Rösler zieht eine lange Hose an und bringt damit die Wolfsburger völlig aus dem Konzept. Bis die sich an den Anblick gewöhnt haben, steht es 3:0 für den VfL aus Bochum - was am Ende für ein 3:3 reicht.
Vllt. reicht es auch schon, wenn er an der Seitenlinie weniger rumhampeln würde, um die Wolfsburger zu verunsichern. Eigenheiten eines Trainers sind ja immer ganz nett und witzig, solange die Ergebnisse passen, aber wenn diese fehlen, nerven sie auch schnell (verkehren ins Gegenteil

).
Meiner Meinung nach muss es Rösler gelingen, Taz halbwegs in die Spur zu bringen. Der Typ hat letzte Saison annähernd 40 Scorer in der dritten Liga gemacht. Da kann mir keiner erzählen, dass der nicht besser als Miyoshi auf der Zehn ist. Ich will nicht zu sehr auf Miyoshi rumhacken, auf Außen meinetwegen, seine Qualitäten gegen den Ball hat er ja, aber bitte, bitte, bitte nicht mehr im Zentrum.
Sicherlich, das war in der letzten Saison der perfekte Sturm für Taz. Er hatte mit Strobl einen Trainer, der ihm vertraut und ihn optimal eingesetzt hat, zumal das System perfekt zu den Qualitäten von Taz passte (nur angelesen, ich hab' keine Verl-Spiele geschaut). Dass er das 1-zu-1 eine Liga höher liefern kann, hat, glaub ich, keiner erwartet, aber ein bisschen mehr darf es schon sein. Da muss natürlich auch von Taz mehr kommen, ebenso aber auch von Rösler.
Dementsprechend möchte ich dir
@Bustaboxi ein wenig widersprechen. Ich denke schon, dass wir mit Taz, Patino und Steuckers für Zweitligaverhältnisse sehr gute Kicker haben, die müssen aber besser eingesetzt werden. Bei Steuckers fehlt mir leider die Phantasie. Der verhält sich immer noch wie ein Fremdkörper und die Körpersprache wirkt auf mich so, als ob er gerade überall sein möchte, nur nicht auf'm Fußballplatz. Ich interpretiere da wahrscheinlich zu viel rein, manche Spieler haben das ja einfach so an sich und bringen trotzdem Leistung, aber von unserer "Kirsche auf der Torte der Transferperiode" (oder wie war das nochmal?!) muss viel mehr kommen. Aber auch bei ihm sollte man Rösler genauso in die Pflicht nehmen.