Was das "Musiker", "selbsternannte Musiker" und co Gerede angeht:
Es gibt eben unterschiedliche Herangehensweisen.
Man kann Musik machen, weil man Spaß daran hat und vielleicht auch etwas für sich selbst daraus gewinnt, was Eigenes zu machen (gilt für jede Kunstform)...und darauf hoffen, damit vielleicht auch mal Geld zu verdienen (und Applaus/Aufmerksamkeit). Wenn nicht (vielleicht auch, weil man einfach nicht gut genug ist), macht man es trotzdem - eben weil es Spaß macht, weil es eine Leidenschaft ist. Solange es Beruf und Familie irgendwie zulassen. Im Herzen bleibt man aber immer Musiker, auch wenn man irgendwann vielleicht mit 45 Std Woche und 2 Kindern keine Band mehr hat.
Oder man kann Musik machen, WEIL man meint, damit Geld verdienen zu können. Eben ein Geschäftsmodell. Klappt das nicht, wird man Gebrauchtwagenhändler oder Anlageberaterund erzählt in geselliger Runde vielleicht mal, das man früher ja auch mal Musik gemacht hat. "In den ekligsten Kellern haben wir gespielt, bis ich Uschi und ihren Papa mit der Audi-Vertretung getroffen hab...hahaha...guckt euch meinen neuen Benz an. Gut, das wir uns getroffen haben, was Schatzi?").
Oder man macht Musik, weil man süchtig nach Anerkennung ist. Instrument lernen? Nö, ich will singen, will Frontmann/-frau sein. Schafft man es nicht (meistens völlig zurecht), versucht man es in einer Werbeagentur oder "irgendwas mit Medien".
Der letzte Fall ist völlig unmusikalisch, hat aber mal in ner Schülerband gesungen, die keine Gitarren stimmen kopnnten, aber nen coolen Namen hatten. Und tolle Depri-Texte, die natürlich vom Sänger kamen. Reimte sich nie, aber "wir hatten echt was zu sagen, gibt's ja heute nicht mehr". Die hören später Talking Heads und Mogwai und werden Musikkritiker.
Bohlen ist eben Typ B.