Regionalligen - Von Investoren und Insolvenzen


Da stimme ich Zingler zu. Note 6 für Bayern, Note 5 Südwest weil es halt bequem ist. Unsolidarisch von beiden.
Gut wenn sich Bundesligavereine wie Schalke oder Union für eine Reform stark machen.
 
Ist mir so deutlich vorher nie aufgefallen aber die die RL Nord, Nord-Ost und Bayern stellen zusammen übrigens 5 von 20 Drittligisten. West (8) und Südwest (7)

Ich fände es ja schon witzig wenn das Kompassmodell kommt und im ersten Jahr steigt dann auf:

Lotte (Nord), Hessen Kassel (Ost), irgendwas aus BW (Süd) und irgendwas aus NRW (West)
 
Zuletzt bearbeitet:
@tennisfun
Der NOFV ist für das Modell, weil da schon sehr viel kurioses passieren müsste, dass irgendein Traditionsverein aus der alten DDR-Oberliga auf einmal woanders eingeteilt werden würde. Die werden alle trotzdem Ihre Traditionsduelle kriegen.
Die Alternative (Regionen-Modell) hätte die Zerschlagung der Regionalliga Nordost bedeutet mit Aufteilung zur aktuellen Regio Bayern und Regio Nord.

Beim Kompass-Modell würden wahrscheinlich regelmäßig die hessischen Vertreter unter einer Aufsplittung und Verlust von attraktiven Duellen leiden sowie evt. langfristig auch das Drei-Länder-Eck (Rheinland-Pfalz, Hessen und BaWü).
Das juckt den NOFV natürlich eher nicht :D;)
 
Ist mir so deutlich vorher nie aufgefallen aber die die RL Nord, Nord-Ost und Bayern stellen zusammen übrigens 5 von 20 Drittligisten. West (8) und Südwest (7)

Ich fände es ja schon witzig wenn das Kompassmodell kommt und im ersten Jahr steigt dann auf:

Lotte (Nord), Hessen Kassel (Ost), irgendwas aus BW (Süd) und irgendwas aus NRW (West)
Es sind 6 von 20. Würzburg, Regensburg oder Ingolstadt liegen bei dir scheinbar in Baden-Württemberg oder Hessen. Aber du kannst ja mal überlegen, woran das liegt, dass das mittlerweile so drastisch der Fall ist, da bist du einer heißen Sache auf der Spur ;)
 
@tennisfun
Der NOFV ist für das Modell, weil da schon sehr viel kurioses passieren müsste, dass irgendein Traditionsverein aus der alten DDR-Oberliga auf einmal woanders eingeteilt werden würde. Die werden alle trotzdem Ihre Traditionsduelle kriegen.
Die Alternative (Regionen-Modell) hätte die Zerschlagung der Regionalliga Nordost bedeutet mit Aufteilung zur aktuellen Regio Bayern und Regio Nord.

Beim Kompass-Modell würden wahrscheinlich regelmäßig die hessischen Vertreter unter einer Aufsplittung und Verlust von attraktiven Duellen leiden sowie evt. langfristig auch das Drei-Länder-Eck (Rheinland-Pfalz, Hessen und BaWü).
Das juckt den NOFV natürlich eher nicht :D;)
Bayreuth würde wohl in den Osten wechseln
 
Es sind 6 von 20. Würzburg, Regensburg oder Ingolstadt liegen bei dir scheinbar in Baden-Württemberg oder Hessen. Aber du kannst ja mal überlegen, woran das liegt, dass das mittlerweile so drastisch der Fall ist, da bist du einer heißen Sache auf der Spur ;)

Da hab ich Würzburg tatsächlich falsch zugeschlagen. Lass mich raten weil im Südwesten 3 mal so viele Menschen wie im Nordenosten aktiv spielen und mehr als zwei mal so viele wie im Nord zählt nicht als Antwort? Bestimmt wird dann demnächst noch nach Proporz abgestiegen, damit der Norden und Nordosten das Pippi aus den Augen bekommen.

Das tolle Kompassmodell, dass der DFB ja jetzt anscheinend durchdrückt, wird dann mittelfristig eine Katastrophe für den Aufstieg IN die Regionalliga. Ich freue mich dann aber auf die Diskussionen in 10 Jahren einfach nur eine Etage nach unten verlegt. Herzlichen Glückwunsch...
 
Da hab ich Würzburg tatsächlich falsch zugeschlagen. Lass mich raten weil im Südwesten 3 mal so viele Menschen wie im Nordenosten aktiv spielen und mehr als zwei mal so viele wie im Nord zählt nicht als Antwort? Bestimmt wird dann demnächst noch nach Proporz abgestiegen, damit der Norden und Nordosten das Pippi aus den Augen bekommen.

Das tolle Kompassmodell, dass der DFB ja jetzt anscheinend durchdrückt, wird dann mittelfristig eine Katastrophe für den Aufstieg IN die Regionalliga. Ich freue mich dann aber auf die Diskussionen in 10 Jahren einfach nur eine Etage nach unten verlegt. Herzlichen Glückwunsch...
Nein, das zählt nicht als Antwort, wenn zwei Landesverbände jedes Jahr einen Aufsteiger stellen dürfen und die anderen drei durchs Nadelöhr müssen und eben nicht alle einen jährlichen Aufsteiger haben. Die diesjährige Liga-Karte hat sich der DFB durch die Aufstiegsregelung der letzten Jahr selbst erschaffen, das ist nicht von der Hand zu weisen.

Der SVM spielt seit diesem Jahr wieder in der 3. Liga. Als er das letzte Mal aufstieg, das war 2017/2018, waren 7 Vertreter aus dem Nordosten, 3 aus dem Norden, 2 aus Bayern dabei. Dazu 4 aus dem Westen und 4 aus dem Südwesten. Ja, der Norden und Bayern haben effektiv nicht so viele Teams, die realistisch betrachtet sich dauerhaft in der 3. Liga etablieren können. Natürlich ist es als Regionalligist viel schwieriger zu planen, wenn du nur alle drei Jahre sicher hochgehen kannst, zudem kannst du auch nicht selbstverständlich damit rechnen, die Relegation zu gewinnen (was sind schon 2 Spiele?). Ja, es haben größere Vereine aus dem Nordosten es gegen kleinere Teams vergeigt, aber Relegationsspiele sind auch nie unter realistischen Bedingungen, sondern immer ein Extremszenario, gerade in den Pulverfässern der Nordostklubs. Man kann ja nochmal darauf schauen, wie der Südwesten so unterwegs war, als noch alle Regionalliga-Meister Relegation spielen musste, da hatte der Südwesten jahrelang mit die schlechteste Bilanz (trotz sogar zwei Plätze).

Derweil hat uns der Südwesten in den letzten Jahren so fantastische Aufsteiger wie Stuttgart II, Hoffenheim II und Großaspach gebracht, die der Liga natürlich wahnsinnig gut tun. Aus dem Westen tummeln sich gerade so viele Teams in der 3. Liga, weil Stück für Stück die ganzen Schwergewichte (endlich) mal der Reihe nach aufsteigen konnten (RWE, Münster, Aachen, Duisburg).
 
Nein, das zählt nicht als Antwort, wenn zwei Landesverbände jedes Jahr einen Aufsteiger stellen dürfen und die anderen drei durchs Nadelöhr müssen und eben nicht alle einen jährlichen Aufsteiger haben. Die diesjährige Liga-Karte hat sich der DFB durch die Aufstiegsregelung der letzten Jahr selbst erschaffen, das ist nicht von der Hand zu weisen.

Die Regionalliga Südwest besteht nicht aus einem sondern aus 7(!) Landesverbänden. Man hat sich anno dazumal auf die Mega-Regionalliga eingelassen, damit NRW und Bayern ihre Einzelligen haben können und wurde dafür mit dem zweiten Aufstiegsplatz entlohnt.
Den hat man dann sogar noch bei der Reform 2017 abgetreten um ein weiteres entgegenkommen zu zeigen, weil die Nordost-Clubs konstant zu blöd sind sich gegen Wald- und Wiesenclubs aus dem Norden oder Bayern durchsetzen. Die ganze Diskussion gäbe es nämlich nicht wenn die, wie sie vermutlich 2017 kalkuliert haben regelmäßig ihre Hausaufgaben machen würden.

Meister sollen aufsteigen? Gerne aber, und das hab ich schonmal gesagt, verrückte Rückfrage: Warum spielt der Vizemeister der Regionalliga Bayern dann dieses Jahr dritte Liga?

Hätte man das System nach der letzten Saison eingeführt wären aus dem Südwesten Vereine wie Eintracht Trier (haben sich endlich mal wieder überhaupt in der RL etabliert), Kickers Offenbach oder Astoria Walldorf (mittlerweile immerhin auch 12 Jahre am Stück in der RL West) abgestiegen und würden sich dort mit Regionalliga-Traditionsklubs wie dem SSV Reutlingen, TSG Balingen, TuS Koblenz, Wormatia Worms, FK Pirmasens, dazu noch dem Werksclub Schott Mainz und der Zweitvertretung von Neubundesligist Elversberg ein Hauen und Stechen liefern um einen (am Ende vermutlich sogar einen weniger) Aufstiegsplatz zu ergattern. Und zwei Drittel aller Aufsteiger in der RL Südwest gehen in den letzten Jahren postwendend wieder runter, weil der Niveausprung immens ist. Derweil rollt, für mich als Außenstehenden, abseits vom SV Wilhelmshaven ein Strohball durch die Oberliga Niedersachsen. Wenn ich quasi per Freilos bis in der Regionalliga lande tue ich mir natürlich einfach nur mit dem Finger nach oben zu zeigen...
 
Die Regionalliga Südwest besteht nicht aus einem sondern aus 7(!) Landesverbänden. Man hat sich anno dazumal auf die Mega-Regionalliga eingelassen, damit NRW und Bayern ihre Einzelligen haben können und wurde dafür mit dem zweiten Aufstiegsplatz entlohnt.
Den hat man dann sogar noch bei der Reform 2017 abgetreten um ein weiteres entgegenkommen zu zeigen, weil die Nordost-Clubs konstant zu blöd sind sich gegen Wald- und Wiesenclubs aus dem Norden oder Bayern durchsetzen. Die ganze Diskussion gäbe es nämlich nicht wenn die, wie sie vermutlich 2017 kalkuliert haben regelmäßig ihre Hausaufgaben machen würden.

Meister sollen aufsteigen? Gerne aber, und das hab ich schonmal gesagt, verrückte Rückfrage: Warum spielt der Vizemeister der Regionalliga Bayern dann dieses Jahr dritte Liga?

Hätte man das System nach der letzten Saison eingeführt wären aus dem Südwesten Vereine wie Eintracht Trier (haben sich endlich mal wieder überhaupt in der RL etabliert), Kickers Offenbach oder Astoria Walldorf (mittlerweile immerhin auch 12 Jahre am Stück in der RL West) abgestiegen und würden sich dort mit Regionalliga-Traditionsklubs wie dem SSV Reutlingen, TSG Balingen, TuS Koblenz, Wormatia Worms, FK Pirmasens, dazu noch dem Werksclub Schott Mainz und der Zweitvertretung von Neubundesligist Elversberg ein Hauen und Stechen liefern um einen (am Ende vermutlich sogar einen weniger) Aufstiegsplatz zu ergattern. Und zwei Drittel aller Aufsteiger in der RL Südwest gehen in den letzten Jahren postwendend wieder runter, weil der Niveausprung immens ist. Derweil rollt, für mich als Außenstehenden, abseits vom SV Wilhelmshaven ein Strohball durch die Oberliga Niedersachsen. Wenn ich quasi per Freilos bis in der Regionalliga lande tue ich mir natürlich einfach nur mit dem Finger nach oben zu zeigen...
Mir sind die meisten der Punkte bekannt. Mir ist bekannt, dass die Struktur der Oberligen und weiter runter bei einer Umsetzung problematisch werden kann. Mir ist auch bekannt, dass der Südwesten in seiner Struktur bei der Umsetzung des Kompassmodells am meisten "leiden" würde. Mir ging es vor allem darum, das "Argument" abzuwerten, wie die 3. Liga derzeit aussieht und dass das ein Beleg dafür sei, dass der Norden/Nordosten/Bayern nicht konkurrenzfähig seien und nur auf ihr Wohl aus sind. Es ist definitiv nicht von der Hand zu weisen, dass die derzeitige Aufstiegsregelung in den Regionalligen ein wesentlicher Mitgrund dafür ist, wie die Liga-Landkarte heute ausschaut und wer das völlig ignoriert, hat meines Erachtens kein Interesse an einer vernünftigen Diskussion zu dem Thema.

"Landesverbände" war ein missverständliches Wording von mir, "Regionalliga-Staffeln" wäre besser gewesen. Ich weiß, dass der Südwesten aus 7 Landesverbänden besteht (NRW besteht ja bspw. auch aus drei), wobei man da auch sagen muss, dass hier eigentlich eines der Kernprobleme beginnt, denn gerade in Baden-Württemberg gibt es schon wirklich ein paar Landesverbände zu viel, Südwest und Südbaden sind als eigener Verband schon recht absurd, da muss man sich ja nur mal anschauen, wer da Jahr für Jahr relativ leicht zum DFB-Pokal-Ticket kommt.

Der Südwesten hat 2017 den zweiten Platz abgetreten, um dem Nordosten entgegenzukommen? Das meinst du ernst? Wollen wir nochmal auf die damaligen Relegationen schauen? Der Südwesten hat es trotz zweier potentieller Aufstiegsplätze zwischen 2015 und 2018 geschafft, keinen einzigen Aufsteiger in die 3. Liga zu stellen. Alle acht (!!!) Relegationsspiele wurden verloren. Saarbrücken scheiterte an Würzburg und 1860, Offenbach an Magdeburg, Elversberg an Zwickau und Unterhaching und Mannheim hat gleich den Vogel abgeschossen mit Lotte, Meppen und Uerdingen. 2013 und 2014 haben es immerhin Großaspach (gegen Wolfsburg II), Elversberg (gegen 1860 München II :LOL:) und Mainz II (als Dritter! gegen die TSG Neustrelitz) geschafft, Hessen Kassel ist als Meister aber auch an Holstein Kiel gescheitert. Der Südwesten war in der Gesamtbetrachtung in den zwischen 2013 und 2018 existierenden Relegationsspielen die schwächste Staffel und müsste sich dadurch noch sehr gut daran erinnern, wie unfassbar bescheuert und unfair diese Regelung war - denn die Mannschaften hatten bestimmt nicht immer einfach deutlich weniger Qualität, sondern es wird auch viel Zufall dabei gewesen sein. Ich weiß es aus eigener Erfahrung durch das Spiel zwischen Meppen und Mannheim noch sehr gut. Die beste Bilanz in der damaligen Zeit hatte übrigens ausgerechnet der Nordosten - nur Neustrelitz verlor wie angesprochen, ansonsten konnten sich Leipzig (Lotte), Magdeburg (Offenbach), Zwickau (Elversberg), Jena (Viktoria Köln) und Cottbus (Flensburg) durchsetzen. Also es muss mir hier jetzt niemand erzählen, dass der Nordosten einfach nicht gut genug ist oder ständig an irgendwelche Wald- und Wiesenklubs gescheitert ist.

Jep, Offenbach und Co wären runtergegangen. Das wäre bitter, sehr bitter. Aber wir müssen jetzt auch nicht Astoria Walldorf und Co zu tollen Regionalliga-Mannschaften hochjazzen, um die es schade wäre - oder soll ich jetzt damit argumentieren, dass die SV Drochtersen/Assel, der SSV Jeddeloh und (viele Jahre) der BSV Rehden auch Dauergäste in der RL Nord waren? Reutlingen hat dank ihrer tollen Fanszene in der Oberliga in der Theorie nichts zu suchen, in der Praxis spielt der Klub dort allerdings seit 15 (!) Jahren, muss Jahr für Jahr eher aufpassen, nicht in die Verbandsliga runterzugehen und war noch nie besser als Platz 7. Ich verstehe aber dennoch nicht ganz, warum die Mannschaften alle nur um (maximal) einen Aufstiegsplatz spielen würden? Bei vier Regionalligen á 20 Mannschaften und dann vier Absteigern, gäbe es mal immer noch wahrscheinlich mindestens drei Aufsteiger aus dem, was derzeit den Südwesten darstellt mit den drei Oberligen RLP/S, Hessen und BaWü. Die Oberliga Hessen hat im Übrigen in den letzten Jahren auch regelmäßig gezeigt, dass sie leistungstechnisch im Vergleich zu RLP/S und BaWü deutlich abfällt (sieht man auch regelmäßig in der Relegation). Die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saarland ist von dem, was dort unterwegs ist, tatsächlich eine der "krassesten" Deutschlands, weil es Worms, Koblenz, Trier und Pirmasens nicht hinkriegen, sich in der RL zu etablieren und sich quasi Jahr für Jahr die Klinke in die Hand geben.

Wenn du noch die Oberliga Niedersachsen dagegen stellst - wer soll denn da gerade in Baden-Württemberg den Außenstehenden vom Sofa holen, abseits von Reutlingen? Beide Länder decken eine riesige Fläche ab, sind durchaus vergleichbar. Die TSG Backnang oder der SV Oberachern? Balingen und Bahlingen, weil sie jetzt einige Jahre RL spielten? Dann kann ich auch mit Lohne, Hildesheim und Egestorf-Langreder (Gott bewahre) argumentieren. Immerhin weiß ich jetzt, dass Reutlingen quasi mit 12 Punkten aus 4 Spielen gestartet ist, vielleicht geht ja mal was dieses Jahr.

In Hessen ist Gießen quasi tot, Baunatal kriegt auch nix gebacken und auf den ersten fünf Plätzen finden sich der Hünfelder SV, der SV Unter-Flockenbach und Turabdin Babylon. Spitze!
 
Zuletzt bearbeitet:
Mir sind die meisten der Punkte bekannt. Mir ist bekannt, dass die Struktur der Oberligen und weiter runter bei einer Umsetzung problematisch werden kann. Mir ist auch bekannt, dass der Südwesten in seiner Struktur bei der Umsetzung des Kompassmodells am meisten "leiden" würde. Mir ging es vor allem darum, das "Argument" abzuwerten, wie die 3. Liga derzeit aussieht und dass das ein Beleg dafür sei, dass der Norden/Nordosten/Bayern nicht konkurrenzfähig seien und nur auf ihr Wohl aus sind. Es ist definitiv nicht von der Hand zu weisen, dass die derzeitige Aufstiegsregelung in den Regionalligen ein wesentlicher Mitgrund dafür ist, wie die Liga-Landkarte heute ausschaut und wer das völlig ignoriert, hat meines Erachtens kein Interesse an einer vernünftigen Diskussion zu dem Thema.

"Landesverbände" war ein missverständliches Wording von mir, "Regionalliga-Staffeln" wäre besser gewesen. Ich weiß, dass der Südwesten aus 7 Landesverbänden besteht (NRW besteht ja bspw. auch aus drei), wobei man da auch sagen muss, dass hier eigentlich eines der Kernprobleme beginnt, denn gerade in Baden-Württemberg gibt es schon wirklich ein paar Landesverbände zu viel, Südwest und Südbaden sind als eigener Verband schon recht absurd, da muss man sich ja nur mal anschauen, wer da Jahr für Jahr relativ leicht zum DFB-Pokal-Ticket kommt.

Der Südwesten hat 2017 den zweiten Platz abgetreten, um dem Nordosten entgegenzukommen? Das meinst du ernst? Wollen wir nochmal auf die damaligen Relegationen schauen? Der Südwesten hat es trotz zweier potentieller Aufstiegsplätze zwischen 2015 und 2018 geschafft, keinen einzigen Aufsteiger in die 3. Liga zu stellen. Alle acht (!!!) Relegationsspiele wurden verloren. Saarbrücken scheiterte an Würzburg und 1860, Offenbach an Magdeburg, Elversberg an Zwickau und Unterhaching und Mannheim hat gleich den Vogel abgeschossen mit Lotte, Meppen und Uerdingen. 2013 und 2014 haben es immerhin Großaspach (gegen Wolfsburg II), Elversberg (gegen 1860 München II :LOL:) und Mainz II (als Dritter! gegen die TSG Neustrelitz) geschafft, Hessen Kassel ist als Meister aber auch an Holstein Kiel gescheitert. Der Südwesten war in der Gesamtbetrachtung in den zwischen 2013 und 2018 existierenden Relegationsspielen die schwächste Staffel und müsste sich dadurch noch sehr gut daran erinnern, wie unfassbar bescheuert und unfair diese Regelung war - denn die Mannschaften hatten bestimmt nicht immer einfach deutlich weniger Qualität, sondern es wird auch viel Zufall dabei gewesen sein. Ich weiß es aus eigener Erfahrung durch das Spiel zwischen Meppen und Mannheim noch sehr gut. Die beste Bilanz in der damaligen Zeit hatte übrigens ausgerechnet der Nordosten - nur Neustrelitz verlor wie angesprochen, ansonsten konnten sich Leipzig (Lotte), Magdeburg (Offenbach), Zwickau (Elversberg), Jena (Viktoria Köln) und Cottbus (Flensburg) durchsetzen. Also es muss mir hier jetzt niemand erzählen, dass der Nordosten einfach nicht gut genug ist oder ständig an irgendwelche Wald- und Wiesenklubs gescheitert ist.

Es ging mir nicht darum, dass der Südwesten sich in den Aufstiegsspielen damals sonderlich mit Ruhm bekleckert hätte (an peinliches Scheitern in Mannheim und Saarbrücken erinnere ich mich sowieso gerne :saint:) sondern dass er grundsätzlich die Möglichkeit dazu abgegeben hat dass ein zweites Team aufsteigt, was halt 2012 das Trostpflaster dafür war, dass man dieser absurd geballten Regionalliga Südwest zustimmt. Der Hintergedanke war sicherlich, dass man dann wenigstens einen fixen Aufsteiger bekommt, allerdings hat somit auch noch immerhin ein Dritter Meister die Möglichkeit zum sicheren Aufstieg bekommen.
Und du schreibst es ja selbst der Nordosten war obenauf und hat nur allzu gerne bei der Änderung zugestimmt, jetzt jammert man und macht pausenlos Stimmung.
Bezüglich der Zusammensetzung der dritten Liga hab ich gerade mal Chat-GPT befragt (ohne Gewähr da er mir hier 2017/2018 für den Nordosten auch nur 6 Teams anzeiget und du meintest es waren 7): Aber die hat sich seit Einführung der fünfgleisigen Zweiten Liga in der Hinsicht kaum geändert. Bayern hat man 3 aktuell seinen Rekordwert, Nord hat auch nie mehr als drei Teams, Südwest pendelt seit Jahren zwischen 5-6, einzig der Nordosten bricht zugunsten des Westens massiv ein. Selbst wenn die aber 2-3 mal die letzten Jahre aufgestiegen wären, wäre die Menge der Teams absteigend.

Das mit den Verbänden ist sowieso eine Wissenschaft für sich es gibt ja sogar 5 Regionalverbände, die halt aber nicht wirklich sinnvoll verteilt sind. Hab Interessehalber mal die KI gefragt ob sie aus den Landesverbänden 4 Regionalverbände basteln kann die a) annährend gleich viele Mitglieder hätte und b) möglichst kurze Wege und ignoriert Bundesländer. Was soll ich sagen, das Problem ist trotzdem Niedersachsen. ;)

Teilt man den niedersächsischen Verband anhand der Weser in Ost- und West, packt man Westniedersachsen und Bremen in die Region Nord-West. Mittelrhein geht in den Südwesten, die wiederum Württemberg in den Südosten abgeben und dort auf Bayern, Thüringen und Sachsen treffen würden. Der Rest bildet dann den Nordosten.


Jep, Offenbach und Co wären runtergegangen. Das wäre bitter, sehr bitter. Aber wir müssen jetzt auch nicht Astoria Walldorf und Co zu tollen Regionalliga-Mannschaften hochjazzen, um die es schade wäre - oder soll ich jetzt damit argumentieren, dass die SV Drochtersen/Assel, der SSV Jeddeloh und (viele Jahre) der BSV Rehden auch Dauergäste in der RL Nord waren? Reutlingen hat dank ihrer tollen Fanszene in der Oberliga in der Theorie nichts zu suchen, in der Praxis spielt der Klub dort allerdings seit 15 (!) Jahren, muss Jahr für Jahr eher aufpassen, nicht in die Verbandsliga runterzugehen und war noch nie besser als Platz 7. Ich verstehe aber dennoch nicht ganz, warum die Mannschaften alle nur um (maximal) einen Aufstiegsplatz spielen würden? Bei vier Regionalligen á 20 Mannschaften und dann vier Absteigern, gäbe es mal immer noch wahrscheinlich mindestens drei Aufsteiger aus dem, was derzeit den Südwesten darstellt mit den drei Oberligen RLP/S, Hessen und BaWü. Die Oberliga Hessen hat im Übrigen in den letzten Jahren auch regelmäßig gezeigt, dass sie leistungstechnisch im Vergleich zu RLP/S und BaWü deutlich abfällt (sieht man auch regelmäßig in der Relegation). Die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saarland ist von dem, was dort unterwegs ist, tatsächlich eine der "krassesten" Deutschlands, weil es Worms, Koblenz, Trier und Pirmasens nicht hinkriegen, sich in der RL zu etablieren und sich quasi Jahr für Jahr die Klinke in die Hand geben.

Wenn du noch die Oberliga Niedersachsen dagegen stellst - wer soll denn da gerade in Baden-Württemberg den Außenstehenden vom Sofa holen, abseits von Reutlingen? Beide Länder decken eine riesige Fläche ab, sind durchaus vergleichbar. Die TSG Backnang oder der SV Oberachern? Balingen und Bahlingen, weil sie jetzt einige Jahre RL spielten? Dann kann ich auch mit Lohne, Hildesheim und Egestorf-Langreder (Gott bewahre) argumentieren. Immerhin weiß ich jetzt, dass Reutlingen quasi mit 12 Punkten aus 4 Spielen gestartet ist, vielleicht geht ja mal was dieses Jahr.

In Hessen ist Gießen quasi tot, Baunatal kriegt auch nix gebacken und auf den ersten fünf Plätzen finden sich der Hünfelder SV, der SV Unter-Flockenbach und Turabdin Babylon. Spitze!

Bei der Hessenliga hast du recht, tatsächlich kenn ich mich auch in BaWü zu wenig aus die Ba(h)linger hab ich da aber gedanklich schon eher mit der Regionalliga in Verbindung. In der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ist es halt leichter gesagt als getan, Schott pulvert schon recht ordentlich rein und selbst die schaffen es sich nicht oben festzusetzen, blockieren aber alle 2-3 Jahre den Aufstiegsplatz. Ich gehe davon aus das unsere Zweite, die es im dritten Anlauf (das hat uns damals Yasin Zor gekostet :cry1:) mal geschafft hat, sich dieses Jahr auch direkt wieder nach unten verabschiedet. Der Sprung dort ist einfach extrem.
 
Es ging mir nicht darum, dass der Südwesten sich in den Aufstiegsspielen damals sonderlich mit Ruhm bekleckert hätte (an peinliches Scheitern in Mannheim und Saarbrücken erinnere ich mich sowieso gerne :saint:) sondern dass er grundsätzlich die Möglichkeit dazu abgegeben hat dass ein zweites Team aufsteigt, was halt 2012 das Trostpflaster dafür war, dass man dieser absurd geballten Regionalliga Südwest zustimmt. Der Hintergedanke war sicherlich, dass man dann wenigstens einen fixen Aufsteiger bekommt, allerdings hat somit auch noch immerhin ein Dritter Meister die Möglichkeit zum sicheren Aufstieg bekommen.
Und du schreibst es ja selbst der Nordosten war obenauf und hat nur allzu gerne bei der Änderung zugestimmt, jetzt jammert man und macht pausenlos Stimmung.
Bezüglich der Zusammensetzung der dritten Liga hab ich gerade mal Chat-GPT befragt (ohne Gewähr da er mir hier 2017/2018 für den Nordosten auch nur 6 Teams anzeiget und du meintest es waren 7): Aber die hat sich seit Einführung der fünfgleisigen Zweiten Liga in der Hinsicht kaum geändert. Bayern hat man 3 aktuell seinen Rekordwert, Nord hat auch nie mehr als drei Teams, Südwest pendelt seit Jahren zwischen 5-6, einzig der Nordosten bricht zugunsten des Westens massiv ein. Selbst wenn die aber 2-3 mal die letzten Jahre aufgestiegen wären, wäre die Menge der Teams absteigend.

Das mit den Verbänden ist sowieso eine Wissenschaft für sich es gibt ja sogar 5 Regionalverbände, die halt aber nicht wirklich sinnvoll verteilt sind. Hab Interessehalber mal die KI gefragt ob sie aus den Landesverbänden 4 Regionalverbände basteln kann die a) annährend gleich viele Mitglieder hätte und b) möglichst kurze Wege und ignoriert Bundesländer. Was soll ich sagen, das Problem ist trotzdem Niedersachsen. ;)

Teilt man den niedersächsischen Verband anhand der Weser in Ost- und West, packt man Westniedersachsen und Bremen in die Region Nord-West. Mittelrhein geht in den Südwesten, die wiederum Württemberg in den Südosten abgeben und dort auf Bayern, Thüringen und Sachsen treffen würden. Der Rest bildet dann den Nordosten.




Bei der Hessenliga hast du recht, tatsächlich kenn ich mich auch in BaWü zu wenig aus die Ba(h)linger hab ich da aber gedanklich schon eher mit der Regionalliga in Verbindung. In der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ist es halt leichter gesagt als getan, Schott pulvert schon recht ordentlich rein und selbst die schaffen es sich nicht oben festzusetzen, blockieren aber alle 2-3 Jahre den Aufstiegsplatz. Ich gehe davon aus das unsere Zweite, die es im dritten Anlauf (das hat uns damals Yasin Zor gekostet :cry1:) mal geschafft hat, sich dieses Jahr auch direkt wieder nach unten verabschiedet. Der Sprung dort ist einfach extrem.

Ich kann dir eins (aus eigener Erfahrung) sagen - der KI kannste bei diesen Rückblicken oder Liga-Zusammenstellungen echt nur sehr selten trauen :D Aus dem Nordosten waren es 2017/2018 Rostock, Magdeburg, Jena, Erfurt, Zwickau, Halle und Chemnitz. Der Norden hatte 2021/2022 auch mal vier Vereine dabei (Meppen, Osnabrück, Havelse, Braunschweig - schon sehr außergewöhnlich, vier niedersächsische Vereine parallel drittklassig) und Bayern sind 3 auch nicht die Höchstzahl - 2019/20 waren es 1860, Bayern II, Unterhaching, Ingolstadt und Würzburg.

Der Südwesten hat natürlich auf einen potentiellen Aufstiegsplatz verzichtet, aber ich denke in der Nachbetrachtung (und mit Blick auf die Ergebnisse der Vorjahre) war es aus deren Sicht sicherlich die richtige Entscheidung, den einen sicheren Platz zu nehmen (zumal es ja auch vorher wirklich die völlig absurde Möglichkeit gab, dass der Zweite aufsteigt, aber der Meister eben nicht...). Und ja, der Nordosten, der Norden und Bayern haben damals zugestimmt, die Relegation so anzupassen, wie sie jetzt ist. Und das war im Nachgang ein riesiger Fehler, denn ansonsten wäre die Sache ja heute nicht so festgefahren. Natürlich ist der Status, dass man wenigstens alle drei Jahre einen sicheren Aufsteiger hat, grundsätzlich besser als der vorherige Status. Das ist ja auch der Grund, warum man zugestimmt hat. Aber dabei haben die Vereine (und das würde ich nichtmal vorwerfen) eben nicht bedacht, dass es zwar dahingehend ein Vorteil ist, aber im Quervergleich zu den Vereinen aus dem Westen und Südwesten ein riesiger (!) Wettbewerbsnachteil, der sich in den letzten Jahren immer weiter manifestiert hat. Ein Verein, der in die Regionalliga West oder Südwest absteigt, kann auch einfach ganz anders (und viel seriöser) die Planung darauf auslegen, wieder in den Profifußball zurückzukehren, als es Mannschaften aus dem Norden, Bayern oder dem Osten können, was wiederum dazu führt, dass es dann ausgerechnet in dem Jahr, wo der Direktaufstieg da ist, häufig zu einem Wettrüsten kommt und wer da auf der Strecke bleibt, schaut in den Jahren danach vielleicht noch viel weiter in die Röhre. Das ist ein ganz, ganz großes Problem der gegenwärtigen Regionalliga-Struktur.

Es gibt aus dem Südwesten Argumente, die verständlich sind, dass das Kompassmodell ein paar Nachteile für sie mitbringt. Aber ich bin schon ganz, ganz klar der Ansicht, dass das Kompassmodell von den vorgeschlagenen Optionen die fairste, nachvollziehbarste und auch interessante Variante ist und ich glaube, dass sich der Eindruck über die Jahre hinweg auch bestätigen würde, zumal ja absolut Wert darauf gelegt werden soll, dass man Derbys etc. nicht auseinanderreißt. Natürlich würde es immer mal wieder Härtefälle geben, das geht wahrscheinlich nicht immer auszuschließen. Aber grundsätzlich finde ich es eigentlich auch aus Zuschauersicht viel interessanter, Jahr für Jahr ein paar neue Gegner zu sehen, als jedes Jahr die gleichen Kontrahenten zu haben.
 
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