Ist halt bedenklich, wenn Ricken nur aus der Motivation heraus entscheidet, wie er seinen eigenen Hintern am besten aus der Schusslinie bekommt.
Wobei ich tbh nicht sehe, dass Ricken nach Kovac noch eine einzige Ausrede übrig hat. Fliegt Kovac, muss es das mit Ricken ebenso gewesen sein.
Am Ende ist nur meine kleine Rest-Hoffnung, dass es bei der Saisonanalyse kritischer zugeht und ein Cut folgt, weil allen klar wird, dass der BVB unter Kovac nicht offensiver, jünger oder spektakulärer werden wird. Kovac ist quasi die Anti-These dazu. Wenig Risiko, wenig Offensive, viel Fokus auf die Arbeit gegen den Ball und eine stabile Abwehr zu haben. Kovac müsste hier einen komplett U-Turn hinlegen, den ich aber beim besten Willen nicht sehen kann. Selbst in der aktuellen Phase, wo alle schlechten Spiele und Ergebnisse mit Durckabfall kleingeredet werden, probiert er genau gar nichts aus. Die Spielanlage ist gleich. Einzig die Einsatzzeiten von Inacio sind gestiegen. Aber wenn das für Kovac schon bedeutet, seine Komfortzone zu verlassen, wird es halt schwierig mit der Fantasie für mehr. Ich hatte es die Tage schon mal geschrieben, der BVB ist auf dem Spiel heraus richtig schwach und hier statistisch einfach näher an Köln dran, als an eines der Top-5 Teams in dieser Kategorie. Hinzu kommt noch, dass wir unter Kovac, je nach Vergleichssaison, durchschnittlich pro Spiel 5-6% im Ballbesitz abgegeben haben. Hatten wir in früheren Jahren 58-59% Ballbesitz, sind wir unter Kovac jetzt bei 53% angekommen. Gegen Gladbach waren es gestern zB. nur 50%.
Ist halt absurd, wenn unsere Verantwortlichen denken, dass Kovac sich einfach mal so komplett neu erfinden kann. Aber ich versteh da auch Kovac nicht, dass er dieses Unterfangen mitmachen will. Der sollte seinen aufpolierten Ruf in beide Hände nehmen und rennen. Der kann sich entspannt ein neues, besser zu ihm passendes Projekt aussuchen. Die Nachfrage wird da sein.