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Feuerwerk - ja oder nein?


Ich hab sowas wie letzte Nacht an Silvester auch noch nicht erlebt. Bin ja jetzt in Bochum umgezogen und da, wo ich jetzt wohne, gibt es ein Jugendheim. Was die da bis 4 Uhr morgens an Material abgeknallt haben, ist unglaublich. Und das waren alles keine legalen D-Böller, sondern hörten sich an, wie kleine Bomben. An Schlaf war da gar nicht zu denken, selbst mit Ohrenstöpsel ist man jedesmal aufgeschreckt, so laut waren die.
 
Mitten auf dem Land und man erlebt kein Feuerwerk. Vögelchen sind heute pünktlich herumgeschwirrt. Am Horizont war nur der Nürnberger Himmel erstrahlt vor Feuerwerk.


Ich hab sowas wie letzte Nacht an Silvester auch noch nicht erlebt. Bin ja jetzt in Bochum umgezogen und da, wo ich jetzt wohne, gibt es ein Jugendheim. Was die da bis 4 Uhr morgens an Material abgeknallt haben, ist unglaublich. Und das waren alles keine legalen D-Böller, sondern hörten sich an, wie kleine Bomben. An Schlaf war da gar nicht zu denken, selbst mit Ohrenstöpsel ist man jedesmal aufgeschreckt, so laut waren die.

Äh und wo sind da die Verantwortlichen des Jugendheims? Oder welche Art Jugendheim meinst du?
 
Unfassbar ne Trulla mit Säugling auffem Arm keine 5 meter weg von der Batterie.
Ich verlier endgültig den Glauben an diese Gesellschaft.

Beim Umgang mit Babys und Kleinkindern verliere ich in dem Punkt sowieso regelmäßig den Glauben. Egal ob überfüllte Weihnachtsmärkte in Deutschland oder diverse öffentliche Feuerwerke im Zentrum Valencias - überall schleppen Eltern ihren Nachwuchs in Kinderwägen mit, obwohl die Besucher dicht gedrängt herumstehen. Und dann Schnappatmung bekommen wenn jemand den Kinderwagen anrempelt... was zur Hölle haben die erwartet, was passiert?? Warum müssen die ihren Nachwuchs in Gefahr bringen, nur weil sie sich denken "Ich hab zwar Kinder, aber ich will NICHTS VERPASSEN!!!"? :wallbash:

Zum eigentlichen Thema: dieses Silvester wieder den Unterschied zwischen Valencia und der deutschen Heimat mitbekommen. Gechillte Party im Zentrum, tanzende und nicht-aggressive Menschen auf den Straßen, offenbar auch kaum öffentliches Feuerwerk in diesem Jahr (waren ein paar Minuten zu spät und haben absolut nichts mitbekommen). Niemand, der an uns vorbei gegangen ist, hat uns in irgendeiner Form angepöbelt oder war sonst wie stressig drauf, die 3 bis 4 Polizisten in der Straße haben sich ordentlich gelangweilt.

Dann kommt man heim und sieht am nächsten Tag Nachrichten über die Silvesternacht in Deutschland und die Auswüchse der ganzen privaten Ballerei :panik:

Also vor 10+ Jahren habe ich auch noch gerne Feuerwerk eingekauft (wobei es nie so extrem war bei mir). Mittlerweile null Verständnis für den Sche*ß. Aber das ist ja mittlerweile auch so ein deppertes Freiheitskampf-Ding...
 
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Hier in Erfurt brannte direkt am Domplatz in der Nacht ein Dachstuhl. Wenn man weiß, was zu Sylvester gerade auf dem Domplatz abgeht, wäre Pyro als Verursacher nicht besonders abwegig. Das indische Restaurant unten im Haus dürfte wohl auf nicht absehbare Zeit geschlossen haben. Die Restaurants in den Nachbarhäusern, mussten auf Anweisung der Stadt auch erstmal schließen. Es scheint zum Glück keine Verletzten gegeben zu haben. Existenzen könnten aber trotzdem zerstört wurden sein.

https://www.thueringer-allgemeine.d...-geschlossen-strassenbahnen-fahren-nicht.html
 
Frohes neues Jahr an alle👌

Bei uns (größeres Dorf und Kurort) war tatsächlich die Hölle los. Kaum war es dunkel, also etwa ab 17 Uhr, wurde geböllert bis zum geht-nicht-mehr. Ab 1 Uhr nachts wurde es dann endlich ruhiger, Mitternacht bis halb 1 hat es sich angehört, als seien wir eine Frontstadt im Krieg.
Wir haben uns das aus der Ferne vom Balkon aus angeschaut. Sah zwar durchaus beeindruckend aus, die vielen bunten Raketen über dem Ortzentrum, das war dann aber auch das einzig Positive.
In Zukunft bitte Böllerverbot und dann meinetwegen Lightshows veranstalten. Die sind ebenfalls schön anzusehen, machen aber immerhin keinen Krach.
 
Klar, das Entzünden von Pyrotechnik im Stadion in der Regel ausgewählter Personen mit dem ziellosen Rumgeböllere auf den Straßen zu vergleichen, zeigt in jedem Fall eindrucksvoll, wie viel du dich mit der Materie auseinandergesetzt hast.

Stimmt, Verletzungen durch ausgewählte Personen (von wem eigentlich? Hirnamputierten mit Mikropenis?) sind natürlich unproblematisch, wie bspw. hier


oder hier:


oder hier:

 
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Aber das ist ja mittlerweile auch so ein deppertes Freiheitskampf-Ding...

Was ist das heutzutage nicht mehr? In der Schweiz blickt man zB gerne arrogant in Richtung USA wegen der Knarren oder Deutschland wegen des Tempolimits. Als fie Schweizer Waffengesetze aber an diejenigen der EU angepasst werden sollten, gabs hier auch ordentlich Schnappatmung, weil „die in Brüssel wollen jetzt bei uns bestimmen und es hiess doch schon bei Wilhelm Tell «keine fremden Vögte»“ und bezüglich Böllern ist man hier genauso bekloppt wie nördlich des Rheins. Wobei @Next Rechr hat, dass es langsam in die richtige Richtung geht, aber das Stichwort ist langsam. Und die Brülläffchen-Minderheit, die sich nichts verbieten lassen will, ist sehr laut.

War gestern hier nicht so schlimm, wie die letzten Jahre, aber immer noch unnötig genug. Die riesige Rauchwolke, die die Sicht ziemlich vernebelt hat, hat nochmals dran erinnert, dass das Zeug nicht nur gefährlich ist bzgl. Verletzungen und Brände und der Krach für Tiere auch tödlich sein kann, sondern die Umwelt auch nicht wirklich davon profitiert. Die Argumente auf der Kontra-Liste sind sowohl qualitativ wie auch quantitativ deutlich grösser gegenüber „macht lustig Bumm“ auf der Pro-Seite.
 

Jan und Antje haben gut gas gegeben

War vielleicht auch ein Fehler jetzt schon anzukündigen das es nächstes Jahr ein Verbot gibt da haben viele wahrscheinlich gedacht noch ein letztes mal auf den putz hauen. Hätte man auch im Februar bekanntgeben können.
 
ich bin auch gegen feuerwerk, aber sich zu wünschen, dass sich andere schwer beim umgang damit verletzen, so ein ********* bin ich zum glück nicht.

Lebe über 25 Jahre mit einem Tinnitus aufgrund eines Arschloches und du siehst es anders und machst nicht auf albernen Moralapostel.

War dann damals erwartungsgemäß mein letztes Silvester auf einem öffentlichen Platz
 
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Klar, das Entzünden von Pyrotechnik im Stadion in der Regel ausgewählter Personen mit dem ziellosen Rumgeböllere auf den Straßen zu vergleichen, zeigt in jedem Fall eindrucksvoll, wie viel du dich mit der Materie auseinandergesetzt hast.

LOL ja das sind im Stadion dann immer die kompetenten Leutchen, die sich auskennen. Nenn mir einen größeren Verein, in dem es noch keine Pyro-Verletzungen Unbeteiligter gab, weil die handelnden Personen in dem Moment nur an den geilsten Effekt dachten und der Rest ****** egal war. Oder sie evt auch einfach zu dumm waren umsichtig damit umzugehen. Natürlich kann man da dann Vergleiche ziehen, vorallem wenn die schreiende Minderheit jeden logischen Kompromiss ablehnt.

Hier das klassische Deppenbeispiel von meinem Verein inkl. Verletzungen. Ich schreibe jetzt die wilde These dass es so nicht passiert wäre wenn es legal/koordiniert gewesen wäre und die Person einen Pyrotechnikerschein besitzen müsste.


 
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Ich hab mir zwei Batterien und eine Fontäne gekauft, sowie eine Packung extra lange Wunderkerzen (die brennen gut 5 Minuten lang). Meine besser Hälfte versteht begrenzt, warum ich 50€ für Feuerwerk raushaue, aber ich erfreue mich daran.

Allerdings ist es hier bei uns vergleichsweise ruhig. Man merkt, dass es im Ort ein paar Ecken gibt, wo eine Batterie nach der anderen in die Höhe geschickt wird, aber wir haben hier in der Nähe eher Rentner oder Familien mit recht kleinen Kindern ... so einige lassen es da eher ruhig angehen oder sind garnicht erst da.

Vor vielen Jahren war ich auch mal bei größeren Silvester-Partys in WGs ... da wurde ordentlich was hinter die Binde gekippt und später ging es an die Elbe. Dort war es dann auch für mich (jung, unbekümmert, gut alkoholisiert) nahe zur Grenze von "unangenehm". Wenn um einen herum Leute mit Polenböllern unterwegs sind oder gar Freude daran haben, Böller in Menschenmengen zu werfen ... klar kommt da begrenzt Spaß auf.

Die Erinnerung lässt einen dann auch verstehen, warum manch einer die jährliche Eskalation im LIDL (hier waren auch am dritten Tag die Regale noch gut gefüllt) kopfschüttelnd betrachtet und in der Innenstadt von kriegsähnlichen Zuständen berichtet. Is mir schon recht, dass hier nicht solche Zustände herrschen, sondern das Ganze in vergleichsweise "humanem" Maße abläuft ... dass manche bis 1 Uhr ballern, aber nicht mehr um 4 Uhr morgens.

Zugegeben, wir hatten ein bisserl Sorge, dass sich unsere Zwergkaninchen durch das Feuerwerk erschrecken ... aber die hocken teilweise recht entspannt in der Ecke, während weniger als 200m entfernt ne Batterie von irgendwem anders losgeht.

Wir selbst waren auf einen Hügel abseits manch Haus und Hof gegangen, damit nicht irgendein Hund in der direkten Nähe erschreckt wird und damit wir einen netten Blick auf die Stadt hatten.

Aus der Ferne sahen wir ab und an mächtige Bombetten in die Luft fliegen (gut 1km entfernt). Recht beeindruckend, aber aus der Nähe wohl fast schon zum Fürchten.
Ich glaub hierzulande sind solche Bombenrohr-Kaliber für "einfache" Privatleute nicht legal erhältlich.
 
Zum eigentlichen Thema: dieses Silvester wieder den Unterschied zwischen Valencia und der deutschen Heimat mitbekommen. Gechillte Party im Zentrum, tanzende und nicht-aggressive Menschen auf den Straßen, offenbar auch kaum öffentliches Feuerwerk in diesem Jahr (waren ein paar Minuten zu spät und haben absolut nichts mitbekommen). Niemand, der an uns vorbei gegangen ist, hat uns in irgendeiner Form angepöbelt oder war sonst wie stressig drauf, die 3 bis 4 Polizisten in der Straße haben sich ordentlich gelangweilt.

Dann kommt man heim und sieht am nächsten Tag Nachrichten über die Silvesternacht in Deutschland und die Auswüchse der ganzen privaten Ballerei :panik:

Also vor 10+ Jahren habe ich auch noch gerne Feuerwerk eingekauft (wobei es nie so extrem war bei mir). Mittlerweile null Verständnis für den Sche*ß. Aber das ist ja mittlerweile auch so ein deppertes Freiheitskampf-Ding...
Da kann man sich schon fragen, was da genau der Grund ist. Allein an der süd- bzw. nordländischen Mentalität oder wie man das immer nennen möchte, liegt es wohl nicht, denn in Mailand etwa gab es letztes Jahr auch Vorfälle mit Böllern, Schlägereien und massenhafter sexueller Belästigung.

Vielleicht liegt es daran, dass in sehr trockenen Gebieten einfach alles, was mit Feuer zu tun hat, seit jeher viel stärker kontrolliert wird und die Leute das Böllern daher gar nie so zur Gewohnheit gemacht haben.

Ein Verbot hier ist wirklich überfällig, die Gefahren und Schäden überwiegen einfach meilenweit den Nutzen im Sinne von Spass.
 
Hier war es interessanterweise deutlich weniger Pyro dieses Jahr. Die Theorie ist dass sich das entsprechende Völkchen lieber Lotto-Tickets gekauft hat, vor Mitternacht gab es den größten Lotto-Jackpot aller Zeiten. Mal gespannt auf das nächste Jahr. Aber hier gibt es die olle Böllerei ja auch zu den Fußball-Spielen
 
Also in meiner Town ist die Innenstadt/Altstadt strenge Böllerverbotszone die auch durchgesetzt wird
ist das bei anderen nicht so?

Trotz Böllerverbotszone war in Köln-Mitte lange Höllenkrach mit Kanonenschlägen und ähnlichem Quatsch.
Die Vögel im Garten haben den Ätztag besser verkraftet als letztes Jahr. Da war über Wochen der Garten stumm, aber heute waren schon ein paar Arten wieder zurückgekommen.
 
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Wir wohnen in einem besseren, ruhigeren Viertel Frankfurts. Waren gerade spazieren, überall Müll, teilweise ganze Müllberge... es ist so unfassbar dumm und frustrierend, wie kann man das als Gesellschaft akzeptieren... Freedom und so...
Letztes Jahr sind wir bei den Bonzen vorbei, bisschen spazieren gewesen. Vor den fettesten Häusern sahs am katastrophalsten aus. Am späten Nachmittag noch
 
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