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So, es ist Sonntagnachmittag, das Palo Santo wurde über dem Werder-Trikot entzündet; die bösen Geister, schlechten Gefühle und im Idealfall auch die Erinnerungen an die letzte Saison sollen vertrieben werden:
Es gilt, den Blick nach vorne zu richten: auf die Werder-Saison 2026/27. Ich versuche, bei der Vorschau nicht zu negativ an die Sache heranzugehen, haben wir doch die Hoffnung, dass sich an der Weser einige Dinge zum Besseren entwickeln.
Rückblick:

Um nicht zu lange in der schwachen letzten Saison zu verharren, will ich den Rückblick kurz halten.
Mit Horst Steffen kam ein neuer Trainer, der offensiven Fußball spielen lassen und den zuvor etablierten Fußball unter Werner wieder aufbrechen sollte. Nach einer schwachen Vorbereitung gab es im Pokal direkt den ersten Tiefschlag. Nach dem Sieg in Gladbach schöpfte man zwar noch Hoffnung, doch relativ schnell wurde deutlich, dass weder der Kader noch Steffen in der Lage waren, sich erfolgreich anzupassen. Mit dem verlorenen Nordderby in der Hinrunde ging eine Abwärtsspirale los: Steffen blieb zehn Spiele in Folge ohne Sieg und wurde durch Daniel Thioune ersetzt.
Wirklich besser lief es unter Thioune zunächst nicht: Die ersten drei Spiele konnte man ebenfalls nicht gewinnen, doch mit einigen Siegen war der Klassenerhalt dann am Ende doch geschafft. Letztendlich lag es sicherlich auch an den schwachen Absteigern. Auffällig ist, dass Thioune keinen deutlich besseren Punkteschnitt hatte als Steffen …
Wichtige Spieler:
Jens Stage war mit seinen zehn Toren der wichtigste Offensivspieler; Romano Schmid kam ebenfalls auf zwölf Scorerpunkte.
Erwähnenswert sind sicherlich die Entwicklungen von Karim Coulibaly und Salim Musah und Olivier Demans Auferstehung nach mehreren verkorksten Anläufen, einer glücklosen Leihe und einem Knöchelbruch.
Negativ muss man die Saison von Mbangula, dem 10-Mio.-Mann, erwähnen. Auch Topp, Njinmah und Grüll haben klare Schwächen offenbart. Dazu hatte man viel Verletzungspech. Weiser fiel praktisch die ganze Saison aus, Wöber hat auch fast alles verpasst. Stark und Pieper sind oft ausgefallen und selbst Stage hat sich am Ende gerade so über das Ziel geschleppt. Boniface war ein Schatten seiner selbst und nie ansatzweise in einer Verfassung, um Profisport auf Bundesliga-Niveau zu betreiben.
Das Team war letzte Saison mit vielen Leihspielern bestückt; bislang wurde außer Karl Hein keiner fest verpflichtet. Bei Puertas und Sugawara steht höchstens noch ein Fragezeichen; offiziell sind die Leihen zunächst beendet, bei allen anderen ist es sicher, dass sie nicht bleiben.
Dann muss man noch ein paar Sätze über Fritz, Niemeyer und Jahns verlieren:
Sie sind ihren Pflichten nicht nachgekommen, das muss man so deutlich sagen. Alle Fehler aus den letzten Jahren aufzulisten, ist schlichtweg nicht möglich; das würde den Rahmen sprengen.
Kurz gefasst: Man hat es wiederholt verpasst, einen ausbalancierten Kader zu stellen, und hätte dafür letzte Saison fast die Quittung in Form eines Abstiegs bekommen.
Eine Konsequenz hat man auf Führungsebene gezogen: Johannes Jahns wurde entlassen, und mit Markus Pilawa ersetzt, der Erfahrungen als Scout bei Bayern und Dortmund kommt. Mit Stalmach und den Gerüchten um Wojcik scheint er auch direkt sein Netzwerk bzw Kenntnisse über Spieler aus in Polen zu nutzen. Auch wenn Jahns sicher auch nicht alles richtig gemacht hat, ist er für mich ein wenig das Bauernopfer, haben doch Fritz und Niemeyer deutlich mehr zu verantworten.
Soweit erst einmal die größten Themen grob angerissen. Wir wollen ja nach vorne schauen.
Saison 2026/27
Neuzugänge:
Hier hat sich schon etwas getan, wenn auch in meinen Augen in erster Linie für die Tiefe und für die Zukunft:
Sonst gibt es viele Fragezeichen:
Karim Coulibaly ist noch immer da, obwohl man sich hier eine große Summe erhofft hat. Bei den Zugängen tut sich momentan nicht viel, außer losen Gerüchten zu jungen Innenverteidigern und Ibrahimović, der laut Medienberichten nun aber bei Bayern verlängern soll.
Alvero und Kownacki gelten weiterhin als Wechselkandidaten.
Grundsätzlich wird die Situation um Coulibaly und Stage ausschlaggebend für weitere Zugänge in der Spitze sein.
Ich persönlich finde die Perspektivspieler allesamt interessant, doch momentan muss ich gestehen, dass ich die Mannschaft in der Spitze nicht besser sehe als letztes Jahr. Puertas, so ineffizient er offensiv war, wurde meiner Meinung nach nicht ersetzt, und wenn Stage auch wechselt, brauchen wir eigentlich zwei gestandene Spieler, die das auffangen. Auch Sugawara sollte ersetzt werden. Weiser spielt keinen RV in einer Viererkette. Und im Sturm fehlt nach wie vor ein bundesligatauglicher Stürmer.
Es bleibt spannend.
Es gilt, den Blick nach vorne zu richten: auf die Werder-Saison 2026/27. Ich versuche, bei der Vorschau nicht zu negativ an die Sache heranzugehen, haben wir doch die Hoffnung, dass sich an der Weser einige Dinge zum Besseren entwickeln.
Rückblick:

Um nicht zu lange in der schwachen letzten Saison zu verharren, will ich den Rückblick kurz halten.
Mit Horst Steffen kam ein neuer Trainer, der offensiven Fußball spielen lassen und den zuvor etablierten Fußball unter Werner wieder aufbrechen sollte. Nach einer schwachen Vorbereitung gab es im Pokal direkt den ersten Tiefschlag. Nach dem Sieg in Gladbach schöpfte man zwar noch Hoffnung, doch relativ schnell wurde deutlich, dass weder der Kader noch Steffen in der Lage waren, sich erfolgreich anzupassen. Mit dem verlorenen Nordderby in der Hinrunde ging eine Abwärtsspirale los: Steffen blieb zehn Spiele in Folge ohne Sieg und wurde durch Daniel Thioune ersetzt.
Wirklich besser lief es unter Thioune zunächst nicht: Die ersten drei Spiele konnte man ebenfalls nicht gewinnen, doch mit einigen Siegen war der Klassenerhalt dann am Ende doch geschafft. Letztendlich lag es sicherlich auch an den schwachen Absteigern. Auffällig ist, dass Thioune keinen deutlich besseren Punkteschnitt hatte als Steffen …
Wichtige Spieler:
Jens Stage war mit seinen zehn Toren der wichtigste Offensivspieler; Romano Schmid kam ebenfalls auf zwölf Scorerpunkte.
Erwähnenswert sind sicherlich die Entwicklungen von Karim Coulibaly und Salim Musah und Olivier Demans Auferstehung nach mehreren verkorksten Anläufen, einer glücklosen Leihe und einem Knöchelbruch.
Negativ muss man die Saison von Mbangula, dem 10-Mio.-Mann, erwähnen. Auch Topp, Njinmah und Grüll haben klare Schwächen offenbart. Dazu hatte man viel Verletzungspech. Weiser fiel praktisch die ganze Saison aus, Wöber hat auch fast alles verpasst. Stark und Pieper sind oft ausgefallen und selbst Stage hat sich am Ende gerade so über das Ziel geschleppt. Boniface war ein Schatten seiner selbst und nie ansatzweise in einer Verfassung, um Profisport auf Bundesliga-Niveau zu betreiben.
Das Team war letzte Saison mit vielen Leihspielern bestückt; bislang wurde außer Karl Hein keiner fest verpflichtet. Bei Puertas und Sugawara steht höchstens noch ein Fragezeichen; offiziell sind die Leihen zunächst beendet, bei allen anderen ist es sicher, dass sie nicht bleiben.
Dann muss man noch ein paar Sätze über Fritz, Niemeyer und Jahns verlieren:
Sie sind ihren Pflichten nicht nachgekommen, das muss man so deutlich sagen. Alle Fehler aus den letzten Jahren aufzulisten, ist schlichtweg nicht möglich; das würde den Rahmen sprengen.
Kurz gefasst: Man hat es wiederholt verpasst, einen ausbalancierten Kader zu stellen, und hätte dafür letzte Saison fast die Quittung in Form eines Abstiegs bekommen.
Eine Konsequenz hat man auf Führungsebene gezogen: Johannes Jahns wurde entlassen, und mit Markus Pilawa ersetzt, der Erfahrungen als Scout bei Bayern und Dortmund kommt. Mit Stalmach und den Gerüchten um Wojcik scheint er auch direkt sein Netzwerk bzw Kenntnisse über Spieler aus in Polen zu nutzen. Auch wenn Jahns sicher auch nicht alles richtig gemacht hat, ist er für mich ein wenig das Bauernopfer, haben doch Fritz und Niemeyer deutlich mehr zu verantworten.
Soweit erst einmal die größten Themen grob angerissen. Wir wollen ja nach vorne schauen.
Saison 2026/27
Neuzugänge:
Hier hat sich schon etwas getan, wenn auch in meinen Augen in erster Linie für die Tiefe und für die Zukunft:
- Darwin Soylu: ein vielversprechendes Mittelfeldtalent aus Wolfsburg.
- Chuki: ebenfalls ein vielversprechender Spieler aus der zweiten spanischen Liga.
- Kenny Quetant: ein junger Stürmer aus Frankreich, der bislang neun Ligue-1-Spiele und einen Pokaleinsatz gemacht hat; ebenfalls ein interessantes Talent.
- Cedric Itten: kommt aus Düsseldorf, nachdem er 15 Ligatore in der 2. Bundesliga erzielt hat. Wohl Kategorie Brechstange, mit 29 bereits erfahren.
- Dariusz Stalmach: ein junger Mittelfeldspieler, der von Magdeburg kommt.
- Karl Hein: unsere Leihe aus dem letzten Jahr und neue Nr. 1.
- Mitchell Weiser hat überraschend verlängert. Im Endspurt hörte sich es sich ja nicht so an, als würde das noch was werden. Er ist nach seiner Ausfallzeit quasi ein Neuzugang.
- Mio Backhaus wechselt nach seiner ersten Bundesliga-Saison zu Freiburg, für ca. 12–15 Mio. €. Fand ich sehr schade: Er hat sich komplett mit dem Verein identifiziert und zudem für seine erste Saison wirklich starke Spiele gemacht. Aber das Geld war nötig, um die akuten finanziellen Probleme erst einmal abzufedern.
- Jens Stage soll sich mit Hoffenheim einig sein; die haben aber bislang zu wenig geboten. Vielleicht kommt durch den Touré-Verkauf Bewegung rein, Geld ist ja jetzt da.
- Bittencourt ist ablösefrei zu Energie Cottbus zurückgekehrt.
- Opitz wird wieder verliehen, diesmal nach Osnabrück.
Sonst gibt es viele Fragezeichen:
Karim Coulibaly ist noch immer da, obwohl man sich hier eine große Summe erhofft hat. Bei den Zugängen tut sich momentan nicht viel, außer losen Gerüchten zu jungen Innenverteidigern und Ibrahimović, der laut Medienberichten nun aber bei Bayern verlängern soll.
Alvero und Kownacki gelten weiterhin als Wechselkandidaten.
Grundsätzlich wird die Situation um Coulibaly und Stage ausschlaggebend für weitere Zugänge in der Spitze sein.
Ich persönlich finde die Perspektivspieler allesamt interessant, doch momentan muss ich gestehen, dass ich die Mannschaft in der Spitze nicht besser sehe als letztes Jahr. Puertas, so ineffizient er offensiv war, wurde meiner Meinung nach nicht ersetzt, und wenn Stage auch wechselt, brauchen wir eigentlich zwei gestandene Spieler, die das auffangen. Auch Sugawara sollte ersetzt werden. Weiser spielt keinen RV in einer Viererkette. Und im Sturm fehlt nach wie vor ein bundesligatauglicher Stürmer.
Es bleibt spannend.
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