Mehmet Ünal vs. Altin Zogaj + Albert Ramirez vs. Lerrone Richards | 05.02.2026 im Casino von Montreal, Kanada


Deontay

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Lange war die Tinte trocken, über die Feiertage und Neujahr hat man es allerdings nicht offiziell ankündigen wollen - nun aber doch: Die kommende Eye of the Tiger-Veranstaltung verspricht so einiges in Montreal, Kanada.
Im Mittelpunkt steht der Deutsch-Kosovare Altin Zogaj, der ungeschlagen über den großen Teich fliegen wird und sich dem türkischen Olympiateilnehmer Mehmet Ünal stellen wird. Eine riesige Chance für Altin, zugleich aber auch eine gewaltige Herausforderung. Zogaj wird insbesondere auswärts als klarer Underdog gelten.

Ünal hat sich als Volumebodypuncher einen Namen gemacht. Ich könnte mir vorstellen, dass es keinen zweiten Halbschwergewicht aktuell gibt, der so viele Powerpunches abfeuert, wie es Ünal tut. Der Typ ist eine irre Maschine, wirkt dabei aber auch offen. Ein sehr schweres Matchup, aber zum Gewinnen wird man für gewöhnlich ja eh nie eingeladen, das weiß auch Zogaj.

Wie soll nun der große Sieg davongetragen werden? Ein Schlüssel zum Sieg ist eine perfekte Vorbereitung. Zogaj reinvestiert mindestens 100 % seiner Kampfbörse in die Vorbereitung, wird Trainingcamps im Ausland durchführen und Sparringpartner bestellen. Das wird ein ganzer Batzen kosten, womöglich genügt nicht einmal die entsprechende Börse zur Finanzierung, darum soll es aber nicht gehen. Hier steht einzig die sportliche Möglichkeit im Mittelpunkt, keine Euronen, die irgendwie abfallen könnten. Ich glaube, dass zeigt sehr gut auf, welcher Biss vorherrscht.

Mehr dazu wird es im Laufe der nächsten Wochen sicherlich geben. Ansonsten sind noch gute Namen auf der weiteren Card vorhanden. Im Hauptkampf steht der gefährliche Puncher Albert Ramirez, der auf den Mover Lerrone Richards treffen wird. Für Ramirez findet man nicht so einfach Gegner, die meisten lehnen solche Gelegenheiten dankend ab.
Zudem wird der technisch starke Dzmitry Asanau auf Claudio Gabriel Daneff treffen. Das verspricht ein gutes Duell im Leichtgewicht zu werden.

Die Veranstaltung wird live im hauseigenen Punchinggrace-Abo übertragen. Leider ist das mit 57 $ für 3 Monate echt ein fieser Deal... vielleicht findet sich noch eine Alternative im VPN wie TVP-Sport. Müssen wir mal schauen.


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kk17

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Was meint ihr, hat Altin eine Chance? :)
Eher wenig. Wenn er es in die 2. Kampfhälfe schafft, vielleicht. Favorit ist für klar Unal.
Im Hauptkampf ist Ramirez auch der recht klare Favorit gut möglich das Lerrone Richards auch keine 6 Runde durchhält.
Leider wie üblich bei Eye of the Tiger Events an einem Donnerstag.
 
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HamburgBuam

Adalaide Byrd
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Kenne keinen der beiden. Sieht aber gut gematcht aus.

Albert Ramirez im Hauptkampf ist cool. Richards könnte ihn stilistisch ziemlich fordern.
 

Gladio

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Ünal ist Prime Gassiev 2.0. Ich fürchte für Zogaj wird nicht viel zu holen sein außer seinen Paycheck.

Ramirez vs. Richards ist eine coole Nummer. Beide sind Southpaw und haben schnelle Hände. Richards hüpft auch noch gerne duch die Gegend wie Häschen Hoppel, aber Ramirez hat den killer right Checkhook und die linke Dampframme. Da wird Hunter vs Prey. Mal gucken ob Richards auch zum ballern kommt, oder den Prime Lara miemt. In beiden Fällen muss er hoffen das Ramirez ihn nicht hart abfängt.
 

Deontay

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Kenne keinen der beiden. Sieht aber gut gematcht aus.

Ünal dürfte nach deinem Geschmack sein, der geht ein irres Tempo und haut Leute zum Körper weich. Der schlägt praktisch nur Haken zum Kopf und Körper. Zogaj ist da schon deutlich bedachter unterwegs, agiert mehr über die Distanz und versucht so zu punkten.

Albert Ramirez im Hauptkampf ist cool. Richards könnte ihn stilistisch ziemlich fordern.

Richards ist halt eine Schlaftablette, aber ich finde den Kampf stilistisch auch nicht verkehrt. Gegen Ramirez braucht man vermutlich einen Mover, das kann halt Richards ganz gut.

Mal gucken ob Richards auch zum ballern kommt, oder den Prime Lara miemt.

Der wird sicherlich um sein Leben rennen.
 

Deontay

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Ganz interessante Aussagen, die auch mal wirklich so eine Vorbereitung konkret mit Zahlen thematisieren. Das liest man wohl nicht alle Tage im deutschen Boxsport :)

„Es war immer mein Ziel, im Boxen nach oben zu kommen und sich mit den Besten zu messen“, so Zogaj über seinen nächsten Kampf gegenüber Boxen1.
„Ich freue mich, dass ich dort boxe. Nordamerika ist eine Boxhochburg. Überwiegend die USA, aber auch Kanada macht mit Eye of the Tiger sehr gute Arbeit. Sie haben sehr gute Boxer, vor allem im Halbschwergewicht mitunter die besten der Welt.“
„Sie haben mit Osleys Iglesias, mit dem ich lange zusammen trainiert habe, einen sehr guten Mann. Deswegen weiß ich, was sie dort für eine Arbeit leisten, weil ich das durch Osleys mitverfolge. Sie machen das alles schon sehr gut, und deshalb freue ich mich, dass ich auf einer so großen Promotion mein Können unter Beweis stellen kann.“
„Ünal wird es mir nicht leicht machen, er steht nicht umsonst vorne in der Weltspitze. Er wird auf jeden Fall der stärkste Gegner sein, den ich bislang hatte – aber auch ich werde bislang der stärkste Gegner für ihn sein. Deswegen wird es ein harter Kampf. Er hat Weltklasse-Power in den Händen“
„Ich bin schon lange im Training. Zunächst war ich in Dubai bei Andrey Cheveloff, dem Trainer des Kastriot-Sopa-Bezwingers Eugeniusz Makarczuk. Er bereitet aktuell auch Dzmitry Asanau vor. Dort bin ich gut in die Vorbereitung gestartet. Dann ging es weiter mit meinem Haupttrainer Istvan Szili in der Türkei, wo wir am Anfang sehr viel Konditionstraining gemacht haben. Anschließend ging es zu Sepp Maurer, dahin hat mich Istvan geschickt. Sepp ist nun auch neu in meinem Team als Kraft-, Ausdauer- und Athletiktrainer. Dort habe ich weiter an meiner Kraft und Ausdauer gearbeitet.“
„Jetzt bin ich für die restliche Zeit und die Sparringphase in Basel. Es läuft alles gut und nach Plan. Wir machen sehr viel Boxerisches, damit ich mich auch technisch weiterentwickle, weil dort noch einiges herausgeholt werden muss. Ich bin noch kein fertiger Boxer, was die boxerischen Fähigkeiten angeht. Das ist aber auch gut so, weil mein Potenzial noch nicht zu 100 Prozent ausgeschöpft ist.“
„Wir haben in Deutschland Talente, daran hat es hier nie gefehlt. Wir haben auch sehr viele Boxer, aber in Deutschland wird eines falsch gemacht, das habe ich so erkannt: Man spart an den falschen Stellen. Wenn man bei der Vorbereitung spart und kein Geld in die Hand nimmt, kann man nicht international erfolgreich sein. Man muss viel Geld ausgeben für Sparringpartner, für Trainingscamps und auch mal außerhalb des Wohnorts trainieren.“

Konkrete Zahlen für eine Vorbereitung nannte Zogaj ebenfalls gegenüber Boxen1:

„Um in der Weltspitze zu boxen, muss man mindestens 20.000 bis 30.000 Euro investieren, um eine perfekte Vorbereitung zu haben. Wenn man nur 5.000 bis 10.000 Euro ausgibt, kann man nicht international erfolgreich sein. Dann fehlt einfach die Qualität. Deshalb war es mir sehr wichtig, viel Geld in die Hand zu nehmen. Das ist die Chance meines Lebens, um ganz nach oben zu kommen und zu zeigen, dass ich international gegen einen Weltklassemann gewinnen kann“, so Zogaj.
„Für Ünal ist Istvan der perfekte Trainer, da er vom Stil her ein sehr ähnlicher Boxer war und weiß, wie man solche Gegner knacken kann.“
„Istvan zeichnet sich als Trainer vor allem durch seine menschliche Art aus, wodurch ich ihm als Sportler blind vertrauen kann, kombiniert mit seiner beeindruckenden Amateur- und Profierfahrung“, so Zogaj über seinen Coach.

 

Gladio

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„Um in der Weltspitze zu boxen, muss man mindestens 20.000 bis 30.000 Euro investieren"

Für die Weltsspitze würde ich behaupten wollen ist das noch signifikant zu wenig. Aber für Training auf einem internationalen Niveau, ist diese Summe genau richtig.
 

Deontay

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„Um in der Weltspitze zu boxen, muss man mindestens 20.000 bis 30.000 Euro investieren"

Für die Weltsspitze würde ich behaupten wollen ist das noch signifikant zu wenig. Aber für Training auf einem internationalen Niveau, ist diese Summe genau richtig.

Er sprach ja auch von mindestens 20-30k. Man muss die entsprechenden Börsen im Hinterkopf behalten. Ein echter Weltklasseboxer macht ja locker eine siebenstellige Börse, dann kann man auch mühelos mal 50k reinbuttern. So ein Huck hat da sicherlich viel investiert.
Jemand wie Zogaj bekommt das Geld in Kanada nicht, deshalb ist für sein aktueller Status 20-30 k schon sehr viel. Die meisten Boxer würden solche Ausgaben vermutlich in Deutschland für solche Gagen nicht tätigen.
 

Gladio

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Er sprach ja auch von mindestens 20-30k. Man muss die entsprechenden Börsen im Hinterkopf behalten. Ein echter Weltklasseboxer macht ja locker eine siebenstellige Börse, dann kann man auch mühelos mal 50k reinbuttern. So ein Huck hat da sicherlich viel investiert.
Jemand wie Zogaj bekommt das Geld in Kanada nicht, deshalb ist für sein aktueller Status 20-30 k schon sehr viel. Die meisten Boxer würden solche Ausgaben vermutlich in Deutschland für solche Gagen nicht tätigen.
Das war keine Kritik meinerseits an Zogaj. Imo hat er genau richtig investiert um auf internationalem Niveaus, die besten Möglichkeiten zu bekommen. Das ist für einen Deutschen Sportler sicher nicht die Norm.

Huck hat damals im Camp sehr viel mehr als 50k investiert. Wirklich signifikant mehr. Traingscamps auf weltklasse Niveau können sich nur etablierte Sportler oder welche mit Top Sponsoren leisten. Diese Sportler legen meiner Erfahrung nach, aber auch viel mehr wert auf Regeneration, Ernährung und Mentalem Training. Das sportliche Training ist oft bei vielen Sportlern, je nach Sportart, ähnlich.

Was Usyk und Loma in ihren Camps machen bzw. gemacht haben ist nochmal next Level. Aber so ähnlich laufen Camps für Spitzensportler ab.
 
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