Da ich selbst paar Tage im Westen Deutschlands war, weil ich Angst hatte in Bayern zu erfrieren,

, kommt nun ein kurzes Wetterupdate.
@Brummsel hat es schon angedeutet. Trotzdem halte ich es dann nicht ganz so einfach, einen Wetterbericht zu machen, denke manch einer wird dann auch überrascht werden, können in der Woche.
Grundsätzlich bleibt es so und das nahezu die ganze Woche, zu warm für alle. Jedoch gab es schon paar Nuancen die sich geändert haben. Der Westen,/nordwesten bleibt die Hitzehochburg. Der Osten wird dann ab Montag/Dienstag mit nicht mehr ganz so heißen Luftmassen betraut, weil das östliche Tief nicht nur den Hochdruck stabilisiert, sondern auch Wirkung auf Ostdeutschland entfacht. Mittwoch und Donnerstag generiert sich, der Hochdruck wieder mehr, jedoch kommen wir zu einem recht spannenden Freitag. Hier wird das Tief, welches aus dem Westen sich bildet(in Frankreich sitzend) Wirkung auf Deutschland entfachen. Hier ist die Frage, inwiefern und wie weit das geschehen wird. Momentan sieht es nach Westen/Südwesten, Bayern aus. Thüringen wohl die Grenze.
Das bedeutet, hier wird unabhängig ob tatsächlich Gewitter ausgelöst werden, zu einem eher gedämpften Freitag zu kommen, und gerade für den NRW Westen, auch nicht mehr ganz die Höchstwerte Anfang der Woche.
Insgesamt und das meinte ich, wird mancher überrascht sein, dass die Quellbewölkung immer mehr zunehmen wird im Laufe der Woche. Ich werde es dann immer mehr als Dampfwetter bezeichnen. Gibt auch nun doch mehr Gewittersignale, gerade für den Süden/Südwesten. Der Nordosten bleibt unter dem blockierenden Hoch. Denn wenn die Erlösung aus West kommt, dauert es auch am längsten bis es im Osten wirklich durchbricht.
Übernächste Woche könnte dann kühlere Luft aus Nordwest eindringen. ich rechne weiter damit. Ich meinte einmal, gerade der 18te August war immer so ein Datum zuletzt, für kühlere Luft. Ob sie dann bis ganz in den Osten durchdringt und wie sehr ist Spekulation.
Ich sehe aber weiterhin kein absolutes neues Muster im August, außer das eben zu den Hundstagen im Klimawandel solche Luftmassen eben sehr schnell angezogen werden können und damit schon einen deutlich warmen August(egal was noch passiert) sicherstellen.
Momentan ist er stichtagsbezogen 2,87 Grad zu warm.
Zum Begriff Hitzewelle muss ich noch etwas sagen. Ich tue mich, und das sehe ich als Problem, in den meisten Wetterberichten(vor allem kommerziell) mit Schlagworten schwer.
Zu dem Begriff stehe ich aber in diesem Fall in jedem Fall, so wie ich ihn verwendet habe, für nahezu ganz Deutschland, so hatte ich es formuliert.
Ich hatte es aber einmal erwähnt, es gibt keine echte Definition von einer Hitzewelle.
Hier bietet sich aber definitiv das an, wie es der ZAMG(österreichische Wetterdienst) propagiert. Frei nach dem tschechischen Meteorologen Kysely
Vereinfacht gesagt definiert er eine Hitzewelle mit einer Serie von zumindest drei aufeinanderfolgenden Tagen über 30 °C, die höchstens kurz von einem Tag zwischen 25 und 30 °C unterbrochen wird und die mittlere Maximaltemperatur in der Periode größer 30 °C ist
Quelle ZAMG
Das ist also für sehr viele Wetterstationen der Fall. Deswegen auch in der Dimension des Hochdruckbollwerks für mich sehr eindeutig.
Die WMO, geht einen ganz anderen Ansatz.
Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) orientiert sich bei der Beschreibung einer Hitzewelle an den klimatologischen Mittelwerten zwischen 1961 bis 1990 der jeweiligen Region. Übersteigen die Tageshöchstwerte an mindestens fünf zusammenhängenden Tagen die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur um 5°C, spricht die WMO von einer Hitzewelle. Demnach sind nach dieser Erklärung Hitzewellen sogar im Winter möglich.
Link
Was bedeutet das gerade für den Norden schon sehr imposante Woche ansteht, nach dieser Definition. Für kühlere Regionen, höher gelegene Wetterstationen aber auch relativierend, denn wenn jemand auf 800 Meter wohnt, hat er selten 38 Grad erlebt.
Trotzdem ist für die tägliche Praxis die ZAMG Definition am besten geeignet.
Nächstes Update dann am Dienstag, denke da wissen wir dann schon einiges mehr. Bis dahin werden wir auch wissen, wie sehr das westliche Tief Einfluss und bis in welche Regionen es ihn generiert.