Eurovision Song Contest 2026 - Vienna calling (again)


L-X

Human Intelligence (pre-Alpha)
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Ich habe auch mal meine Partnerin gefragt letztens, was es mit ihr macht, wenn sie aus der Tankstelle (da waren wir) an einer kleinen Männergruppe vorbeiläuft. Und sie meinte eben, dass sie da durchaus eben mit einer "vorsichtigen" Erwartungshaltung vorbei läuft, dass da "etwas" kommen kann.
Frag doch mal @JL13 , was es mit ihm macht, wenn er mit einer grundsätzlich vorsichtigen Erwartungshaltung Sportforen betritt, weil er damit rechnen kann, dass ihn dort ein Jerry auf seinen riesigen Pimmel anspricht. :licht:
 

Finn-Lady

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Und bei den weniger erfolgreichen Frauen ist es Dir egal?
Nein, ist es nicht. Du weiß genau, was und wie es gemeint war/ist. Von daher ist deine spitzfindige Frage einfach fehl am Platz.
Ich finde es echt traurig, wie hier manche Schreiber agieren und wie wenig sie versuchen, Posts zu nachzuvollziehen. Bei einigen klingt es so, als sei man ihnen ganz gehörig zu nahe getreten.
Sagt am Ende viel aus.
 

Shakey Lo

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Mêlée Island
Da spielt am Ende natürlich auch eine gewissen Sensibilität mit.
Eine Bekannte hat mir letztens erzählt, sie werde ständig angemacht. Beim Einkaufen, auf der Straße u.a. Und eine gute Freundin kann sich nicht an ein einziges Mal erinnern. Nie. Und wenn man jetzt über die 'objektive' Attraktivität spekulieren will, da besteht kein Unterschied würde ich meinen. Und die leben ja beide hier in derselben Stadt.

PS: Sensibilität ist nicht wertend gemeint, also nicht "zu sensibel". Ich meine nur, manche kriegen sowas eher mit oder eben auch nicht.

Ich würde mal behaupten: Es gibt Frauen, die haben so eine natürliche "don't **** with me" Ausstrahlung. Aber das ist glaub ich typbedingt, so eine Resilienz hat leider nicht jede (und klappt natürlich auch nicht immer, manche Männer haben noch die extra Portion Blödheit).

Irgendwie reite ich mich nun auch noch auf anderer Ebene irgendwo rein, wo ich nicht hinwollte oder hinsollte. :weghier:

cute-love.gif


Kenn ich... :D
 

Grenzdebilist

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Ohne Selbstironie kann ich natürlich nicht 100%ig sagen, aber in Erinnerung habe ich Aussagen. Die kamen natürlich in lustigem Mantel daher, aber es wirkte schon so, dass du da ein Fünkchen Wahrheit darin siehst. Vielleicht hast du aber auch nur von deinem riesigen Pimmel gesprochen und ich verwechsle das.
Bei @JL13 ist das sicher auch nur ein fairer Ausgleich der Natur. Der darf ja aufgrund seines Dialekts nicht sprachlich auf sich aufmerksam machen und braucht deshalb dieses riesige Gehänge. Erst wenn er die Frau am Haken hat darf er 'Grüezi mitanand' sagen.
Irgendwie reite ich mich nun auch noch auf anderer Ebene irgendwo rein, wo ich nicht hinwollte oder hinsollte. :weghier:
Jetzt wissen wir immerhin wie du in dieses AfD-Rabbithole gekrochen bist. :D
Aber im ernst, das kennt hier vermutlich jeder und ich mache es an anderer Stelle gerade auch durch. :LOL:
Du schreibst hier zum Teil ja aber auch mit Affen. Ich bin mir sicher, dass @Brummsel seine Lebensabschnittsgefährtinnen kennenlernt indem er sie mit Kieselsteinen bewirft um ihre Aufmerksamkeit zu erlangen. :saint::smoke::D
 

Finn-Lady

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Starke Frauen ignorieren Idioten die Sprüche klopfen und wissen das sie mit beiden Beinen im Leben stehen. Es gibt nichts besseres für einen Mann, als eine Frau mit einer starken Persönlichkeit, die die eigenen Schwächen ausgleicht und ergänzt.
Wow, das klingt halt irgendwie wahnsinnig theoretisch und wie aus einem Beziehungsratgeber abgeschrieben.
In einer gleichberechtigten Beziehung ergänzen sich beide Partner gegenseitig. So würde ich es gerne formulieren.
Es ist allerdings auch so, dass traditionelle Rollenbilder immer noch existent sind und unsere Gesellschaft prägen. Beginnend mit Fragen, die ich tagtäglich erlebe: sollten Jungs in einer Theater- oder Puppenecke spielen dürfen, wie erziehe ich Jungs, wie erziehe ich Mädchen. Oftmals spielen da auch kulturelle oder religiöse Hintergründe eine Rolle.
Meine Eltern haben keine Unterschiede gemacht. Wir wurden gleichberechtigt erzogen, auch wenn ich als Erstgeborene um mehr Freiheiten kämpfen musste, als es meine Brüder später mussten. Meine Meinung wurde genauso gehört und respektiert wie die meiner Brüder. Wir wurden als starke (was das am Ende auch immer beinhalten mag) und meinungsstarke Persönlichkeiten erzogen. Ich fühle mich „stark“ genug, in diesem Leben und dieser Welt zu bestehen.
Ich habe allerdings auch später in meiner Führungsposition erlebt, dass ich eben trotz meiner Kompetenzen von übergeordneter Stelle nicht ganz so ernst genommen wurde wie mein Kollege aus der anderen Einrichtung. Es gab mehr als einmal die Aussage: fragen wir doch mal, was der … davon hält. Ich habe mir in vielen Bereichen den Respekt erarbeiten müssen, der meinem Kollegen per se zugeflogen ist.
Ich habe auch erlebt, dass Frauen, die tough schienen, in ihrer Beziehung plötzlich ganz klein wurden, sei es aus finanzieller Abhängigkeit, aus falsch verstandener Liebe, whatever. Das ist doch alles nicht mit so einem theoretischen Satz wegzuschieben.
Die Aussage: Starke Frauen ignorieren Idioten die Sprüche klopfen impliziert, dass Frauen selbst dran schuld sind, wenn sie eben solche Sprüche nicht abkönnen.
Resilienz - egal für wen - ist ein stetiger Prozess. Denn natürlich machen dumme Sprüche etwas mit einem. Und du kannst heute vielleicht besser mit dummen Sprüchen umgehen als es womöglich morgen der Fall ist. Es ist eben kein Freibrief, wie ein Bulldozer durch die Welt zu gehen, nach dem Motto: wenn sie/er nicht damit umgehen kann, ist es nicht mein Problem. Es wäre ein beidseitiger Lernprozess, gerade, wenn einem die Beziehung wichtig ist.
Und ja, erweitert können wir sagen, dass die Aussagen zu JJ, die hier stets als beschreibendes Element genutzt werden (androgyn, Kastratenstimme, Eunuch…) ebenfalls kein Zeichen von Respekt, den es in der Gesellschaft oder auch in einer Beziehung braucht, sind. Sie klingen für mich einfach nur überheblich (weil man sich selbst richtiger oder zudem noch wichtiger nimmt) und übergriffig.
 
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Brummsel

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Die Aussage: Starke Frauen ignorieren Idioten die Sprüche klopfen impliziert, dass Frauen selbst dran schuld sind, wenn sie eben solche Sprüche nicht abkönnen.
Du wirst aber diese dummen Sprüche gegenüber Frauen, die von bestimmten Männern kommen, niemals wegkriegen.
Natürlich kann man immer wieder darauf hinweisen, dass es respektlos, übergriffig... ist.
Letztlich ist es mMn aber der wirkungsvollere und nachhaltigere Weg, selbst an sich zu arbeiten, um sowas besser wegstecken zu können.
Meine beiden schwulen Arbeitskollegen haben auch immer erzählt, dass es für sie ein langer, steiniger Weg war, genügend Selbstbewusstsein und -sicherheit aufzubauen, um diskriminierende und beleidigende Sprüche besser verarbeiten zu können.

Nicht falsch verstehen... ich behaupte nicht, dass Männer weiterhin einen "Freibrief" für dumme, abwertende und übergriffige Sprüche bekommen sollten, da ist noch ne Menge Aufklärung nötig.
Gleichzeitig aber sollten bestimmte Frauen daran arbeiten, sich nicht immer als "Opfer" zu sehen, das verstärkt nur noch den Hass auf sprücheklopfende Männer und wird auch nicht das Problem lösen.

"selbst daran schuld, wenn sie solche Sprüche nicht abkönnen".
Ich mag das Wort "Schuld" in diesem Zusammenhang nicht, würde eher von "Verantwortung den eigenen Gefühlen gegenüber" sprechen.
Als Kind und Jugendlicher hab ich stark gestottert und wurde deshalb natürlich in der Schule gehänselt (damals gab es das Wort "Mobbing" noch nicht).
Das hat extrem etwas mit mir gemacht. Das ging so weit, dass ich mich irgendwann gar nicht mehr mündlich gemeldet habe, wenn der Lehrer eine Frage gestellt hatte, obwohl ich die Antwort wusste. Ich habe mich allgemein immer mehr zurück gezogen und wollte am liebsten gar nicht mehr sprechen. Irgendwann bekam ich sogar Suizidgedanken.

Erst im Laufe der Zeit, mit Hilfe vieler Therapien, habe ich gelernt, mit solchen Beleidigungen besser umzugehen. Und im Gegenzug wurde auch das Stottern immer weniger und heute ist es kaum noch vorhanden.
Mit anderen Worten, ich war damals selbst verantwortlich dafür, was die Hänseleien mit mir machen.
Niemals kannst du bei Kindern, Jugendlichen und auch einigen Erwachsenen völlig verhindern, dass sie vermeintlich Schwächere, Menschen mit Behinderungen diskriminieren und beleidigen.
Entscheidend ist einzig und allein, was man als Betroffener selbst daraus macht, wie man dem gefühlsmäßig entgegnet.
 

Grenzdebilist

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Warum ist @Finn-Lady eigentlich die Einzige hier, die sinnvolle Zeilen zusammenbringt? (y)
Irgendwie schon, ja. Ich lasse mich auch viel zu schnell von Trashtalk anziehen und verwässere damit selbst aktiv die inhaltlich wertvolleren Beiträge.
@Brummsel Deine persönliche Geschichte ist natürlich ein gutes Beispiel wie sich Resilienz entwickelt und bezahlt machen kann. Aber das kann ja nur eine Seite der Medaille sein. Das schreibst du ja auch selbst.
Aber vielleicht ist eine Seite der Medaille solche Beiträge von @Finn-Lady gar nicht bezüglich 'wie kann ich Tipps geben' zu lesen sondern sie einfach stehen zu lassen. So entsteht ungewollt ja auch irgendwie der Eindruck, dass es da 'kein Problem' gibt.
Und damit meine ich jetzt gar nicht dich im Speziellen sondern eben vor allem mich. Ich hab hier schon wieder genug Schwachfug reingeschrieben die letzten 24 Stunden. Ich sitze also absolut im Glashaus.
 

Savi

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Der Aufhänger hier "aus aktuellem Anlass" ist ja, dass Frauen nicht abwertend bzw. auf ihr Äußeres oder äußeren Merkmale "reduziert" werden.
Zu der jetzt daraus entstandenen Diskussion, die offtopic wird, kann man sagen, dass gewisse Dinge, die von gewissen Lebewesen, in gewissen Situationen über andere "Gruppen" (oft Minderheiten, hier natürlich nicht) teilweise unangebracht geäußert werden, bei den verschiedenen Adressaten unterschiedliche Empfindungen hervorrufen (können). Genauso unterschiedlich gehen die Empfänger damit um.
Und genau so wie dieses Empfinden unterschiedlich sein kann, wird man in einer Diskussion nicht immer einen einheitlichen Nenner finden.
Allgemein hilft aber bei Meinungen / Posts oft wie @Grenzdebilist sagt
sie einfach stehen zu lassen
:knuddel:
 

Gladio

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Wow, das klingt halt irgendwie wahnsinnig theoretisch und wie aus einem Beziehungsratgeber abgeschrieben.
In einer gleichberechtigten Beziehung ergänzen sich beide Partner gegenseitig. So würde ich es gerne formulieren.
Es ist allerdings auch so, dass traditionelle Rollenbilder immer noch existent sind und unsere Gesellschaft prägen. Beginnend mit Fragen, die ich tagtäglich erlebe: sollten Jungs in einer Theater- oder Puppenecke spielen dürfen, wie erziehe ich Jungs, wie erziehe ich Mädchen. Oftmals spielen da auch kulturelle oder religiöse Hintergründe eine Rolle.
Meine Eltern haben keine Unterschiede gemacht. Wir wurden gleichberechtigt erzogen, auch wenn ich als Erstgeborene um mehr Freiheiten kämpfen musste, als es meine Brüder später mussten. Meine Meinung wurde genauso gehört und respektiert wie die meiner Brüder. Wir wurden als starke (was das am Ende auch immer beinhalten mag) und meinungsstarke Persönlichkeiten erzogen. Ich fühle mich „stark“ genug, in diesem Leben und dieser Welt zu bestehen.
Ich habe allerdings auch später in meiner Führungsposition erlebt, dass ich eben trotz meiner Kompetenzen von übergeordneter Stelle nicht ganz so ernst genommen wurde wie mein Kollege aus der anderen Einrichtung. Es gab mehr als einmal die Aussage: fragen wir doch mal, was der … davon hält. Ich habe mir in vielen Bereichen den Respekt erarbeiten müssen, der meinem Kollegen per se zugeflogen ist.
Ich habe auch erlebt, dass Frauen, die tough schienen, in ihrer Beziehung plötzlich ganz klein wurden, sei es aus finanzieller Abhängigkeit, aus falsch verstandener Liebe, whatever. Das ist doch alles nicht mit so einem theoretischen Satz wegzuschieben.
Die Aussage: Starke Frauen ignorieren Idioten die Sprüche klopfen impliziert, dass Frauen selbst dran schuld sind, wenn sie eben solche Sprüche nicht abkönnen.
Resilienz - egal für wen - ist ein stetiger Prozess. Denn natürlich machen dumme Sprüche etwas mit einem. Und du kannst heute vielleicht besser mit dummen Sprüchen umgehen als es womöglich morgen der Fall ist. Es ist eben kein Freibrief, wie ein Bulldozer durch die Welt zu gehen, nach dem Motto: wenn sie/er nicht damit umgehen kann, ist es nicht mein Problem. Es wäre ein beidseitiger Lernprozess, gerade, wenn einem die Beziehung wichtig ist.
Und ja, erweitert können wir sagen, dass die Aussagen zu JJ, die hier stets als beschreibendes Element genutzt werden (androgyn, Kastratenstimme, Eunuch…) ebenfalls kein Zeichen von Respekt, den es in der Gesellschaft oder auch in einer Beziehung braucht, sind. Sie klingen für mich einfach nur überheblich (weil man sich selbst richtiger oder zudem noch wichtiger nimmt) und übergriffig.
Meine Lady ist genau das was ich geschrieben habe. Sie ergänzt mich so wie, ich sie ergänze. Und ich mit impliziere mit meiner Feststellung gar nichts damit. Das sind Beobachtungen und Erfahrungswerte aus meinem eigenen Leben. Meine Lebensgefährtin ist keine ständig toughauftretende Amazone. Sondern eine Frau die mit beiden Beinen im Leben steht. Die damit klar kommt das ihr Partern bis zu fünf Monate im Jahr nicht bei ihr sein kann, aber auch erwarten kann das dieser ihr sein vollstes Vertrauen entgegen bringt. Man sucht sich seine Lebenspartner auch selber aus. Oft ist das ein längerer Lernprozess um herauszufinden was man selbst im Leben benötigt und was man bereit ist anderen zu geben.

Es gibt Unterschiede ob Männer zu einer Frau pöbelhaft sagen "du hast einen geilen Arsch" oder beleidigend "du fetter Entenarsch" von sich geben. Das erstere ist ein dummer Spruch. Das zweite eine unverschämte Beleidigung. Über einem Spruch sieht man hinweg wenn man es möchte. Denn sie tun nicht weh, sondern zeigen nur wie stupide der Gegenpart ist. Über eine Beleidigung darf man sich aufgeregen und Kontra geben wenn sich dazu in der Lage fühlt, denn diese soll nur verletzten. Das sind zwei völlig verschiedene Gegebenheiten, mit denen man gefühlsmäßig, völlig unterschiedlich umgeht. Dennoch hat hier im Thread weder der erstere Fall, noch der letztere stattgefunden.

In den heute verfügbaren modernen Medien, wird gelebtes, dummes Verhalten quasi via Bildschirm in alle Lebensbereiche hinein projeziert. Durch hunderten von Shows, sowie Tiktok und Youtube Videos. In diesem Thread haben sich die männlichen User weder dir noch, einer anderen Userin oder den ESC Teilnehmerinnen dispektierlich, respeklos gegenüber benommen.

Zu JJ. Er hat ein androgynes Auftreten und scheint wert darauf zu legen. Wo liegt das Problem darin es zu erwähnen? Von einem Kastrat war hier auch nie die Rede.Obwohl in früheren Zeiten, so unmenschlich das sein mag, Countertenöre oft genau das waren. Auch wenn JJ mehr Popsänger ist, als ein klassisch ausgebildeter Countertenor, weil ihm die nötige Range fehlt.

Hier ein Auftritt von Dominique Visse.

Und einer von Andreas Scholl
 

Finn-Lady

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@Brummsel - danke für dein langes Statement, das ist (bitte so positiv verstehen, wie es gemeint ist) eine Basis mit der ich arbeiten kann 😉

Du wirst aber diese dummen Sprüche gegenüber Frauen, die von bestimmten Männern kommen, niemals wegkriegen.
Niemals kannst du bei Kindern, Jugendlichen und auch einigen Erwachsenen völlig verhindern, dass sie vermeintlich Schwächere, Menschen mit Behinderungen diskriminieren und beleidigen.
Entscheidend ist einzig und allein, was man als Betroffener selbst daraus macht, wie man dem gefühlsmäßig entgegnet.

Nein, wird man wohl nicht. Leider. Und dennoch kann es auch hilfreich sein, wenn man einfach dafür sensibel macht. Dann hat jeder den Freiraum sich zu reflektieren. Ob er diesen Gedanken an sich heranlässt, ist dann eine andere Geschichte.
Am Ende ist sicher jeder für sich verantwortlich. Aber es gibt Situationen, wo man vielleicht nicht so stark, so resilient ist, um mit erlebter Diskriminierung umzugehen.

Natürlich kann man immer wieder darauf hinweisen, dass es respektlos, übergriffig... ist.
Letztlich ist es mMn aber der wirkungsvollere und nachhaltigere Weg, selbst an sich zu arbeiten, um sowas besser wegstecken zu können.

Nicht falsch verstehen... ich behaupte nicht, dass Männer weiterhin einen "Freibrief" für dumme, abwertende und übergriffige Sprüche bekommen sollten, da ist noch ne Menge Aufklärung nötig.
Gleichzeitig aber sollten bestimmte Frauen daran arbeiten, sich nicht immer als "Opfer" zu sehen, das verstärkt nur noch den Hass auf sprücheklopfende Männer und wird auch nicht das Problem lösen.
Das eine schließt in meinen Augen das Andere nicht aus.
Resilienz ist am Ende kein typisches Frauending (wie du ja auch selbst geschildert hast).

Daher verstehe ich die Bezeichnung „bestimmte Frauen“ nicht. Wer sind diese bestimmten Frauen? Ab wann ist man so eine Frau 😉 (ist kein persönlicher Angriff, ich möchte verstehen, was du und wie du es gemeint hast).
Ich habe mich gestern mit einer „so wie ich bin 😄 weiblichen Sichtweise“ eingeklinkt und meine Meinung sachlich geschildert, fühle mich allerdings keinesfalls als Opfer. Wie es andere Teilnehmer (m, w, d) in dieser Diskussion tun, kann ich nicht beurteilen. Die Frage muss jeder für sich selbst beantworten.
Ich persönlich sehe mich auch nicht als „toughe Amazone“ oder „bestimmte Frau“, nur weil ich die Meinung geäußert habe, dass es mich stört, wenn Frauen auf ihr Äußeres reduziert werden. Mit solchen Begriffen wird bewusst oder unbewusst eine imaginäre Schublade geöffnet, weil sie einfach negativ konnotiert sind.
Ich bin eine feministische Frau, ja - und zwar in der ursprünglichen Bedeutung. Aber sicher nicht in der Form, wie sie allgemein hin negativ bewertet wird. Ich muss mein Leben gestalten und natürlich bin ich froh, dass ich als Frau heute selbstbestimmter leben kann, dass ich mehr Rechte (und natürlich auch mehr gesellschaftliche Pflichten) habe. Das ist ein Privileg, für das ich dankbar bin. Wieviele Frauen können es nicht?
Ich selbst kann von mir sagen, dass ich ein Mensch mit einer klaren Meinung bin, die ich auch kommunizieren kann. Dazu wurde ich erzogen. Meine Eltern haben mir aber auch beigebracht, konträre Meinungen stehen zu lassen und mich bei strittigen Fragen selbst zu hinterfragen, mich gegebenenfalls zu korrigieren, mich aber niemals verbiegen zu lassen oder meine Werte, meine Haltung oder meinen Standpunkt aufzugeben, wenn andere meine Meinung nicht gut finden oder ich belächelt werde. Dafür bin ich meinen Eltern dankbar.
Ich persönlich stehe mit beiden Beinen im Leben, ok, mit meinen Ecken und Kanten, mit meinen Fehlern. Wie so ziemlich jeder hier habe ich auch schon die besagte Sch… gefressen, bin aber immer wieder aufgestanden. Du weißt, hinfallen, aufstehen, Krönchen richten und so 💪🏻 Das ist männlich, weiblich, divers gleichermaßen vorbehalten.
Es bedeutet aber nicht, dass mir die erworbene Resilienz auch morgen noch hilft, ich muss immer wieder neu daran arbeiten.

Ich mag das Wort "Schuld" in diesem Zusammenhang nicht, würde eher von "Verantwortung den eigenen Gefühlen gegenüber" sprechen.
Aus dem Kontext heraus habe ich es für mich so gelesen. Das mag stimmen, es kann aber auch meine subjektive Einschätzung sein.

Als Kind und Jugendlicher hab ich stark gestottert und wurde deshalb natürlich in der Schule gehänselt (damals gab es das Wort "Mobbing" noch nicht).
Das hat extrem etwas mit mir gemacht. Das ging so weit, dass ich mich irgendwann gar nicht mehr mündlich gemeldet habe, wenn der Lehrer eine Frage gestellt hatte, obwohl ich die Antwort wusste. Ich habe mich allgemein immer mehr zurück gezogen und wollte am liebsten gar nicht mehr sprechen. Irgendwann bekam ich sogar Suizidgedanken.

Erst im Laufe der Zeit, mit Hilfe vieler Therapien, habe ich gelernt, mit solchen Beleidigungen besser umzugehen. Und im Gegenzug wurde auch das Stottern immer weniger und heute ist es kaum noch vorhanden.
Mit anderen Worten, ich war damals selbst verantwortlich dafür, was die Hänseleien mit mir machen.
Ehrlicher Respekt für diesen Weg, den du gegangen bist und vor allem für die Offenheit, es mit uns zu teilen 🙏🏻
Ich denke, dass diese persönliche Erfahrung anderen Mut machen kann 💪🏻
 

Michel der Trabant

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Z.B. Frauen die sofort in Panik geräten, wenn sich ihnen abends ein Mann auf der Straße nähert.
Frauen, die besonders sensibel auf plumpe Sprüche reagieren und sich davon einschüchtern lassen.
Frauen, die es (leider) nie gelernt haben, auch mal Contra zu geben und sich zu behaupten.
usw.
Evtl. gab es eine Zeit vor dir, wo das wohl sehr schwer war. Meine Großmutter schrieb in ihren Memoiren vom "dritten Gesicht" ...
 

Gladio

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Evtl. gab es eine Zeit vor dir, wo das wohl sehr schwer war. Meine Großmutter schrieb in ihren Memoiren vom "dritten Gesicht" ...
Diese Zeiten sind aber auch schon lange vorbei. Damals herrschte im Allgemeinen noch ein anderer Verhaltenskodex. Manches war sicherlich rückständiger als es heute der Fall ist. Manches dagegen darf man getrost als besser bezeichnen. Vorallem was den gesellschaftlichen Umgang miteinander betrifft, hat sich vieles geändert. Man muss sich heute nur die Verrohung der Gesellschaft und der Sprache im allgemeinen anschauen.

Meine ehemalige Nachbarin ist 2014 im Alter von 92 Jahren gestorben. Wir wohnten 5 Jahre lang Tür an Tür. Sie war eine ganz wunderbare Dame, mit viel Humor und noch viel mehr Geschichten über das Leben. Sie hatte eine Art an sich die mich an eine ferne Vergangenheit erinnert haben. Ich kann nicht so wirklich erklären. Sie konnte eimfach bildhaft tolle Geschichten erzählen.

Unteranderem hat sie erzählt wie schlimm die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg waren. Wie patriachalisch die Gesellschaft damals noch war. Wie man von Frauen stumpfen gehorsam gegenüber Männern verlangt hat und wie schwer die Zeit als alleinerziehende Mutter war. Diese Generation von Frauen war es die den Weg bereiten haben, in dem sie mit ihrem Mut nicht aufzugeben, den Weg für alle Frauen nach ihnen bereit haben. Dennoch war sie eine Dame deren Erziehung ihr nicht erlaubt hat, bestimme Dinge laut auszuprechen, wie z.B. Nachbarn die Nachts viel zu laut waren. Das tat sie immer ganz dezent im flüster Ton und begann den Satzt immer mit Herr Gladio ich beschwere mich ja nicht aber........

Ich werde nie vergessen wie ich einmal Nachts um zwei tot müde von Arbeit kam und eine Geschenktüte an meiner Tür hing. Darin war eine Packung Merci und eine Karte. Auf ihr stand geschrieben, das sie sich freut das ein junger Mann (ich war damlas 28 Jahre alt :D) Beethoven hört und ihr Nachbar ist. Jedes Weihnachten gab es von ihr eine Karte und einen Schokoweihnachtsmann von Lindt. Wann immer ich mal zuhause war und ihr helfen konnte ,tat ich das auch. Meistens war das irgendwas für sie entsorgen oder die Einkäufe für sie tragen. Einkaufen wollte sie immer selber. Darauf hat sie bestanden. Das war bis zu ihrem Tod aktive Nachbarschaft.

Das sind gesellschaftliche Normen die allgemein verloren gegangen sind. Gesellschaft entwickelt sich weiter. Manches ist gut manches ist gut und manches eher weniger. Verhaltensmuster über die Zeiten hinweg zu vergleichen ist nicht nützlich, wenn sich das Environment so sehr verändert hat wie in den letzten 100 Jahren und es kaum noch gesellschaftliche Vergleichspunkte gibt.
 

Michel der Trabant

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Diese Zeiten sind aber auch schon lange vorbei. Damals herrschte im Allgemeinen noch ein anderer Verhaltenskodex. Manches war sicherlich rückständiger als es heute der Fall ist. Manches dagegen darf man getrost als besser bezeichnen. Vorallem was den gesellschaftlichen Umgang miteinander betrifft, hat sich vieles geändert. Man muss sich heute nur die Verrohung der Gesellschaft und der Sprache im allgemeinen anschauen.

Meine ehemalige Nachbarin ist 2014 im Alter von 92 Jahren gestorben. Wir wohnten 5 Jahre lang Tür an Tür. Sie war eine ganz wunderbare Dame, mit viel Humor und noch viel mehr Geschichten über das Leben. Sie hatte eine Art an sich die mich an eine ferne Vergangenheit erinnert haben. Ich kann nicht so wirklich erklären. Sie konnte eimfach bildhaft tolle Geschichten erzählen.

Unteranderem hat sie erzählt wie schlimm die Jahre nach dem zweiten Weltkrieg waren. Wie patriachalisch die Gesellschaft damals noch war. Wie man von Frauen stumpfen gehorsam gegenüber Männern verlangt hat und wie schwer die Zeit als alleinerziehende Mutter war. Diese Generation von Frauen war es die den Weg bereiten haben, in dem sie mit ihrem Mut nicht aufzugeben, den Weg für alle Frauen nach ihnen bereit haben. Dennoch war sie eine Dame deren Erziehung ihr nicht erlaubt hat, bestimme Dinge laut auszuprechen, wie z.B. Nachbarn die Nachts viel zu laut waren. Das tat sie immer ganz dezent im flüster Ton und begann den Satzt immer mit Herr Gladio ich beschwere mich ja nicht aber........

Ich werde nie vergessen wie ich einmal Nachts um zwei tot müde von Arbeit kam und eine Geschenktüte an meiner Tür hing. Darin war eine Packung Merci und eine Karte. Auf ihr stand geschrieben, das sie sich freut das ein junger Mann (ich war damlas 28 Jahre alt :D) Beethoven hört und ihr Nachbar ist. Jedes Weihnachten gab es von ihr eine Karte und einen Schokoweihnachtsmann von Lindt. Wann immer ich mal zuhause war und ihr helfen konnte ,tat ich das auch. Meistens war das irgendwas für sie entsorgen oder die Einkäufe für sie tragen. Einkaufen wollte sie immer selber. Darauf hat sie bestanden. Das war bis zu ihrem Tod aktive Nachbarschaft.

Das sind gesellschaftliche Normen die allgemein verloren gegangen sind. Gesellschaft entwickelt sich weiter. Manches ist gut manches ist gut und manches eher weniger. Verhaltensmuster über die Zeiten hinweg zu vergleichen ist nicht nützlich, wenn sich das Environment so sehr verändert hat wie in den letzten 100 Jahren und es kaum noch gesellschaftliche Vergleichspunkte gibt.
Wie du alles um dich drehen lässt. :kopfpatsch:
 
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