Es bietet sich nun an, dass mit dem heutigen Tag, in dem nun über ganz Deutschland der Wind aus südwestliche/westliche Richtung zu kommen, diesen Februar einzuordnen. Wir gehen nun auch offiziell in den Spätwinter. Der Hochwinter endet in der Meteorologie mit dem 15ten Februar.
Wir hatten definitiv für viele ein Jahrzehntereignis in Sachen Winter, in Kombination Schnee und Kälte. Wir hatten aber sicher kein Jahrhundertereignis. Wie auch im letzten Post erwähnt, war ersichtlich, dass die Talsohle der Modelle, die durch die Stratosphäre sehr ins Rudern gekommen sind Mitte letzter Woche erreicht. Ab dann wurden die Rechnungen, die für mich auch fragwürdig waren, dass eine zweiwöchige Kältewelle ansteht immer unwahrscheinlicher.
Denn die Stratosphäre hat sich erholt und die spielt im Winter einfach eine signifikante Rolle. Der Polarwirbel sieht hier gesünder aus als im ganzen Winter.
So werden wir jetzt auch in der Troposphäre immer mehr unter warmen Winden kommen. Es wird mindestens im Westen/Südwesten über 15 Grad gehen. Es wird an die 20 Grad gehen zum Wochenende. Sonnenschein vor allem auch in diesen Regionen. Im Süden kann sich in meinen Augen, beim tauenden Schnee noch so viel Feuchtigkeit bieten, dass anfangs Hochnebel ein Thema wird. Auch im Osten. Sukzessive wird die Sonne aber immer mehr zunehmen und wir werden definitiv die sonnenreichste Episode bekommen seit Oktober.
Auch natürlich die wärmste Periode. Niederschlag wird keine Rolle mehr spielen. Die Kälte wird auch aus Polen und dem südlichen Skandinavien vertrieben. In Russland wird sie zwar noch etwas bleiben. Das Langfristmodell des europäischen Modells hatte in seinen letzten Läufen(die kommen nicht täglich heraus), eine -6 Grad Abweichung in der ersten Märzwoche. Hier gehe ich aber davon aus, dass die noch darauf basierten, dass der Polarwirbel sich nicht erholt.
Trotzdem schließe wahrlich ich nicht aus, dass die Lage sich vom Februar noch einmal wiederholt für Märzverhältnisse(so 4-6 Wochen danach). Was aber dann schon eher zu Dauerregen führen kann, als Schnee und Kälte.
Mal ein paar Daten zum Februar:
Der Februar ist zum Klimamittel 61-90 bisher 2,27 Grad zu kalt für Deutschland. Für das bald neue Klimamittel 1991-2020 3,37 Grad und stichtagsbezogen 2,99 zu kalt.
Die höchsten negativen Abweichungen natürlich im Norden, dort teilweise mehr als -5 Grad zu kalt.
Niederschlag haben wir über 80 Prozent des Solls erreicht, Sonnenscheinsumme sind es 49,2 Grad zu Klimamittel.
Biegen wir also in die Zielgerade des meteorologischen Winters ein.