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Paracelsus

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Schon seltsam die Aussage.
Findest du es denn sinnvoll, aufgrund einer Google-Übersetzung derartige Dinge hineinzuinterpretieren? Wo dir Google "Komfortzone" ausspuckt steht im Original "il sicuro". Das Wort bedeutet einfach nur "sicher", bzw. als Substantiv dann Sicherheit. Und ist in ihrem Originaltext auch noch extra unter Anführungszeichen gesetzt.

Und kein Wort Unterstützung für ihre ehemaligen Kolleginnen übrig.
Ok, und was willst du damit sagen? Dass sie die Bemühungen der Damen-NoKo olympisch zu werden nicht genügend unterstützt, weil in einem einzelnen Social-Media-Posting davon nichts steht?

Ich sehe unter dem Posting übrigens mehrere positive Kommentare von ihren ehemaligen Weggefährtinnen, z.B. Ida Hagen, Brocard, Marte Leinan Lund.
 

johnny

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Findest du es denn sinnvoll, aufgrund einer Google-Übersetzung derartige Dinge hineinzuinterpretieren? Wo dir Google "Komfortzone" ausspuckt steht im Original "il sicuro".
Ja das stimmt. Ich habe das falsch interpretiert.

Ok, und was willst du damit sagen? Dass sie die Bemühungen der Damen-NoKo olympisch zu werden nicht genügend unterstützt, weil in einem einzelnen Social-Media-Posting davon nichts steht?
Nein, ich meine nur damit, dass es schön wäre, wenn sie ausdrücklich eine Unterstützung zeigen würde. Ist aber nur meine Meinung.
 

johnny

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Die andere Annika, Malacinski, war zu Gast bei hier bereits populären lustigen Podcast-Meistern Mika Vermeulen und James Clugnet. Ein ziemlich interessantes Gespräch mit ein Paar bisher wenig oder gar unbekannten Geschichten und Hintergrundinfos.

 

johnny

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sj44

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Ja die NoKo wurde in Österreich seit Klaus Sulzenbacher eine richtige Erfolgsgeschichte. Davor war man im Niemandsland und sie war eigentlich schon tot. Dass der Tod nicht eingetreten ist, hat man damals Wilfried Vetorri, dem Vater von Ernst Vettori zu verdanken.
 

johnny

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Im neuesten Skirious Problem Podcast hat Mika Vermeulen in seinem kontroversen Stil gesagt, dass zu "seiner" NoKo-Zeiten in Österreich war es so, dass in die NoKo diejenigen gegangen sind, die nicht gut genung fürs Spezialspringen waren. Mag schon gewesen sein, er war schliesslich ein Insider. Aber ob es heute auch so ist?
Ich kann mir aber sehr gut vorstellen, dass sowas in Slowenien und vor allem Polen geben könnte. Unzählige Spezialspringer und sehr wenige Kombinierer, die, vor allem in Polen, eben den Eindruck machen, als ob einige von ihnen eine Art "Skispringer aus der 4. Liga" wären und in der NoKo die Chance für internatonale Wettkämpfe gesehen haben. Überall gibt es grundsätzlich mehr Spezialspringer als Kombinierer, selbst in Norwegen, aber nirgendwo ist der Unterschied derart krass, wie in Slowenien und in Polen. Wobei Slowenien zumindest ein gutes Frauen-NoKo-Team hat (heute Volavšek 2te in Seefeld und die Juniorinnen Maša Likozar Brankovič und Tia Malovrh auf den Plätzen 1. und 2. beim COC in Schonach), Polen hat nur eine Athletin, die ohne Strukturen trainieren muss und auf die Hilfe von der österreichischen Mannschaft bei Weltcups angewiesen ist.
 
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Annika Sieff auf Instagram (mit Google Translate vom Italienischen übersetzt, hervorgehobenes von mir)



Also die Nordische Kombination war ihre "Komfortzone"? Sportart, die viel schwieriger ist und einen wesentlich höheren Trainingsumfang erfordert? Sportart, die um ihr Schicksal bangen muss? Wo es weniger Wettkämpfe, Preisgeld, Annerkennung gibt?
Gewechselt hat sie in eine Sportart, die mit einer Teildisziplin der NoKo völlig identisch ist und sie technisch völlig beherrscht hat und wo man einfach ein Paar Lücken weniger Anlauf nimmt.

Schon seltsam die Aussage.

Und kein Wort Unterstützung für ihre ehemaligen Kolleginnen übrig. Gerade, wo sie jetzt alle schon fast verzweifelt um Aufmerksamkeit im Bezug auf die fehlende Olympia-Chance suchen. Schade.


Ich würde “aus der Komfortzone gehen“ in diesem Zusammenhang als „neuen Weg bestreiten“ interpretieren. Wenn du die Sportart wechselst, verlässt du ja auch dein gewohntes Umfeld, arbeitest mit anderen Leuten zusammen, musst anders trainieren.
Ich hoffe ja, dass das IOC es schon honoriert, dass das Niveau deutlich höher ist als zu den Zeiten in denen Westvold Hansen 76578-mal hintereinander gewonnen hat. Man sieht es ja schon an Hiervonen und Korhonen, die bei den Spezialspringerinnen meist in die Punkte springen und bei den Kombis meist gut, aber nicht unbedingt die allerbesten auf der Schanze sind. Auch die Anzahl der verschiedenen Nationen an der Spitze lässt sich sehen.
 

Biathlon-Fan

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Ich hoffe ja, dass das IOC es schon honoriert, dass das Niveau deutlich höher ist als zu den Zeiten in denen Westvold Hansen 76578-mal hintereinander gewonnen hat. Man sieht es ja schon an Hiervonen und Korhonen, die bei den Spezialspringerinnen meist in die Punkte springen und bei den Kombis meist gut, aber nicht unbedingt die allerbesten auf der Schanze sind. Auch die Anzahl der verschiedenen Nationen an der Spitze lässt sich sehen.
Ich finde die Frauen-Kombination wirft aktuell fast ein besseres Bild als die Herren-Kombination ab. Ja, die Spitze ist noch dünn, das Teilnehmerfeld noch viel zu klein und abseits der Top10 ist das Niveau noch sehr dünn, aber es waren mit Norwegen, Deutschland, Österreich, Finnland, Japan, den USA und heute Slowenien immerhin sieben verschiedene Nationen auf dem Podium. Ich finde, dass ist eine Entwicklung die sich durchaus sehen kann.
Bei den Herren muss man im Gegenzug sagen, dass dort fast durchgehend überhaupt nur drei verschiedene Nationen in den Top 10/Top 15 sind, nimmt man mal Herola und Ilves raus, die dort teilweise noch mithalten können. Und ich glaube nicht, dass zu Olympia dies groß anders sein wird. Somit wird der große Kritikpunkt des IOC - mangelnde Nationenvielfalt - leider nicht zum positiven gewendet werden bei den Herren, was die Frauen hingegen vermutlich eher erreichen könnten.

Ich verstehe auch nicht, warum sich hier die anderen Nationen in der Herren-Kombination so unfassbar schwer tun die letzten Jahre. Vor 10-15 Jahren waren Nationen wie Frankreich, USA und Italien bei den Herren noch absolute Weltspitze, aktuell kämpfen diese Nationen wenn überhaupt um Top20 Platzierungen. Selbst im Herren-Skilanglauf, was gerne als ein weiteres Beispiel für mangelnde Nationenvielfalt seitens der Kombinierer genannt wird, standen in dieser Saison auch schon Sportler aus Österreich, Schweden, Italien, Frankreich, den USA und Finnland auf dem Podest. Im Skispringen dominieren Slowenien und Japan, aber in der Herren-Kombination funktioniert es einfach nicht.
 

Kestrel7017

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Überall gibt es grundsätzlich mehr Spezialspringer als Kombinierer
In der Schweiz ist das auch krass, 7 Spezialspringer mit Weltcuppunkten, aber kein Kombinierer bei Olympia. Einzige Ausnahme wäre für mich Estland, wo es eh wenig nordische Sportler gibt, aber die Junioren (vielleicht durch Ilves' Erfolge) großteils NoKo als Schwerpunkt betreiben
 

johnny

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Ich verstehe auch nicht, warum sich hier die anderen Nationen in der Herren-Kombination so unfassbar schwer tun die letzten Jahre. Vor 10-15 Jahren waren Nationen wie Frankreich, USA und Italien bei den Herren noch absolute Weltspitze, aktuell kämpfen diese Nationen wenn überhaupt um Top20 Platzierungen.
Meine Theorie ist hier die Entwicklung der Kombination selbst in Richtung Sprunglastigkeit, welche durch Materialentwicklung und wegen dem Riiber stattgefunden hat. Auch wenn mit Compact theoretisch ein bisschen Gegensteuer geschaffen wurde, bringt das nichts, weil die gut springenden Topnationen auch gut im Langlauf sind. Und diejenigen, die nur im Langlauf (einigermassen) gut sind, wie zum Beispiel Italiener, haben selbst im Compact sehr schwer und können höchstens von solchen "Exploits" wie der 12. und 13. Rang von Costa und Kostner in Oberhof träumen.
Und die japanische Mannschaft war traditionsgemäss auch immer im Nachteil was das (Sprung)material angeht, deswegen sind sie dort auch benachteiligt, selbst wenn Ryota Yamamoto zu seinen Bestzeiten ein Spitzenreiter auf der Schanze war. Bei den Frauen sind diese Unterschiede aufgrund einer anderen, bzw. späteren Entwicklung nicht so ausgeprägt, da gab es irgendwie "gleichere" Chancen für unterschiedliche Nationen habe ich den Eindruck.

Im Spezialspringen haben wir 6 grosse Nationen: GER, NOR, AUT, JPN, SLO, POL. In der Kombination sind nur die ersten 3 gemeinten eine Top-Nation. Japan konnte man bis vor kurzem noch als eine "halbe Macht" in der NoKo betrachten, heuer hinken sie aber massiv hinterher. Und das ausgerechnet in der Saison, wo ihre Spezialsprung-Kollegen so gut drauf sind. Das sind dort aber völlig separate Strukturen und Teams, das kann man so nicht vergleichen. Polen und Slowenien dagegen, das habe ich schon oben geschrieben: Null Interesse für die Kombination, bei Slowenien mit dem Vermerk "Männer". Da hat sich schon selbst Fabian Riessle währen einer Eurosport-Übertragung eines Weltcups gewundert, wie ist es möglich, dass Polen so schlecht in der Kombination ist, wenn sie so viele gute Skispringer haben. Und Eric Frenzel hat in einem Interview dafür plädiert, dass man z.B. in Zakopane wieder einen NoKo-Weltcup organisiert. Beides leider Fehlanzeige. Nie im Leben wird wird es ein Weltcup oder gar Continentalcup in der NoKo in Polen wieder geben. Der polnische Verband hat schon ein massives Problem bzw. bildet Widerstand, wenn es um einen Frauen-Spezialistinnen-Weltcup geht, geschweige denn NoKo!

In der Schweiz ist das auch krass, 7 Spezialspringer mit Weltcuppunkten, aber kein Kombinierer bei Olympia.
Ich wohne selbst seit Jahren in der Schweiz, komme ursprünglich aus Polen, also habe irgendwie Pech, dass sowohl meine alte, als auch neue Heimat so schlecht in der NoKo aufgestellt ist ;) In der Schweiz wurde irgendwann nach 2000 die Strategie des Skiverbandes bezüglich nordischer Sportarten gewechselt und sie haben die NoKo Förderung damals zugunsten von Biathlon massiv gekürzt. Jetzt versuchen sie zwar das wieder zu beleben und das soll man loben, aber das ist nicht genug. Da könnte zum Beispiel Kandersteg schon wieder mal zumindest einen Alpen Cup in der NoKo organisieren (sie veranstalten nächstes Wochenende einen Youth Cup, vielleicht ist es ein erster Schritt).
Einzige Ausnahme wäre für mich Estland, wo es eh wenig nordische Sportler gibt, aber die Junioren (vielleicht durch Ilves' Erfolge) großteils NoKo als Schwerpunkt betreiben
Ja Estland ist schon speziell, wegen grosser Traditionen mit Allar Levandi, Ago Markvardt und Co., aber dort ist es auch ein sehr kleiner Pool von Athleten. Bei solchen sehr kleinen Nationen kann es durchaus vorkommen, dass es mal mehr Kombinierer als Spezialspringer gibt. Aber Estland hat zum Beispiel keine einzige Frau im Weltcup, auch nicht mal im Continentalcup oder bei Juniorinnen.
 

Biathlon-Fan

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In Estland ist auch das Problem, dass du quasi aus der Nähe von Otepää kommen musst, um den Sport einigermaßen professionell betreiben zu können, da es dort die einzige Schanzenanlage mit Langlaufstadion gibt. Polen, Frankreich und Japan haben wenigstens 2-3 professionelle Anlagen, aber natürlich auch kein Vergleich zu den Möglichkeiten in Deutschland, Österreich oder Norwegen.
 

sj44

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Vor ca. 15 Jahren hat mir einer, der in der Langlaufsszene drinnen war, gesagt: "die jungen Burschen, die langlaufen können, gehen zur NoKo, oder die nicht springen, zum Biathlon, weil dort dürfens ein wenig schießen und das taugt ihnen. Hingegen schaut es bei den reinen Langläufern schlecht aus. Sieht man in Stams. Das Niveau bei den neu aufgenommenen ist bei der NOKO oder im Biathlon ganz gut, während man bei den Langläufern jeden nimmt, der irgendwo geradeaus mit schmalen Skiern laufen kann." Eine Aussage, wie gesagt, vor 15 Jahren. Die ganzen Dopingskandale haben dem Sport natürlich extrem zusätzlich geschadet.

Wichtig ist, was in ganz jungen Jahren passiert. In manchen Teilen Österreichs ist man bestrebt, dass die Kinder beides lernen, nämlich Skispringen und Langlaufen, auch wenn der Fokus von einem persönlich zuerst aufs Skispringen gelegt wird. Denn viele bringt das Skispringen zu den nordischen Sportvereinen und weniger das Langlaufen oder die NOKO an sich. Denn man kann in der NOKO nicht erfolgreich sein, wenn man nicht beides ordentlich erlernt und über die Jahre auch regelmäßig geübt hat. Das zeigen die Beispiele bei denjenigen, die vom reinen Skispringen auf die NOKO gewechselt sind. Mir fallen bei den Damen zwei Beispiele ein: Claudia Purker und Svenja Würth. Die langläuferischen Defizite, die sich durch jahrelanges mangelndes oder nicht vorhandenes Training aufgebaut haben, die lassen sich nicht mehr wettmachen. Eher geht das im Skispringen, wobei das dort auch schon schwierig ist.

Wie gesagt: Wer nicht in jungen Jahren beides lernt, ist für die NOKO verloren. Wenn man da nicht dahinter ist, anfangs schon hier breiter aufgestellt zu sein, dann wird das nix. Ich vermute, dass dahin gehende Bemühungen in Ländern wie in Slowenien oder in Polen eher rudimentär vorhanden sind.

Dazu kommt noch was anderes: Der Langlauf versorgt gleich drei Sportarten. Den Speziallanglauf, die Noko und Biathlon. Es wird immer schwerer, Kinder zu finden, die sich das Langlaufen antun wollen oder überhaupt die sportlichen Voraussetzungen dazu haben. Und um diesen kleiner werdenden Pool streiten sich gleich drei Disziplinen.
 

johnny

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Vielen Dank für diese interessanten Insights. Das hätte ich nicht erwartet, obwohl in Österreich reiner Speziallanglauf schon seit Jahren sich schwer tut, auch wenn mit Ausnahmeathleten wie Vermeulen oder Theresa Stadlober zumindest "punktuell" auf dem höchsten Niveau vorhanden ist.

Ich denke, auch in Deutschland hat Speziallanglauf massiv mit Biathlon um Lauftalente zu kämpfen und Beispiele von erfolgreichen Wechseln selbst in späteren Karrierejahren, wie Denise Hermann-Wick, bekräftigen das wohl. Trotzdem sind Deutschland und Norwegen die einzigen 2 Länder, wo alle 3 nordischen Sportarten für beide Geschlechter auf dem höchsten Weltklasse Niveau sind.

Denn man kann in der NOKO nicht erfolgreich sein, wenn man nicht beides ordentlich erlernt und über die Jahre auch regelmäßig geübt hat. Das zeigen die Beispiele bei denjenigen, die vom reinen Skispringen auf die NOKO gewechselt sind. Mir fallen bei den Damen zwei Beispiele ein: Claudia Purker und Svenja Würth.

Das ist eine interessante These und Beobachtung. Svenja Würth hat sich tatsächlich bis zum Karriereende schon sehr schwer getan auf der Laufstrecke. Purker dagegen konnte beachtliche Fortschritte in der Loipe machen, sie hat schon ein Paar Mal gute Läufe gezeigt.
Bei den Männern ist sowas eigentlich gar nicht vorzustellen. Da gibt es aber auch ein Beispiel mit Pascal Müller, der aber eben bis heute einen grossen Nachholbedarf beim Langlauf hat. Er war nämlich seinerzeit praktisch gezwungen aufs Spezialspringen zu wechseln, als in der Schweiz die NoKo-Strukturen praktisch verschwunden waren. Er hat danach in einem Interview erzählt, dass ihm seine neuen deutschen Trainer klar gemacht haben, dass er schon einige Jahre brauchen wird, um die Defizite nachzuholen.

Wir hatten aber auch in Polen einen ganz interessanten Fall. Tomasz Pochwała war 6. in der Junioren WM im Spezialspringen 2001. Nach seinem schweren Sturz beim Skifliegen in Planica 2002 hat er sich zunehmend schwer getan. Er hat danach noch ein Paar Jahre vorwiegend in Continentalcups gehüpft und dann ab Saison 2008/2009 überraschenderweise in die NoKo gewechselt. Und wie: Er ist zwar kein Spitzenathlet dort geworden, konnte im Weltcup punkten (mehrmals in Top30), war auch einmal 4. in einem Continentalcup. Das war schon beeindruckend. Vielleicht waren es seine Gene: Er ist Enkelkind von Franciszek Gąsienica-Groń, der vor genau 70 Jahren, 31.01.1956, die erste olympische Medaille für Polen bei den Winterspielen gewonnen hat, und zwar in der Nordischen Kombination :)

Ich vermute, dass dahin gehende Bemühungen in Ländern wie in Slowenien oder in Polen eher rudimentär vorhanden sind.
Ja genau, also ich kann vor allem von Polen berichten und dort ist die NoKo einfach nur nebenbei "geduldet". Zwar kann man anerkennen, dass der Verband eine Wettkampfserie auch für NoKo anbietet, aber die Unterschiede bei der Teilnehmeranzahl sind sehr gross. Polnische Kinder kommen zu den Club nur fürs Skispringen und wollen von der NoKo nichts hören. Vor ein Paar Jahren hat sich ein Trainer aus Zakopane - Jakub Kot, der Bruder von dem ziemlich bekannten polnischen Spezialspringer Maciej - in einem Interview beschwert, dass nicht nur Kinder selbst nicht langlaufen wollen, sondern sogar ihre Eltern sich ärgern, wenn Kinder dazu "gezwungen" werden, insbesondere bei Mädchen sei das ein Problem gewesen.
Es wird immer schwerer, Kinder zu finden, die sich das Langlaufen antun wollen oder überhaupt die sportlichen Voraussetzungen dazu haben. Und um diesen kleiner werdenden Pool streiten sich gleich drei Disziplinen.
Ich würde sogar sagen, dass dieses immer kleinere Pool an sportbegeisterten Kindern generell umkämpft wird, und zwar von allen Disziplinen. Überall hat sowieso Fussball den Vorrang und es ist ein grosses Problem. In Polen zum Beispiel, habe ich neulich gelesen, beschweren sich zunehmend Leichtathletikvereine, dass ihnen talentierte Jugend von Fussballclubs abgeworben wird.
 
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