Materialthread


Kirsten

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Ich habe das Springen heute nicht geschaut. Ich denke der Sumpf ist viel tiefer, als wir alle erahnen können. Durch den massiven Schaden, den die Norweger*innen über den Sport gebracht haben, kommen mir auch andere, dunkle Gedanken in den Kopf...
Kann ich gut verstehen, ich hab auch immer wieder Gedanken, ob nicht eigentlich alle Nationen oder zumindest die großen irgendwie betrügen über das Grenzen ausreizen hinaus. Aber ich versuche, mir die Freude am Sport nicht nehmen zu lassen.

Eine Sache aber: es waren in dem Fall die Norweger und nicht die Norweger*innen. Da man die Damenanzüge ja auch alle kontrolliert hat und jetzt von der FIS aus sagt, da wurde nichts gefunden, dann muss man jetzt auch aufhören, sie in einen Topf zu werfen.
Ich vermute, einige Leute werden auch weiter auf Strøm rumhacken, aber das dann einfach aus Bauchgefühl.
 

Lena

Lange Guste
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Kann ich gut verstehen, ich hab auch immer wieder Gedanken, ob nicht eigentlich alle Nationen oder zumindest die großen irgendwie betrügen über das Grenzen ausreizen hinaus. Aber ich versuche, mir die Freude am Sport nicht nehmen zu lassen.

Eine Sache aber: es waren in dem Fall die Norweger und nicht die Norweger*innen. Da man die Damenanzüge ja auch alle kontrolliert hat und jetzt von der FIS aus sagt, da wurde nichts gefunden, dann muss man jetzt auch aufhören, sie in einen Topf zu werfen.
Ich vermute, einige Leute werden auch weiter auf Strøm rumhacken, aber das dann einfach aus Bauchgefühl.
Habe damit nicht die Springerinnen gemeint. Nur geschlechtsneurral den gesamten Verband einschließen wollen, da ich nicht weiß, wer von allem wusste.
 

moiag

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Da werden keine Einheitsanzüge kommen denke ich, den Vorteil beim Material werden sich die Großen sicher nicht nehmen lassen.

Nach der Nummer wird die Skisprungfamilie sie nicht wieder in die Arme schließen, als ob nichts war. Bei Kontrollen wird immer ein Misstrauen sein und mit dem Wohlwollen der Punktrichter ist da auch nicht mehr zu rechnen.

Um die Situation in der idyllischen Skisprung-Familie zusammenzufassen:
  • Einige haben einen wesentlichen Vorteil beim Material,
  • Kontrollen werden mit oder ohne Misstrauen durchgeführt,
  • Kampfrichter vergeben Punkte mit oder ohne Wohlwollen.
Erstaunligerweise sind diejenigen, die mit dem aktuellen System zufrieden sind, auch diejenigen, die die Macht haben und keine Änderungen zulassen. Oder höchstens so wenig wie nur möglich. :)
 

Lazergirl

EFF #3
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Und du bitte auch genauer lesen, den es gilt definitiv noch die Unschuldsvermutung in den anderen Bewerben, du müsstest das doch am besten wissen, also bei den beiden.
Hach es ist immer so mühsam, alles wiederholen zu müssen.
Von Lindvik sind zusätzlich noch Fotos von einer geschliffenen Bindung aufgetaucht in den Medien. Davon hört man nix, es konzentriert sich gerade nur auf die Anzüge bei der FIS. Es wäre gleich 2 facher Betrug.

Pedersen war Samstag gar nicht dabei, also betrifft das bei ihm einen anderen WM Wettbewerb. Es war eben nicht nur eine einmalige Aktion. Es war während der gesamten WM.
 

Suomigirl26

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Von Lindvik sind zusätzlich noch Fotos von einer geschliffenen Bindung aufgetaucht in den Medien. Davon hört man nix, es konzentriert sich gerade nur auf die Anzüge bei der FIS. Es wäre gleich 2 facher Betrug.

Pedersen war Samstag gar nicht dabei, also betrifft das bei ihm einen anderen WM Wettbewerb. Es war eben nicht nur eine einmalige Aktion. Es war während der gesamten WM.
Die Bindung wird man sicherlich noch untersuchen, hab gelesen, die Untersuchungen können jetzt Monate dauern.
Von daher, bringen weitere Spekulationen einfach nix, da wir halt alle, dass große Ausmaß nicht kennen...
 

Paracelsus

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Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, dass ich mir wünschen würde, wenn es im Weltcup mehr Rotation der Jurymitglieder geben würde. Es kann nicht sein, dass immer nur ein Boris Sedlak die Ampel bedient oder nur ein Christian Kathol für die Materialkontrolle zuständig ist. Hier müsste man die jeweiligen Veranstalter vor Ort mehr miteinbeziehen.
Das finde ich ehrlich gesagt keinen guten Vorschlag. Personelle Kontinuität stellt sicher, dass die Kontrollen zumindest ansatzweise objektiv erfolgen. Wenn 1x Kontrolleur A und 1x Kontrolleur B das letzte Wort hat, wird da nie eine klare Linie rauskommen. War ja auch das Problem beim Olympia-Mixed 2022, oder? Auf einmal kontrolliert wer anderer und das halbe Feld ist raus.

Sicherlich könnte ein 3D-Scanner bei der Beurteilung der Anzugmaße helfen und diese objektivieren (das hat nebenbei bemerkt auch nichts mit KI zu tun. Nicht überall, wo ein Computer was berechnet kann man von KI sprechen). 1x Athlet mit Anzug, 1x Athlet ohne Anzug und wenn die Differenz nicht passt geht das rote Licht an.
Wie Sven Hannawald sagt, die Maschine sagt entweder regulär oder nicht regulär. Ob das 0,2mm oder 20cm sind, ist dann egal.

In diesem Zusammenhang find ich die Überlegung mit abgestuften Strafen allerdings auch sehr gut.
Die Frage ist nur, ob das tatsächlich das größte Problem beim Materialsektor löst. Die aktuelle Affäre hat ja nichts mit den Außenmaßen der Anzüge zu tun. Ebensowenig die Geschichte mit den Bindungen.

Am Ende, wie andere gesagt haben ist es eine Frage des Geldes (zusätzliches Kontrollpersonal etc.) und vor allem auch der Zeit. Wenn nach Wettkampfende erstmal eine halbe Stunde kontrolliert wird bis klar ist wer gewonnen hat ist diese Sportart tot. In diesem Sinne wäre einheitlicheres Material sicher eine große Hilfe um die Kontrollen einfacher zu machen. Vor allem würde das auch den unteren Serien helfen, und nicht nur im Weltcup.
 

Biathlon-Fan

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Seit Eirin Maria Kvandal am 23. November beim Weltcuprennen in Lillehammer disqualifiziert wurde, ist Norwegen laut einer Übersicht des NTB bereits 13 Mal wegen Regelverstößen ins Kreuzfeuer geraten.
In allen 14 Fällen wurden Regelverstöße im Zusammenhang mit den Overalls aufgedeckt. Das ist die höchste Zahl aller Nationen im Springreitzirkus. Bezieht man die Rennen des Kontinentalpokals mit ein, sieht es noch schlimmer aus.

– Das wusste ich nicht. „Es ist ein sehr schlechtes Zeichen, wenn sie bereits ganz oben auf der Liste der Disqualifikationen stehen“, sagt Generalsekretär Michel Vion gegenüber NTB zum Skisprung-Betrug in Trondheim.

Die nächste Nation auf der Disqualifikationsliste ist Japan mit acht. Slowenien, das bei der Weltmeisterschaft drei Goldmedaillen gewann, ist in dieser Saison bisher sieben Mal ausgeschieden, während Deutschland und Österreich jeweils zweimal ausschieden. Vor allem die Österreicher gingen nach dem Betrug hart gegen Norwegen vor.

Auf Norwegen entfallen in dieser Saison 16,86 Prozent aller Scheiben im Weltcup und Weltcup.

Sprungleiter Jan-Erik Aalbu sagt, die Arbeit mit den Sprunganzügen sei auf Vertrauen aufgebaut gewesen.

– Wir haben ein Support-Team mit unterschiedlichem Fachwissen und unterschiedlichen Verantwortungsbereichen. Ich kann keine Overalls nähen und ich kann keine Overalls messen. Ich muss darauf vertrauen, dass derjenige, der die Anzüge gerade herstellt, sich an die Vorschriften hält, sagt Aalbu.

Vion wird das Thema weiter verfolgen.

– Ist es angemessen, eine Grenze für die Anzahl der Disqualifikationen festzulegen?

– Das ist ein sehr guter Punkt. Sie können sehen, wenn Sie sechs oder sieben Mal rausfliegen, dürfen Sie am nächsten Rennen nicht mehr teilnehmen. Nun sei die Sanktion nicht groß genug, wenn sie nur für dieses Rennen gelte, sagt Vion.
 

moiag

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Die nächste Nation auf der Disqualifikationsliste ist Japan mit acht. Slowenien, das bei der Weltmeisterschaft drei Goldmedaillen gewann, ist in dieser Saison bisher sieben Mal ausgeschieden, während Deutschland und Österreich jeweils zweimal ausschieden.

Interessanten Daten.
Dabei kann man aber LEIDER nicht wissen, ob einzige Kontrollen mit oder ohne Misstrauen, und mit oder ohne Wohlwollen, durchgeführt hat :cool1:
 

Moonlight

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Normalerweise zitiere ich nicht aus dieser Zeitung, aber hier ist nochmal eine Begründung von Bine Norcic, weshalb er sich außer Stande sah, die Norweger als Trainer zu übernehmen: https://m.bild.de/sport/mehr-sport/...-nach-drei-tagen-hin-67d2c5655c78b30516de137b

Sollte der Beitrag hier fehl am Platz sein, kann er auch gern verschoben werden.
Ich bin weiterhin fassungslos, welche Auswüchse diese Thematik annimmt... 😞
 

Marti

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Normalerweise zitiere ich nicht aus dieser Zeitung, aber hier ist nochmal eine Begründung von Bine Norcic, weshalb er sich außer Stande sah, die Norweger als Trainer zu übernehmen: https://m.bild.de/sport/mehr-sport/...-nach-drei-tagen-hin-67d2c5655c78b30516de137b

Sollte der Beitrag hier fehl am Platz sein, kann er auch gern verschoben werden.
Ich bin weiterhin fassungslos, welche Auswüchse diese Thematik annimmt... 😞
Hmm wenn man das so liest, ist das zusätzliche Sicherheitspersonal für die norwegischen Athlet:innen vielleicht doch angebracht gewesen.
 

Moonlight

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Hmm wenn man das so liest, ist das zusätzliche Sicherheitspersonal für die norwegischen Athlet:innen vielleicht doch angebracht gewesen.
Das glaube ich auch, Ingvild Synnøve Midtskogen hat berichtet, dass sie gefragt wurde, woher sie komme und als sie wahrheitsgemäß antwortete, verbal angegangen wurde...ebenfalls in einem Artikel auf der Seite der Bild zu lesen...
 

Rising Sun

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Das tut mir dann echt leid, gerade für die Mädels und die B Kader Leute, dass die was damit zu tun haben glaube ich nun nicht
 

moiag

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"FIS ist seit etwa 8 Jahren nicht mehr in der Lage, die Regeln einzuhalten, da die Methode zur Überprüfung der Sprungausrüstung unverändert bleibt und ihre Entwicklung in dieser Zeit stark vorangekommen ist, sagt der Cheftrainer des slowenischen Sprungteams Robert Hrgota."
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Benjamin

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Ich fordere keinen Rücktritt.... das entscheiden die schon selbst. Ich sage nur, dass deren Karriere gelaufen ist. Nach der Nummer wird die Skisprungfamilie sie nicht wieder in die Arme schließen, als ob nichts war. Bei Kontrollen wird immer ein Misstrauen sein und mit dem Wohlwollen der Punktrichter ist da auch nicht mehr zu rechnen. Abgesehen davon, dass sie ihre Springerkollegen in Norwegen damit so richtig in die *******e (noch weniger Geld!) geritten haben.
Ehrlich gesagt: Das glaube ich gar nicht. Da gab es in anderen Sportarten schon oft genug Fälle, in denen sogar gedopt wurde (was aus meiner Sicht noch eine Stufe über dem Geschehen hier ist, weil man direkt dem Körper schadet). Da haben die Betroffenen dann ihre Sperre abgesessen und sind anschließend wieder zurückgekommen.

Ich für meinen Teil glaube, dass die betroffenen Norweger zu Beginn der nächsten Saison wieder dabei sind, dass also die Sperre eben die vier letzten Wochen dieser Saison betrifft.
Das Problem ist, daß diese Vorschläge alle Geld kosten. Geld was die FIS eigentlich nicht ausgeben will bzw. wollte. Denn seien wir mal ehrlich, die Zusammenlegung von Frauen- und Männerwettbewerben im WC geschieht doch nicht nur wegen der Gleichberechtigung sondern weil sich die FIS davon Kosteneinsparungen erhofft.
Ja, das ist leider so. Allerdings gibt es hier ja durchaus auch Einsparpotential. Wenn die einzelnen Teams beispielsweise weniger Anzüge pro Saison und Springer kaufen müssen, sparen sie Geld. Das betrifft zwar die nationalen Skiverbände, aber vielleicht kann man einen Teil dieses Geldes zur FIS umleiten.
Eben, wir reden hier immer noch von hochkompetitiven Leistungsport. Klar kann es innerhalb dessen Freundschaften und mehr geben, aber den ganzen Zirkus als eine zusammenhaltende Familie zu bezeichnen funktioniert wohl nur in den wenigsten Sportarten.
„Zirkus“ passt im Moment definitiv besser.
 

Elysa

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Ja es ist zum Heulen. Und ich bleibe bei meiner Meinung, dass die Norweger sicher nicht die einzigen sind oder waren, die geschummelt haben. In fast jedem Springen gibt und gab es Disqualifikationen. Mir kann keiner erzählen, dass das immer auf Fehler oder menschl. Versagen zurück zu führen war. Soviel Zufall gibt es ja gar nicht. Aber es hatte nie größere Konsequenzen, außer die Nichtteilnahme an dem jeweiligen Wettbewerb. Solange die Kontrolle so durchgehen wird, ist da auch keine Änderung in Sicht. Ausreizen werden das sicher weiter Alle. Und die, die Klappe nun am größten aufreißen und auf die Norweger einhacken, die sind sicher nicht immer sauber gewesen. Haben halt Glück gehabt und wurden nicht erwischt.
 

Elysa

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Gerade weil es so viele Disqualifikationen gab und gibt, hätte die FIS schon längst das Thema angehen müssen. Alleine schon des Sportes wegen. Aber die haben schön so weiter gemacht und das Thema nicht beachtet. Man hätte Arbeit damit gehabt und ggf. Ärger mit den Verbänden. Also schön den Weg des geringsten Widerstandes gehen🤮
Mir fällt da die Sorgsamspflicht zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ein.
Die Dummen sind doch immer die Arbeitnehmer, dh. nun die Springer.
Haben sie den Betrug freiwillig mitgetragen, wenn sie eingeweiht waren? Oder wurden sie dazu gezwungen?
Diese Fragen stellen sich mir. Die ganze Tragweite, die nun im gesamten Sport daraus geworden ist, bzw. noch werden kann, sollte doch jedem mit klarem Verstand bewußt sein.
 

moiag

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Wie Hrgota sagte, sind die aktuellen Unruhen in der Skispringen Karavane normal. Norwegen sollte man aber nicht an den Pranger gestellt werden, aber die FIS, deren System seit Jahren katastrophal schlecht ist. Man muss, kann und will vor der nächsten Saison eine Lösung finden.

Ich bin auch optimistisch :)
 

sj44

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Haben sie den Betrug freiwillig mitgetragen, wenn sie eingeweiht waren? Oder wurden sie dazu gezwungen?
Diese Diskussion ist schon durch. Die gab es beim Doping. Wenn ein Athlet noch nicht volljährig ist, ist es was anderes. Aber sonst kann ein Sportler das in der Regel kaum auf die Trainer schieben. Und das Argument, dass er gezwungen wurde, zieht da ganz selten.
Außerdem scheint mir das in diesem Fall auch irgendwie absurd zu sein. Gestandene Skispringer wie Forfang und Lindvik als arme Hascherl, die sich vorm Trainer fürchten? Na, wirklich nicht.
 
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Ja es ist zum Heulen. Und ich bleibe bei meiner Meinung, dass die Norweger sicher nicht die einzigen sind oder waren, die geschummelt haben. In fast jedem Springen gibt und gab es Disqualifikationen. Mir kann keiner erzählen, dass das immer auf Fehler oder menschl. Versagen zurück zu führen war. Soviel Zufall gibt es ja gar nicht. Aber es hatte nie größere Konsequenzen, außer die Nichtteilnahme an dem jeweiligen Wettbewerb. Solange die Kontrolle so durchgehen wird, ist da auch keine Änderung in Sicht. Ausreizen werden das sicher weiter Alle. Und die, die Klappe nun am größten aufreißen und auf die Norweger einhacken, die sind sicher nicht immer sauber gewesen. Haben halt Glück gehabt und wurden nicht erwischt.
Was heißt denn da „sicher“? Welches qualifiziertes Wissen hast du, um sowas so genau zu wissen?
 
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