Trainingsgelände
- Die Besitzverhältnisse: Das gesamte Trainingsgelände gehört der Landeshauptstadt München. Der Hauptmietvertrag läuft traditionell über den TSV München von 1860 e.V. Die KGaA war dort über Untermietverträge und Nutzungsvereinbarungen eingemietet.
- Die Auswirkung: Mit der außerordentlichen Kündigung des Kooperationsvertrags fallen diese Nutzungsrechte für die KGaA in sich zusammen. Da der e.V. nun die Regionalliga-Lizenz hält und die Stadt München (wie wir vorhin besprochen haben) ohnehin froh um eine klare, insolvenzsichere Lösung ist, bleibt das Trainingsgelände fest in der Hand des e.V.
- Ismaiks Zugriff: Ismaik kann das Gelände weder pfänden noch absperren lassen. Seine Verwaltungsmitarbeiter oder verbliebenen KGaA-Angestellten müssen rein rechtlich ihre Büros räumen. Das „Löwenstüberl“ und die Trainingsplätze gehören ab sofort wieder exklusiv den Mannschaften des e.V.
Jugendmannschaften unter der KgAa
- Der Status quo vor der Kündigung: Die U19 und die U17 (das Herzstück des Nachwuchsleistungszentrums) waren formal in die KGaA ausgegliedert, um von den dortigen Sponsorengeldern und Strukturen zu profitieren.
- Die Auswirkung durch den BFV-Entscheid: Wenn der BFV dem e.V. das Spielrecht für die Regionalliga erteilt, greift im deutschen Fußballrecht das Prinzip des „Heimfalls der Jugend“. Ein Profiverein darf seine NLZ-Zertifizierung und seine Jugendteams bei einer Rückabwicklung oder Insolvenz der Profi-Abteilung in den e.V. zurückführen, damit die Ausbildung junger Talente nicht zerstört wird.
- Die Spieler der U19 und U17 besitzen zwar Förderverträge mit der KGaA, diese Verträge verlieren aber mit dem Zusammenbruch des KGaA-Spielbetriebs ihre sportliche Grundlage. Der e.V. kann (und wird) die Mannschaften, Trainer und Spieler per Not-Zulassung komplett in den e.V. übernehmen. Sie spielen unter dem echten Löwen-Logo einfach im e.V. weiter.
Das ist die eigentliche Achillesferse dieses Szenarios, die der e.V. jetzt sofort lösen muss:
- Das Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) kostet pro Saison mehrere Millionen Euro. Bisher wurde ein riesiger Teil davon über die KGaA (also auch durch Ismaiks Millionen und die TV-Gelder der 3. Liga) querfinanziert.
- In der Regionalliga Bayern brechen die TV-Gelder fast komplett weg. Der e.V. muss das NLZ und den Betrieb des Trainingsgeländes nun schlagartig aus eigenen Mitgliedsbeiträgen, Spenden und neuen, regionalen Sponsoren finanzieren, die bereitstehen, weil Ismaik weg ist.
Man plant aber eine Stadiongesellschaft die dann von der Stadt München ein Erbpachtrecht für das renovierte Stadion bekommen wird, das wiederrum wird Sponsoren/Investoren anziehen, außerdem plant man eine Art Genossenschaftsanteile auszugeben, ähnlich wie beim HSV damit kommen liquide Mittel in die Kasse und bei den Turnerfans kommt sicherlich was zusammen, was dann auch bedeutet das den Fans wieder der Verein gehört. Meine Einschränkung Turnerfans sind leider viel zu oft sentimental getrieben.