🇩🇪 Skiflug-WM Oberstdorf: 22. bis 25.01.2026 (Herren)


Finn-Lady

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Keiner von uns ist hier neutral und natürlich ist die persönliche Aufregung besonders gross, wenn es die eigenen Lieblinge betrifft. Das sogar zu 100 %. ;)
Es hat niemand behauptet, dass man neutral ist.
Wenn es einem Deutschen passiert wäre, hätte ich mich auch geärgert. Keine Frage.
Was darüber hinaus geht, hat mit der Neutralität, so wie du sie ansprichst, aber nun mal so gar nichts zu tun. Es geht um eine Einordnung der Situation und der Regeln (so blöd man sie findet) und das unabhängig der Nationalität des Springers und der eigenen Fanbrille. Zwischen vehementem Verteidigen und der Häme, die man evtl einem Springer aus einer Nation, die man nicht supported, empfindet, liegt halt eine Menge.
Wenn ich, wie bei Olympia 2022 geschehen, alle disqualifizierten Athletinnen als Betrügerinnen bezeichne, hier aber ein Vergehen eines slowenischen Springers vehement verteidige, dann hat das in meinen Augen nichts mit sachlichem Differenzieren zu tun. (Ja, das warst du nicht *no front* - es dient nur als Beispiel) Das ist das, was mich an den Aussagen stört.
Die Fans der Norweger haben im vergangenen Jahr auch unterschieden zwischen ihren eigenen Faves und dem was aufgedeckt wurde.
 

Speakeasy

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Domen war bereits im Aufwärmraum

Das hast du schon einmal behauptet: Domen ist wieder hinauf gestapft, als das Malheur schon passiert ist.

Es stand zumindest überall. Wäre er es selbst gewesen würden die nicht so ein Fass aufmachen und Zeugen fragen.

Das steht nicht überall, sondern es steht Aussage gegen Aussage.


Es gibt aber bislang keine Videos, keine Bilder, nur den angeblichen Zeugen, den Slowenien auffährt. Möglich, dass hier bis in alle Ewigkeit Aussage gegen Aussage stehen wird. Und, um mit einem Missverständnis aufzuräumen, das durch die Medien geisterte: Es war auch kein klassisches Zelt, an dem die Ski lehnten. „Es ist eine Kontrollbox aus Holz oder Metall, die etwa eine Fläche von einem Meter mal 1,20 Meter hat. Manchmal ist sie mit einer Plane bespannt, wie in Oberstdorf“, sagt Chefkontrolleur Winkler, der beim Wettkampf die Nachkontrolle unten am Auslauf durchführte
Sein Kollege Hubert Mathis, ein Schweizer, führte oben in der Box, die Winkler zufolge „fünf, sechs Meter oberhalb des Balkens auf den Stiegen steht“, die Anzugkontrolle durch. „Auch Hubert hat nichts gesehen“, sagt Winkler. Auch nicht, dass womöglich ein Helfer mit Regenschirm die Ski umgestoßen habe. Es könne natürlich sein, dass die Box, die kein starres Gebilde ist, gewackelt und die Ski zum Rutschen gebracht habe. Normalerweise stellen Springer ihre Ski in eine Halterung oder übergeben sie einem Helfer, der sie während der Kontrolle hält. Sicher ist nur: „Die Ski waren von außen an die Box gelehnt. Was ich dazu sagen kann: Das ist keine gute Idee“, sagt Winkler

Es bleibt Eigenverschulden. Prevc hat schlichtweg seine Ski aus dem Blick verloren. Winkler berichtet, dass Prevc mit ihm selbst unten bei der Kontrolle nach dem zweiten Sprung sehr ruhig und fair umgegangen sei. „Er hat sich entschuldigt, dass so ein Chaos angerichtet wurde“, sagt Winkler

Sorry, konnte das irgendwie nicht in ein Zitat packen.
 

Kirsten

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Da wäre ein Video wirklich aufschlussreich..... Rein theoretisch könnte jemand die Ski auch noch ein Stück beiseite gestellt haben und die eigenen an die Stelle. Domen war bereits im Aufwärmraum.
Bei ES haben sie am Sonntag noch während dem Springen ein Statement der Slowenen vorgelesen, wo sogar direkt drin stand, dass er seine Skier da angelehnt hat... Und wie man aus dem letzten Teil des Zitats von @Speakeasy entnehmen kann, hat Domen sich ja für das Chaos entschuldigt, was er ja nicht müsste, wenn er da nicht einen Fehler gemacht hat.

Versteh auch nicht, warum man da jetzt noch krampfhaft versuchen muss, Gründe zu finden, dass Domen doch keinen Fehler gemacht hat.
Er hat ihn gemacht und seine Ski falsch abgestellt. Was danach passiert ist, weiß man nicht, entweder war es dummer Zufall oder jemand anderem ist ein Missgeschick passiert.

Fakt ist aber, sie haben sich an die Regeln gehalten, denn selbst wenn "äußere Umstände" Schuld gewesen wäre, wäre mit Abschluss des Durchgangs die Chance für Domen vorbei gewesen. Hier wurden ja schon andere Beispiele genannt. Und es ist richtig, dass die FIS keine Ausnahmen macht, sonst will ja jeder eine Ausnahme, ob es nun die "geklauten" Schuhe sind, die Skier, die sich selbstständig machen oder sonst was.
 

Dickbauch

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Ich kann die aktuelle Podcastepisode der "Flugshow" empfehlen.
In den ersten 30 Minuten ordnet Host Luis Holuch das Drama ein mit einem FIS-Sprungrichter der auch den legendären Mann mir der Brille gut kennt (übrigens ein schweizer funkionär).
Viele spannende Details,kann ich nur empfehlen!

Ich warte auf die Nachtschicht mit Gerd Siegmund und Goldi, der Holuch mit seinen Clickbait-Teasern in den sozialen Medien nervt mich.
 

Lazergirl

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Das hast du schon einmal behauptet: Domen ist wieder hinauf gestapft, als das Malheur schon passiert ist.
Er wurde aber sofort im TV gezeigt als man realisiert hatte es waren Domens Ski. Und es sah nicht aus, als wäre er erst gerade eingetroffen.

@Kirsten Ein kleiner Fehler oder Unachtsamkeit / Missgeschick wie auch immer wir es nennen wollen ist keine SCHULD. Mehr "Schuld" hat für mich derjenige, der die Ski runtergestossen hat. Aber selbst diese Person wird das nicht mit Absicht getan haben. Die genauen Umstände wären so oder so interessant.
 
Zuletzt bearbeitet:

Speakeasy

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Er wurde aber sofort im TV gezeigt als man realisiert hatte es waren Domens Ski. Und es sah nicht so aus, als wäre er da gerade erst eingetroffen.

Es ist unbestritten, dass Domen vor der Einstellung im Aufwärmraum unten bei der Kontrolle bei diesem provisorischen "Zelt" war.
Im ORF sah man auch, wir er von dort wieder zum Aufwärmraum hochstapfte.
 

Hakuba

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Der Artikel aus der SZ enthält eine Reihe Ungenauigkeiten. Für mich unseriös.

Nicht Pertile hat die Entscheidung gefällt, sondern die Jury.

Und das hier ist richtig fies:

"Japan, der große Nutznießer, krönte sich zum ersten Mal in der Skifluggeschichte zum Teamweltmeister,.."

Was soll der Blödsinn?

Passt denen der neue Weltmeister nicht in den Kram?
 

sj44

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Was hier fast gar nicht diskutiert wird: diese Aktion hat Lindvik, Raimund, Nikaido und Hörl eine zusätzliche Wartezeit beschert, die alles andere als angenehm war. Und komme mir keiner damit, dass sie bei aufkommenden Wind ja auch warten müssten.
 

Kirsten

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Was hier fast gar nicht diskutiert wird: diese Aktion hat Lindvik, Raimund, Nikaido und Hörl eine zusätzliche Wartezeit beschert, die alles andere als angenehm war. Und komme mir keiner damit, dass sie bei aufkommenden Wind ja auch warten müssten.
Und bei Lindvik kam noch die Irritation vorher dazu. Der wird in der Pause auch gut gecheckt haben, dass seine Bindung etc. in Ordnung sind.

@Hakuba das ist tatsächlich riesen Blödsinn. Gold war durch die Slowenen doch ungefährdet, auch Silber. Die einzigen, die dadurch evtl. Glück hatten, waren die Norweger. Aber eben evtl., weil man nicht weiß, wie Domens Sprung ausgesehen hätte. Aber eben auch nicht, wie Lindvik ohne die Störung geflogen wäre

@Lazergirl Ich habe auch nicht gesagt, dass er Schuld hat, aber eben, dass er einen Fehler gemacht hat, der die ganze Unglückskette erst ausgelöst hat. Und da gibt es auch nichts dran zu rütteln.
"Schuld" ist nur dann von Wichtigkeit, wenn es um die Regeln geht. Ist es "selbstverschuldet", dass der Springer nicht am Start ist, darf nicht nachgesprungen werden, wobei das weit gegriffen ist, wie man ja an den "verschwundenen Schuhen" gesehen hat. Nur "äußere Umstände", also was, was der Springer nicht beeinflussen konnte, sorgen überhaupt dafür, dass ein nachspringen bis Durchgangsende möglich wäre.
Und danach ist es dann eh verboten
 

Hakuba

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Und wer saß in dieser Jury? Dolhar Aljosa (SLO), Spaeth Georg (GER), Greger Ivo (CZE), Brenden Kristian (NOR)
Es ging 3:1 aus. Dreimal darf man raten, wer die Gegenstimme war.

Bei Weltcups gibt es immer eine Drei-Personen-Jury, d. h. dass es immer eine Mehrheit gibt.
Hier waren es vier. Ein 2:2-Entscheid hätte Komplikationen bedeuten können.
 

moiag

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bei Olympia 2022 geschehen, alle disqualifizierten Athletinnen als Betrügerinnen bezeichne

Bei der Olympia Spielen trugen die disqualifizierten Athletinnen Anzüge, die 10, 15 und sogar noch MEHR Zentimeter zu groß waren. Es handelte sich also nicht um ein Grenzüberschreiten, sondern um Betrug – mMn eine nicht völlig andere Kategorie als die Trondheimschneidern…
 

Speakeasy

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Der Artikel aus der SZ enthält eine Reihe Ungenauigkeiten. Für mich unseriös.

Nicht Pertile hat die Entscheidung gefällt, sondern die Jury.

Und das hier ist richtig fies:

"Japan, der große Nutznießer, krönte sich zum ersten Mal in der Skifluggeschichte zum Teamweltmeister,.."

Was soll der Blödsinn?

Passt denen der neue Weltmeister nicht in den Kram?

Es bleibt dir ja überlassen, "seriösere' Quellen zu zitieren.

Im übrigen steht im Artikel "die Rennleitung um Pertile", wenn wir schon so genau sein müssen.

Das mit Japan ist natürlich Blödsinn, aber stellt doch nicht alles andere geschriebene in Frage.
 

sj44

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Peter Slatnar sagte außerdem, dass man die Videos aus Datenschutzgründen nicht zeigen will.
Nehmen wir mal an, es gäbe diese Videos. Veröffentlichen dürfte man diese dann wirklich nicht. Denn einige Übereifrige würden dann was erkennen oder was interpretieren - oder gar irgendwen ausmachen und eine halbe Stunde später ist dann bekannt, wo der wohnt. Mehr braucht dann diese Person dann wirklich nicht.
 

Lazergirl

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@Lazergirl Ich habe auch nicht gesagt, dass er Schuld hat, aber eben, dass er einen Fehler gemacht hat, der die ganze Unglückskette erst ausgelöst hat. Und da gibt es auch nichts dran zu rütteln.
"Schuld" ist nur dann von Wichtigkeit, wenn es um die Regeln geht. Ist es "selbstverschuldet", dass der Springer nicht am Start ist, darf nicht nachgesprungen werden, wobei das weit gegriffen ist, wie man ja an den "verschwundenen Schuhen" gesehen hat. Nur "äußere Umstände", also was, was der Springer nicht beeinflussen konnte, sorgen überhaupt dafür, dass ein nachspringen bis Durchgangsende möglich wäre.
Und danach ist es dann eh verboten
Sind das dann nicht auch "äußere Umstände", wenn ein Dritter unvorhergesehen in die Situation eingreift? Derjenige, der die Ski umwirft. Oder auch derjenige, der die Tasche mit den Schuhen mitnimmt während der Springer auf den Klo ist. In beiden Fällen konnten sie nicht damit rechnen, was passiert. Sie haben sich darauf verlassen (dürfen?), dass niemand an ihre Sachen geht.

Die Schuldfrage wäre dann interessant geworden, wenn etwas passiert wäre. Zum Glück für alle nicht.

@sj44 Die Person könnte auch von sich aus sagen, dass sie die Ski umgestossen hat.
 

Kirsten

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Sind das dann nicht auch "äußere Umstände", wenn ein Dritter unvorhergesehen in die Situation eingreift? Derjenige, der die Ski umwirft. Oder auch derjenige, der die Tasche mit den Schuhen mitnimmt während der Springer auf den Klo ist. In beiden Fällen konnten sie nicht damit rechnen, was passiert. Sie haben sich darauf verlassen (dürfen?), dass niemand an ihre Sachen geht.

Die Schuldfrage wäre dann interessant geworden, wenn etwas passiert wäre. Zum Glück für alle nicht.
Die verschwunden Schuhe waren ja anscheinend keine äußeren Umstände. Warum, keine Ahnung, aber es gab ja nicht mal die Chance, nachzuspringen sondern direkt ein DNS. Begründung vielleicht sowas wie "Der Springer muss sein Equipment eben im Auge behalten und wenn jemand aus dem Team was wegnimmt, sind es keine äußeren Umstände"
Keine Ahnung, ob sie das bei Domen als äußeren Umstand gewertet haben, Begründung, falls nicht, vermutlich etwas wie "Hätte er seine Ski richtig abgestellt im Skihalter, wäre das nicht passiert". Vielleicht haben sie es auch als äußeren Umstand gewertet, aber auch dann war die Nachsprungfrist eben mit Hörls Sprung abgelaufen.
Und Domen hat definitiv mehr Anteil an dem, was passiert ist als Wasek, denn es war eben sein Fehler, dass sie Ski nicht sicher standen. Während mir bei Wasek nicht wirklich einfallen würde, warum er Anteil an dem ganzen hatte.

Ich vermute, äußere Umstände sind eher sowas wie "Lift bleibt mit Springern drin stecken"
 
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