Mir geht das Ganze gerade ein bisschen zu sehr in Richtung Bashing der Länder, der in der Kombination erfolgreich sind.
Die Regeln so anzupassen, dass die Kosten für das Material nicht ins Uferlose anwachsen, ist sicher Aufgabe der FIS. Aber wenn beispielsweise Frankreich, Italien, die USA, Finnland, Japan, Slowenien und Polen eine Idee für sinnvollere Regeln gehabt hätten, hätten sie doch problemlos Deutschland, Österreich und Norwegen überstimmen können.
Ich kann auch gut verstehen, wenn man in einer Kooperation mit den kleineren Nationen nicht alle Materialgeheimnisse teilt. Wenn nur ein oder zwei Tschechen alle deutschen Materialgeheimnisse kennen würden, könnte man das vielleicht noch verkraften. Aber es wäre ja auch durchaus denkbar, dass die die Kooperation irgendwann aufkündigen und anschließend zum Beispiel mit den Norwegern zusammengehen - und denen möchte man sicher nicht noch helfen.
Dass es sowohl der Kombination als auch dem Spezialspringen gutgetan hätte, wenn man die Damen wesentlich früher gefördert oder zumindest nicht behindert hätte, ist ebenfalls unstrittig. Aber auch hier würde ich die Schuld weniger bei den großen Nationen sehen. Der erste internationale Wettkampf für Kombiniererinnen fand 2014 statt. Austragungsort war Oberstdorf in Deutschland, und es gab zwei Altersklassen. Bei den jüngeren Mädchen war die Vielfalt etwas größer, aber bei den älteren Mädchen waren neben Sportlerinnen aus Deutschland, Österreich und Norwegen nur noch Russinen am Start. Auch hier haben die anderen also eher noch länger gepennt als die drei Großen.