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Feuerwerk - ja oder nein?


Mir scheint es tatsächlich weniger eine Frage des Geldes zu sein, ganz im Gegenteil habe ich den Eindruck, je simpler (und ärmer) die Leute, desto eher wird viel Geld für Feuerwerk ausgegeben.

Ich bin auch gegen ein vollständiges Verbot aber für eine Eingrenzung über Steuern und lokale Begrenzung. Es muss wirklich nicht jede kleine Straße eingesaut werden. An einigen Stellen sieht die Straße bei uns im Wohngebiet wie eine Müllkippe aus :(

Tatsächlich findet die maximale Eskalation eigentlich auch immer dort statt, wo eben eher einkommensschwache Familien wohnen. Verwandte wohnen z.B. in einer Hochhaussiedlung in Süden Berlins und dort herrscht an Silvester einfach nur der absolute Ausnahmezustand. Wirklich schlimm.

Deckt sich auch mit meinen Eindrücken aus bekannten Discounter Supermärkten kurz vor Silvester, wo man Menschen sieht, die selbst kaum noch Zähne im Mund haben und deren Kinder keine ordentliche Winterkleidung am Leibe tragen, aber trotzdem einen vollen Einkaufswagen voller Knaller, Batterien und Böllern vor sich herschieben. im zweiten Wagen liegen dann ausnahmslos Chips, Cola und Bier. Kein Geld für Essen und anständige Schuhe (für die Kinder) aber 400 Euro an der Lidlkasse für Böller raushauen. Dort ein Bewusstsein für diese Thematik zu schaffen, halte ich für aussichtslos.

Im Grunde bin ich da auch selbst sehr ambivalent und heuchlerisch unterwegs. Zum einen kaufen wir keine Böller und Raketen auf der anderen Seite finde ich ein ordentliches Feuerwerk am Himmel (Batterien, Raketen) doch irgendwie ganz nett und freue mich sogar darüber wenn Gäste was mitbringen. Da ist der immamente evolutionäre Wunsch des Menschen alle Elemente zu beherrschen größer.
Ich denke bei dem Thema gibt es keinen Mittelweg. Entweder ich verbiete private Knallerei komplett und es gibt eben staatlich organisiertes Feuerwerk in verschiedenen ausgewählten Bereichen oder man belässt es beim Status Quo. Eine Beschränkung des Erwerbs halte ich für kaum durchsetzbar.
 
Tatsächlich findet die maximale Eskalation eigentlich auch immer dort statt, wo eben eher einkommensschwache Familien wohnen. Verwandte wohnen z.B. in einer Hochhaussiedlung in Süden Berlins und dort herrscht an Silvester einfach nur der absolute Ausnahmezustand. Wirklich schlimm.

Deckt sich auch mit meinen Eindrücken aus bekannten Discounter Supermärkten kurz vor Silvester, wo man Menschen sieht, die selbst kaum noch Zähne im Mund haben und deren Kinder keine ordentliche Winterkleidung am Leibe tragen, aber trotzdem einen vollen Einkaufswagen voller Knaller, Batterien und Böllern vor sich herschieben. im zweiten Wagen liegen dann ausnahmslos Chips, Cola und Bier. Kein Geld für Essen und anständige Schuhe (für die Kinder) aber 400 Euro an der Lidlkasse für Böller raushauen. Dort ein Bewusstsein für diese Thematik zu schaffen, halte ich für aussichtslos.

Im Grunde bin ich da auch selbst sehr ambivalent und heuchlerisch unterwegs. Zum einen kaufen wir keine Böller und Raketen auf der anderen Seite finde ich ein ordentliches Feuerwerk am Himmel (Batterien, Raketen) doch irgendwie ganz nett und freue mich sogar darüber wenn Gäste was mitbringen. Da ist der immamente evolutionäre Wunsch des Menschen alle Elemente zu beherrschen größer.
Ich denke bei dem Thema gibt es keinen Mittelweg. Entweder ich verbiete private Knallerei komplett und es gibt eben staatlich organisiertes Feuerwerk in verschiedenen ausgewählten Bereichen oder man belässt es beim Status Quo. Eine Beschränkung des Erwerbs halte ich für kaum durchsetzbar.
Das ist der Punkt.
Da gibt es in der tat nur schwarz oder weiss
 
Tatsächlich findet die maximale Eskalation eigentlich auch immer dort statt, wo eben eher einkommensschwache Familien wohnen. Verwandte wohnen z.B. in einer Hochhaussiedlung in Süden Berlins und dort herrscht an Silvester einfach nur der absolute Ausnahmezustand. Wirklich schlimm.

Deckt sich auch mit meinen Eindrücken aus bekannten Discounter Supermärkten kurz vor Silvester, wo man Menschen sieht, die selbst kaum noch Zähne im Mund haben und deren Kinder keine ordentliche Winterkleidung am Leibe tragen, aber trotzdem einen vollen Einkaufswagen voller Knaller, Batterien und Böllern vor sich herschieben. im zweiten Wagen liegen dann ausnahmslos Chips, Cola und Bier. Kein Geld für Essen und anständige Schuhe (für die Kinder) aber 400 Euro an der Lidlkasse für Böller raushauen. Dort ein Bewusstsein für diese Thematik zu schaffen, halte ich für aussichtslos.

Im Grunde bin ich da auch selbst sehr ambivalent und heuchlerisch unterwegs. Zum einen kaufen wir keine Böller und Raketen auf der anderen Seite finde ich ein ordentliches Feuerwerk am Himmel (Batterien, Raketen) doch irgendwie ganz nett und freue mich sogar darüber wenn Gäste was mitbringen. Da ist der immamente evolutionäre Wunsch des Menschen alle Elemente zu beherrschen größer.
Ich denke bei dem Thema gibt es keinen Mittelweg. Entweder ich verbiete private Knallerei komplett und es gibt eben staatlich organisiertes Feuerwerk in verschiedenen ausgewählten Bereichen oder man belässt es beim Status Quo. Eine Beschränkung des Erwerbs halte ich für kaum durchsetzbar.


Eine Einschränkung dazu. Wofür ärmere Leute ihr Geld ausgeben, bleibt a) ihnen überlassen und b) sieht man das nicht an einem Tag an der Kasse vom Lidl. Und 400 Euro für Feuerwerk dürften wenige verbraten. ;)
 
Eine Einschränkung dazu. Wofür ärmere Leute ihr Geld ausgeben, bleibt a) ihnen überlassen und b) sieht man das nicht an einem Tag an der Kasse vom Lidl. Und 400 Euro für Feuerwerk dürften wenige verbraten. ;)
Bei a bin ich bei dir, aber bei b musst du nur mal einen Tag an der Grenze verbringen. Sind zwar Holländer, aber bei denen ist das Standard, tendenziell sogar eher mehr :LOL:
 
Tatsächlich findet die maximale Eskalation eigentlich auch immer dort statt, wo eben eher einkommensschwache Familien wohnen. Verwandte wohnen z.B. in einer Hochhaussiedlung in Süden Berlins und dort herrscht an Silvester einfach nur der absolute Ausnahmezustand. Wirklich schlimm.

Deckt sich auch mit meinen Eindrücken aus bekannten Discounter Supermärkten kurz vor Silvester, wo man Menschen sieht, die selbst kaum noch Zähne im Mund haben und deren Kinder keine ordentliche Winterkleidung am Leibe tragen, aber trotzdem einen vollen Einkaufswagen voller Knaller, Batterien und Böllern vor sich herschieben. im zweiten Wagen liegen dann ausnahmslos Chips, Cola und Bier. Kein Geld für Essen und anständige Schuhe (für die Kinder) aber 400 Euro an der Lidlkasse für Böller raushauen. Dort ein Bewusstsein für diese Thematik zu schaffen, halte ich für aussichtslos.

Im Grunde bin ich da auch selbst sehr ambivalent und heuchlerisch unterwegs. Zum einen kaufen wir keine Böller und Raketen auf der anderen Seite finde ich ein ordentliches Feuerwerk am Himmel (Batterien, Raketen) doch irgendwie ganz nett und freue mich sogar darüber wenn Gäste was mitbringen. Da ist der immamente evolutionäre Wunsch des Menschen alle Elemente zu beherrschen größer.
Ich denke bei dem Thema gibt es keinen Mittelweg. Entweder ich verbiete private Knallerei komplett und es gibt eben staatlich organisiertes Feuerwerk in verschiedenen ausgewählten Bereichen oder man belässt es beim Status Quo. Eine Beschränkung des Erwerbs halte ich für kaum durchsetzbar.
Sehe ich ähnlich.
 
Eine Einschränkung dazu. Wofür ärmere Leute ihr Geld ausgeben, bleibt a) ihnen überlassen und b) sieht man das nicht an einem Tag an der Kasse vom Lidl. Und 400 Euro für Feuerwerk dürften wenige verbraten. ;)
Im Prinzip sind wir natürlich ein freies Land, aber es ärgert mich a) wenn ich die Folgen für die Kinder sehe und b) wenn über die Armut in Deutschland gejammert wird. Man kann und darf da ganz bestimmt nicht pauschalisieren, aber sollen solche Leute wirklich auf Kosten der Allgemeinheit mehr Geld zugeschoben bekommen, damit sie noch mehr Feuerwerk kaufen können? :skepsis:
 
Im Prinzip sind wir natürlich ein freies Land, aber es ärgert mich a) wenn ich die Folgen für die Kinder sehe und b) wenn über die Armut in Deutschland gejammert wird. Man kann und darf da ganz bestimmt nicht pauschalisieren, aber sollen solche Leute wirklich auf Kosten der Allgemeinheit mehr Geld zugeschoben bekommen, damit sie noch mehr Feuerwerk kaufen können? :skepsis:

Es ist eben maximal unmoralisch. Das ist aber nicht exklusives Verhalten der Armen.
Erinnerte mich ein wenig an diese "fahren dicken Benz" Ressentiments.
Gibt eben auch viele Leute, die einfach wesentlich weniger Geld für Essen, Urlaub und Klamotten ausgeben wollen, so handeln und Geld für Zeug ausgeben, das vermeintlich blöder ist.
 
Nein das gilt ganz und gar nicht für die Armen im besonderen.

Nachbarhaus (selbständiger Dachdecker familienbetrieb seit 112 Jahren) hat ne komplette Ladefläche eines VW Taro voll vorm Haus um Punkt 00.00h
Und ballert bis ca. 00.50h-1.00h eine Batterie nach der anderen in den Himmel.
Seit ich die Dienstwohnung hier in Köln habe (2002 etwa) war der nur einmal im Winterurlaub einige male war ich in Essen oder im Urlaub aber ansonsten jedes Jahr die gleiche show.

Das sind mal locker 2000€ die der da in Rauch aufgehen lässt und gebeten darum hat ihn niemand im Gegenteil.
Die Papierschaise räumt er immer weg aber die Plastikkappen bleiben oft liegen. Soviel zum Thema die bürgerliche gutsituierte Mitte wäre irgendwie verantwortungsbewusster und rücksichtsvoller.
 
Buh, die 2.000 könnte er auch einfach mir geben :p. Mehr als 150 € würde ich selbst, wenn ich Millionär wäre, nicht verballern...
 
Nein das gilt ganz und gar nicht für die Armen im besonderen.

Nachbarhaus (selbständiger Dachdecker familienbetrieb seit 112 Jahren) hat ne komplette Ladefläche eines VW Taro voll vorm Haus um Punkt 00.00h
Und ballert bis ca. 00.50h-1.00h eine Batterie nach der anderen in den Himmel.
Seit ich die Dienstwohnung hier in Köln habe (2002 etwa) war der nur einmal im Winterurlaub einige male war ich in Essen oder im Urlaub aber ansonsten jedes Jahr die gleiche show.

Das sind mal locker 2000€ die der da in Rauch aufgehen lässt und gebeten darum hat ihn niemand im Gegenteil.
Die Papierschaise räumt er immer weg aber die Plastikkappen bleiben oft liegen. Soviel zum Thema die bürgerliche gutsituierte Mitte wäre irgendwie verantwortungsbewusster und rücksichtsvoller.

Wenn er das Papier wegräumt ist das ja schon mal mehr als 95% der Leute machen:)
 
Der Fall mit den Himmelslaternen ist natürlich tragisch. Das Hauptproblem stellt aber wohl meist der Gebrauch bzw. Missbrauch von Raketen und Böllern dar.

Letztere sollte man ohnehin gänzlich verbieten, ausser laut Knallen können die ja nichts. Mir wurde als Kind mal so ein Teil angeworfen. Ausser einer zerfetzten Jacke ist zum Glück nichts passiert, aber mit etwas Pech hat man danach ein defektes Gehör.

Bei den Raketen könnte man sich allenfalls überlegen, eine Art Waffenerwerbsschein für den Kauf zu verlangen, welchen man nur mit einwandfreiem Leumund und nach Absolvieren einer Prüfung erhält. Das würde das Problem sicher schon stark eindämmen.

Aber von mir aus kann man Feuerwerk auch gänzlich für den Privatgebrauch verbieten. Ich finde es zwar auch schön, aber dafür gibt es ja die öffentlichen Feuerwerke.
 
Deckt sich auch mit meinen Eindrücken aus bekannten Discounter Supermärkten kurz vor Silvester, wo man Menschen sieht, die selbst kaum noch Zähne im Mund haben und deren Kinder keine ordentliche Winterkleidung am Leibe tragen, aber trotzdem einen vollen Einkaufswagen voller Knaller, Batterien und Böllern vor sich herschieben. im zweiten Wagen liegen dann ausnahmslos Chips, Cola und Bier. Kein Geld für Essen und anständige Schuhe (für die Kinder) aber 400 Euro an der Lidlkasse für Böller raushauen. Dort ein Bewusstsein für diese Thematik zu schaffen, halte ich für aussichtslos.
Eine Einschränkung dazu. Wofür ärmere Leute ihr Geld ausgeben, bleibt a) ihnen überlassen

Kann ich jetzt nicht so stehen lassen, auch wenn es vermutlich nicht so von Dir gemeint war, aber wenn jemand für 400 Euro Böller kauft und dafür die Kinder keine ordentliche Winterkleidung haben, gilt das nicht mehr nach dem Motto "wofür die ihr Geld ausgeben, bleibt ihnen überlassen". Dann sind wir nämlich im Bereich asozial und Vernachlässigung von Kindern und das ist eine Sauerei für ein paar Stunden eigenes Vergnügen.
Wie gesagt, so war es sicher nicht gemeint, aber konnte ich jetzt nicht so stehen lassen, sonst denkt noch jemand, sowas wäre ok.
 
@Minos
Leute für die das wirklich ein Hobby ist und die selber ein choreographiertes Feuerwerk machen sind ohnehin etwas anderes. Die kann man mit Hobbymusikern vergleichen. Aber der Standardknaller ist doch eher wie jmd. der nur planlos auf irgendwelchen Tasten auf nem Klavier rumhaut.
Bzgl. der Feinstaubwerte, schau dir die Messungen in dt Großstädten an (sind ja im Internet). Von 31.12 - 2.1. werden da die dreckigsten chin. Städte übertroffen.

Ich habe nur selten ein choreographiertes Feuerwerk gezündet - ist mir einfach zu viel Stress! - aber willst Du all denen, die in ihrer Wohung ein wenig auf dem Klavier rumklimpern, dieses verbieten?

Was Feinstaub angeht: Es werden oft Tagesmittelwerte mit Peaks zu bestimmten Stunden (vor allem Neujahr kurz nach Mitternacht) verglichen, was unwissenschaftlich ist. In Ballungszentren, in denen sehr viel gezündet wird, ist die Feinstaubbelastung ab ca. 0:30 natürlich sehr hoch, jedoch sinkt sie im Laufe der Nach wieder stark (außer es herrscht eine sehr starke Inversionswetterlage, bei der ich für lokale Einschränkungen durchaus Verständnis hätte). Das Bundesumweltamt hat in den letzten Jahren die durch Feuerwerk freigesetzten Feinstaubmengen aufgrund von Schätzugen(!) auf 4.000t - 5000t angegeben (obwohl der Umsatz der pyrotechnischen Industrie sehr kostant war - die DUH nimmt natürlich den Maximalwert von 5.000t für ihre Hetze verwendet!). Neue, durch Labormessungen gestützte Zahlen zeigen, dass weit weniger Feinstaub durch Feuerwerk freigesetzt wird, als früher geschätzt wurde. Selbst das BUA hat dies in seiner neusten Auflage der Broschüre aufgenommen: https://www.umweltbundesamt.de/site..._hgp_wenn_die_luft_zum_schneiden_ist_bf_0.pdf


Und Leben und leben lassen ist natürlich ein guter Ansatz, funktioniert aber in diesen Zeiten einfach nicht wenn man große Ansammlungen an besoffenen Menschen die sich gegenseitig anstecken und verletzen können, verhindern will. Eigenverantwortung, dass die Leute nur im eigenen Garten ("dann muss ich den Dreck ja selbst wegräumen") oder alleine auf ner Wiese fernab von Menschenmengen funktioniert ja vrs. wieder nicht.

Ich weiß nicht, worauf Du hinauswillst. Ich meide Innenstädte! Bei mir gibt es nie größere Ansammlungen. Mitte der 1990er war ich mal in Münster (damals fühlöe ich mich noch irgendwie verpflichet, Silvester auf eine Party zu gehen :rolleyes:) und wir beschlossen, auf den Domplatz zu gehen. Dort war es extrem chaotiosch! Auf ihn zu gelangen war schon schwierig, das in die Gasse aus der wir kamen, immer wieder Chaoten Böller warfen. Als wir auf dem Platz waren, wurden Sektgläser geworfen, RöLis eher in die Horizontale, statt Vertikale geschossen usw. Ein anderer Feuerwerksfan aus unserer Gruppe schossen etwas abseits ein paar Raketen in dem Himmel, immer in der Sorge, dass einen irgendwas trifft. So machte das keinen Spaß! Wir kamen schnell überein, dass wir den Ort verlassen. Wir fanden dann in der Altsadt einen kleinen Platz, an dem wir ausgiebig und ungestört zündelten. Allen hat es Spass gemacht, einige haben danach gestanden, dass sie noch nie oder seit vielen Jahren nichts mehr gezündet haben. :) Setdem meide ich große Ansammlungen. Mein Silvesterfeuerwerk zünde ich oft allein oder lediglich mit einem Freund. Ich bin sogar froh, wenn uns niemand ins Gehege kommt oder sich Zuschauer bilden. So geht es übrigens nich twenigen Feuerwerksliebhabern, die ich kenne. Das Bild, das manche zeichnen, dass sich ganz Deutschland besäuft, um dann Mitternacht in großen Gruppen angetrunken Feuerwerk zu zünden, ist einfach total verzerrt!

Insofern kann man zu normalen Zeiten, da sicher darüber diskutieren, ob ein Verbot gerechtfertigt ist oder nicht (ggf. als Kompromiss auch kein Verbot, aber massive Steuern auf Feuerwerk, damit halt ggf. halt 15min geböllert wird aber nicht durchgehend von 21.00 - 3.00. Auch wenn da jetzt wieder von einigen der Hinweis kommt, dass sich dann die Leute die Polenböller besorgen (wird in jedem Fall m. E. eher ne Ausnahme bleiben). Aber in diesen Zeiten gibt's eigentlich keine Alternative.

Ich beobachte am Silvesterabend immer wieder, dass Familen mit Kindern ihr Feuerwerk zwischen 18:00 und 21 Uhr abbrennen. Willst Du das verbieten? Kat F2-Feurwerk ist übrigens am 31.12 und 1.1. erlaubt, eventuelle Ruhezeiten sind zu beachten. Hier werden auch legale pyrotechnische Artikel vor 21 Uhr gezündet, was auch vollkommen gessetzeskonform ist. Feuerwerk auf 15 Minuten begrenzen? Das ist selbst für den nicht möglich, der sich ein billiges Familiensortiet kauft. Möchtestes Du, dass man Kinder zwingt, bis Mitternacht wach zu bleiben, um dann im ganzen Trubel um einem herum (da nur 15 Minuten "Geböller" erlaubt ist) das ganze Leuchtfeuerwerk zu zünden? Dein Vorschlag ist total weltfremd!


K. A., was dein Grünenverweis soll und dem Klischee mit der Verbotspartei. Kannst dem ja mal ggü. stellen was die Union so alles verbieten will bzw. an Gesetzen verschärfen will. Dass es keine wirkliche linksliberale Partei gibt stimmt natürlich, wobei halt unsere Gesellschaft regelmäßig beweist, dass sie mit Eigenverantwortung nicht umgehen kann und Liberalismus in der Theorie toll ist, in der Praxis aber in egoistischen Gesellschaften wie unserer nicht funktioniert.

PS Lasershows find ich auch lame, aber bei Drohnenshows gibt's schon richtig coole Choreos.

Die Grünen kritisiere ich deswegen so scharf, weil ich mal Stammwähler war (lang ist's her!) Leider ist aus ihr eine vollkommen abgehobene Verbotspartei gewiorden. :-(
 
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Reaktionen: Ken
@Minos
Ich rede nicht von Tagesmittelwerten sondern von "Echzeitwerten" bzw. 1x/h aktualisierten Werten.
ZB hier (auch wenn da irgendwie neuerdings PM 2.5 fehlt? 🤔

Da sind die Werte an Silvester und Neujahr (je nach Wetterlage teilweise bis 2. oder 3.) immer ziemlich übel und stellen die heftigsten Chinastädte in den Schatten.

Du hast btw mit deiner Münsterbeschreibung einen Grund genannt, warum es keine gute Idee ist, Millionen von Besoffenen, die sich in Menschenansammlungen aufhalten Pyrotechnik in die Hand zu drücken.
 
@Minos
Du hast btw mit deiner Münsterbeschreibung einen Grund genannt, warum es keine gute Idee ist, Millionen von Besoffenen, die sich in Menschenansammlungen aufhalten Pyrotechnik in die Hand zu drücken.

Dann sollte man besser Alkohol zu Silvester verbieten oder einschränken, stark verteuern. Im übrigen ist bei den meisten meisten Rettungseinsätzen Alkohol im Spiel, oft ganz ohne Feuerwerk (Alkoholvergiftungen, KNeipüenschlägereien, Familienstreitigkeiten aufgrund hohen Alkoholeinflusses usw.)

Die Norm gilt für Tagesmittelwerte. Dass die Feinstaubbelastung in Ballungszentren, in denen viel gezündet wird, ist temporär (wenige Stunden nach Mitternacht) zugegeben sehr stark erhöht. Aber diese sinkt bei normaler Witterung bis zum bnächsten Vormittag wieder auf ein Normalmaß.

Wobei wir bei dieser Diskussion längst off topic sind! Es geht in diesem Thread doch um Corona und ich hatte das Verkaufsverbot von Kat. F2-Feuerwerk kritisiert, heute endgültig durch das Inkrafttreten der Änderung der SprengV in Kraft getreten. Diese Änderung wurde nicht mit Feinstaub, Umwelt- oder Tierschutz, noch mit Menschenansammlungen, sondern mit Verletzten durch Feuerwerk begründet, die die überlasteten Krankenhäuser zusätzlich belasten würden. Mal abgesehen davon, dass die meisten schweren Verletzungen durch illegale Feuerwerkskörper oder Eigenlaborate verursacht werden und Alkohol ein größeres Probelm an Silvester ist, sollten wir beim Thema bleiben. M. E. ist das Verkaufsverbot jedenfalls keine wirklich sinnvolle Maßnahme zur Eindämmung der Pandemie. Warum verbietet man nicht sämtliche Weichnachtsgottesdienste oder alle nicht wirklich dringende Reisen ins Ausland? Die meisten zünden legales Feuerwerk im engen Familenkreise oder allein vor'm Haus, im eigenen Garten oder im Gewerbegebiet. Wie tragen diejenigen zur Verbeitung des Virus bei? Da kann einen das Gefühl beschleichen, dass viele Politiker die Covid-19-Pandemie als Vorwand nehmen, um sich bei Feuerwerksgegnern beliebt zu machen. :cry1:
 
Du raffst aber schon das die "Feuerwerksgegner" mittlerweile fast zwei Drittel der Bürger ausmachen, ne?

Da kann einem das Gefühl beschleichen dass sich viele Politiker gegen ein prinzipielles Verbot wehren um sich noch bei der kleinen Minderheit der Pyroheinis beliebt zu machen :saint:

Das ganze erinnert echt an die Diskussion mit den Hardcore-Rauchern vor 10-20 Jahren, die auch nicht raffen wollten dass sie mittlerweile in einer kleinen Minderheit gelandet sind. Da sollte alles so bleiben, weil Tradition und war schon immer so und dies und das ist viel schlimmer und Leben und Leben lassen und wem es nicht passt der soll halt zuhause bleiben anstelle dem Raucher den Spaß zu nehmen.

Damals war es auch das Ende der Gemütlichkeit, weil das Rauchverbot ja die große Rennerei nach draußen verursacht...wenn nicht das Rauchverbot die Rennerei verursacht, sondern Leute die es nicht schaffen 30-60 Minuten ohne ihre Sucht auszukommen. Hach waren schon geniale Argumentationskette damals
 
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