Kulinarischer Hochgenuss für alle!


HamburgBuam

Adalaide Byrd
Beiträge
55.811
Punkte
113
Ort
Lüneburg
:knuddel:

Nur als kleiner Tipp. Nur Ehrytrit schmeckt etwas eigentümlich. Wenn du Stevia in einen Verhältnis von 5g Stevia auf 200g Erythrit = 40 : 1 mit drunter mischst, schmeckt der Kuchen besser. Viel Spaß beim backen und noch viel mehr beim naschen.

Ich habe wenig Auswahl, da es Spätabends ist. In Berlin vielleicht machbar, in Lüneburg eher nicht.
Erythrit war halt alles, was da war.
 

Young Kaelin

merthyr matchstick
Beiträge
60.253
Punkte
113
Gibt schon erstaunliche Künstler/Künstlerinnen:

Immer wieder beeindruckend:

Screenshot_20260103_045034_WhatsApp.jpg


Screenshot_20260103_045041_WhatsApp.jpg

Screenshot_20260103_045013_WhatsApp.jpg

Wenn ich daran denke, dass die Lady, welche über solche Fähigkeiten verfügt, im 2025 ernsthaft erkrankte und nun zurück ist werd ich demütig, dankbar und emotional.

#never give up
 

Young Kaelin

merthyr matchstick
Beiträge
60.253
Punkte
113
Das ist ein Schweizer Gericht, dass ich nie verstanden habe, auch wenn es von Caminada kommt 😂

Hat halt wirklich viel mit Kindheitserinnerung zu tun.

Riz Casimir ist schon ein sehr klassisches schweizerisches Gericht (geworden), welches gut gekocht hervorragend schmeckt.

Habs allerdings ohne Ananas und Mango in Erinnerung. Mango gabs damals bei uns nicht zu kaufen und Ananas nur in Dosen.

Wenn mich mein Gedächtnis nicht im Stich lässt, verwendete man süsse Dosen Pfirsiche und frische Bananen.

Könnte sein, dass die Wahl der Früchte regional variiert, aber nachkochen werd ichs mal so wies Meister Caminada vorschlägt.
 

Gladio

Mesmerising Measures
Beiträge
18.098
Punkte
113
Sorry wenn ich das jetzt mal ganz direkt auf den Punkt bringe. Reis Casimir ist einfach nur eine vereropäisierte Abart eines klassischen indischen Huhn Biryani. Ich verstehe wenn man Kindheitserinnerungen mit diesem Gericht verbindet und damit einen anderen Bezug zu diesem Essen hat. Empfehlen würde ich immer das indische Original, dass übrigens mit trocken Füchten ausgezeichnet schmeckt.

 

Himmelsstern

Bankspieler
Beiträge
3.874
Punkte
113
Ort
Spain

theGegen

Linksverteidiger
Beiträge
65.807
Punkte
113
Ort
Randbelgien
Ich mag ebenfalls keine Ananas, aber dann nimm halt geschnippelte Aprikosen. So was in der Art habe ich schon öfter gekocht. Mit Bananen und Aprikosen für den fruchtigen Anteil.

Übrigens... das ziemlich crazy..... ;)

Ananas finde ich höchstens auf einer Pizza gut.
Merkwürdigerweise ergibt diese blöde Frucht :rolleyes: in Verbindung mit dem Rest einer Pizza für mich dort noch am ehesten irgendeinen Sinn.

Die allgemein verpönte Pizza Hawaii ist mir die einzige Variante, wofür die doofe Ananas taugt.
Da finde ich es sogar ziemlich lecker.

Für fruchtige Reis-Saucen finde ich aber Bananen / Pfirsiche / Aprikosen viel besser.

Ich musste im Job ca. jedes 2. Wochenende kochen für 10 hungrige Mäuler. Die hauswirtschaftliche Fachkraft hatte an WE frei.

Zum Kochen hatte man natürlich neben der Betreuung nur wenig Zeit und zur Reservierung der benötigten bestellten oder eingekauften Zutaten ein sehr geringes Budget.

Also nix mit Hühner-Bio-Fleisch, frischen Kräutern, Gemüse und Obst vom Markt oder aus dem Garten.

Sondern a) ein großer Topf mit gekochtem (Curry) Reis.

Für die eher rote Sauce: TK-Hähnchenbruststreifen, jede Menge Zwiebeln, Paprika Ampel, Tomatenmark, 1 paar Bananen, 1 Dose Aprikosen, 1 Dose Erbsen oder Kidneybohnen. Als Gewürze alles was da ist in Richtung scharf, schon direkt beim Anbraten. Auffüllen mit Wasser, verdicken mit Tomatenmark, dem Dosengemüse, dem zerschnippelten Obst (Bananenscheiben ganz wichtig) und den Aprikosensaft aus der Dose auch noch in die Sauce schütten.

Zubereitungszeit: ca 1,5 Stunden insgesamt. Also in der zur Verfügung stehenden Zeitspanne zwischen 10 Uhr und 12:30 Uhr und dabei genügend köchelnde Zeit um eng getaktetes Dienstliches zwischendurch zu erledigen.
Das Gericht machte satt und alle fanden es lecker.
Mir schmeckte dieses Billiggericht auch selbst verdammt gut.
 
Zuletzt bearbeitet:

Seoulsaram

Nachwuchsspieler
Beiträge
843
Punkte
93
Hat halt wirklich viel mit Kindheitserinnerung zu tun.

Riz Casimir ist schon ein sehr klassisches schweizerisches Gericht (geworden), welches gut gekocht hervorragend schmeckt.

Habs allerdings ohne Ananas und Mango in Erinnerung. Mango gabs damals bei uns nicht zu kaufen und Ananas nur in Dosen.

Wenn mich mein Gedächtnis nicht im Stich lässt, verwendete man süsse Dosen Pfirsiche und frische Bananen.

Könnte sein, dass die Wahl der Früchte regional variiert, aber nachkochen werd ichs mal so wies Meister Caminada vorschlägt.
Hey no offense, ich habs einfach nie verstanden. Die Geschichte ist ja auch recht lustig von dem Gericht.
 

Seoulsaram

Nachwuchsspieler
Beiträge
843
Punkte
93
Hier noch der Nachtrag aus dem Wiki

Gemäss den Angaben des Verlags Betty Bossi[1] sowie laut dem Historiker Roger Sidler[2]wurde das Gericht von der Restaurantkette Mövenpick erfunden; in den Mövenpick-Restaurants steht es seit 1952 auf der Menükarte. Schon bald wurde es in Schweizer Kochbüchern propagiert, ab 1960 etwa von Elisabeth Fülscher (unter der Rezeptnummer 740 als Risotto Casimir[3]) und ab 1968 von Betty Bossi. Laut Sidler handelt es sich um ein Gericht, in dem sich der zunehmende Wohlstand der Nachkriegsschweiz und das Fernweh der Bevölkerung spiegelt.[2] Erst 1988 wurde das Rezept von Mövenpick veröffentlicht.[4]

Gerade das mit dem Fernweh und Mövenpick hatte ich noch in Erinnerung. Opa hat auch immer gesagt, dass er das in Zürich im Mövenpick gegessen hat und immer Fernweh bekam. Halt was exotisches, bisschen wie bei Toast Hawaii und Pizza Hawaii nehme ich mal an.

@Gladio bist du dir sicher mit dem Biryani? Der Ursprung ist so schleierhaft. Es kann natürlich sein, aber ich glaube einfach, dass man etwas machen wollte, das exotisch ist.
 

Gladio

Mesmerising Measures
Beiträge
18.098
Punkte
113
bist du dir sicher mit dem Biryani?
Ich bin mir sehr sicher das Biryani das ursprüngliche Gericht ist. Da ich das Reis/Riz Casimir ebenfalls recht gut kenne, bin mir sicher das die Grundidee daher stammt.

Mövenpick hat das Huhn Biryani mit einer Sahnesauce ergänzt, weil Europäer gerne Sauce essen. Will man es ganz genau nehmen, muss man das Reis Casimir als eine vereinfachte Variante des Huhn Biryani mit einer sehr vereinfachten Version der indischen Korma Sauce, sehen.

Ich kann schon sehen wo man vor 70 Jahren hinwollte mit dem Gericht. Würde aber trotzdem das Biryani empfehlen.

Edit:
Um kurz nochmals auf das Fernweh einzugehen. Zu Beginn des 20. Jahrhundert fingen wohlhabende Herrschaften an die Welt zu bereisen. Besonders Indien galt als sehr exotisch und geheimnisvoll. Vorallem die Briten haben viele ihrer Gerichte ihrem Geschmack angepasst, z.B. durch zugabe von Sahne oder weglassen von Gewürzen und Schärfe. Ursprüngliches Indisches Essen selbst, wird trockener gegessen und mit Raita oder Chutneys serviert. Beim Reis Casimir gehe ich stark davon aus, das man ähnlich vorgegangen sein wird.
 
Zuletzt bearbeitet:

Young Kaelin

merthyr matchstick
Beiträge
60.253
Punkte
113

Wahrscheinlich ist Beides richtig: Die Legende : Prager war in London hat sich dort inspirieren lassen, ging zurück in die Schweiz hat dann "sein" Rezept rausgehauen.


Originalrezept scheint also mit Kalbfleisch und Sahne gewesen zu sein.

In der Folge gabs X-Varianten.
 

Cudi

A, B, C und die 6
Beiträge
28.577
Punkte
113
Ort
040

Wahrscheinlich ist Beides richtig: Die Legende : Prager war in London hat sich dort inspirieren lassen, ging zurück in die Schweiz hat dann "sein" Rezept rausgehauen.


Originalrezept scheint also mit Kalbfleisch und Sahne gewesen zu sein.

In der Folge gabs X-Varianten.
Wtf...

In der Familie meiner Frau gibt es seit 3 oder 4 Generationen so ein ähnliches Gericht als traditionelles Weihnachtsessen. Im Prinzip Geschnetzeltes mit Curry, Ananas, Mango Chutney, Ingwer und paar anderen Sachen. Ich dachte immer, das wäre was komplett selbsterfundenes und wird auch immer nur als "Geschnetzeltes" bezeichnet und jeder in der Familie weiß sofort, was gemeint ist.

Habe die Familie mal in der WhatsApp-Gruppe mit meinen Forschungsergebnissen hier bekannt gemacht.

Danke Stef für die kleine Entdeckungsreise.
 
Oben