Olympische Spiele in Deutschland - Fluch oder Segen?


Scheitert vermutlich an Umweltargumenten und landen dann völlig umweltverträglich in Saudi-Arabien oder so.:rolleyes:
 
Es gibt doch Gerüchte um eine Kandidatur aus Indien (dürfte klimatisch sehr sehr anspruchsvoll sein), eine aus Katar und das IOC hätte natürlich sehr gerne OS demnächst in Afrika. Da käme wohl am Ehesten Südafrika mit Kapstadt und/oder Johannesburg in Frage.

Trotzdem wäre natürlich eine Kandidatur aus Deutschland, da wohl Berlin oder München mit den besten Chancen, wünschenswert, auch wenn es dann vielleicht nicht reicht.
 
Coole Veranstaltung auf Zollverein, es kamen auch ehemalige Teilnehmer zu Wort und Nachwuchssportler, die bei den Spielen im richtigen Alter wären. Es wurde übrigens gesagt, das 14 Mio Zuschauer live dabei sein könnten. Da wäre bestimmt sehr viel draußen auf Freiflächen.


Das ist die Seite für die Kampagne: https://olympiabewerbung.nrw/
 
Hat zwar Merz überhaupt nichts mit zu tun, wenn man Millionen befragen will, aber warum was zum Thema schreiben?
 
Herten: 73% mit ja, aber zu wenig Beteiligung. Damit auf jeden Fall raus bei der Bewerbung.

Schönste Stadt der Welt, aber leider eine sterbende Stadt mit unfähigen Leuten an der Spitze. Kriegen es auch nicht gebacken, einen geplanten Hallenneubau so auszugestalten, dass ein Aufstieg des Basketballsvereins in die Pro A möglich wäre. Am besten war die Begründung eines Grünen, warum das nicht geht: "Wenn ein Fußballverein sich das Ziel Bundesliga setzen würde, würde man dann ja auch ein bundesligataugliches Stadion bauen müssen."

Ja, genau. Vestia Disteln steht ja auch kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga.
 
Herten: 73% mit ja, aber zu wenig Beteiligung. Damit auf jeden Fall raus bei der Bewerbung.

Schönste Stadt der Welt, aber leider eine sterbende Stadt mit unfähigen Leuten an der Spitze. Kriegen es auch nicht gebacken, einen geplanten Hallenneubau so auszugestalten, dass ein Aufstieg des Basketballsvereins in die Pro A möglich wäre. Am besten war die Begründung eines Grünen, warum das nicht geht: "Wenn ein Fußballverein sich das Ziel Bundesliga setzen würde, würde man dann ja auch ein bundesligataugliches Stadion bauen müssen."

Ja, genau. Vestia Disteln steht ja auch kurz vor dem Aufstieg in die Bundesliga.
Und ist damit auch die einzige Stadt, wo es nicht gereicht hat.

In den anderen 16 Städten gab es ein "ja" + nötige Beteiligung. (y)

Kiel hat auch zugestimmt für jede Bewerbung der Segelstandort zu sein.
 
Hamburgs Bürgerinnen und Bürger lehnen eine Kandidatur als Austragungsort für die Olympischen Spiele ab:
Hamburg scheidet nach dem Bürgerwillen aus dem Rennen um die deutsche Kandidatur für die Olympischen und Paralympischen Spiele aus, noch bevor es richtig angefangen hat. Die Initiatoren einer Bewerbung scheiterten wie 2015 mit ihrem Referendum.


Schon vor Ende der Auszählung der Stimmen stand die Mehrheit gegen die Pläne fest, das globale Sportfest 2036, 2040 und 2044 an Alster und Elbe zu holen. Laut Landeswahlleiter Oliver Rudolf waren 652.193 Stimmen abgegeben worden. Die Wahlbeteiligung lag bei 49,5 Prozent. Rund 1,3 Millionen Menschen ab 16 Jahren waren stimmberechtigt.
 
Ich habe auch dagegen gestimmt. Hamburg platzt aus allen Nähten, um jeden Meter Wohnfläche muss hart gekämpft und verhandelt werden. Hamburg braucht Flächen für bezahlbaren Wohnraum, das hat Prio A bis Z. Gewaltige Flächen für Olympianeubauten freizuräumen, die dann auch wieder für Wohnraum fehlen, ist für mich einfach keine Option. Ja, ich kenne die Pläne, das olympische Dorf in Altona danach zu modernem Wohnraum und Wissenschaftsstandort umzubauen und aus dem Standort am Kleinen Grasbrook ein "urbanes Stadtviertel" zu erschaffen. Überzeugt mich nicht. Jeder, der die Hamburger Stadtplaner kennt, weiß, dass kein Normalverdiener sich die Wohnungen an beiden Standorten würde leisten können. Im Leben nicht (siehe Hafencity). Dazu würde man den Kern und den Lebensstil in Altona und Bahrenfeld, der ein wesentlicher Bestandteil Hamburgs ist, danach nicht wiedererkennen. Von den immensen Kosten ganz abgesehen.
 
Ich habe auch dagegen gestimmt. Hamburg platzt aus allen Nähten, um jeden Meter Wohnfläche muss hart gekämpft und verhandelt werden. Hamburg braucht Flächen für bezahlbaren Wohnraum, das hat Prio A bis Z. Gewaltige Flächen für Olympianeubauten freizuräumen, die dann auch wieder für Wohnraum fehlen, ist für mich einfach keine Option. Ja, ich kenne die Pläne, das olympische Dorf in Altona danach zu modernem Wohnraum und Wissenschaftsstandort umzubauen und aus dem Standort am Kleinen Grasbrook ein "urbanes Stadtviertel" zu erschaffen. Überzeugt mich nicht. Jeder, der die Hamburger Stadtplaner kennt, weiß, dass kein Normalverdiener sich die Wohnungen an beiden Standorten würde leisten können. Im Leben nicht (siehe Hafencity). Dazu würde man den Kern und den Lebensstil in Altona und Bahrenfeld, der ein wesentlicher Bestandteil Hamburgs ist, danach nicht wiedererkennen. Von den immensen Kosten ganz abgesehen.
Wenn man deiner Argumentation Folge leistet, war deine Entscheidung konsequent.
Nicht nur Nolympia, sondern No weitere Gentrifizierung.

Ich frage mich ohnehin, was Stadtplaner von heute für bezahlbaren Wohnraum halten, welche Rolle u.a. noch Familien dabei spielen.

Berlin hat ja wohl weißlich auf die Bürgerbeteiligung verzichtet.
 
Ich kanns nicht nachvollziehen, aber so sind die Deutschen halt. Meckern wenns in Schurkenstaaten geht, aber selber will mans auch nicht haben. Hätte Hamburg es mal wie Berlin gemacht.

Aber ich gehe eh davon aus, dass Hamburg nicht ausgewählt worden wäre gegen die deutschen Konkurrenz. Von daher ist es dann auch egal.
 
Ich kanns nicht nachvollziehen, aber so sind die Deutschen halt. Meckern wenns in Schurkenstaaten geht, aber selber will mans auch nicht haben. Hätte Hamburg es mal wie Berlin gemacht.

Aber ich gehe eh davon aus, dass Hamburg nicht ausgewählt worden wäre gegen die deutschen Konkurrenz. Von daher ist es dann auch egal.
Naja, ganz so schwarz-weiß wie du es beschreibst, stimmt das einfach nicht. Nur haben wir eben nicht mehr München '72, wo mit Olympia einiges (z.B. die U-Bahn) infrastrukturelle vorangetrieben wurde und das Olympische Dorf im Nachgang tatsächlich von materiell eher schwächer gestellten Personen (z.B. Studierenden) genutzt werden. Mit den Erfahrungen, z.B. der Hafen City ist dies realistisch auf HH einfach nicht mehr transportierbar. Da fehlt nicht zuletzt das Vertrauen.

Darüber hinaus kann man überlegen, ob einem das Prestige es tatsächlich wert ist, Unsummen an finanziellen Mitteln in die (korrupte) Organisation des IOC zu pumpen. Montreal hat die Kredite für die Spiele 1976 auch erst 30 Jahre später abbezahlen können.

Solange die Prämisse des IOC nach wie vor ist. "Gewinne einstreichen und Kosten auf die Allgemeinheit zu verteilen" , wird die Akzeptanz in Deutschland wohl deutlich geringer ausfallen.
 
Ich kanns nicht nachvollziehen, aber so sind die Deutschen halt.

Die Menschen aus den reichen Vierteln die vermehrt dafür gestimmt haben sind halt, auch durch die massive Arschpuderei der aktuellen Politik, in Deutschland nun mal komplett von der Realität abgekoppelt und kennen systemrelevante Sorgen der Menschen wie hohe Mieten, schleppender Wohnungsbau, Ärztemangel, marode Schulen oder dreist gebrochene Wahlversprechen halt nur von Hörensagen.
 
Morgen wird es ernst…München wäre die einzig logische Wahl, aber ich trau mich zu wetten, dass es Köln-Rhein-Ruhr wird.
Goretzka macht es derweil wie bei Deutschland vs. Paraguay :D
 
Meiner Meinung kann Deutschland die Spiele nur für sich gewinnen mit einer Einigkeit und, auch wenn es komisch klingt, mit der Bewerberstadt Berlin.

International hat Berlin einfach die größte Bekanntheit und Ausstrahlung. Und gerade die Sommerspiele gehen, wenn man sich die Geschichte anguckt, fast immer in die bekanntesten Metropolen bzw. Hauptstädte.

Ich möchte damit München und Rhein-Ruhr gar nichts wegnehmen und was ich so lese, sind die Bewerbungen national besser angesehen. Ich glaube nur, dass international im Moment nur Berlin eine Chance hätte. Aber das hat sich nach der Wahl letzte Woche leider erstmal erledigt.
 
Meiner Meinung kann Deutschland die Spiele nur für sich gewinnen mit einer Einigkeit und, auch wenn es komisch klingt, mit der Bewerberstadt Berlin.

International hat Berlin einfach die größte Bekanntheit und Ausstrahlung. Und gerade die Sommerspiele gehen, wenn man sich die Geschichte anguckt, fast immer in die bekanntesten Metropolen bzw. Hauptstädte.

Ich möchte damit München und Rhein-Ruhr gar nichts wegnehmen und was ich so lese, sind die Bewerbungen national besser angesehen. Ich glaube nur, dass international im Moment nur Berlin eine Chance hätte. Aber das hat sich nach der Wahl letzte Woche leider erstmal erledigt.
Sehe ich anders. Berlin ist die Hauptstadt, aber München die Sport-Hauptstadt. Da ist die Strahlkraft schon ausreichend hoch und meines Erachtens deutlich höher als bei Köln-Rhein-Ruhr (auch wenn die DOSB da auf ein anderes Ergebnis kommt).
Was mir an Köln-Rhein-Ruhr missfällt ist vor allem diese Zerstückelung. 16 verschiedene Städte, unter anderem Wildwasser-Kanu in Leipzig…Olympische Spiele müssen ein klares Herzstück haben. Dieses „Die Sportart hier, die andere da“ hat mir schon bei den letzten Winterspielen nicht gefallen. In Predazzo hättest du nicht mal erahnt, dass gerade Olympia stattfindet, wenn man nicht an paar Straßenecken olympische Ringe aufgehängt hätte. Antholz war halt praktisch wie ein normaler Biathlon-Weltcup, zumindest gut was los, aber kein Olympia-Flair.
Den einzigen Pluspunkt den ich Rhein-Ruhr gebe, ist das größere Einzugsgebiet. Trotzdem frage ich mich, ob man sich da nicht etwas übernimmt. Schwimmen vor gut 60.000 in der Veltins-Arena? Klingt geil, aber wie willst du da täglich über 60.000 reinbringen? Am Ende hast du leere Ränge und ein Publikum, das ewig weit weg ist. Ein Stadion mit Laufbahn muss temporär errichtet werden…hm naja, stinkt gegen das legendäre Olympiastadion schon mächtig ab.

Über Berlin muss man ja zum Glück eh nicht mehr reden, die haben sich ja schon selbst verabschiedet. Kein Rückhalt in der Bevölkerung und in der Politik und auch ohne Olympia genügend Probleme.
 
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