zur Dominanz. Die Rasse gilt als sehr eigenständig, dickköpfig und nur bedingt erziehbar. Ein Shiba lässt sich nur bestechen, wenn ihm gerade danach ist und auch mit Härte kommt man in der Erziehung kaum weiter. Es ist nicht so, dass der Shiba nicht schnell lernt, das tut er, aber er entscheidet selbst, wann er das Gelernte auch umsetzt. Allerdings machen sein starker Jagdtrieb und seine recht große Eigenständigkeit, Freilauf auch abgesehen davon nur bedingt möglich. Eine große Motivation zur Mitarbeit, können Beutespiele mit seinem Menschen sein"

Soll jetzt kein Beleheren sein, sondern interessiert mich einfach
 
Mir wäre die Ahnentafel auch völlig egal. Für uns kommen eh nur erwachsene Tierschutzhunde in Frage, Welpe wäre für uns nix.
Wichtig ist halt, sicher zu gehen, dass man nicht an einen Vermehrer gerät. Ein Züchter weiß in der Regel, was er tut. Ein Vermehrer, dem es nur um die Kohle geht, geht oft quasi über Leichen, dem sind kranke Hunde, Fehlzüchtungen usw. völlig egal.

Man kann den Leuten nur vors Hirn schauen, aber wenn Du Dir alles anschauen kannst, die Papiere ok sind und nicht alles schnell, schnell, Hauptsache Kohle geht, ist das schon mal gut. Und wenn ein Übergabe-, bzw. Schutzvertrag gemacht wird. Das mit "nicht zu früh rausgegeben" ist schon mal ein positives Zeichen.

Ich habe mir heute eine Familie angeschaut aus dem Großraum Düsseldorf. Die haben 2 Shiba Inus, ein großes Haus und Garten und verkaufen nun den Nachwuchs. Was macht denn ein Züchter da groß anders? Ich weiß, dass es beim Züchten auch darum geht, gezielt bestimmte artenspezifische Charakter- und Erscheinungseigenschaften zu erhalten. Aber man ganz ehrlich, jeder Hund ist doch individuell und es geht uns nicht darum irgendein Ideal abzubilden. Der Shiba Inu hat bestimmte typische Eigenschaften, beim Rest müsste man sich überraschen lassen. Warum kommen für dich Welpen nicht infrage?
Es wird überall empfohlen nur aus einer Zucht zu kaufen. Ist das Shiba Inu-spezifisch? Die wenigsten Hunde, die so gekauft werden kommen doch aus einer Zucht, oder irre ich mich da?

@Tony Jaa viel spannender finde ich die Frage nach bei der "Wahl" der Rasse.
Abgesprochen ist es, habe ich von Dir auch erartet. ;)

Shiba Inu`s gelten soviel ich weiß nicht als ganz so einfach. Ist Deine Schwester Hunderfahren?
Bei der Wahl einer Rasse habe ich es schon unheimlich oft gemerkt, dass sich Leute gar nicht darüber bewusst sind, was auf einen zukommen kann.

Meine Schwester hat während des Studiums als Hundesitterin gearbeitet. Sie passt auch immer wieder auf den Shiba Inu einer Bekannten auf.
In dieser Hinsicht habe ich wirklich keine Bedenken, weil sie sehr gut und liebevoll mit Kindern und Hunden in Erziehungsfragen umgeht.
 
Warum kommen für dich Welpen nicht infrage?
Ganz einfach, ich hätte, bzw. wir hätten nicht den Nerv, einen Welpen zu erziehen :D Klar, erwachsene Tiere aus dem Tierschutz haben ihre Macken und sind auch oft Welpen in großen Körpern, aber wir sind halt eher für erwachsene Hunde geeignet. Ist also rein persönliche Präferenz.

Was Du beschreibst von der Familie, klingt schon mal gut. Ich kenne mich leider mit Shiba Inu nicht aus.

Ich vermute, die Empfehlung, nur aus der Zucht zu kaufen, hat den Hintergrund, erstens am ehesten zu wissen, woran man ist, und zweitens nicht unseriöse Vermehrer zu "füttern". Ich finde es ganz persönlich nicht so toll, wenn Privatleute Nachwuchs züchten (ich bin da zu sehr Tierschutz-Mensch und es gibt einfach genug Hunde, die auf einen schönen Platz warten), aber das heißt nicht, dass das an sich schlecht ist.
 
Shiba Inus sind genau wie Akitas Hunde die ihren eigenen Kopf haben, sich nur bedingt erziehen lassen und das meistens auch nur wenn sie das selbst für sinnvoll halten. Diese Rassen muss man quasi immer wieder davon überzeugen daß es sich lohnt auch mal auf den Menschen zu hören. Natürlich gibt es hier auch "Light-Versionen" wie in jeder anderen Rasse auch. Wir haben im Moment einen Hund aus dem Tierheim zu Hause bis sich klärt ob der zurück zum Besitzer (Krankenhaus) kommt. Ich schätze da ist Akita drin. Sie lässt sich von Fremden ungerne anfassen und hat z.B. die Macke daß sie noch lange nicht frisst wenn man was hinhält. Besser man legt es erstmal irgendwo hin und verschwindet so daß sie einen nicht mehr sieht. Wenn man dann zurückkommt ist das Futter meistens weg. Sie signaliert uns damit nur daß sie frisst wenn sie selbst das will. :LOL:
 
Sie werden in der Regel immer größer als vom Verkäufer versprochen. Meine Cousine züchtet selber, ist aber auf landschildkröten umgestiegen.

Ja, man kann sie halten, aber sie bleiben nicht klein und grün und sie fressen dir einiges weg (Wasserpflanzen, Fisch, eigentlich alles was im Becken ist).

Das muss man halt wissen wenn man damit klarkommt ist es ja ok.

Unglücklicherweise werden sie oft klein und süß gekauft und wenn sie dann wachsen, braun werden und alles kurz und klein fressen werden sie dann im stadtweiher ausgesetzt wo sie auch alles kurz und klein fressen:)
 
Ich habe mir heute eine Familie angeschaut aus dem Großraum Düsseldorf. Die haben 2 Shiba Inus, ein großes Haus und Garten und verkaufen nun den Nachwuchs. Was macht denn ein Züchter da groß anders? Ich weiß, dass es beim Züchten auch darum geht, gezielt bestimmte artenspezifische Charakter- und Erscheinungseigenschaften zu erhalten. Aber man ganz ehrlich, jeder Hund ist doch individuell und es geht uns nicht darum irgendein Ideal abzubilden. Der Shiba Inu hat bestimmte typische Eigenschaften, beim Rest müsste man sich überraschen lassen. Warum kommen für dich Welpen nicht infrage?
Es wird überall empfohlen nur aus einer Zucht zu kaufen. Ist das Shiba Inu-spezifisch? Die wenigsten Hunde, die so gekauft werden kommen doch aus einer Zucht, oder irre ich mich da?

Wenn Du siehst, dass die Tiere gut gehalten und gesund aufgezogen werden, spricht nichts dagegen. Überprüfe halt noch, ob die Impfungen und Entwurmungen alle stattgefunden haben und die Welpen vital sind. Falls sie in einem Gehege gehalten werden, würde ich noch überprüfen, ob der Bereich weitestgehend sauber gehalten wird. Wenn der Züchter schon dafür sorgt, dass sich die Welpen regelmäßig außerhalb des Geheges lösen können und das Gehege sauber ist, wird Deine Schwester die Stubenreinheit innerhalb weniger Tage hinkriegen.
Ansonsten ist es für die Prägung der Welpen wichtig, dass sie ab 5-6 Wochen schon vorsichtig mit unterschiedlichsten Umweltfaktoren konfrontiert werden. Das fördert die Entwicklung zu einem nervenstarken und umweltsicheren Hund.

Ich selbst hole die Hunde immer als Welpen ins Haus. Es ist schön zu sehen, wie sich die Persönlichkeit des Hundes in den verschiedenen Entwicklungsphasen herausschält. Ich will auch selbst größtmöglichen Einfluss auf die Entwicklung nehmen.

Auf Papiere und den Stammbaum brauchst Du nicht unbedingt zu achten, wenn Deine Schwester nicht selbst züchten oder mit dem Hund auf Ausstellungen gehen will. Dennoch solltest Du Dir zumindest die Mutter genau anschauen, ob sie Dir charakterlich zusagt.
Ich schaue mir die gesamte Abstammung sorgfältig an, jedoch habe ich, da ich die Hunde bis auf höchste Ebene ausbilde, auch sehr genaue Vorstellungen, was der Hund mitbringen sollte.
Viel Spaß!
 
ich habe mir vor knapp 2 Jahren bewust eine Saarloos Wolfhündin zugelegt.
Diese Hündin stammt aus einer sehr seriösen Zucht, ist kerngesund und wurde mir natürlich mit Stammbaum und Gentest übergeben.
Der Stammbaum spielt meiner Meinung nach eine Rolle, denn einige Hunde (auch Katzen), sowohl Rassehunde als auch Mischlinge, sind aus einer Inzucht.
Auch der Gentest ist sehr wertvoll um eben einige Krankheiten auszuschließen und zu wissen, mit wem man den Hund paaren darf.
Obwohl meine Hündin kerngesund ist, ist sie doch Träger des "große Hunde"-Gen.
Aus diesem Grunde sollte ich sie niemals mit einem Rüden paaren, der ebenso Träger dieses Gens ist. Dann nämlich wäre die Wahrscheinlichkeit groß, dass Nachkommen gezeugt werden, die eine Schulterhöhe von bspw. 80cm oder mehr haben, was sich natürlich sehr nachteilig auf die Gesundheit auswirken würde. Sehr große Hunde (aber auch Katzen) bekommen oft Herzprobleme, da das Herz übermäßig stark beansprucht wird.

Ich habe die Möglichkeit mit meiner Hündin viel Zeit zu verbringen und weiß heute, dass es die absolut richtige Entscheidung war.
Dennoch würde ich niemals jemandem zu so einem Hund raten.
Fakt ist, unsere Wolfhündin hatte im ersten Jahr eine Vorliebe für Schuhe und hat mir 2 paar Schuhe kaputtgebissen, bei meiner Lebensgefährtin musste ein paar Schuhe dran glauben.
Mittlerweile macht sie das aber nicht mehr, obwohl unsere Schuhe in Reichweite stehen und sie auch oft ein paar Stunden alleine ist. Sie hat stets einen größeren Knochen, auf dem sie herumkauen kann, mehrere Spielzeuge und ist jeden Tag zwischen 5km und 20km unterwegs.
Auch unsere Katzen lässt sie weitestgehend in Ruhe, sie hat noch nie eine Katze im Haus wirklich gejagt.

Draußen ist es natürlich etwas anderes. Sie hat einen gesunden Jagdtrieb und da ist von Mäusen bis hin zu Kühen alles interessant.
Auch kleine Hunde sind für sie interessant, da sie diese möglicherweise gar nicht als Hund erkennt. Wir versuchen das natürlich zu unterbinden imdem wir sie rechtzeitig an die Leine nehmen und bisher ist noch nie etwas ernsthaftes passiert (einem Hund hat sie am Po "geknabbert", einem anderen am Nacken).

Positiv ist, dass sie überaus lernfähig ist. Suchspiele haben sich sofort angeboten.
Türe zu, ihr Lieblingsspielzeug irgendwo im Haus versteckt, Türe auf, und schon hat die fast immer erfolgreiche Suche begonnen...
Auch auf ihren Namen hat sie von Beginn an gut gehört, dann immer besser.
Sie bellt kaum aber sie merkt sofort, wenn sich jemand in Hausnähe aufhält, geht umgehend zu dem entsprechendem Fenster und zeigt es an.
Da wir in Alleinlage wohnen ist dieses Verhalten nicht unerwünscht.

Trotzdem ist sie noch in der Pubertät und hat mal bessere, mal schlechtere Tage.
Unsere Hündin hat mittlerweile eine Schulterhöhe ca 70cm und wiegt gut 40kg.
Sie bekommt nur rohes Rindfleisch, dass wir von einem Bauern aus einem Nachbarort beziehen. Es handelt sich um Reste, die nicht zum Verkauf (an Menschen) geeignet sind. Dessen Kühe wurden allesamt dort geboren und die Kälber dürfen bei ihrer Mutter bleiben.

Vorurteile, so ein Hund wäre schwer erziehbar, weil der Wolf durchkommt, kann ich nicht teilen.
Ich würde unsere Saarlooshündin am ehesten mit einem Malinois vergleichen. Obwohl man herausgefunden hat, dass ein Saarloos von allen Wolfhunden am stärksten mit dem Grauwolf genetisch verwandt ist, ist es für mich ganz klar ein Hund und kein Wolf.
 
Huskys haben ein deutlich buschigeres Fell und sind deutlich kleiner...
Aber eine gewisse Ähnlichkeit ist durchaus vorhanden, Huskys sind eben auch ursprüngliche Hunde.

nilla schnee1.jpg
 
Zuletzt bearbeitet:
Shiba Inus sind genau wie Akitas Hunde die ihren eigenen Kopf haben, sich nur bedingt erziehen lassen und das meistens auch nur wenn sie das selbst für sinnvoll halten. Diese Rassen muss man quasi immer wieder davon überzeugen daß es sich lohnt auch mal auf den Menschen zu hören. Natürlich gibt es hier auch "Light-Versionen" wie in jeder anderen Rasse auch. Wir haben im Moment einen Hund aus dem Tierheim zu Hause bis sich klärt ob der zurück zum Besitzer (Krankenhaus) kommt. Ich schätze da ist Akita drin. Sie lässt sich von Fremden ungerne anfassen und hat z.B. die Macke daß sie noch lange nicht frisst wenn man was hinhält. Besser man legt es erstmal irgendwo hin und verschwindet so daß sie einen nicht mehr sieht. Wenn man dann zurückkommt ist das Futter meistens weg. Sie signaliert uns damit nur daß sie frisst wenn sie selbst das will. :LOL:

Hallo Inga,

aus meiner Sicht ist das keine Macke wenn ein Hund einem Fremden nicht sofort aus der Hand frisst, was eigentlich auch eine Form von Unterwerfung ist.
Fast jeder oder eigentlich jeder gut ausgebildete Jagdhund, den ich kenne, ob Rauhaardackel oder Bracke, frisst nicht von Fremden umgehend aus der Hand.
Unsere Hündin würde von Fremden auch nicht aus der Hand fressen, was wir keinesfalls als Makel sehen.
Daher denke ich auch, dass Wolfhunde oder auch andere sehr eigenständige Hunde, absolut nichts für jedermann ist.
 
History

Bisschen Achterbahn die letzten Tage.
Geht wieder um Manni. Nach der OP hat er ja wieder wie ein Weltmeister geschrotet und wir sind bis fast auf 1100gr mit ihm gekommen. Dann gings leider wieder abwärts. :(
Bei 950 gings wieder zum TA weil mir die Schneidezähne zu lang vorkamen. In der Tat waren sie es. Manni bekam das Mäulchen nicht mehr weit genug auf das Futter rein passte. Schief waren sie eh, werden sie bis zu seinem Lebensende auch bleiben. Nach dem Trimmen ging es wieder besser vorran. Leider hat er auch wieder Durchfall bekommen. Wir waren ja geübt und hatten das relativ schnell im Griff.

Beim Großschweinereinmachen was alle paar Wochen stattfindet (Krallen, Haare, Ohren und Zähne checken) konnten wir dann eine Verdickung am Kiefer bei Manni spüren. Wir hofften ja das das noch Narbengewebe war. Wir wurden enttäuscht. Zwei Tage später war bereits ein neuer großer Abszess erkennbar. Meh :(

Beim letzten mal wurde entschieden das es bei dem Versuch bleiben sollte. Es ist klar das wir die Ursache für die Abszesse nicht finden werden. Also würde daraus nur alle paar Wochen eine Litanei von OP zu OP werden. Das wollten wir dem Manni nicht zumuten. Ja, jetzt Wasserfall.
Wir wollten aber trotzdem noch mal zum TA um zu klären was wir wie und wann machen und so weiter. Ganz geile Unterhaltungen (nicht).

Es kam also dazu das wir uns entschieden den Abszess nicht anzufassen und so lange Manni weiter futtert wäre auch alles super gewesen.
Ich sah das ein bisschen anders. Ist halt so. Deswegen gab es das Gespräch ja auch überhaupt. Gut.. Manni sollte Schmerzmittel bekommen und dann sollten wir vorbei kommen wenn es soweit ist.

Das war letzte Woche. Der Abszess mittlerweile Golfballgröße. Manni nimmt sogar zu. Könnte aber auch nur der Abszess sein. Naja..
Eben komm ich nach Hause, alle Schweine in einer Ecke des Käfigs. In der doofen Ecke. Ach *******e, Manni fehlt. Und da riech ich es auch schon...
Während der Brechreiz langsam in die Kehle steigt und ich zum Fenster gehe zum aufmachen, steckt dieser kleine thoughe motherfucker seinen Kopf unter einem Karton hervor und schaut mich an mit einem Blick den jeder Tierbesitzer kennt.

Hunger. Ich jetzt essen!

Und der Manni ist wieder dünn. Der Abszess hat sich nach aussen geöffnet. Das worauf ich immer gehofft hatte. Manni hat noch kein Bock auf Schuhkarton! Nachdem ich also unter ständigem Brechreiz den Manni gebadet hab (Hilft nicht viel!), hab ich ihn gleich erstmal in die Box gesteckt das er was futtern kann. Er hat gleich dankbar rumgefiept. Jetzt warte ich drauf bis der TA auf hat. Es muss gespült werden (was keine OP ist!) und dann sehen was wir weiter machen können. Den Abszess fassen wir nicht an. Aber so eine kleine Drinage oder sowas.. Manni hat entschieden!
 
Gleich mal ein update.
Erste Aussage beim Anblick. Ja der Manni muss wohl heute hier bleiben.
Neee. Eher nicht so.
Ich hab dann Mannis Lebensgeschichte runter geleiert.
Der Manni ist ja vergoldet.

Am Ende sind wir dann so verblieben das der Manni jetzt erstmal Antibiotheka bekommt. Wir sehen wie oft der Abszess dick wird und dann wird er ggf. halt mal geleert. Zu erst wollte ich einen Leukase Kegel in den Abszess haben. Da kommt das Antibiothekum direkt da hin wo es hin muss.
Die gibts aber leider im Moment nicht mehr. Danke Corona.

Also jetzt Medis, säubern so lange die Wunde offen ist (ist nur ein kleines Loch, dass wird nachher schon wieder zu sein) und halt hoffen und aufpassen. Manni ist ein Kämpfer, der wird uns noch so manches mal sorgen bereiten. :knueppel:
 
Update.
Wir mussten die Wunde nun regelmässig spülen und Schorf über der Wunde leider immer entfernen. Manni hat das teilweise auch selbst gemacht. Da waren Haare mit eingewachsen usw. Unappetitlich.
Freitag dann ein komisches Schorfteilchen. Sah merkwürdig aus. Hier ein Bild.
rMTbgp1.png

Der Teil oben, also das Helle ist der Abszesssack. Was großartig ist. Die Wunde war danach "Sauber".

RtgmeOX.jpg

Tiefe war okay. Sah nicht so aus als wäre da viel totes gewebe vorhanden, roch zum glück auch nicht danach. Unglaublich das das mal Golfballgröße hatte.

Heute war ich dann beim TA, und die waren komplett begeistert. Wunde ist fast komplett zu, der Sack sieht komplett aus. Manni nimmt weiter zu.. Wäre es wärmer würden wir über eine Blumenwiese tanzen.
 
Oben