COC und ICOC, Sommer 2026


Ben Bayer belegte in Klingenthal bislang die Ränge 17 und 19 (2024 COC) und 27 und 26 (2025 COC) sowie 58 in der Quali für den SGP 2025. Das ist jetzt erst mal nichts, was mich zuversichtlich stimmt mit Blick auf den Bonusplatz. Vor allem, wenn man weiß, dass da evtl ein Domen Prevc und ein Gregor Deschwanden lauern.
Man muss allerdings konstatieren, dass Ben heuer sehr konstant springt und der 14. Rang von Stams im ersten Bewerb schon ein Ausrutscher nach unten war. Der Ben Bayer von 2024/25 ist nicht mehr der von heute 🙏🏻

Die Ergebnisse von Luca Roth zur Ergänzung:
2024 COC 7 und 23/SGP 35 (Quali) und 18
2025 COC 16 und 16/SGP 52 (Quali)/Weltcup 43 (Quali), 45, 32 (Quali), 43
Auch hier stimmt es mich erstmal nicht zuversichtlich mit Blick auf einen Bonusplatz, wenn Ben nicht liefern würde - was ich nicht hoffe.

Die Sache mit dem Heimvorteil sehe daher nicht so eindeutig. Den hatte man in Hinterzarten halt auch, was die Leistungen von Ben und Luca am Ende aber nicht schmälern soll.
Aber ich glaube an Ben und Luca 🤗
 
Wie ich nämlich im zweiten meiner Posts schrieb, gebe ich die Schuld hauptsächlich der FIS, die den SGP entwertet hat mit diesem katastrophalen Kalender.
Der Sommer Grand-Prix wird in den nächsten Jahren ohnehin mehr oder weniger auslaufen. Die FIS ist - genau so wie die IBU - weiterhin daran interessiert, den Weltcupstart analog zu den Alpinen auf Mitte Oktober vorzuziehen und Sommerbewerbe (Mattenspringen) zu integrieren. Durch den späten Termin des Grand-Prixs in Klingenthal konnte man dieses Jahr endlich eine Live-Übertragung in der ARD bekommen. Mit einem Weltcupstatus würde man bei diesen Springen natürlich nochmals mehr Reichweite generieren.

Im Hochsommer könnte der Fokus dann verstärkt auf COCs und FIS-Cups gelegt werden, bevor dann im Oktober die ersten Weltcupspringen starten.
 
Der Sommer Grand-Prix wird in den nächsten Jahren ohnehin mehr oder weniger auslaufen. Die FIS ist - genau so wie die IBU - weiterhin daran interessiert, den Weltcupstart analog zu den Alpinen auf Mitte Oktober vorzuziehen und Sommerbewerbe (Mattenspringen) zu integrieren. Durch den späten Termin des Grand-Prixs in Klingenthal konnte man dieses Jahr endlich eine Live-Übertragung in der ARD bekommen. Mit einem Weltcupstatus würde man bei diesen Springen natürlich nochmals mehr Reichweite generieren.

Im Hochsommer könnte der Fokus dann verstärkt auf COCs und FIS-Cups gelegt werden, bevor dann im Oktober die ersten Weltcupspringen starten.
Sommer GP im Oktober war ja schon immer komisch 😅 aber will man jetzt ernsthaft, im Oktober auf Matten springen, was schon für den Winter zählt?
Also da wäre ich definitiv raus :crazy:
 
Der Sommer Grand-Prix wird in den nächsten Jahren ohnehin mehr oder weniger auslaufen. Die FIS ist - genau so wie die IBU - weiterhin daran interessiert, den Weltcupstart analog zu den Alpinen auf Mitte Oktober vorzuziehen und Sommerbewerbe (Mattenspringen) zu integrieren. Durch den späten Termin des Grand-Prixs in Klingenthal konnte man dieses Jahr endlich eine Live-Übertragung in der ARD bekommen.
Naja, machen wir uns ehrlich… das erkennt jeder auch ohne dass die FIS es explizit erwähnt 😄
Es fehlt eigentlich nur noch, dass sich die FIS auch endlich ehrlich macht. Der Kalender des SGP ist desaströs. Aber ok, vermutlich benötigt es die Begründung, dass das Interesse zu gering war und sich das alles nicht mehr trägt. Mit diesem Kalender tut es das. Gar nicht so dumm von der FIS 😇

Mit einem Weltcupstatus würde man bei diesen Springen natürlich nochmals mehr Reichweite generieren.
Ich frage mich, wie der SGP dann jemals Kultstatus im Sommer haben konnte. Es gab eine Reichweite, am SGP nahmen die Topspringer teil, die Events waren ausverkauft, Hotels, Pensionen, FeWo waren schon Monate zuvor ausgebucht, die Springen wurden im TV übertragen…
Zugegeben… damals waren Skispringer wie Popstars, zunächst Maddin, Hanni, Janne, später Morgi und Schlieri.
Natürlich wurde die Kuh aus diesem Grund damals auch gemolken von Seiten der FIS. Man stand aber auch 100%ig hinter dem Konstrukt SGP, ohne das es direkt als Weltcup deklariert wurde.

Ob es am Ende wirklich mehr Reichweite generiert, mag ich bezweifeln. Es könnte durchaus sein, dass eine Übersättigung eintritt, wenn Wintersport schon im Herbst bis ins Frühjahr hinein gezogen wird, wenn man noch nicht auf Winter eingestellt ist. Und nein, die TV-Präsenz für das Skispringen würde zwangsläufig nicht besser (vielleicht bedingt, weil noch kein Biathlon stattfindet 🤣 - aber wer weiß, ob die IBU nicht auch auf den Train aufspringt). Das mit der (kurzzeitig) generierten größeren Reichweite ist mMn ein Trugschluss. Da malt man sich die Welt rosarot.

Im Hochsommer könnte der Fokus dann verstärkt auf COCs und FIS-Cups gelegt werden, bevor dann im Oktober die ersten Weltcupspringen starten.
Und das sehe ich als absolut schwierig an. Natürlich möchten die Athlet*innen auch in den Sommermonaten ihren Leistungsstand überprüfen und sich mit anderen messen. Es heißt nicht umsonst: Der Springer/die Springerin wird im Sommer gemacht. Das bedeutet, dass je nach Austragungsort der COC-Springen (Râșnov ist natürlich für einige ein nicht zumutbares Event 😇) vermehrt die Topspringer in die Bewerbe drängen. Die eigentlichen B-Kader-Springen gehen in den FIS-Cup. Und was ist mit denen, deren Heimat dieser FIS-Cup ist? Wo bleiben die?
Es hätte die Folge, dass der Sport mehr als jetzt schon unter Rücktritten leidet, weil viele (Nachwuchs-)Springer keine/kaum Perspektiven sehen. Es ist ja jetzt schon tricky mit den kleineren Starterquoten.
Der Unterbau wird sukzessive wegbrechen.
Es wäre der Beginn eines schleichenden Tods des Sports. Aber ok, in Zeiten des Spektakulären, des „immer was Neues“ sind Traditionen nicht mehr gefragt. Ist nichts Neues.
 
Ob es am Ende wirklich mehr Reichweite generiert, mag ich bezweifeln. Es könnte durchaus sein, dass eine Übersättigung eintritt, wenn Wintersport schon im Herbst bis ins Frühjahr hinein gezogen wird, wenn man noch nicht auf Winter eingestellt ist. Und nein, die TV-Präsenz für das Skispringen würde zwangsläufig nicht besser (vielleicht bedingt, weil noch kein Biathlon stattfindet 🤣 - aber wer weiß, ob die IBU nicht auch auf den Train aufspringt). Das mit der (kurzzeitig) generierten größeren Reichweite ist mMn ein Trugschluss. Da malt man sich die Welt rosarot.
Bei den Alpinen funktioniert es auch mit dem Saisonstart in Sölden Ende Oktober. Dort hätte man am liebsten auch den Anfang November noch mit Weltcups gefüllt gehabt, aber leider fiel das Matterhorn Wochenende immer dem Schneemangel zum Opfer. Von daher sieht die FIS schon viel Potenzial in diesen Terminen. Mehr Weltcupveranstaltungen würden für die FIS natürlich auch mehr Einnahmen bedeuten, insbesondere durchs Fernsehen und Sponsoren im Vergleich zu einem Grand Prix.
Die IBU startet seit vergangenem Jahr bereits eine Woche vor Sölden in die Saison mit dem Loop One Festival in München. Mittelfristig soll die Veranstaltung auch in den Weltcupkalender eingeliedert werden. Sie haben die Fernsehanstalten dafür gewonnen und haben die Nationen verpflichtet mindestens die Hälfte der A-Kader zu entsenden, von daher kann sich dort das Teilnehmerfeld sehen lassen.

Langfristig - wenn der Klimawandel weiter zu nimmt - wird man sich ohnehin damit arrangieren müssen, dass weniger Wettbewerbe auf Schnee möglich sind. Im Skispringen dürfte die Umstellung auf Hybridspringen noch relativ einfach zu Händeln sein.
 
Aber ok, vermutlich benötigt es die Begründung, dass das Interesse zu gering war und sich das alles nicht mehr trägt. Mit diesem Kalender tut es das. Gar nicht so dumm von der FIS 😇

Zustimmung!

Ich frage mich, wie der SGP dann jemals Kultstatus im Sommer haben konnte. Es gab eine Reichweite, am SGP nahmen die Topspringer teil, die Events waren ausverkauft, Hotels, Pensionen, FeWo waren schon Monate zuvor ausgebucht, die Springen wurden im TV übertragen…
Zugegeben… damals waren Skispringer wie Popstars, zunächst Maddin, Hanni, Janne, später Morgi und Schlieri.

Danke für diese Reminiszenz! Ich war nur am Fernseher dabei, aber auch da war ich begeistert.

Bei den Alpinen funktioniert es auch mit dem Saisonstart in Sölden Ende Oktober.

Ja, die haben aber auch wettkampffreie Wochenenden dabei.
Beim Skispringen sehe ich voraus, dass dann von Mitte/Ende Oktober durchgängig jedes Wochenende gesprungen wird (weil ja alle Austragungsorte bedient werden sollen), so dass Teams von außerhalb Europas bis zur VST oder noch länger nicht nach Hause können. Das ist Ausgrenzung, weil die Umstände für diese Länder gegenüber jetzt noch mal schwieriger werden.

Statt die Weltcupsaison immer weiter auszudehnen, dann also von Mitte/Ende Oktober bis Ende März/Anfang April, sollte man sie straffen mit sinnvollen Pausen zwischendurch. Dann kann eben nicht jeder Ort, der immer im Kalender war, jedes Jahr drankommen, sondern ein Teil nur alle zwei Jahre.

Zu FIS- Cup und COC im Sommer: Kann man so machen, dann aber mit Ausschluss für Springer/innen, die in der Weltrangliste höher als Platz X (muss entsprechend bestimmt werden) plaziert sind.
 
Ich sehe da sowohl Chancen als auch Risiken:

Ein Wettkampfwochenende, das von den Öffentlich-Rechtlichen übertragen wird, ist für die Reichweite der Sportart erstmal deutlich besser als eines, das nur auf einem Bonuskanal bei Discovery-Plus läuft (auch wenn speziell Klingenthal in der Vergangenheit ja zumindest öfters schon im MDR lief).

Mit Blick auf die Zukunft ist es vielleicht auch sinnvoll, die Zuschauer häppchenweise an Winter-Wettkämpfe auf Matten zu gewöhnen. Zumindest im November und im frühen Dezember dürfte es langfristig tatsächlich immer schwieriger werden, Wettkämpfe auf Schnee zu garantieren. Und falls die FIFA mal wieder eine Fußball-WM zur Weihnachtszeit ausrichten muss, kann man so auch unauffälliger in den Oktober und November ausweichen und im Dezember eine kleine Pause machen.

Auf der anderen Seite kann eine weitere Ausdehnung der Saison auch für eine Übersättigung sorgen. Ich mag ja das Weltcup-Prinzip wahnsinnig gerne, und es ist aus meiner Sicht auch sehr gut für eine Sportart wie Skispringen geeignet, in der eben witterungsbedingt nicht bei jedem Wettkampf auch der beste Springer gewinnt. Aber die große Anzahl an Wettbewerben garantiert, dass am Schluss auf jeden Fall der Richtige ganz oben steht. Ein Nachteil des Weltcups ist aber, dass die Spannung unter Umständen auch sehr früh raus sein kann, wenn es einen deutlich überlegenen Springer gibt - Domen und Nika Prevc lassen grüßen! Und die Gefahr, dass die Entscheidung lange vor Ende der Saison fällt, steigt natürlich mit zunehmender Anzahl der Wettkämpfe.

Weniger Sorgen würde ich mir darum machen, dass ohne SGP vermehrt Topspringer in die COCs drängen. Zum einen sind es ja auch jetzt nicht viele Topspringer, die dort springen - es war eben im Falle der Prevc-Geschwister besonders auffällig, weil sie eben nicht irgendwelche Topspringer sind, sondern die Dominatoren des letzten Winters. Zum anderen glaube ich auch, dass man - sollte das doch passieren - die Anzahl der COCs und FIS-Cups im Sommer leichter erhöhen kann, gerade FIS-Cups gibt es ja wirklich viele im Sommer. Und schließlich bleibe ich dabei: Sie haben das aufgrund der Bonusstartplätze gemacht, und da lassen sich die Regeln ja leicht ändern, wenn man es will. Zum Beispiel dadurch, dass man eine noch längere Vorweihnachtszeit dann in zwei Perioden aufsplittet. Der Bonusplatz lohnt sich ja auch deshalb besonders, weil die erste Winterperiode so lang ist - wenn er nach einer Aufsplittung für deutlich weniger Wettkämpfe gelten würde, wäre er nicht mehr so wertvoll.

Oder dadurch - und das würde ich natürlich deutlich favorisieren - wenn man eben doch eine kleine, aber feine SGP-Tournee behält - meinetwegen über zwei bis drei Wochenenden in Courchevel, Wisla und vielleicht Innsbruck Anfang August. Gute Leistungen dort werden mit einem Bonusplatz belohnt, und vielleicht gräbt man für den Gesamtsieger ein bisschen Extra-Preisgeld aus, so dass es sich für den Sieger auch lohnt. Denn ich glaube weiterhin daran, dass es dem Skispringen guttun würde, wenn es nicht zwischen den zwei Saisons völlig von der Bildfläche verschwinden würde - auch wenn die Pause durch einen Start im Oktober nicht acht, sondern sieben Monate betragen würde.
 
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