Man verzeihe es mir, ich mache einmal kleines Update, nach nun weiteren drei/zwei Modellrunden.
Auch deshalb, weil wetteronline zwei recht interessanten Artikel herausgebracht und wie zu erwarten war, nun auf die ersten Warm/Heissrechnungen angesprungen ist.
Quelle WO
Interessant ist, dass sie nun selbst den Teil aufnehmen, dass die letzten 6-8 Wochen heiße Rechnungen in einer Art und Weise teilweise schon radikal gestutzt worden sind, vor allem in Dauer und Intensität. Völlig konträr zu den letzten Jahren, als sie eintrafen oder noch überboten wurden. Habe so etwas schon sehr lange nicht mehr, wenn überhaupt gesehen. Kennt man nur aus Wintern, wenn Schneebomben in Nieselregenepisoden enden.
In einem weiteren Artikel wird noch einmal speziell auf die Prognosegüte eingegangen.
Quelle WO II
Heute morgen gehen die Kontrollläufe des europäischen Modells nun wieder eher von einem Hohenrücken Anfang nächster Woche/Sonntag, beginnend vom Westen übergreifend auf Deutschland aus. Dies spricht dann schon für warmes/heißes Wetter, wenn ich auch bewusst das Wort Hitzewelle vermeide. Das sind dann schon 3 Tage +30 für mich. Es gibt übrigens keine einheitliche Definition dafür, aber ich halte diese Ansicht immer noch für die, die am meisten der Realität und dem menschlichen Empfinden entspricht. Ab +3 Tage wird es für Menschen, die nicht Hitze per se mögen, immer etwas schwieriger, weil auch die Nächte immer weniger abkühlen. Unabhängig ob es so kommt, eine dauerhafte Hitzewelle der Sorte 2018/2019 ist Status heute sicher nicht in Sicht.
Aber wir reden hier weiter über einen ziemlich weiten Zeitraum.
Ziemlich interessant ist, was ab Mittwoch nun in den Karten ist. Ähnlich wie sich dann Ende Juni ein Höhenei über Polen gebildet hat, soll nun ein Tief/Cutoff über Mitteleuropa entstehen, welches den Mittwoch für ganz Deutschland nass sieht. Gerade der Osten hat nun in manchem Modellauf hohe Mengen, weil das Ei sich eben wieder nach Polen zurückzieht und auch an den folgenden Tagen für Regen sorgt. Jedoch gilt hier zu bedenken. Niederschlagsprognosen sind für mich bis 48 Stunden immer noch wirklich unsicher. Aber das Potenzial war bis vor 2-3 Tagen überhaupt nicht vorhanden.
Ab Freitag entsteht dann ein Hochrücken westlich von uns, dessen weiteres Voranschreiten über uns, stationär liegend das weitere Wetter signifikant beeinflusst. Es sei mir aber verziehen, aber in Punkto Wettermodelle und Veränderungen, definitiv ein spannender Sommer. Wenn man auch sagen muss, 2018 war zwar immer wieder die gleiche Wetterlage, aber es war auch damals nicht so, dass Wettermodelle (aber sehr vereinzelt nur) nicht kühlere Rechnungen auf dem Schirm hatten, aber sie traten dann nie in der Realität ein. Es besteht dieses Jahr schon die Mutmaßung, dass die fehlenden Daten aus dem Flugverkehr doch eine Rolle gespielt haben.