Auf der anderen Seite nehme man dann mal heutige Spieler und verfrachte sie in die damalige Zeit: Ihre Verteidiger durften "handchecken" und hatten damit bessere Chancen, die Bewegung des Angreifers zu erahnen und sich darauf einzustellen. Zwar mussten sich die damaligen Spieler nicht der Zonenverteidigung stellen, dafür aber in der Regel einem Center, der näher am Korb parken durfte als es heute der Fall ist. Ganz zu schweigen von den Pfiffen, die damals oft noch bei dem ausblieben, was heute regelmäßig als Flagrant Foul gepfiffen würde. Ich will damit nicht sagen, dass LeBron und Wade damals viel schlechter gewesen wären (zumindest solange ihre Athletik so herausragend ist, kann sie niemand stoppen, egal in welcher Zeit), aber sie hätten sich doch stärker anpassen müssen. Heute scheint es mir dagegen eher, dass die Regeln statt dessen ihren angepasst werden, und der Druck auf sie, andere Facetten ihres Spiels auszuarbeiten, scheint mir doch um einiges geringer.
Und was ich schade finde: Der für mich oft interessanteste Aspekt, nämlich das schnelle Teamplay, wird leider kaum gefördert, sondern es werden immer mehr Gründe für Nachahmer geschaffen, den Ball zu behalten und im direkten Duell mit dem Verteidiger (der durch die Regeln oft kaum noch etwas machen kann, außer dem Versuch, ein Offensivfoul aufzunehmen - nicht umsonst sieht man heute so viele Flopper) die Entscheidung zu suchen. Da frage ich mich schon manchmal, wieso eigentlich 5 Spieler pro Team auflaufen, wenn recht oft 1-2 von diesen quasi alleine die Offense bestreiten.