Seit Eirin Maria Kvandal am 23. November beim Weltcuprennen in Lillehammer disqualifiziert wurde, ist Norwegen laut einer Übersicht des NTB bereits 13 Mal wegen Regelverstößen ins Kreuzfeuer geraten.
In allen 14 Fällen wurden Regelverstöße im Zusammenhang mit den Overalls aufgedeckt. Das ist die höchste Zahl aller Nationen im Springreitzirkus. Bezieht man die Rennen des Kontinentalpokals mit ein, sieht es noch schlimmer aus.
– Das wusste ich nicht. „Es ist ein sehr schlechtes Zeichen, wenn sie bereits ganz oben auf der Liste der Disqualifikationen stehen“, sagt Generalsekretär Michel Vion gegenüber NTB zum Skisprung-Betrug in Trondheim.
Die nächste Nation auf der Disqualifikationsliste ist Japan mit acht. Slowenien, das bei der Weltmeisterschaft drei Goldmedaillen gewann, ist in dieser Saison bisher sieben Mal ausgeschieden, während Deutschland und Österreich jeweils zweimal ausschieden. Vor allem die Österreicher gingen nach dem Betrug hart gegen Norwegen vor.
Auf Norwegen entfallen in dieser Saison 16,86 Prozent aller Scheiben im Weltcup und Weltcup.
Sprungleiter Jan-Erik Aalbu sagt, die Arbeit mit den Sprunganzügen sei auf Vertrauen aufgebaut gewesen.
– Wir haben ein Support-Team mit unterschiedlichem Fachwissen und unterschiedlichen Verantwortungsbereichen. Ich kann keine Overalls nähen und ich kann keine Overalls messen. Ich muss darauf vertrauen, dass derjenige, der die Anzüge gerade herstellt, sich an die Vorschriften hält, sagt Aalbu.
Vion wird das Thema weiter verfolgen.
– Ist es angemessen, eine Grenze für die Anzahl der Disqualifikationen festzulegen?
– Das ist ein sehr guter Punkt. Sie können sehen, wenn Sie sechs oder sieben Mal rausfliegen, dürfen Sie am nächsten Rennen nicht mehr teilnehmen. Nun sei die Sanktion nicht groß genug, wenn sie nur für dieses Rennen gelte, sagt Vion.