1. Ein (mathematisches) Modell ist eine Approximation der Realität. Ein 100%es Abbild der Realität wird niemals erreicht werden. Durch neue Methoden verbessert boxrec diese Approximation stetig.
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Man sollte vielleicht zu Beginn eines Systems sich ein wenig gründlichere Gedanken machen. Dann muß man auch nicht permanent nachbessern. Auch ein Schuß gesunder Menschenverstand kann da nicht schaden.
Nehmen wir doch mal den sogenannten "Heim- oder Promotorenvorteil". Ohne Zweifel gibt es diesen Vorteil, jedoch ist dieser in Abhängigkeit von den jeweiligen Sportarten, deren Strukturen und Sportlerpersönlichkeiten vollkommen unterschiedlich und geht mitunter sogar ins Gegenteil über. Und bei einem Faktor, der tendenziell zwar vorhanden ist, aber in seiner Bandbreite derart differiert und damit unbestimmt ist, sollte man deutlich davon absehen ihn in seine Überlegungen einzubeziehen!
Und ob Boxrec durch neue Methoden tatsächlich sein System in Richtung Erhöhung der Aussagekraft bzgl. der Kampfstärke eines Boxers verbessert ist ja nunmal mehr als fragwürdig, wie zuletzt ja eindrucksvoll bewiesen.
ich habe mich zwar noch nie mit dieser zählweise beschäftigt, muss aber sagen, dass ich immer wieder staune, was dann da so alles mit in die berechnung aufgenommen werden soll ... der heimvorteil oder heimpromoter - alles quatsch ! was denn, wenn der liebe heimpromoter den boxer fallen lassen will und er / sie "zum abschuss freigegeben" ist ? da würden mir auch einige beispiele einfallen.
also: "back to the roots" - ein einfaches punktevergabesystem,
ohne faxen und (rückenwind x sonnenschein + ringseilstärke) zum quadrat ... sollte genügen - nicht ständig was neues, was das bisherige bild verzerrt und nicht nachvollziehbar ist.
Eine einfache Überlegung, vielleicht nicht typisch, aber möglich, was ja zur Umkehrung des Heimvorteils führen würde und bestätigt, was ich weiter oben schon gesagt habe.
Was das einfache Punktevergabesystem anbelangt, habe ich mich jetzt mal mit einem alten Kumpel aus Studienzeiten kurzgeschlossen, der sich mit solchen Fragen schon recht lange beschäftigt und auch schon lange in der Kampfsportszene mitmischt und auch von der sportwissenschaftlichen Seite her Plan hat, wie langfristige Leistungsverläufe bei einem Sportler aussehen und zu bewerten sind.
Er meinte, ich soll mir drei Systeme anschauen:
1. Das alte Punktevergabesytem der IKBF (ein alter Kickboxverband, wo früher solche Tiere, wie Peter Aerts und Branko Cikatic Weltmeister waren). Die Punktevergabe soll relativ simpel sein und du bekommst platt gesagt pro Kampf und Wertung einen fest definierte Punktzahl. D.h. mit ein wenig Addition und Subtraktion ist das System simpelst nachvollziehbar.
2. Das analytische System, wie es vor Jahren mal bei der WKA (noch ein Kickboxverband) angedacht war, aber nie umgesetzt wurde. Wurde damals übrigens auch Jürgen Lutz zugeführt, der es ursprünglich bei den Frauen einsetzen wollte.
3. Das ELO-System, wie es bei den Schachspielern angewandt wird. Ein kleiner Nachteil scheint hier zu sein, das es fortschreitend inflationär ist.
Boxrec hält er gelinde gesagt für nicht ganz angemessen ..., aber das schaue ich mir ja auch gerade genauer an.