Da es um die Frage ging, welche Lage forciert Hitze, welche Windrichtung bedarf es. Ostwind?
2018 kann man das noch in gewisser Weise teilweise bejahen. Da war es vor allem Südost. Wir hatten konstanten Hochdruck über Skandinavien, was Ostwinde forciert. Jedoch drehte es zu den Hundstagen auf Süd/Südwest, ansonsten wäre nicht die Temperaturanamolien so möglich gewesen. Dadurch das bisher durch die kontinentalen Strömungen alles ausgetrocknet war, konnte der Sommer so richtig aufdrehen.
2019 waren vor allem Südströmungen.
Machen wir doch etwas Großwetterlagenkunde.
Der Rekordsommer war 2003, mit masssiver Hitzewelle im August.
Man sieht recht gut, dass die Luftmassen (sehr einfach erklärt, ich weiß es sind erstmal Geopotenziale auf der Karte) aus den afrikanischen Breiten hergeholt worden sind.
Recht einfach erklärt, weil Tiefdruck westlich von uns entstanden ist. Der forciert an seiner Ostflanke Südwinde, die dann fast perfekt über uns gelegt haben und die maximal heißeste Luftmassen advehiert haben. Das östlichv on uns ein Tief, welches im Bereich östlich von Polen das ganze Gebilde stützt.
Das sind dann Rekordlagen.
Zu den Modellen.
Es deutet sich für mich ziemlich klare Zweiteilung an. Heute sah man schon, was es bedeutet, wenn der Wind aus Südwest kommt. Dabei war die Luftmasse nicht mal richtig knackig, aber Anströmung ist eine der unterbewertesten Faktoren für Tagestemperaturen.
Oft schaut man sich nur die Luftmasse an.
Ab Sonntag wird Südwest mehr eine Rolle spielen, so wird logischerweise der Südwesten am wärmsten erwärmt. Ganz im Süden sehe ich Stand heute nicht, wann +25 ein Ende findet, ab Sonntag beginnend. Oberhalb des Mains/Mittelgebirge(das ist noch unsicher) sind es wirklich nur tagesweise Einschübe von warmen Tage oder 1 Hitzetag. Hitze dann wohl eher Rhein-Main Gebiet einmal. Gerade im Norden dann aber immer auch wieder die Abkühlung aus Nordwest, da wird sich weiter kein stabiles Sommerwetter etablieren können bis Ende nächster Woche, wenn nicht ein Wunder geschieht.
Insgesamt in jedem Fall sonnigere Woche als diese Woche, viel. Noch steht auch das Regenereignis aus, das zwar eher lokal interessant wird. Aber für den bereich Lausitz/Ostsachsen, sind relativ hohe Mengen möglich. Auch Österreich könnte das betreffen, da das Tief östlich an uns gen Österreich zieht zum Wochenende.
Was auch unstrittig ist, die heißen Luftmassen formieren sich schon südlich von uns immer näher. Man sieht das Geopotenzial steigt, was typisch für die Hundstage ist, und Potenzial bietet.
Was auch unstrittig ist, noch nicht sehr relevant, aber im Kopf zu behalten. Momentan sinkt die Tageslänge schon um 2 Minuten pro Tag. Ab den 18. Juli um 3 Minuten pro Tag. Dies hat dan ab Mitte August für Auswirkungen, wenn man merkt, dass zwar immer noch sehr heiße Luftmassen gibt, aber die Nächte wieder auskühlen können (mehr).