ITF-Turniere - in den Tiefen des Tennis


Marius

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Forejtek spielt aktuell eigentlich ziemlich gut, auch die Ergebnisse seit vergangenem Herbst zeigen eigentlich eine deutliche Tendenz nach oben. Bei den M25 in Pardubice und Mulhouse erreichte er das Halbfinale, beim Challenger in Maspalomas spielte er sich zum Jahresende aus der Quali heraus ins Viertelfinale und nun wieder ein Endspiel und ein Halbfinale bei einem M25. Das ist im Vergleich zum Vorjahr schon eine deutliche Formsteigerung zu erkennen. Bleibt nur zu hoffen, dass er diese Tendenz aufrecht erhalten kann. Einst galt er ja als talentiertester Spieler der jungen tschechischen Armada.
Ja, stimmt schon, bei der ITF bist du einfach mehr drin wie ich. ;) Habe gerade mal die Ergebnisse von ihm gecheckt...es ist wieder besser, aber ist natürlich auch die Frage welchen Maßstab man da anlegt. Auf 25er Turnieren und Challenger-Qualis rumzukrebsen kann langfristig eigentlich nicht sein Anspruch sein.
Er ist in gewisser Weise ein ähnlicher Fall wie Rudi Molleker, bloß auf aktuell niedrigerem Niveau. Mit 22 ist er ganz gewiss nicht zu jung für eine Wende, aber ein gutes Zeichen ist das eher nicht, wobei ich in seinem Fall nicht weiß, in wie weit da auch Verletzungen oder andere Probleme eine Rolle spielen. Wie du sagst, er war eigentlich bei der talentierten tschechischen Armada um Lehecka, Machac und Svrcina dabei. Mensik ist ja ein paar Jahre jünger.
 

Marius

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Kalin Ivanovski spielt wieder.:) Rund ein Jahr war er verletzungsbedingt weg von der Tour und unterzog sich auch einer OP. Ich hatte ihn in den letzten 2 Jahren ein wenig verfolgt und fand, dass er auf jeden Fall das Potenzial für mind. Top-100 mitbringt, er war vorher auch auf einem guten Weg, hatte sich bis an die Top-300 hochgespielt, aber nun muss er quasi wieder bei 0 anfangen. Die Verletzung (ich weiß gar nicht was er genau hatte) dürfte auch ziemlich übel gewesen sein. Hoffentlich geht es für ihn wieder bergauf. Das erste Match beim 25er in Trnava hat er leider gegen den Tschechen Planinsek verloren.
 

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Wer in dieser Woche beim M25 im luxemburgischen Esch/Alzette sein Comeback feiert, ist übrigens Mikael Ymer. Gegen den Esten Markus Molder (#1121) und den Russen Nikolay Vylegzhanin (#531) gab es relativ lockerr Zweisatz-Siege. Heute wartet mit Norbert Gombos ein Routinier, welcher in der Weltrangliste mittlerweile auch auf Position 406 abgerutscht ist.

Grundsätzlich sehe ich für Ymer gute Chancen auf einen Finaleinzug. Dort würde dann wohl die luxemburgische Hoffnung Rodesch oder Budkov Kjaer warten.
 

gentleman

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Wer in dieser Woche beim M25 im luxemburgischen Esch/Alzette sein Comeback feiert, ist übrigens Mikael Ymer. Gegen den Esten Markus Molder (#1121) und den Russen Nikolay Vylegzhanin (#531) gab es relativ lockerr Zweisatz-Siege. Heute wartet mit Norbert Gombos ein Routinier, welcher in der Weltrangliste mittlerweile auch auf Position 406 abgerutscht ist.

Grundsätzlich sehe ich für Ymer gute Chancen auf einen Finaleinzug. Dort würde dann wohl die luxemburgische Hoffnung Rodesch oder Budkov Kjaer warten.
Und Ymer zieht direkt ins Enspiel von Esch ein, wo es gegen Budkov Kjaer im Endspiel geht.
 

Hans Meyer

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Hyeon Chung ist ja wieder aktiv, im Dezember flog er beim M15 in Bali direkt gegen Li Tu (184 der Welt) nur knapp, 2 Wochen später gewann er dann das M25 in Bali, der beste Sieg war gegen Antoine Escoffier (207), dann pausierte er wieder 1,5 Monate und letzte Woche flog er knapp gegen Jasika (228) im HF, ich verstehe nur nicht, wieso das Turnier nicht auf der ATP Seite eingepflegt wurde, als Halbfinalist hat er 8 Punkte immerhin gewonnen, mit dann 43 Punkte wäre er wenigstens in den Top 700, da stand er zuletzt im Juli 2022
 

Hans Meyer

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Hyeon Chung ist ja wieder aktiv, im Dezember flog er beim M15 in Bali direkt gegen Li Tu (184 der Welt) nur knapp, 2 Wochen später gewann er dann das M25 in Bali, der beste Sieg war gegen Antoine Escoffier (207), dann pausierte er wieder 1,5 Monate und letzte Woche flog er knapp gegen Jasika (228) im HF, ich verstehe nur nicht, wieso das Turnier nicht auf der ATP Seite eingepflegt wurde, als Halbfinalist hat er 8 Punkte immerhin gewonnen, mit dann 43 Punkte wäre er wenigstens in den Top 700, da stand er zuletzt im Juli 2022

Hyeon Chung spielt plötzlich Turniere, in den letzten 3 Wochen hat er nicht nur 3 Turniere gespielt, sondern auch 3 Finals erreicht. Während er in Luan (China) gegen Crawford das Finale verlor, gewann er das Turnier in Tokio ohne Satzverlust (3 Bagels im Turnierverlauf). Erst im Finale von Tsukuba gab er einen weiteren Satz ab, das Finale gewann er gegen Kumasaka aber mit 6-4, 3-6, 6-1. Er ist jetzt wieder in den Top 500, in seiner Rankingnähe sind Brooksby, Neuchrist und Marvin Möller, aber auch Kyle Edmund. Kyle Edmund will erst nächste Woche sein 1. Turnier 2025 spielen glaube ich
 

Hans Meyer

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Wie bescheuert ist das von Gulin? Er breakt zum 4-0 im Entscheidungssatz und wird dann obszön gegenüber des Umpires und wird disqualifiziert

 

le freaque

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Auch in dieser Woche wird gespielt, natürlich mit D-A-C-H Beteiligung. Und zwar in:

- Nottingham (25) mit Strombachs an 2 gesetzt
- im schicken Kurort Kursumlijska Banja (Serbien. 25) mit Zahraj an 1, dazu (natürlich) Topo und Gentzsch.
- mal wieder Santa Margherita mit Sandro Kopp und Mike Loccisano (kein aktuelles Ranking, CH 1432)und Nicolas Parizzia (Nr 1213). Die letzteren beiden per WC, da hatte man offenbar echt Schwierigkeiten, überhaupt ein Teilnehmerfeld zusammenzubekommen. Für ein 25er schon ganz schön peinlich

M15er gibt es in
- Bistrita mit Max Schoenhaus und Jeremy Schifris
- Heraklion mit Louis Wessels an 2 und Oscar vom Clan der Moraings
- und natürlich Monastir mit Nino Ehrenschneider an 2 und Filip Krolo





 

Fathi8

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Auch in dieser Woche wird gespielt, natürlich mit D-A-C-H Beteiligung. Und zwar in:

- Nottingham (25) mit Strombachs an 2 gesetzt
- im schicken Kurort Kursumlijska Banja (Serbien. 25) mit Zahraj an 1, dazu (natürlich) Topo und Gentzsch.
- mal wieder Santa Margherita mit Sandro Kopp und Mike Loccisano (kein aktuelles Ranking, CH 1432)und Nicolas Parizzia (Nr 1213). Die letzteren beiden per WC, da hatte man offenbar echt Schwierigkeiten, überhaupt ein Teilnehmerfeld zusammenzubekommen. Für ein 25er schon ganz schön peinlich

M15er gibt es in
- Bistrita mit Max Schoenhaus und Jeremy Schifris
- Heraklion mit Louis Wessels an 2 und Oscar vom Clan der Moraings
- und natürlich Monastir mit Nino Ehrenschneider an 2 und Filip Krolo
Bin gespannt ab wann sich Max Schönhaus mehr etabliert auf ITF Ebene. Da haben ihm Engel und DD(P) etwas den Rang abgelaufen aktuell. Auf Junioren Ebene war er oft vor den beiden. Aber selbst da klickt es aktuell nicht so bei ihm. Dort sind die MaCs (McDonald und MacKenzie) an ihm vorbei gezogen bzw. herangerückt. Wobei sie natürlich auch deutlich mehr Turniere gespielt haben. Vielleicht auch eine Geldsache?

Außerdem hat Topo letzte Woche die Brass Open in Aschaffenburg gewonnen. Im Finale Recht glatt gegen Zahraj. War zwar kein Weltranglistenturnier, aber Zahraj hat ihn danach ordentlich gelobt.
 

le freaque

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Topos Problem ist ja auch nicht, dass er kein Tennis spielen kann. Neulich habe ich ihn noch gelobt, weil er mal aus seiner Komfortzone rauskam: und es lief in Portugal und Greiechenland ja auch gut. Aber dann laufen Menorca und Rom nicht so gut und prompt spielt man lieber ein Nicht-Weltranglistenturnier um die Ecke in Aschaffenburg (während andere Ranglistenpunkte sammeln), jetzt geht es wieder zu einem Quasi-Heimspiel in einen serbischen Kurort - ist ja auch schön da. Natürlich kann man das alles mal machen, aber bei Topo ist das ja ein klares Muster.

Wären eh nicht mehr als die Top 500 drin, würde mir das komplett am Mors vorbeigehen. Aber so vepasst da ein wirklich talentierter Spieler seine Karriere, weil er einfach zu bequem ist. Wenn auf einen deutschen Spieler Beckers jüngste Kritik an jungen deutschen Spielern und Spielerinnen zu 100% zutrifft, dann eben leider auf Topo. Als Trainer würde ich ihm die ganzen Wohlfülturniere komplett verbieten, aber wirklich alle. Für 2 Jahre und dann kann man mal gucken, was mit wirklicher Arbeit rauskam und was noch drin ist.
 

MrStylo

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Das Preisgeldturnier würde ich ihm nicht negativ ankreiden. Viele Matches in kurzer Zeit, ähnliche Gegner wie bei nem Future, etwas Kohle mitnehmen,Zahrai geschlagen..... kann man nach einer Trainingswoche zu Hause gut einstreuen.
Ansonsten gehe ich mit dir konform
 
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le freaque

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Nur eine Randnotiz, aber erfreulich (finde ich). In Uslar findet gerade ein M15 statt, 23 von 32 Spielern im Hauptfeld waren Deutsche. Das ist bei 15ern nicht ungewöhnlich. Aber: 12 dieser 23 waren 20 Jahre und jünger, das ist gerade in Deutschland nicht der Normalfall. Finde ich gut.
 

Fathi8

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Nur eine Randnotiz, aber erfreulich (finde ich). In Uslar findet gerade ein M15 statt, 23 von 32 Spielern im Hauptfeld waren Deutsche. Das ist bei 15ern nicht ungewöhnlich. Aber: 12 dieser 23 waren 20 Jahre und jünger, das ist gerade in Deutschland nicht der Normalfall. Finde ich gut.
Auch wenn die meisten früh raus waren in Uslar ist die Entwicklung erfreulich.

Diese Woche in Metzingen in der M25-Kategorie waren es immerhin 6 (Kelm, Sickenberger, Fix, Funk, Poertner und der 20. der Junioren-Rangliste McKenzie). Fix und Poertner haben sich in direkten Duellen gegen Sickenberger und Funk durchgesetzt. Kelm gegen den routinierten Handel raus.
Eine Überraschung gelang MacKenzie, der den Finalisten von Uslar Paroulek (#528) in 3 Sätzen bezwang und damit in seinem zweiten ITF (erstes dieses Jahr) den ersten Punkt holt.
Paroulek stand dieses Jahr schon in 4 Finals und hat ein Turnier gewonnen..daher eine schöne Überraschung.
 

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Diese Woche steht wieder das M25 in Muttenz an, welches ja nur einen Katzensprung von mit entfernt ist. Unter der Woche ist dieses Mal leider eher schwierig, aber am Halbfinal-Samstag werde ich sicherlich auf der Anlage sein, womöglich nehme ich auch das Finale am Sonntag dann noch mit.

Die Schweiz ist stark vertreten. Elf nationale Spieler sind bereits direkt im Hauptfeld vertreten, der bekannteste davon sicherlich Henry Bernet. Er trifft auf den an zwei gesetzten Italiener Dalla Valle. Hätte sicherlich einfacher sein können, aber eigentlich ein Gegner, den er mit seinem Potenzial schlagen kann/sollte. Auch Johan Nikles und Jeffrey von der Schulenburg (als Teil des damaligen „jungen, wilden Quartetts“) sind sicherlich Namen, welche dem einen oder anderen hier geläufig sind. Und auch Flynn Thomas als Zukunftshoffnungen könnte möglicherweise ein Begriff sein.
Der Vollständigkeit halber auch die übrigen Schweizer: Mirko Martinez (nach einjähriger Verletzungspause), Nicolas Parrizza, Andrin Casanova, Gian Grünig und mit einer WC Noah Karma, Justin Lenders und Thomas Gunzinger.
Aus der Qualifikation zudem im Hauptfeld Adrien Burdet, Laurin Aerne, Tanguy Genier, Leo Galliano und einer aus Timofey Stepanov/Hugo Ouzilou.

Das DA aus DACH ist natürlich auch am Start. Der topgesetzte Maximilian Neuchrist trifft in der ersten Runde auf Landsmann Niklas Waldner. Schwarz-Rot-Gold ist mit Kai Wehnelt, Sebastian Fanselow und dem an 7 gesetzten Lucas Gerch vertreten.
 

Marius

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Die Schweiz ist stark vertreten. Elf nationale Spieler sind bereits direkt im Hauptfeld vertreten, der bekannteste davon sicherlich Henry Bernet. Er trifft auf den an zwei gesetzten Italiener Dalla Valle. Hätte sicherlich einfacher sein können, aber eigentlich ein Gegner, den er mit seinem Potenzial schlagen kann/sollte.
Bernet hat das Match gewonnen, aber es war ein hartes Stück Arbeit (2:45h). Die letzten paar Games konnte ich noch sehen, da waren ein paar schöne direkte Punkt mit der VH dabei. Vielleicht siehst du ihn ja live, falls du am Wochenende auf der Anlage bist. ;) Er ist auf jeden Fall ein Kandidat für die späten Runden.
 

Marius

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Bernet ist nach dem souveränen Sieg gegen Karma auch heute im VF gegen den Deutschen Lucas Gerch der klar bessere Spieler, 6-2 4-2 aktuell. Solche Siege kann man aktuell auch erwarten.

Edit: 6-2 6-2, das ging schnell und damit in HF :)
 

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Sehr nice, drei Schweizer im Halbfinale von Muttenz, da freue ich mich auf den morgigen Tag.

Jeffrey von der Schulenburg schlägt Comebacker Mirko Martinez, den topgesetzten Maxi Neuchrist sowie die Nummer 6 des Turnier, Maxime Janvier (ehem. ATP 170) allesamt glatt in zwei Sätzen. Als College-Spieler ist er in der Schweiz mittlerweile bisschen unter dem Radar, er trifft morgen auf Ribecai oder Wehnelt.

Das andere Halbfinale bestreiten Henry Bernet, welcher als Basler ein richtiges Heimspiel hat, und Johan Nikles. Bernet hatte lediglich in der ersten Runde gegen Dalla Valle Mühe, gegen Karma und vor allem gegen Gerch war das eine unkomolizierte Angelegenheit. Nikles dagegen ist ohne wirklich Probleme durch das Turnier gerast. Gegen Grünig, Fanselow und Canioto waren das drei Siege ohne wirkliche Probleme.
 

Marius

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Sehr nice, drei Schweizer im Halbfinale von Muttenz, da freue ich mich auf den morgigen Tag.

Jeffrey von der Schulenburg schlägt Comebacker Mirko Martinez, den topgesetzten Maxi Neuchrist sowie die Nummer 6 des Turnier, Maxime Janvier (ehem. ATP 170) allesamt glatt in zwei Sätzen. Als College-Spieler ist er in der Schweiz mittlerweile bisschen unter dem Radar, er trifft morgen auf Ribecai oder Wehnelt.

Das andere Halbfinale bestreiten Henry Bernet, welcher als Basler ein richtiges Heimspiel hat, und Johan Nikles. Bernet hatte lediglich in der ersten Runde gegen Dalla Valle Mühe, gegen Karma und vor allem gegen Gerch war das eine unkomolizierte Angelegenheit. Nikles dagegen ist ohne wirklich Probleme durch das Turnier gerast. Gegen Grünig, Fanselow und Canioto waren das drei Siege ohne wirkliche Probleme.
Das waren zwei spannende Halbfinals. Von der Schulenburg kenne ich natürlich vom Namen. Wurde er nicht vor ein paar Jahren auch höher gehandelt? Hatte den so als Dreiergespann mit Riedi und Kym im Kopf. Er setzte sich gegen Ribecai ganz knapp 2-6 6-3 7-6 durch.
Meine Aufmerksamkeit war aber natürlich mehr auf dem anderen HF. Bernet zeigte seine Kämpferqualitäten und setzte sich gegen Nikles 6-7 6-4 6-4 durch. Gesehen habe ich nichts, aber ein rein schweizerisches Endspiel ist doch eine schöne Sache. :)

Warst du vor Ort? :)
 

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Natürlich. Nur leider ging das erste Halbfinale schon so lange, dass ich das Bernet-Match nicht zu Ende schauen konnte.
Durch den Regen vom Donnerstag ist der gesamte Schedule auch etwas durcheinander geraten. Die Doppel-Halbfinals konnten noch nicht gestartet werden, da in beiden Partien mit von der Schulenburg und mit Nikles jeweils ein Spieler der Einzel-Halbfinals Teil der Partie war. Dadurch haben sich diese Partien endlos nach hinten geschoben, gerade weil beide Semis so lange gingen.

Von der Schulenburg kenne ich natürlich vom Namen. Wurde er nicht vor ein paar Jahren auch höher gehandelt? Hatte den so als Dreiergespann mit Riedi und Kym im Kopf.

Das war ja nicht nur das Dreiergespann, sondern mit Stricker zusammen das hoffnungsvolle Quartett. Von der Schulenburg war derjenige, welcher von den vieren vielleicht etwas abgefallen ist (was natürlich immer noch „hart“ formuliert ist, immerhin war auch er die Nummer 7 bei den Junioren) und er hat sich danach für den Weg über das College entschieden. Dort bildete er übrigens mit dem Luxembourger Chris Rodesch, der ja mittlerweile in den Top 200 steht, ein oftmals sehr erfolgreiches Doppel. Ich wäre nicht überrascht, wenn wir dieses in Zukunft auch mal bei den Profis sehen würden.

Das Match gegen Ribecai war ein stetiges Auf und Ab. Bei von der Schulenburg hat man gemerkt, dass er nicht die ganz grosse Power in seine Schläge bringt, aber ein ziemlich feines Händchen besitzt. Einzig das Feld war gestern etwas zu klein und das Netz etwas zu hoch. Er spielt unglaublich variabel, dabei extrem viele Stopps, die gestern aber häufig an der Netzkante hängen blieben. Man muss aber auch sagen, dass er verdammt starke Lobs spielt. Die Spritzigkeit geht ihm etwas ab, was vielleicht aber auch daran liegt, dass er am Freitag drei Matches gespielt hat (2x Einzel, 1x Doppel). Ich sehe da nicht den nächsten Topspieler, aber durchaus Chancen für einen soliden Top 200-Spieler. Eine Karriere wie jene eines Ritschard, welcher ja auch über das College kam, ist da wirklich realistisch.

Ribecai spielt sehr straight forward. Das kann gut kommen, wenn er die Bälle trifft. Wenn er sie nicht trifft, wirds relativ schnell vogelwild. Nettes Händchen dazu am Netz. Der wird sich im Ranking schon noch nach vorne spielen, aber ich denke nicht, dass es für Grand Slam-Qualis reicht. Dafür müsste er noch ordentlich an Konstanz zulegen.

Alles in allem nettes Match zwischen den beiden. Ribecai im ersten Satz klar besser, von der Schulenburg im zweiten. Der dritte Satz war ausgeglichen. Von der Schulenburg konnte bei 5:4 und 6:5 zum Match servieren, hat das Match aber nicht nach Hause gebracht. Ribecai dagegen hatte im TB zwei Matchbälle, welche er nicht verwerten konnten.

Meine Aufmerksamkeit war aber natürlich mehr auf dem anderen HF. Bernet zeigte seine Kämpferqualitäten und setzte sich gegen Nikles 6-7 6-4 6-4 durch. Gesehen habe ich nichts, aber ein rein schweizerisches Endspiel ist doch eine schöne Sache. :)

Die Aufmerksamkeit galt definitiv auch Bernet. Während sich für das erste Semi rund 30-40 Leute auf der Anlage einfanden, hat sich das Ganze zum zweiten Halbfinale definitiv gefüllt. Ich schätze, dass rund 100-150 Leute sich dann doch rund um den Platz eingefunden haben, was für ein M25 doch eine nette Zahl ist.
Die Qualitäten von Bernet hat man definitiv gesehen. Gerade im Vergleich zu den anderen Spielern sieht man schon, dass da jemand für höhere Gefilden auf den Platz steht. Er muss aber dringend seine Emotionen besser in den Griff kriegen, dass er den ersten Satz nach 5:2-Führung noch abgegeben hat, geht komplett auf seine eigene Kappe. Da darf er sich nicht so schnell aus dem Konzept bringen lassen und beginnt er einmal zu hadern, kommt er auch kaum raus. Im zweiten Satz hätte sich das Ganze ja auch fast wiederholt. Komfortable 4:1-Führung mit Doppelbreak, schlussendlich musste er einen Breakball abwehren, dass nicht plötzlich doch wieder 4:4 steht. Klar, Nikles stand vor seiner langen Verletzung knapp an den Top 200 und bringt einiges an Erfahrung mit, aber das sollte einem Spieler mit seinem Potenzial nicht passieren.
Nichtsdestotrotz: er hat sich reingefuchst, das Match gedreht und spielt nun gerade Finale. Dort steht es gerade 3:3 im ersten Satz. Egal wer gewinnt: beide haben auf jeden Fall ihr erstes ITF-Finale erreicht und einer der beiden holt folglich auch seinen ersten Profi-Titel. Und es wird sicherlich nicht der letzte gewesen sein.
 
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