26. - 27
. Juni - Leipzig - Messe
Impericon Festival
Tag 1
Auch in diesem Jahr ging es für uns wieder nach Leipzig in die Messe.
Wie schon letztes Jahr, fand das Impericon Festival auch in diesem Jahr wieder am letzten Juni-Wochenende statt an Ostersamstag statt. Erneut veranstaltete man über 2 Tage statt einem Tag.
Offenbar war man mit der Erweiterung und der Umplanung zum Jubiläum im letzten Jahr dann doch sehr zufrieden, so dass man dies erneut wiederholte.
Entgegen der Ankündigung "Wir wollen 2026 mit voller Kraft zurückkommen" tut sich wenig bei der Goodlive GmbH, die wohl nicht nur das "Melt!" in den Sand gesetzt hat, sondern wohl auch das "Full Force"-Festival sang und klanglos hat sterben lassen. Dieses hatte quasi in der Leipziger Region über Jahre den Slot Ende Juni/Anfang Juli ... und es gibt keinerlei Nachrichten dazu, ob es jemals das 30ste (With) Full Force geben wird.
Wir haben dann also quasi Zeit.
Nunja, wir haben uns wieder an gleichem Ort zur Abfahrt getroffen wie letztes Jahr (die beiden Katzen haben sich jedoch versteckt, daher gibt es kein Folgevideo) und drei Fahrräder aufs Auto geladen.
Letztes Jahr war ich nur bei einem der beiden Tage anwesend, während einer meiner Kumpel mit seiner Familie in Leipzig nächtigte und jeweils mit dem Rad zur Messe fuhr.
Diesmal hatte er nicht Frau und Kind, sondern 3 andere Jungs mit im Auto sitzen. Weil die Ferienwohnung ihren Check-In erst um 15 Uhr hatte, dauerte es eine Weile bis wir dann nach dem Auspacken und Radfahren bei der Messe angekommen waren.
Get The Shot, Gutalax, The Pretty Wild ... da waren ein paar Bands die der ein oder andere von uns eigentlich sehen wollte, aber so verpasst haben. Naja ... is halt so.
Als wir bei der Messe dann ankamen, spielte gerade die Metalcore-Band
Boundaries. Joa, war nicht verkehrt, anständiger Start beim ersten Getränk vor Ort (0,4l Bier kostete 6€ ... glatt human verglichen mit den Bier-Preisen bei Metallica).
Anschließend kam die Berliner Truppe
Future Palaca, die wir schon ab und an hier und da gesehen haben und uns auch diesmal von weiter vorne angeschaut haben. Absolut solider Auftritt, auch wenn es nach wie vor ungewohnt wirkt, dass die Band niemanden am Bass hat.
Gerade Sängerin Maria Lessing darf man zugute halten, dass sie sich in ihrem Können weiter gesteigert hat. Ob nun Growls oder Clean Vocals ... das kriegt sie beides sauber hin.
Während die Band
Catch Your Breath spielte, haben wir die Gelegenheit genutzt etwas zu Abend zu essen. Teilweise gab es wieder ein paar Buden in der Messehalle 3. Diesmal war dort keine Radio-BOB-Karaoke-Bühne aufgebaut, dafür aber ein Hüpfburg-Ninjawarrior-Parkour. Ein paar sind da auch drüber geklettert.
Zwischen Halle 1 und 3 war wieder der primäre Gastro-Bereich, wo sich allerdings - durch die enorme Hitze - dieses Jahr nicht so viele Leute aufhielten. Wir gönnten uns ein paar Langos, so dass wir auch den ganzen Abend etwas vom Knoblauch-Nachgeschmack und -Mundgeruch haben. Währenddessen hab ich wieder - wie letztes Jahr - einen Videocall-Geburtstagsanruf vorgenommen. Wie im letzten Jahr hab ich auch dieses Jahr kein Wort vom Geburtstagskind verstanden.
Zu
We Came As Romans fanden wir uns wieder zwischen Bühne und Wellenbrecher ein. Ich bin mir nicht sicher wie oft ich die schon gesehen habe. Vielleicht ein oder zwei Mal? Dürfte schon ne Weile her sein, aber ich kenn ein paar Songs. Auch sehr stabiler Auftritt, der gut gefallen hat.
Auf der anderen Bühne folgte direkt danach dann
Bloodywood, auf welche wir uns durchaus gefreut haben. Die Kombination aus Metal und Indian Folk ist durchaus ungewöhnlich und früher oder später schickt halt jeder Mal ein Video von der Truppe rum. War auf jedenfall eine sehr muntere Show und gut was los im Pit. Die Truppe hat ordentlich Stimmung gemacht.
Danach galt es für uns alte weiße Männer nochmal ein Päuschen zu machen. Da bieten sich die beiden Tribünen in Halle 1 an, auch wenn eine der beiden diesmal nur zu halber Höhe aufgebaut wurde, damit die Leute in den VIP-Logen am anderen Ende der Messe-Halle einen Blick auf die Bühnen haben. Auf jener Bühne waren nun
Black Veil Brides. die Truppe erinnert ein wenig an BMTH und Sänger Andy Biersack wirkt aus der Ferne betrachtet ein wenig wie eine Mischung aus Ville Valo und Damiano David. Irgendwie war auch ziemlich viel damit beschäftigt mit dem Publikum zu quatschen. Etwas trübend war, dass von den Leuten an den Instrumenten der Schlagzeuger als der klar talentierteste wirkte.
Naja, konnte man sich dennoch geben.
Anschließend ging es wieder nach vorne vor die Bühne. Denn nun stand der Auftritt von
Babymetal auf dem Plan. Diese sind mir ein Begriff, seitdem
@Max Power sie beim SpoFo GP Nr. 1 als Beitrag eingereicht hatte. 7 Punkte gab es damals von mir und ich hatte schon Bock, die 3 Damen irgendwann auf der Bühne zu sehen. Aber bislang hatte es sich nicht ergeben. Ich hätte auch nicht unbedingt erwartet, dass die mal auf dem Impericon Festival spielen würden, so sie doch mittlerweile häufig größere Bühnen und Zuschauer-Ansammlungen bespielen.
Jedenfalls war die Show sehr unterhaltsam (die Kami Band fetzt auch) und die Stimmung im Publikum auch gut dabei. Interessant fand ich, wieviele im Pit und drumherum manch Grußfloskeln u.Ä. zurückriefen. Waren wohl doch so manche dabei, die Babymetal schon öfters gesehen haben.
Den Abschluss des Freitags bildeten die
Architects, also mein Beitrag beim SpoFo GP Nr. 1.
Sie waren einige der wenigen Auftritte, welche ich mir dieses Jahr im MagentaMusik-Stream des Rock am Ring live angesehen habe. Dort war - zumindest im Stream - der Sound absolut unterirdisch. Gerade als RaR noch auf MTV übertragen wurde, hat man sich gefühlt mehr Mühe gegeben, dass der abgezweigte Ton einigermaßen in die Nähe von dem kommt, was man vor der Bühne zu hören bekommt. Das war bei den Magenta-Leuten dieses Jahr ab und an der Fall ... nicht aber bei den Architects.
Diese habe ich - glaube ich - zuletzt 2024 gesehen. Zum einen in Prag und zum anderen auf dem Full-Force-Festival, wo die Stimme von Sam Carter nach der langen Tour schon etwas angeschlagen wirkte.
Diesmal war aber alles fein. Klasse Auftritt, begeisterte Menge, alles bestens.
Übrigens, in diesem Jahr befand sich (wie im Video zu sehen) zwischen den beiden Bühnen ein vertikales Display. Es wurde (zwischen den Auftritten) ein bisserl Werbung angezeigt (Album-Releases bei Century Media; QR-Code für Tickets im nächsten Jahr; erste Headliner-Ankündigung mit Lorna Shore usw.).
Zwischendurch wurde auch ein Satz Regeln für den Pit angezeigt. Allgemeine Verhaltensregeln die jeder kennt (Aufheben wer hinfällt, respektvoller Umgang, bliblablubb), aber auch die Aufforderung, das eigene Oberteil nicht auszuziehen, da sich niemand im Pit dadurch unfühlen soll.
Find ich gut, denn bei den vorherrschenden Temperaturen (auch wenn die Halle klimatisiert ist, dürfte man im Bereich um 27-31°C geschwitzt haben) erlebt man es bei Konzerten und Festivals doch zu weilen, dass einige männliche Gäste im Moshpit ihre T-Shirts ausziehen. Ich persönlich finds nicht sooooo angenehm die nackte glitschige Haut fremder Leute zu berühren (bzw. an ihr abzurutschen) und ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass mehrere weibliche Gäste nicht so sehr Bock darauf haben, im Pit von lauter halbnackter Typen umgeben zu sein. Immerhin sind beim Impericon-Festival gut ein Drittel bis zwei Fünftel der Gäste weiblich, schätze ich.
Gewiss, das hat zur Folge dass viele Damen leichter bekleidet waren als die Herren, weil sie ggf. nur einen Bustier oder Sport-BH anhatten, während die Männer ihre Shirts trugen. Bei den Temperaturen sicherlich angenehm, aber ich hab keinen Bustier in meiner Größe.
Nach der kräftigen Schwitzerei wurde es Zeit für noch ein Bierchen und dann ging es zurück zu den Fahrrädern und ab zurück zur Ferienwohnung. Da waren wir dann noch ne Weile wach, um die dringende Dusche vorzunehmen, noch 1-2 Bierchen zu genießen und irgendwelche komischen Videos auf Amazon Prime zu gucken.
Gegen um 3 gings dann ins Bett.
to be continued...