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(Teil-)Privatisierung der WM


NcsHawk

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Dass irgendwelche Verbände einen Boykott durchziehen, glaube ich zu keiner Sekunde. Ein paar Scheinchen mehr für den DFB und die Garantie, das man selbst bei einem frühen Aus genug macht, um mit einem Plus aus einer WM zu gehen und der ist auch an Bord.
Warum sollten sich auch die Verbände gegen eine Maximierung Ihres Produktes zur Wehr setzen.
Wenn da ein Veto kommt dann kommt das von den Vereinen und der UEFA. Deren Produkt wird hier massiv angegriffen.

Ein Haaland der durchgängig über eine Jahres-WM vermarktet hat so viel weniger Exklusivität für Manchester City oder die Europäischen Pokalwettbewerbe.

Das ist ein großer Angriff auf den Vereinsfußball... An diesem Vereinsfußball verdient die FIFA nicht in dem Umfang.
Ich glaube aber auch nicht, dass sich die Europäischen Vereine da die Butter vom Brot nehmen lassen. Das wird an deren Widerstand scheitern.
 

germy

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Zum Thema mögliche WM-Bewerbung in D: Na ja, wenn dann künftig alle 6 Monate eine WM stattfindet wird man sicher zwischen Saudi-Arabien, China oder sonstigen Höchstbietern auch eine WM einmal in Europa stattfinden lassen können...
 

Chancho

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Selbst die ebenfalls korrupten keineren Mitgliedstaaten werden Infantino den Rücken zukehren, wenn sich die UEFA abwendet und die WM boykottiert. Dann ist die Fifa-WM nur noch einen Bruchteil wert. Derzeit schüttet Infantino die kleinen Verbände mit Kohle zu und sichert sich so deren Stimmen, deswegen sitzt er so fest im Sattel und benimmt sich wie ein größenwahnsinniger Diktator.
Das kann aber schnell kippen, wenn er ohne die Uefa die WM beerdigt und dann keine Milliarden mehr verteilen kann.
 

John Lennon

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Derzeit schüttet Infantino die kleinen Verbände mit Kohle zu und sichert sich so deren Stimmen, deswegen sitzt er so fest im Sattel und benimmt sich wie ein größenwahnsinniger Diktator.

Letztens wurde berichtet, dass 200 der 211 Verbände schriftlich ihre Unterstützung für die Wiederwahl Infantinos 2027 bei der FIFA hinterlegt hätten. Es sind also mitnichten nur Fußballzwerge wie Taka-Tuka, Legoland und Italien, die seine Macht sichern.
 

Whizkidd

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Gladio

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Die Tschechen bringen sich schon einmal in Position und bücken sich vorfürsorglich ganz ganz tief.

t-online via Sky News

Am späten Dienstagabend wurde bekannt, dass die Fifa eine tiefgreifende Umstrukturierung plant. Über die Gründung einer Tochtergesellschaft sollen WM-Anteile an Investoren verkauft werden. Dagegen regt sich in der ganzen Fußballwelt Widerstand, vor allem europäische Verbände wählten deutliche Worte.

Der tschechische Verbandspräsident äußerte sich nun gegensätzlich:
"Natürlich brauchen wir noch mehr Details, aber meiner persönlichen Ansicht nach sind die positiven Auswirkungen der Absichten der Fifa erkennbar", sagte David Trunda im Gespräch mit Sky News.
 

Michael der Echte

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Im Grunde wird das passieren, denn 35 Mio für jeden Verband, da können sich einige afrikanische, asiatische, nordamerikanischen und auch einige europäische Fußballfunktionäre die Taschen voll machen. Den Europäern die dagegen sind wird man vorwerfen nur im eigenen Interesse zu handeln.
 

l*v*l

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Gefahr für den Fußball halte ich für übertrieben. Gefahr für andere Interessensvertreter trifft es eher. Vermutlich sind die Summen, welche von der FIFA bereitgestellt werden, für die Elite aus Verbänden und Klubs in Europa nicht ausschweifend genug, um sich ins Ungewisse zu wagen.
Aber jetzt die konkreten Pläne zur Super League, die Aufteilung der CL-Startplätze und Klubs, die im Besitz von Ölstaaten sind oder den guten Klüngeldraht für die Heim-WM als "das ist unser Fußball" und eine paar Prozent für Summe X (hallo DFL) als "das ist nicht mehr unser Fußball" zu trennen, ist auch ein bisschen meh. So wie sich das Geschäft um den Sport grundsätzlich aufstellt, wird man sich mit der Frage beschäftigen müssen. Mehr ist ja noch nicht passiert.
 

John Lennon

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Bei diesen ganzen "hier wird eine Grenze überschritten"-Kommentaren von Watzke und Co. nie vergessen:

Die DFL wollte sich mit Blackstone ein Unternehmen als Investor ins Boot holen, das von einem CEO geleitet wird, der Trump vergöttert und dessen gesamtes Geschäftsmodell auf Ausbeutung, Umweltzerstörung, Mietwucher und anderen appetitlichen Dinge beruht. Wäre es nicht Blackstone geworden, war CVC aussichtsreicher Kandidat - ein Unternehmen, das wie Blackstone zu Teilen dem saudi-arabischen Staatsfonds PIF gehört. Einzig die Kurven haben das verhindert, nicht die Herren, die nun laut "das ist ein Angriff auf den Fußball" rufen.
 

Hans Meyer

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Bei diesen ganzen "hier wird eine Grenze überschritten"-Kommentaren von Watzke und Co. nie vergessen:

Die DFL wollte sich mit Blackstone ein Unternehmen als Investor ins Boot holen, das von einem CEO geleitet wird, der Trump vergöttert und dessen gesamtes Geschäftsmodell auf Ausbeutung, Umweltzerstörung, Mietwucher und anderen appetitlichen Dinge beruht. Wäre es nicht Blackstone geworden, war CVC aussichtsreicher Kandidat - ein Unternehmen, das wie Blackstone zu Teilen dem saudi-arabischen Staatsfonds PIF gehört. Einzig die Kurven haben das verhindert, nicht die Herren, die nun laut "das ist ein Angriff auf den Fußball" rufen.

Diese "Fußball gehört uns allen Rufe" sind eh albern, der Fußball ist schon lange entkoppelt von der Realität.
Ändert nichts daran, dass hier die nächste Stufe der Perversion gezündet werden soll
Hoffentlich wird das verhindert
 

Marti

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Der größte Hohn ist ja eh das Infantino von der "Demokratisierung des Fußballs" spricht und das alles ja insbesondere zum Wohl des Fußballs im globalen Süden gemacht wird... Klar... Aber vielleicht täusche ich mich auch und Infantino denkt dabei wirklich primär an den Fußball und die Menschen in Afrika.
 

Francois

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Die DFL wollte sich mit Blackstone ein Unternehmen als Investor ins Boot holen, das von einem CEO geleitet wird, der Trump vergöttert
Das war bis 2025 eher das Gegenteil. Politisch war Blackstone massiv links liberal unterwegs wie die meißten großen Tech und Finanzunternehmen und haben ESG ratings + DEI etc gepusht. Der toxische Aspekt von Blackstone, Blackrock, Vanguard etc ist nicht Trump oder Demokraten sondern die Machtansammlung über Finanzmittel und deren Missbrauch. Verflochten sind sie mit vielen politischen Parteien und deren Entscheidern links wie rechts.

(y)
Der Artikel ist doch in Teilen echter Quatsch. Da wird Kritik an mörderischen Systemen wie Saudi Arabien mit "rassistischen Untertönen" abgewertet. Klassisch TAZ halt. Geht einfach nie ohne die Rassismuskeule. die TAZ ist nun wirklich die letzte Zeitung die objektiv analysieren kann. Und so problematisch einige Entscheidungen Ceferins waren ist das doch kein Vergleich zu Infantino. Er war gegen Spiele in Saudi Arabien, gegen ESL...etc. Ich kritisiere Ceferin auch aber es ist absurd in so mit Infantino gleichzusetzen.

Abgesehen davon wird ja kommendes Jahr ein neuer UEFA Präsident gewählt. Ceferin tritt nicht mehr an. Daran wird sich enorm viel entscheiden ob die UEFA sich Richtung FIFA entwickelt oder klar abgrenzt. Gibt imo nur die beiden Optionen. EIn Mittelweg halte ich nicht für gehbar. Würde mich nicht wundern wenn Infantino versucht die Wahl zu beinflussen.
 
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