Das Skispringen am Holmenkollen hinterlässt tiefe Gräben zwischen Trainern und FIS: Nach dem Boykott von Philipp Raimund wird nun klar, wie knapp auch
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Und trotzdem werden die Trainer sie auch beim nächsten Mal wieder abwinken, wenn der Wind verrückt spielt.
Eigentlich hätten in der Situation alle Trainer gemeinsam ein Zeichen setzen müssen Richtung FIS. Indem sie ihre Athleten zurückziehen. Weil es ja nicht das erste (und sicher auch nicht das letzte Mal) war / ist, dass die FIS ohne Rücksicht auf Verluste Durchgänge durchprügelt.
Ich kann mich wirklich noch an einen Bewerb erinnern, bei dem ähnlich katastrophale Bedingungen herrschten und die Jury auf Teufel komm raus den Durchgang durchprügeln wollte - leider komme ich nicht mehr drauf, wann und wo das war. Damals jedenfalls hatten mehrere Trainer ihre Teams zurück gezogen.
Am Sonntag nach dem echt gefährlichen Sprung von Felix Hoffmann (der mal noch gerade so gut ausgegangen ist...) habe ich aus Horngachers Reaktion auf dem Turm einfach geschlossen, dass er Raimund so oder so rausgenommen hätte (vielleicht habe ich da zu viel reininterpretiert)...
Auf alle Fälle war es die richtige Entscheidung nicht zu starten (wer auch immer sie nun getroffen hat) und ich wundere mich, dass es nicht mehrere so entschieden haben!
Der Wettbewerb war absolut unverantwortlich - und ich bin froh, dass keinem etwas passiert ist und die Athleten das alle retten konnten - ich mag mir nicht vorstellen, wenn einer mit einem etwas unstabilerem System (z.B. Ipciouglu) da hätte runtersegeln müssen...