Das ist mir auch ein völliges Rätsel. Seine RH war früher ein normaler Schlag, sie war nie besonders offensiv und keine Waffe, aber halbwegs stabil und er konnte damit variieren. Sie war natürlich seine schwächere Seite, aber der Unterschied war nicht total extrem. Heute ist das teilweise gruselig, ich weiß gar nicht was derzeit schlimmer ist, die RH an sich oder der RH-Return. Wenn er auf der Seite einmal unter Druck ist, wird er viel zu schnell zu kurz oder er macht Fehler und einige Misshits.
Ich habe Tsitsipas früher auch für einen Spieler mit eher besserem Tennis-IQ gehalten, aber davon ist nicht mehr zu sehen...planlos, kopflos...mittlerweile auch viel Gebolze...
Es ist zwar erstaunlich, aber eine Theorie hätte ich anzubieten. Wenn Dir Jahrelang erzählt wird, dass Deine Rückhand verbessert werden muss und ein Schwachpunkt ist, macht das die Rückhand nicht besser, wenn keine Lösung gefunden wird. In letzter Zeit ist ihm auch sein früheres Selbstvertrauen abhanden gekommen, dass man einen Schwachpunkt dann auch eher noch schwächer.
Bei Tsitsi kommt auch noch dazu, dass die neuen Elite Spieler, also Sincaraz, für ihn noch ein blöderes Matchup sind als Djokvovic und Nadal. Die blasen ihn mit seiner Rückhand einfach vom court. Das war so krass nicht gegen Nadal und Djokovic. Statt in die Top Riege aufzurücken, gabs regelmäßig auf den Sack. Von daher: beim Griechen kommen evtl. mehr Dinge zusammen.
Ein positives Beispiel, wie man mit seiner schwächeren Seite umgeht, ist Jim Courir. Diese komische "Baseball-Rückhand" hatte ganz klar ihre Grenzen in puncto power, Winkel und allg. Effektivität - und war technisch Kraut und Rüben. Er konnte dies aber gut kompensieren und es hat seinen Erfolg in den Prime Jahren nicht gestört. Ein Faktor dabei war sicherlich, dass Jim Courir ein sehr selbstbewusster Spieler war. Courir hat seine Rückhand imo nie groß verbessern können. Er war trotzdem 2, 3 Jahre lang der Spieler, den es zu schlagen galt 91-93 - und das bei großartiger Konkurrenz.
Apropos Molcan: Hat mich auch gewundert. Ich kann mich dunkel dran erinnern, dass der mal vor einigen Jahren ein 250er gewonnen hat. Das war damals auch sehr überraschend, glaube das Feld war auch nicht so gut. Danach kam irgendwie nix mehr. Hab gestern nur mitbekommen mal, dass der Reporter auch von Verletzungen und Leidenszeit was erzählt hat.
Shapovalov gewann gestern absurderweise in Satz 1 die wichtigen Punkte. Maroszan hatte die einzigen Breakbälle in Satz 1 und hatte am Ende sogar 2 Punkte mehr, trotz Satzverlust. In Satz 2 war er dann besser. Was ich interessant fand, dass bei Shapovalov die Stopps gut funktionierten, Maroszan spielt ja auch gerne welche. Griekspoor und Maroszan waren letzte Saison beide auch sehr stark in München, das waren hier gute Siege, auch wenn man sagen muss, dass man als Ungesetzter auch schwierigere haben haben, Griekspoor fiel ja auch einige Wochen aus
Vermutlich weil Maroszan auch so ein "leichter Tennis-Pflegefall" ist. Da hätte am Potential gemessen schon lange mal wieder was kommen müssen.