O-Scoring: Viktor Faust vs. Mariusz Wach | WBO-Europameisterschaft im Schwergewicht | M4 Sport


Deontay

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Viktor Vykhryst - Mariusz Wach

1. 10-9(Faust etabliert sich und landet schon 2-3x ganz gut die Rechte)
2. 10-9(Wach versucht sich etwas mit dem Jab zu etablieren, gelingt nicht wirklich. Faust kommt voll durch hinten heraus, Wach beeindruckt)
3. 10-9(nun geht Wach vermehrt nach vorne, groß treffen tut er nicht. Faust liefert ein Finish)
4. 10-9(puh, das schaut überhaupt nicht gut aus bei Wach, der Nasenbluten hat und etliche harte Treffer nun nimmt)
5. 10-9(mal eine gute Hand von Wach, insgesamt ist das aber alles zu wenig)
6. 10-9(vielleicht das letzte Aufbäumen von Wach, aber viel ist es auch nicht)
7. 10-9(da war mal die Rechte komplett drin von Wach. Doof nur, dass danach nur noch Faust getroffen hat)
8. 10-9(und wieder gab es einige harte Sequenzen von Faust, Wach nimmt das aber alles stoisch)
9. 10-9(Faust bringt viele gerade Hände, er hätte aber ruhig mehr mit Haken agieren sollen - auch zum Körper. Das fehlte heute hier)
10.10-9(auch in der letzten Runde nimmt Wach alles)

100-90

Ungesunder Kampf, Wach kriegt man einfach nicht klein.
 

Fritzemann

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Offizielle Pressemitteilung

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Victor Faust dominiert Mariusz Wach und verteidigt WBO-Europameistertitel souverän

Sieg über Wach - Ehemaliger Klitschko-Promoter Hanraths: „Victor ist auf dem richtigen Weg“

Victor Faust festigt Position im Schwergewicht


Hamburg/Budapest, 26. März 2026 – Der ukrainische Schwergewichtler Victor Faust von EC Boxpromotion hat beim „László Papp Centenary Event“ in Budapest seine Klasse eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Gegen den erfahrenen Polen Mariusz Wach setzte sich der EC-Boxing-Profi nach zehn dominanten Runden klar nach Punkten durch (2x 100-90, 1x 100-88) und verteidigte damit erfolgreich seinen WBO-Europameistertitel.

Faust bestimmte den Kampf von Beginn an. Bereits in den ersten Runden überzeugte er mit seiner höheren Geschwindigkeit und klaren Treffern, insbesondere mit der rechten Schlaghand. Wach versuchte immer wieder, Druck aufzubauen, blieb offensiv jedoch weitgehend wirkungslos, während Faust das Geschehen kontrollierte und immer wieder harte Hände ins Ziel brachte.

Im weiteren Verlauf wurde die Überlegenheit des Ukrainers immer deutlicher: präzise Jabs, variable Kombinationen und eine hohe Schlagfrequenz sorgten dafür, dass Wach zunehmend einstecken musste. Zwar bewies der Pole enorme Nehmerqualitäten und hielt über die volle Distanz dagegen, ernsthaft gefährden konnte er Faust jedoch zu keinem Zeitpunkt.

Nach dem Kampf zeigte sich Faust selbstkritisch, aber zufrieden: „Ich bin mit dem Kampf zufrieden. Natürlich hätte ich mir einen vorzeitigen Sieg gewünscht, aber großen Respekt an Wach für seine enorme Nehmerqualität. Ich werde weiter hart arbeiten und mich weiterentwickeln.“

Fausts Promoter Erol Ceylan lobte die Leistung seines Schützlings: „Victor hat einen sehr starken und hervorragend vorbereiteten Wach über zehn Runden klar beherrscht. Er hat viele harte Treffer gelandet, sehr variabel geboxt und auch eigene Treffer gut weggesteckt. Natürlich wollte er den Kampf vorzeitig beenden, aber ein Knockout lässt sich nicht erzwingen – das ist eine wichtige Erfahrung. Insgesamt hat er das hervorragend gelöst: Top-Kondition, hohe Aktivität und eine starke Gesamtleistung. Wir sind sehr zufrieden und der nächste Kampf ist bereits in Planung.“

Auch Fausts Entdecker Peter Hanraths, der einst die Klitschkos nach Deutschland holte, zog ein positives Fazit und ordnete den Auftritt ein: „Victor hat das sehr gut gemacht. Er hat überlegt geboxt, den Gegner kontrolliert und sich nicht zu sehr vom Tempo mitreißen lassen. Gerade unter Druck zehn Runden gegen einen so erfahrenen und körperlich starken Gegner zu bestehen, war extrem wichtig für seine Entwicklung. Wach war top vorbereitet und hat viel eingesteckt – das zeigt die Qualität des Sieges. In einigen Bereichen kann er sich noch verbessern, aber insgesamt ist er absolut auf dem richtigen Weg.“

Ein besonderer Dank gilt auch István Kovács, dem Initiator des Events in seiner Position als Präsident des ungarischen Boxverbandes. Der ehemalige Universum-Boxer hat sich nach seiner aktiven Karriere hervorragend im Boxsport etabliert und mit der Veranstaltung in Budapest ein erfolgreiches Event auf die Beine gestellt. „Istvan war ein sehr ehrgeiziger Boxer, wenn es darum ging, die sich ihm gesetzten Ziele auch zu erreichen. Genau so ist er jetzt auch in seiner Position als Verbandspräsident und WBO-Offizieller“, so Peter Hanraths, der den gebürtigen Ungarn einst promotete.

Mit der erfolgreichen Titelverteidigung festigt Victor Faust seine Position im Schwergewicht und empfiehlt sich weiter für größere Aufgaben auf internationaler Bühne.
 

Fritzemann

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Größere Aufgaben? Vermutlich eher kleinere.

Wach ist mittlerweile 46 und ist allenfalls noch Gatekeeper. Von seinen letzten 10 Kämpfen hat er 6 verloren.

Da sollte man einen (nicht mal KO-) Sieg von Faust nicht so schön reden.

Ja, Wach ist ein harter Hund und immer noch nicht so leicht KO zu schlagen, aber in den letzten 10 Fights haben es Moses Itauma,

Kevin Lerena und Arslanbek Makhmudov geschafft.

Das zum Thema "größere Aufgaben".
 
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Deontay

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Die Kritik in Polen war enorm nach dem Kampf, was wenig überraschend erscheint. Übrigens saß auch der Vater von Wach in Budapest am Ring und gab ein Interview dazu. Ich habe es mal übersetzen lassen.

Artur Gac, Interia: Möchten Sie kommentieren, was sich am Mittwoch im Ring mit Beteiligung Ihres Sohnes Mariusz abgespielt hat? Auf dem Spiel stand der WBO-Europameistertitel im Schwergewicht.

Ryszard Wach: – Ich habe Ihnen schon vor einigen Jahren gesagt, dass das für mich ein Missverständnis ist und dass es bergab geht.

Das haben Sie mir tatsächlich nach dem Kampf gegen Hughie Fury im Jahr 2020 gesagt.

– So war es, und die Wahrheit tut manchmal weh. Während ich mit Ihnen spreche, bin ich gerade auf dem Rückweg aus Budapest.

Das heißt, Sie waren bei der Veranstaltung?

– Ja.

Hat Ihnen das das Herz gebrochen?

– Ach … das ist einfach ein Missverständnis. Keine Vorbereitung, gar nichts. Über zehn Runden hinweg hat er vielleicht drei oder vier klare Treffer gelandet. Und so einen Boxer lässt man in einen so wichtigen Kampf gehen. Das ist zum Weinen.

Einige Treffer von Mariusz kamen dennoch durch.

– Mit voller Wucht hat er drei oder vier Treffer gesetzt. Wovon reden wir hier eigentlich? Das ist kaum zu kommentieren.

Beim Zuschauen hatte ich den Eindruck, dass das alles keinen Sinn mehr ergibt. Mariusz ist 46 Jahre alt.

– Es ergibt keinen Sinn. Wenn er sich noch einmal richtig reinhängen würde, könnte vielleicht noch etwas daraus werden. Aber sehen Sie doch, in welchem Zustand er ist. Sportlich ist er vernachlässigt.

Über Jahre hinweg konnten ihm viele der besten Boxer der Welt nichts anhaben. Und jetzt, kurz vor dem Karriereende, soll ihn jemand zerstören?


– Mariusz ist erfahren, er sollte wissen, dass man einen solchen Kampf nicht annimmt, wenn man nicht vorbereitet ist. Lassen wir Piotr Wilczewski als Trainer einmal außen vor – Mariusz kennt den Boxsport und seinen eigenen Körper. Und dann fährt er in diesem Zustand zu einem Kampf? Das ist lächerlich, als hätte er keinen Verstand mehr. Als wäre ihm der Verstand genommen worden. Deshalb mache ich ihm vielleicht sogar mehr Vorwürfe als dem Trainer. Als alter Hase sollte er wissen, was ihm fehlt – und daran im Training arbeiten, bevor er in den Ring steigt. Zum Glück hatte dieser Ukrainer keinen besonders harten Punch, sonst hätte es schlimmer ausgehen können. Ich bin wirklich erschüttert. Es heißt, die Sparrings liefen gut – und dann sehe ich im Ring, wie „gut“. Das ist eine Tragödie. Das ist kein Boxen, das ist eine Tra-ge-die!

Meiner Meinung nach hätte man Mariusz in diesem Kampf sogar aus dem Kampf nehmen müssen.

– Ja, er war hilflos. Dabei gab es durchaus Möglichkeiten, diesen Vychryst zu treffen. Es hat sich regelrecht angeboten, ihn mit einem rechten Schlag – entweder zum Körper oder zum Kopf – aus der Rücklage zu erwischen. Mehr war gar nicht nötig. Aber er hat es nicht gemacht, weil ihm die Kondition fehlte. Schon am Anfang habe ich gesehen, dass er schwerer atmete. Ehrlich gesagt wusste ich schon in dem Moment, als er sich für den Kampf auszog, dass er nicht vorbereitet ist.

Ich habe wirklich Mitleid mit ihm. Ich möchte eigentlich gar nicht noch weiter Kritik üben.

– Das ist die Wahrheit. Sollen wir ihn etwa noch in Schutz nehmen? Damit würden wir uns selbst belügen. Schon bei unserem letzten Gespräch waren viele auf mich wütend. Aber ich habe gesagt: Es geht bergab.

Wie ist es überhaupt, so einen Kampf aus der Perspektive eines Vaters zu sehen?

– Es tut weh, und man ist traurig. Ich hatte selbst das Gefühl, in den Ring springen zu wollen und die Schläge zu setzen, die ich bei Mariusz vermisst habe.

Die Veranstaltung in Budapest fand am 100. Geburtstag von László Papp statt, der 2003 verstorben ist und als Legende des ungarischen und internationalen Boxsports gilt.

– In dieser Hinsicht war es gut organisiert. Es wurden Kämpfe des großen Papp gezeigt, der legendäre Duelle mit Zbigniew Pietrzykowski bestritten hat. Die Atmosphäre war gelungen, es waren unter anderem István „Koko“ Kovács (Olympiasieger von Atlanta) und Zsolt Erdei vor Ort. Umso mehr schmerzt es, das alles zu sehen.

 
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