Der Wetter-Thread


Für nächste Woche haben wir aber noch ziemlich hohe Unsicherheit. Unabhängig das man in den Modellen schon sehr merkt, dass es ohne die Flugdaten zu noch mehr Unsicherheiten, haben wir es nun mit abtropfenden Tiefs zu tun.

Teilweise erste "Leichthitze", schöne Gewitterlage, oder dann schon fast Schaftskälte ist im Programm, ab dem 4-6 Juni. Kann natürlich ein Kompromiss aus allem sein.
Aber Stand heute ist das noch schwer zu sagen. Der erste Sommertag(definiert als +25 Grad) wird auf jeden Fall an einigen Wetterstationen fallen bis dahin, ist meine Prognose..

Der April hat sich zu dem Klimanwandelmonat schlechthin gemausert. Einen zu kalten April gab es die letzten 17 Jahre nicht, zum sowieso kalten Klimamittel 1961-1990 als Vergleich. Der Mai tut sich da doch schwerer und wird wohl eine rote oder schwarze 0 produzieren.

In Punkto Regen kann man nur hoffen, dass die zarten Tendenzen von Gewitterlagen/konvektiver Regen sich durchsetzen, denn dass der Sommer zu warm zum Klimamittel wird, ist keine Aussage, die noch zu verifizieren gilt. Das wird so werden.
 
Wie jeder Sommer die letzten Jahre.
Muss man wahrlich kein Prophet sein geht halt nur noch um wieviel wärmer-
0,5 oder 1,1 Grad

Zumindest mal hat sich das Bild insofern verändert das nach der 30 hier im Westen es nicht auf dem Niveau bleiben würde sondern wieder auf 20-25 einpendelt
 
Kölner Bucht und Niederrhein bleiben wieder trocken...alles klar:rolleyes:

trocken.JPG
Flughafen Köln /Bonn wetterstation
Im Prinzip Februar und März für die Katz..wahnsinn wenn das so weitergeht
 
Zuletzt bearbeitet:
30,9 Grad in Lingen. Aber das ist ja schon keine Nachricht mehr wert. :LOL:

Vielleicht kann man die Messstation ja auch noch in einem Gewächshaus unterbringen.
 
Es geschehen noch Zeiten und Wunder. Lingen wird nun abgeschaltet.

Der Rekord aus dem letzten Jahr kommt auch auf den Prüfstand.
Ob der am 25. Juli 2019 in Lingen gemessene deutsche Temperaturrekord von 42,6 Grad Celsius korrigiert werden muss, werde der DWD nach einer systematischen Analyse der Messdaten entscheiden. Dazu würden derzeit auch Vergleichsmessungen mit einem zweiten Sensor auf dem Gelände der Station durchgeführt. Die in Lingen gemessenen Temperaturmaxima kommen in der Berechnung der Wettervorhersage und bei der Warnung vor Wettergefahren nicht zum Einsatz und haben keinen Einfluss auf die Bewertung der Klimaveränderung in Deutschland.

DWD zu Lingen
 
Wir gehen nun in 10 Tage auf die Sommersonnenwende zu. Da bietet sich ein kleines Wetterupdate einmal wieder an. Zumal wohl in meinen Augen die ereignisreichste Wetterlage eines Sommers seit 2017 ansteht. Damit will ich nicht vergessen oder klein reden, die extremen Temperaturrekorde (unabhängig von Lingen), die die Sommer in neue Spähren gehoben waren. Nicht umsonst waren 2018 / 2019 unter den Top 3 der wärmsten Sommer.

Beginnend mit heute setzt sich immer mehr Hochdruck durch. Morgen werden wir in vielen Bereichen viel Sommer spüren. Sommertage inklusive. Samstag sind Hitztetage möglich und dann wird im Gegensatz zu den Vorjahren die Lage instabiler. Gewitter, Regen, Starkregen viel ist möglich, genaues weiß man da nie.
Was aber für mich sicher ist, die Menge die simuliert wird, hat man lange nicht mehr in so einem Zeitraum in einem Sommer gesehen. So gesehen kann es auch wieder negative Überraschungen geben und manche mit viel weniger auskommen müssen, als sie das ggf. erhofft haben. Es besteht zumindest auch die Hoffnung, dass durch relativ viele Bewöklung einsetzend mit Samstag/Abend absolute Schwergewitter erspart bleiben. Die braucht niemand.

Der Sonntag wird dann vielfach nass werden. Am meisten Sommer ohne Niederschlag gibt es Richtung Nordosten, je weiter südlicher und teilweise im Westen sind aber wirklich extreme Mengen möglich. Dieses aber bleibt dann bei relativ warmen bzw. zu warmen Luftmassen, die eben dann ein leichtes Waschküchenfeeling entstehen lassen.

Anfang der Woche bleibt die Teilung Südwesten/Nordosten bestehen, auch in Punkto Temperaturen. Niederschläge sind weiter möglich. Eine absolut stabile Hochsommerlage für das ganze Deutschland noch nicht im Zeitraum 5-7 Tage in Sicht. Es war aber offensichtlich, dass durch die fehlenden Flugdaten die Prognosesicherheit gelitten hat. Teilweise sah es nämlich auch nach einer Hitzelage aus, die nicht so ganz unähnlich war der letzten Jahre, wenn auch der Niederschlag immer optional dabei war.

So kann nur jedem empfehlen, die Gewitterapps ab Samstag beginnend zu beobachten. Wer warmes Sommerwetter mag, sollte den Freitag/Samstag genießen und eher sich in den Nordosten bewegen.

Werde hier sicher mal wieder updaten, wir gehen dann auch bald Anfang Juli in den Siebenschäferzeitraum, der schon eine gewisse Relevanz für den Kernsommer hat. Nicht als Tag aber der Zeitraum an sich.
 
Ein sehr interessanter und informativer Artikel zur Erderwärmung und verstärkt auftretenden Dürreperioden im Alpenraum (auf Österreich bezogen, aber gilt sicher auch für Süddeutschland und enthält generell gültige Erkenntnisse zur Erderwärmung und der verstärkt auftretenden Trockenheit). Der Artikel zeigt auch, dass es in Teilen Österreichs im Jahr 2020 bislang um bis zu 70% zu trocken war, auch wenn der Mai und der Juni bislang immerhin durchschnittlich feucht sind.. wie im Artikel dargelegt wird, sind Niederschläge im Februar, März und April aber wesentlich wichtiger und relevanter für die Bodenfeuchte und damit auch für das Grundwasser und die Vermeidung von Dürren, was natürlich auch direkten Einfluss auf die Landwirtschaft hat. Offenbar sind Dürre- oder Trockenperioden eben nicht nur einmalige Erscheinungen, sondern (wie die letzten Jahre auch zeigen) erstrecken sich diese teils über mehrere Jahre oder auch Jahrzehnte.

Ein vor kurzem abgeschlossenes Projekt unter der Leitung der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) hat Dürreperioden im Alpenraum der letzten 210 Jahre untersucht. Ein Ergebnis: Natürliche Schwankungen von Trockenphasen werden durch die Klimakrise deutlich verstärkt, wie es in den letzten Jahren auch in Österreich zu sehen war.
(...)
Dürre im Sommerhalbjahr wird aber neben dem Mangel an Niederschlag auch durch überdurchschnittlich hohe Temperaturen verursacht. Daher spielt in der jüngeren Vergangenheit die deutliche Erderwärmung eine wichtige Rolle bei Dürren im Alpenraum. Die Erwärmung hat laut Haslinger zwei Auswirkungen:
Erstens: Je wärmer die Luft ist, desto mehr Wasserdampf kann sie aufnehmen, und desto mehr Wasser verdunstet daher aus den Böden. Zweitens dauert in einem wärmeren Klima die Vegetationsperiode länger. Die Pflanzen beginnen im Frühling früher auszutreiben und gehen später in die Winterruhe über. Daher entnehmen sie den Böden über einen deutlich längeren Zeitraum Wasser.
 
Ein sehr interessanter und informativer Artikel zur Erderwärmung und verstärkt auftretenden Dürreperioden im Alpenraum (auf Österreich bezogen, aber gilt sicher auch für Süddeutschland und enthält generell gültige Erkenntnisse zur Erderwärmung und der verstärkt auftretenden Trockenheit). Der Artikel zeigt auch, dass es in Teilen Österreichs im Jahr 2020 bislang um bis zu 70% zu trocken war, auch wenn der Mai und der Juni bislang immerhin durchschnittlich feucht sind.. wie im Artikel dargelegt wird, sind Niederschläge im Februar, März und April aber wesentlich wichtiger und relevanter für die Bodenfeuchte und damit auch für das Grundwasser und die Vermeidung von Dürren, was natürlich auch direkten Einfluss auf die Landwirtschaft hat. Offenbar sind Dürre- oder Trockenperioden eben nicht nur einmalige Erscheinungen, sondern (wie die letzten Jahre auch zeigen) erstrecken sich diese teils über mehrere Jahre oder auch Jahrzehnte.
Ergänzend hierzu der entsprechende Dürremonitor:

20200616_121152.jpg
 
Nicht überraschend, wird für Freunde des heißen/warmen Sommerwetters die Karten mit Beginn nächster Woche besser. +30 sind für mich hier nun sicher. Die Dauer und wie viele Tage muss man abwarten. Dieses Mal kommt die Wärme aber aus dem Südwesten, dementsprechend beginnt der Westen dann zuerst mit den heißen Temperaturen. Die mögliche Abkühlung oder Mäßigung kommt dann oder käme nur aus dem Westen.

Je weiter östlicher, desto später beginnt so eine Phase, desto länger kann sie aber wirken. Klassisch nehmen wir die Lausitz.
Gibt zwar von kleineren Modellen noch gemäßigtere Lösungen, die halte ich aber für immer weniger plausibel. Da kommt schon was, halte es aber noch nicht auf dem Niveau 2019. Aber heiß scheint sehr wahrscheinlich.

Wer also dann bis zum WE nicht noch nass abbekommt, danach wird es wieder schwieriger mit Luftmassen die von weit aus dem Süden hergeholt werden. Da aufgrund der immer noch fehlenden Flugdaten mir die Prognosesicherheit in Gänze fehlt.
Gibt dazu sicher am Freitag ein kleines Update. Dann weiß man auch bischen mehr, wie nachhaltig das ist. Aber das soll dazu dienen, wer noch seinen Schwimming Pool aufblasen soll, kann damit mal langsam beginnen. ;)
 
Kleines Update, da die Situation wirklich höchst interessant ist. Es war klar, dass spätestens dann ab gestern die Berichte beginnen/beginnen werden, Hitzewelle rollt auf uns zu. Ich habe dann gestern schon im Radio, vom Wettermoderator sicheres (Hoch)sommerwetter ab Dienstag gehört. Wenn wechselhaftere Phasen anstehen, geht der Blick zufällig nur auf das tolle Wochenende.

Unabhängig der Wettervorlieben sollte gewisser Konsens bestehen, dass Afrikawetterlagen wie letztes Jahr doch kein mitteuropäisches Wetterziel sein sollten. Ansonsten sollten wir mehr Klimawandel betreiben.
Die extrem heißen Wetterlagen standen laut teilweise Medienmeinung gefühlt zur Debatte, waren es aber für mich faktisch nicht. Jedoch ist bei solchen Luftmassen, die aus dem Süden die Modellperformance am Limit.
Anfangs sah es nach 2-3 Tage heiß aus, dann sah es aber auch, nach einer Woche +30 und mehr, gerade für den Westen. Nun hat sich noch ein Höhentief herausgebildet, welches über Polen entsteht. Es entsteht am Montag und saugt an seiner Westseite Luft aus dem Norden an.

Das Tief ist aber tatsächlich recht klein, aber nun sehen alle Modelle das Entstehen dieses Tiefs. Bis gestern morgen, war es ein Lauf, der das überhaupt mal entdeckt hat. Da das Tief relativ klein ist, kommt der Osten und etwas die Mitte Deutschlands im Bereich dieses Tiefs. Solange das Tief existiert, ist in diesen Bereichen gemäßigtes warmes Sommerwetter zu sehen. Es wird auch gerade zur Mitte gen 25 Grad dann gehen, aber ohne Hitze. Der Westen und gerade Nordwesten ist hier schon unter einem Hochdruckbollwerk und steuert dann ab Mittwoch auf die 30 zu.

Jetzt kommen wir natürlich wieder in dem unsicheren Bereich, aber der Westen wird, wie es in 90 Prozent der Fälle so ist, aus dem Westen mit Wetteränderungen betraut. Hier sieht es so aus, dass dann nach Mittwoch bis Samstag +30 im Westen ansteht. Im Osten auf der Grundkonstellation +25, zunehmend zum Wochenende ist aber über +30 herrschend/Lausitz vor allem (Freitag/Samstag) Mit Sonntag kommt eben die Wetteränderung aus dem Westen. Atlantische Luft strömt ein über Deutschland, aber da dies relativ zahm geschieht ohne großen Niederschlag. Niederschlag wird momentan vor allem über Polen Österreich / Dresden/Meck Pomm simuliert, eben aus dem Höhentief resultierend Anfang der Woche, gerade für Polen/Österreich.

Dementsprechend. Westen Hochsommerphase +30 ab Mittwoch. Gerade Richtung NRW. Osten gemäßigter hier wahrscheinlich erst zum Freitag Hochsommer. Wer Hochsommer mag, sollte also eher den Westen aufsuchen, wer es nicht so heiß mag, eher den Nordosten.
Regen sollte man generell sehr wenig erwarten.

Warten wir die weitere Entwicklung ab 01.07.2020 ab, wenn es in den Siebenschläferzeitraum geht. Grundsätzlich sehe ich erste Tendenzen(!), dass sich die Großwetterlage normalisiert, auch gewohnt höherem Temperaturniveau.
 
Sibirien erlebt gerade beispiellose Temperaturrekorde, was durch das Auftauen des Permafrostbodens unlängst ja auch zur Umweltkatastrophe geführt hat.
In Verhojansk wurden 38.0 Grad gemessen, womit zwischen Hitze- und Kälterekord 105.8 Grad (!) liegen.. dies könnte der größte jemals gemessene Temperatur-Unterschied sein.
 
@Obmann, kannst du den Leuten in NRW (Ruhrpott) bisschen Hoffnung machen, dass es ab Montag wieder bisschen kühler ist? ;)
Auf wetter.com sieht es jedenfalls so aus, aber das ändert auch ständig.
 
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