Gestern war ich etwas erschrocken und aus musikalischer Sicht ziemlich traurig, als ich las, dass
Martin Phillips
schon letztes Jahr (und viel zu früh) verstorben ist.

Hatte ich gar nicht mitbekommen; es wurde vielleicht auch hierzulande in den Medien nicht groß erwähnt.
Er war
DIE Person (Komposition, Gitarre, Gesang) hinter der großartigen Band
The Chills
aus Neuseeland. Ich habe diese Band echt geliebt, seit Mitte/Ende der 1980er Jahre. Sie waren sowohl eigenartig wie einzigartig.
Indiegeschrammel, teilweise spooky und düster, aber auch mit wunderschönen psychedelischen Popsongs.
Einige dieser Songs wurden (zurecht) sogar zu überregionalen Indie-Hits.
Die frühen Alben hatte ich rauf-und-runter gehört. Auch das Revival von the Chills ab 2015 knüpfte wieder an den unverwechselbaren Sound an.
Alles geprägt von der Gitarre (ein Mix aus Melodie und Rhythmus), merkwürdigen Harmonien, den Texten und dem charakteristischen Gesang.
Zum Glück hatte ich sie noch vor ein paar Jahren live gesehen (wann kommen die vielleicht nochmal nach Köln? Da musste ich hin) und sie waren hervorragend.

Als tiefe Verbeugung

ein ganzer Schwung (Vierer reicht nicht aus) von Lieblingsliedern (chronologisch):
The Chills - Rolling Moon
The Chills - Pink Frost (live 1988)
The Chills - Night of chill Blue (live 2019)
The Chills - Rain
The Chills - Heavenly Pop Hit
The Chills - Effloresce and Deliquesce
The Chills - Male Monster from the Id
The Chills - Underwater Wasteland (live 2019)
Danke für alles, Martin Phillipps.
