Der Wetter-Thread


Einfach nein, wenn man in unserer Region wieder Hochwassermaßnahmen ergreifen muss.
Zuviel Regen ist genau so schlecht wie zuviel Sonne. Und in den letzten Jahren hatten wir von Regen zuviel und nicht von Sonne.
Ein überdurchschnittliches Regenjahr war dennoch überfällig, nach zig zu trockenen in Folge.
Wo soll das zuviel Regen sein in den letzten Jahren? Eifel?
 
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Ein überdurchschnittliches Regenjahr war dennoch überfällig, nach zig zu trockenen in Folge.
Wo soll das zuviel Regen sein in den letzten Jahren? Eifel?
Ich weiss, in deinem Köln nicht, aber südlich davon schon, ja.
Zig zu trockene ist einfach falsch. Das letzte zu trockene dürfte in meiner Region 3-4 Jahre her sein.
 
Für die Natur ist schöner nasser Schnee gut. Besser natürlich Frost und dann eine schöne Decke, das macht es dem Wald und den Bauern leichter. Gute Feuchtigkeit im Boden, das Wasser kommt langsam in den Boden, der Frost sorgt dafür das Schädlinge den Winter nicht überleben, weniger Pflanzenschutzmittel notwendig.
Leider in vielen Gebieten mittlerweile Utopie, durch das wechselhafte Wetter im Winter kann der Boden die Feuchte nicht aufnehmen. Die Frostigen Zeiten zu kurz, die Schädlinge überleben den Winter.

Früher war nicht alles besser, aber wie wir als Kinder am Samstag, Sonntag nur im Schnee und auf dem Eis unterwegs waren zum Schlitten fahren und Eishockey spielen war toll. Uns war es egal wie sehr das Eis gekracht hat, wir spielten bis es dunkel wurde oder der Puck im Weiher verschwunden war. Nach 2 Tagen Eishockey Tat einem alles weh. Aber es war Klasse so viel Schnee und Eis im Winter auf dem Land zu haben. (y) Heute kaum mal so viel Frost für kurze Zeit Schlittschuh laufen.

Ich habe mal in irgendeiner Doku gesehen, dass die Rückschau auf "weiße Weihnachten" zum Teil ziemlich verklärt ist.
Die Weihnachtsfilme mit Schnee haben möglicherweise zum Gedächtnis beigetragen, wenn schon draußen (leider) kein Schnee lag für das Klischee.
Die nackten Wetter-Daten bestätigen den Mythos

"Früher hatten wir regelmäßig weiße Weihnachten!"

jedenfalls nicht unbedingt.
Außerdem sind solche Erinnerungen aus Kinder- oder Jugendzeit immer auch vom Ort abhängig, in dem man aufgewachsen ist. In der Eifel hatte ich weit öfter mit richtig viel Schnee zu tun als später in Köln.

Aber wenn ich mal die letzten Jahrzehnte für die Eifel und im Gedächtnis grob überschlage, gab es meines Erinnerns bestimmt öfter mal eine weiße Weihnacht.
Vielleicht ausnahmsweise mal pünktlich und bestimmt nicht regelmäßig.
Dafür aber auch satt und reichlich (eventuell auch erst im Januar), samt Optionen für Winterspaß wie Schlitten (auf selbst eingefahrenen Frostpisten) und Ski und Eislaufen :panik: und Langlauf in gespurten Loipen.

Mit sowas kann man in meiner Heimat nicht mehr verlässlich rechnen. Dafür eher mit Orkanen oder Sturzfluten.
 
Leider zeigt sich sowas nicht mehr über "Normal-Schwankungen", sondern zu oft in Extremen.

Tornado in Köln-Poll und linksrheinisch war auch ständig was los. Ich war gestern mehrfach unterwegs gewesen. Viel zu Fuß (oder KVB) und zuletzt abends. Boah, was ein Dreckswetter. Zuhause (Innenstadt) aus den durchnässten Klamotten geschält, dann Remmidemmi zur Straßenseite. Fuhrpark und Zug der Feuerwehr sperrt 2 Bäume und eine Straßenecke mit Flatterband ab. Riesenaktion, dauerte bestimmt 2 Stunden.
Bis auf den Verbrauch von ganz viel Flatterband wurden während dieser Aktion aber keine weiteren Maßnahmen vollzogen. Die wurden womöglich woanders dringend gebraucht und hatten mit ihrer Kurverei eines Riesen-Leiterwagens über enge Kreisverkehre und an Radständerpollern vorbei schon genug Zeit verplempert.

Die armen Bäume nebenan werden wahrscheinlich dennoch hops gehen. :( Auch die vor meiner Wohnung und die daneben sehen nicht mehr gut aus.

Update: Das Flatterband ist inzwischen abgerissen (worden) und die Gehwege damit wieder befreit. Die abgesperrten Bäume sahen heute morgen doch noch einigermaßen stabil aus (y), aber dazwischen lagen ziemlich viele Trümmer von Dachziegeln des gemeinsamen Blocks.
Kurz vor dem Feuerwehreinsatz bin in über diesen Weg noch unbeschadet nach Hause gekommen. o_O
Das Dach muss bestimmt repariert werden.
 
Wenn du in Nrw wohnst, ist die Wahrscheinlichkeit allerdings nicht so groß, dass deiner dazu gehört

Selbst im Mikro-Kosmos Rheinland stimmen die Relationen einfach nicht mehr infolge des Klimawandels. Im Mittel ist es einfach allgemein (inclusive des Rheinlands) zu warm und reicht im Winter vielleicht nicht mal mehr zu Schnee in vormals verlässlichen Wetterlagen in den Mittelgebirgen, sondern mitunter tobt das Wetter oftmals im Wechsel zwischen Dürre zu Orkanen und Sturzfluten.

Selbst, wenn ich Heiligabend als Stichtag gedanklich mal außen vor lasse, teile ich das Gefühl von @tennisfun über Winterfreuden oder Winter-Erinnerungen mit einer ganzen Menge Schnee im Gepäck.
  • Vom Papa mit dem (dienstlichen) Unimog zur Schule gefahren worden, weil der Peugeot nicht durchkam, als wir mal komplett zugeschneit waren.
  • Mit meinen 2 Omas zu Fuß unterwegs zur Heiligabend-Mette auf Neuschnee und Blitzeis. Auto war sowieso keine Option, weil kurzer Weg, aber alles ziemlich steil hoch oder steil bergab. Beide Omas natürlich im Weihnachtsoutfit mit fragwürdigen Schuhen. Die Eifel-Oma robust stapfend, die andere klapprig stolpernd. Mein Bruder und ich haben mit viel Mühe beide Omas gesund hin und wieder zurück bugsiert. Das ist bei mir als ziemlich stressig abgespeichert.
  • Als Fahranfänger und Führerschein-Neuling täglich praktische Übungen auf Straßen mit festgefahrener Schneepiste plus ggf. Rollsplit für den nötigen Grip.
  • Während meiner Berufsausbildung organisierte mein damaliger Chef einen Betriebsausflug (für den Januar glaube ich). Sowas musste natürlich auch damals schon langfristig geplant werden, zwecks Reservierung der Location und Dienstplan, samt Einladungen. Großes Geheimnis, kaum einer wusste Bescheid. Es ging zu einer Langlauf-Anlage in der Nähe. Per Leih-Ski auf gespurten Loipen zwischen 5 oder 10 Kilometern Winterspaß und anschließend Après Ski in angemieteter Party-Hütte. Heutzutage quasi unmöglich, dass man sowas planen kann.
 

"Wir sehen, dass in den vergangenen 70 Jahren eine geschlossene Schneedecke von 1 cm oder mehr in

Hamburg 12x
Berlin 16x
Köln 4x
Frankfurt 11x
München 25x
gemessen wurde. Wie hoffentlich auch schon allgemein bekannt ist, ist also weiße Weihnachten im Tiefland eher die Ausnahme. Selbst in München gibt es im Schnitt der vergangenen 68 Jahre also höchstens alle 3 Jahre weiße Weihnachten. In der Kölner Innenstadt ist es schon immer ein sehr seltenes Ereignis.“
 
Es ist einfach drei Tage her und das halbe Dorf steht immer noch unter Wasser. Sowas habe ich hier noch nicht gesehen über den Zeitraum. Kurzfristige Hochwasser kennt man.
 
Und das heisst was für die Orte wo es zu wenig regen gab?
Das es den Orten nichts nützt, wenn es anderswo zu viel regnet.
Um das sauber abzuschließen. Toll, dass ihr das Wetter in meiner Region so gut kennt. Wenn es im Osten oder Süden Deutschland Monate durchregnet, Top (y) Da brauchts das.
Auch in NRW gibt es viele Regionen, wo Regen gut tut. Ohne Frage. Es gibt aber auch in NRW viele Regionen, wo es mittlerweile zu viel ist. Einfach mal die regionalen Nachrichten hören. Und damit ist auch gut mit Wetter von meiner Seite.
 
Bestreitet doch gar keiner das es regional zu viel ist!
Und dem Feuchtgebiet hier umme ecke und den Wasservögeln nützt das ne Menge😉
 
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