Konzertberichte


Savi

Co-Schädling
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Wow, was für ein Konzertbericht. :beten:

Ich will die auch noch mal sehen. :(
Kannste Dir sparen. Ich habe die auch erstmalig vor 9 Jahren gesehen und schon da war klar:
Wir beide (also vor allem Du :D ) sind zwar auch schon alt, aber ein Metallica Konzert in der jüngeren Vergangenheit kam mir da schon vor wie so eine Event Veranstaltung wo so Leute hingehen, die sich gesagt haben: Lass uns diese Band, die so bekannt ist mal angucken. Langweilig wars in Köln. Stimmung fast schon lächerlich für ein Thrash Metal Konzert. Bis Mitte der 90er hätte man die am besten mal Live gesehen, danach kann man sich das Geld sparen :clowns:
 

Brummsel

Grumpy Old Man
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@desl: Kannste mal was zu den Preisen sagen?
Ansonsten kann ich viel davon nachvollziehen, war ja auch schon auf div. Riesen-Events im Stadion und ja, das ist schon mehr ein Abenteuer mit allen Höhen und Tiefen.

@Savi: Ich nehm VIP Golden-Circle mit Massage-Sessel und Du darfst mir die Lachs Schnittchen reichen.
Nee, ich bin mittlerweile an einem Punkt in meinem Leben angelangt, wo ich mir sage: "Alles noch mitnehmen, was geht". Damit ich später nichts bereuen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:

White Barkley

Globetrotter
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Ich habe Metallica tatsächlich 1993 das erste Mal gesehen. Das war die "Nowhere else to roam" Tour mit The Cult und Suicidal Tendencies als Vorbands. Tatsächlich bin ich ziemlich früh schon auf Metallica gestoßen, so zwischen den Alben "Ride the Lightning" und "...And Justice for All". Konzertbesuche waren altersbedingt damals noch etwas schwer. Mit den neueren Alben kann ich nicht mehr so viel anfangen und wie @Savi schon sagte, haben die Konzerte mittlerweile Event Charakter. Das trifft allerdings auch bei vielen anderen Bands aus dieser Zeit zu. Ich bin da eher Purist: der Sound muß stimmen, die Show drum herum ist ******egal. Ich brauch da kein Pyro usw.

Mein erstes großes Konzert überhaupt war 1991 Guns 'n' Roses mit Nine Inch Nails und Skid Row in Mannheim.
 

TheBigO

3rd Wagner Brother
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Also ich sah Metallica das zehnte Mal nun letzten Mittwoch insgesamt. Dieses Mal in Zürich. Grossartiges Sonnenwetter, ausgelassene Stimmung bei rund 50000 Fans im Letzigrund. Metallica waren saugut aufgelegt und strotzten nur so vor Spielfreude. War ein rundum grossartiges Konzert. Rob Trujillo und Kirk Hammet spielten und sangen (!) in sehr gutem Berndeutsch den Mundart Hit von Polo Hofer "Alpenrose".
 

desl

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@desl: Kannste mal was zu den Preisen sagen?
Ansonsten kann ich viel davon nachvollziehen, war ja auch schon auf div. Riesen-Events im Stadion und ja, das ist schon mehr ein Abenteuer mit allen Höhen und Tiefen.

Als Metallica 2023 während ihrer M72-Tour in Hamburg an zwei Tagen zwei unterschiedliche Sets spielten, da gab es innerhalb des "Golden Circles" - glaube ich - nur eine Preiskategorie für etwas über 350€ (kein Extra-Preis für Snake Pit ... aber sicher bin ich mir nicht). Ich hatte überlegt mir da ein Ticket für meine teuerste und mich zu holen. Allerdings wäre es damals etwas schwieriger gewesen (bzgl. Betreuung unserer Kinder). Und München im Jahr drauf war örtlich weniger passend.
Da gab es auch manch Unterschiede, weil zunächst nur Tickets für beide Tage als Paket angeboten wurden und erst später Tickets für den einen oder anderen Tag kamen.

Im Nachhinein bin ich glücklich, dass ich den Ticketkauf damals quasi verpasst hab. Zum einen wäre das meiner Madame für den Preis nicht wert gewesen (zu S&M mit ins Kino gehen ... ok ... aber 300€ für ein Ticket für sie hätte sie als Verschwendung angesehen).
Und nach den Erfahrungen am Samstag bin ich glücklich, Architects nicht als Vorband gesehen zu haben ... da hätte mich die Stimmung frustriert.

Zu den Preisen in Berlin:


Wir hatten das 151,75€-Ticket.
Ja ... das ist auch schon happig.

Der Sprung zu den 331,50€ im Golden Circle natürlich auch.
Snake Pit war irgendwas um 600€, glaube ich.

last-night-at-berlins-olympic-stadium-v0-objmapg2hh4h1.jpg


Mit den neueren Alben kann ich nicht mehr so viel anfangen und wie @Savi schon sagte, haben die Konzerte mittlerweile Event Charakter. Das trifft allerdings auch bei vielen anderen Bands aus dieser Zeit zu. Ich bin da eher Purist: der Sound muß stimmen, die Show drum herum ist ******egal. Ich brauch da kein Pyro usw.
ein Metallica Konzert in der jüngeren Vergangenheit kam mir da schon vor wie so eine Event Veranstaltung wo so Leute hingehen, die sich gesagt haben: Lass uns diese Band, die so bekannt ist mal angucken.

Nunja, zumindest um uns herum waren die Fans schon sehr angetan und oft auch sehr textsicher. Is schon etwas anders als damals wie mein Bruder bei Genesis war, weil er von den Eltern seiner damaligen Freundin eingeladen wurde.


Als Rammstein hier letztes Jahr in der "RINNE" gespielt haben, entstand aber in der Tat der Eindruck, dass viele Leute da hingegangen sind, um sich die Pyrotechnik anzuschauen und weniger, um der Musik zu lauschen.

Wir haben uns das Ganze mehr oder weniger auf ein Bierchen auf der Picknick-Decke von außen angeschaut.

Trotz aller Skandale rund um Till Lindemann hatten wir doch mehr oder weniger noch probiert Tickets zu bekommen, weil die bei so vielen Extra-Shows im Fansale teilweise für unter 30€ rausgingen.
Manch Scalper hat da wohl Verlust gemacht, nachdem schließlich auch Show 3 und 4 angekündigt wurden.
 

Lance86

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@desl

Sehr cooler Bericht. Ich war auch beim Konzert, einfacher Steher.

War mein 8. Metallica Konzert, 4x Festival und 4x Tour in 20 Jahren. War auch vor zwei Jahren auf beiden Konzerten in München mit unterschiedlichen Setlists. So kam ich in den Genuss seltenerer Songs. Berlin Samstag war mit Ansage natürlich wieder ein Best of aller Klassiker hauptsächlich. Vermisst habe ich da eigentlich nur Fade to Black.

Der Sound bei Knocked Loose war ein Desaster. Gojira schon viel besser und bei Metallica super gut.

Ab Freitag geht's erst Mal 3 Tage auf Rock im Park vor meiner Haustür mit Iron Maiden, Volbeat, Linkin Park, Limp Bizkit, Electric Callboy, The Offspring, Sabaton u.v.m.

:jubel:
 

Bongo

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Roland Kaiser@Schloss Schleißheim

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Der Kaiser gibt sich mal wieder die Ehre, diesmal in einer geilen Location im Schlosspark vorm Schloss Schleißheim.
Das normale Kaiser-Publikum (8-80) diesmal größtenteils ohne die ganz Alten, da die ursprünglich geplanten Sitzplätze fast komplett gestrichen werden mussten (der Schlosspark-Boden und so). Dadurch wurde in der Location mit 7000 Leuten gleich mal ein neuer Rekord aufgestellt (obwohl hier schon Größen wie Die Toten Hosen + Gerhard Polt , Wolfgang Ambros etc. gespielt haben)

Seine Stimme hat im Vergleich zu früher schon etwas nachgelassen und so richtig fit sah er mir gestern nicht aus, aber gut 2,5h mit 74 Jahren (habe ihn auch kein einziges Mal was trinken gesehen 🙃) musste auch erstmal abreissen (natürlich wie immer im Anzug und mit knapp 20 Musikern auf der Bühne).
Aber dennoch schafft er es immer noch die Menge mitzunehmen, witzigerweise wird er auch von vielen akzeptiert, die sonst mit Schlager nichts anfangen können.
Und es fehlte dann eigentlich auch kein einziges Must-Sing-Lied. 👍

Auf jeden Fall ein schönes Konzert in geiler Location, ich freue mich schon auf die Kaisermania in Dresden im Sommer. 😁
 

desl

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ich freue mich schon auf die Kaisermania in Dresden im Sommer.
Gefühlt ist das sowas wie Schlager-Wacken ... nur ohne Zelten und nur mit Roland.
Aber es hat seinen Kult-Faktor, so dass ich tatsächlich manchmal beim mdr bei der Übertragung reinschalte und 1-2 Lieder durchhalte.

Ist schon ok, dass ich nicht mehr in meiner Wohnung von 2011-2016 wohne, wo jährlich obendrüber die Kaisermania laut gestellt wurde 😁
 

Bongo

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Gefühlt ist das sowas wie Schlager-Wacken ... nur ohne Zelten und nur mit Roland.
Aber es hat seinen Kult-Faktor, so dass ich tatsächlich manchmal beim mdr bei der Übertragung reinschalte und 1-2 Lieder durchhalte.

Ist schon ok, dass ich nicht mehr in meiner Wohnung von 2011-2016 wohne, wo jährlich obendrüber die Kaisermania laut gestellt wurde 😁
Wird dieses Jahr leider nicht mehr im MDR übertragen.

PS Schlager-Wacken klingt gut, bin gespannt. 😁
 

Tafelspitz

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Ich packs mal hier rein, weil ich mich einfach grad so freue.
Habe heute Karten für Papa Roach in Frankfurt geholt.

Das ist natürlich eine Band meiner späten Jugend zu der ich ordentlich abgegangen bin. Habe sie mal beim Serengeti-Festival 2014 (?) live erleben dürfen und das war wirklich ein unfassbarer kraftvoller Auftritt.

Seit dem hat es leider nicht mehr hingehauen und ich war auch sehr überrascht, wie groß die Band mittlerweile wieder geworden ist.

Festhalle Frankfurt, 15000 Leute. Könnte richtig gut werden! Freu mich derbe!
 

Tafelspitz

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Gefühlt ist das sowas wie Schlager-Wacken ... nur ohne Zelten und nur mit Roland.
Aber es hat seinen Kult-Faktor, so dass ich tatsächlich manchmal beim mdr bei der Übertragung reinschalte und 1-2 Lieder durchhalte.

Ist schon ok, dass ich nicht mehr in meiner Wohnung von 2011-2016 wohne, wo jährlich obendrüber die Kaisermania laut gestellt wurde 😁

Kleine Anekdote: Ich war irgendwann so um 2013 mal in Dresden zu einem Städtetrip und zu dem Zeitpunkt war auch die Kaisermania. Wusste ich nicht. war mir auch völlig Latte. In unserem Hotel liefen plötzlich sehr viele Leute rum, viele mitte 20, die dann an der Bushaltestelle fragten, ob wir auch zu Roland Kaiser fahren. Öhm nö, natürlich nicht :D

Wir durften dann quasi "für umme" am Elbufer von der anderen Seite aus Roland Kaiser "genießen". Hat mir den Abend ein wenig versaut. Sorry.

Als ich dann über die Jahre aber erfahren durfe, was für ein cooler Typ das ist, mit einer richtig guten Haltung, sehe ich das deutlich entspannter.
Demnach allen Roland Kaiser-Fans weiterhin viel Spaß bei künftigen Auftritten und natürlich Respekt für sein Lebenswerk!
 

desl

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26. - 27. Juni - Leipzig - Messe
Impericon Festival



Tag 1

Auch in diesem Jahr ging es für uns wieder nach Leipzig in die Messe. Wie schon letztes Jahr, fand das Impericon Festival auch in diesem Jahr wieder am letzten Juni-Wochenende statt an Ostersamstag statt. Erneut veranstaltete man über 2 Tage statt einem Tag.

Offenbar war man mit der Erweiterung und der Umplanung zum Jubiläum im letzten Jahr dann doch sehr zufrieden, so dass man dies erneut wiederholte.

Entgegen der Ankündigung "Wir wollen 2026 mit voller Kraft zurückkommen" tut sich wenig bei der Goodlive GmbH, die wohl nicht nur das "Melt!" in den Sand gesetzt hat, sondern wohl auch das "Full Force"-Festival sang und klanglos hat sterben lassen. Dieses hatte quasi in der Leipziger Region über Jahre den Slot Ende Juni/Anfang Juli ... und es gibt keinerlei Nachrichten dazu, ob es jemals das 30ste (With) Full Force geben wird.
Wir haben dann also quasi Zeit.

Nunja, wir haben uns wieder an gleichem Ort zur Abfahrt getroffen wie letztes Jahr (die beiden Katzen haben sich jedoch versteckt, daher gibt es kein Folgevideo) und drei Fahrräder aufs Auto geladen.
Letztes Jahr war ich nur bei einem der beiden Tage anwesend, während einer meiner Kumpel mit seiner Familie in Leipzig nächtigte und jeweils mit dem Rad zur Messe fuhr.

Diesmal hatte er nicht Frau und Kind, sondern 3 andere Jungs mit im Auto sitzen. Weil die Ferienwohnung ihren Check-In erst um 15 Uhr hatte, dauerte es eine Weile bis wir dann nach dem Auspacken und Radfahren bei der Messe angekommen waren. Get The Shot, Gutalax, The Pretty Wild ... da waren ein paar Bands die der ein oder andere von uns eigentlich sehen wollte, aber so verpasst haben. Naja ... is halt so.

Als wir bei der Messe dann ankamen, spielte gerade die Metalcore-Band Boundaries. Joa, war nicht verkehrt, anständiger Start beim ersten Getränk vor Ort (0,4l Bier kostete 6€ ... glatt human verglichen mit den Bier-Preisen bei Metallica).

Anschließend kam die Berliner Truppe Future Palaca, die wir schon ab und an hier und da gesehen haben und uns auch diesmal von weiter vorne angeschaut haben. Absolut solider Auftritt, auch wenn es nach wie vor ungewohnt wirkt, dass die Band niemanden am Bass hat.
Gerade Sängerin Maria Lessing darf man zugute halten, dass sie sich in ihrem Können weiter gesteigert hat. Ob nun Growls oder Clean Vocals ... das kriegt sie beides sauber hin.

Während die Band Catch Your Breath spielte, haben wir die Gelegenheit genutzt etwas zu Abend zu essen. Teilweise gab es wieder ein paar Buden in der Messehalle 3. Diesmal war dort keine Radio-BOB-Karaoke-Bühne aufgebaut, dafür aber ein Hüpfburg-Ninjawarrior-Parkour. Ein paar sind da auch drüber geklettert.

Zwischen Halle 1 und 3 war wieder der primäre Gastro-Bereich, wo sich allerdings - durch die enorme Hitze - dieses Jahr nicht so viele Leute aufhielten. Wir gönnten uns ein paar Langos, so dass wir auch den ganzen Abend etwas vom Knoblauch-Nachgeschmack und -Mundgeruch haben. Währenddessen hab ich wieder - wie letztes Jahr - einen Videocall-Geburtstagsanruf vorgenommen. Wie im letzten Jahr hab ich auch dieses Jahr kein Wort vom Geburtstagskind verstanden.

Zu We Came As Romans fanden wir uns wieder zwischen Bühne und Wellenbrecher ein. Ich bin mir nicht sicher wie oft ich die schon gesehen habe. Vielleicht ein oder zwei Mal? Dürfte schon ne Weile her sein, aber ich kenn ein paar Songs. Auch sehr stabiler Auftritt, der gut gefallen hat.

Auf der anderen Bühne folgte direkt danach dann Bloodywood, auf welche wir uns durchaus gefreut haben. Die Kombination aus Metal und Indian Folk ist durchaus ungewöhnlich und früher oder später schickt halt jeder Mal ein Video von der Truppe rum. War auf jedenfall eine sehr muntere Show und gut was los im Pit. Die Truppe hat ordentlich Stimmung gemacht.


Danach galt es für uns alte weiße Männer nochmal ein Päuschen zu machen. Da bieten sich die beiden Tribünen in Halle 1 an, auch wenn eine der beiden diesmal nur zu halber Höhe aufgebaut wurde, damit die Leute in den VIP-Logen am anderen Ende der Messe-Halle einen Blick auf die Bühnen haben. Auf jener Bühne waren nun Black Veil Brides. die Truppe erinnert ein wenig an BMTH und Sänger Andy Biersack wirkt aus der Ferne betrachtet ein wenig wie eine Mischung aus Ville Valo und Damiano David. Irgendwie war auch ziemlich viel damit beschäftigt mit dem Publikum zu quatschen. Etwas trübend war, dass von den Leuten an den Instrumenten der Schlagzeuger als der klar talentierteste wirkte.
Naja, konnte man sich dennoch geben.

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Anschließend ging es wieder nach vorne vor die Bühne. Denn nun stand der Auftritt von Babymetal auf dem Plan. Diese sind mir ein Begriff, seitdem @Max Power sie beim SpoFo GP Nr. 1 als Beitrag eingereicht hatte. 7 Punkte gab es damals von mir und ich hatte schon Bock, die 3 Damen irgendwann auf der Bühne zu sehen. Aber bislang hatte es sich nicht ergeben. Ich hätte auch nicht unbedingt erwartet, dass die mal auf dem Impericon Festival spielen würden, so sie doch mittlerweile häufig größere Bühnen und Zuschauer-Ansammlungen bespielen.
Jedenfalls war die Show sehr unterhaltsam (die Kami Band fetzt auch) und die Stimmung im Publikum auch gut dabei. Interessant fand ich, wieviele im Pit und drumherum manch Grußfloskeln u.Ä. zurückriefen. Waren wohl doch so manche dabei, die Babymetal schon öfters gesehen haben.


Den Abschluss des Freitags bildeten die Architects, also mein Beitrag beim SpoFo GP Nr. 1.
Sie waren einige der wenigen Auftritte, welche ich mir dieses Jahr im MagentaMusik-Stream des Rock am Ring live angesehen habe. Dort war - zumindest im Stream - der Sound absolut unterirdisch. Gerade als RaR noch auf MTV übertragen wurde, hat man sich gefühlt mehr Mühe gegeben, dass der abgezweigte Ton einigermaßen in die Nähe von dem kommt, was man vor der Bühne zu hören bekommt. Das war bei den Magenta-Leuten dieses Jahr ab und an der Fall ... nicht aber bei den Architects.
Diese habe ich - glaube ich - zuletzt 2024 gesehen. Zum einen in Prag und zum anderen auf dem Full-Force-Festival, wo die Stimme von Sam Carter nach der langen Tour schon etwas angeschlagen wirkte.

Diesmal war aber alles fein. Klasse Auftritt, begeisterte Menge, alles bestens.


Übrigens, in diesem Jahr befand sich (wie im Video zu sehen) zwischen den beiden Bühnen ein vertikales Display. Es wurde (zwischen den Auftritten) ein bisserl Werbung angezeigt (Album-Releases bei Century Media; QR-Code für Tickets im nächsten Jahr; erste Headliner-Ankündigung mit Lorna Shore usw.).
Zwischendurch wurde auch ein Satz Regeln für den Pit angezeigt. Allgemeine Verhaltensregeln die jeder kennt (Aufheben wer hinfällt, respektvoller Umgang, bliblablubb), aber auch die Aufforderung, das eigene Oberteil nicht auszuziehen, da sich niemand im Pit dadurch unfühlen soll.

Find ich gut, denn bei den vorherrschenden Temperaturen (auch wenn die Halle klimatisiert ist, dürfte man im Bereich um 27-31°C geschwitzt haben) erlebt man es bei Konzerten und Festivals doch zu weilen, dass einige männliche Gäste im Moshpit ihre T-Shirts ausziehen. Ich persönlich finds nicht sooooo angenehm die nackte glitschige Haut fremder Leute zu berühren (bzw. an ihr abzurutschen) und ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass mehrere weibliche Gäste nicht so sehr Bock darauf haben, im Pit von lauter halbnackter Typen umgeben zu sein. Immerhin sind beim Impericon-Festival gut ein Drittel bis zwei Fünftel der Gäste weiblich, schätze ich.

Gewiss, das hat zur Folge dass viele Damen leichter bekleidet waren als die Herren, weil sie ggf. nur einen Bustier oder Sport-BH anhatten, während die Männer ihre Shirts trugen. Bei den Temperaturen sicherlich angenehm, aber ich hab keinen Bustier in meiner Größe.

Nach der kräftigen Schwitzerei wurde es Zeit für noch ein Bierchen und dann ging es zurück zu den Fahrrädern und ab zurück zur Ferienwohnung. Da waren wir dann noch ne Weile wach, um die dringende Dusche vorzunehmen, noch 1-2 Bierchen zu genießen und irgendwelche komischen Videos auf Amazon Prime zu gucken.

Gegen um 3 gings dann ins Bett.


to be continued...
 

Max Power

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klingt geil (y)

Gerade Sängerin Maria Lessing darf man zugute halten, dass sie sich in ihrem Können weiter gesteigert hat. Ob nun Growls oder Clean Vocals ... das kriegt sie beides sauber hin.
schön. Ich hatte es damals hier auch erwähnt, ich fand die Wacken- und Hellfest-Mitschnitte 2024 in den Cleans mitunter ein bisschen schief ... aber als ich sie im Dezember 2024 dann live gesehen habe, wars absolut fein. Mir ist damals auch aufgefallen, dass sie gewisse Parts tiefer gesungen hat als bei den Festivals, und das hat sich sehr positiv ausgewirkt. Die Growls fand ich damals schon absolut großartig.

Den Abschluss des Freitags bildeten die Architects, also mein Beitrag beim SpoFo GP Nr. 1.
finde die Setlist aktuell ein bisschen ausbaufähig. Ich mag das letzte Album tatsächlich sehr, aber so wenig "Holy Hell" und "All Our Gods Have Abandoned Us" finde ich schon schade.

Ansonsten, sehr schön. Babymetal und Bloodywood ist auch ein spaßige Kombo, das haben sie bei Impericon gut gebucht. Auf The Pretty Wild wäre ich noch gespannt auf eine Einschätzung gewesen, wie die live so sind ;)

Ich selbst muss 2026 konzerttechnisch leider sehr kurz treten, weil mein Ohr ein ********* ist. Das sollte nach der OP wieder anders aussehen (fingers crossed), aber da ist leider noch ein paar Monate hin. Für Oktober hab ich Karten für Danko Jones, ansonsten geht dieses Jahr nicht viel.
 

desl

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finde die Setlist aktuell ein bisschen ausbaufähig. Ich mag das letzte Album tatsächlich sehr, aber so wenig "Holy Hell" und "All Our Gods Have Abandoned Us" finde ich schon schade.

Nuja, ich hab das aktuelle Album noch nicht soooo oft gehört, sondern die drei davor deutlich öfter. Dementsprechend ist meine "Resonanz" bei den verschiedenen Liedern etwas unterschiedlich.

Das wäre z.B. auch bei Parkway Drive so, bei denen mich das letzte Album längst nicht so abgeholt hat wie "Ire" und "Reverence".
Ok, die Tickets bei Parkway Drive sind mittlerweile auch ganz schön teuer geworden (2025 in Leipzig nochmal 25€ mehr als 2024 in Dresden) und einen "Golden Circle" hat man sich auch schon vorne hingeklebt.
Und dann wird "Karma" nicht mehr gespielt? Buuuuuh!



Gute Besserung an dein Ohr!
 

desl

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Nun da ich gerade im Zug nach Berlin sitze, kann ich die Gelegenheit ja mal nutzen und endlich meinen Text fortführen.


26. - 27. Juni - Leipzig - Messe
Impericon Festival


Tag 2

Früh morgens - nach einer eher kurzen Nacht - bin ich aufgewacht mit der Erkenntnis, dass wir vielleicht doch hätten probieren sollen, das Schlafsofa komplett aufzubauen.
Die Breite der Liegefläche war zwar ausreichend, aber die Armlehne war meinen Füßen im Weg. Ich neige dazu meine Beine auszustrecken und mag es nicht, wenn sie am Fußende irgendwo anstoßen.

Dass das Schlafsofa zwischen dem Kühlschrank und der offenen Terrassentür stand, machte die ganze Sache nicht ruhiger. Naja ... was solls.

Richtig fit fühle ich mich nicht, aber nach dem ersten Ostfriesentee geht es so langsam. Allmählich wachen auch die anderen auf und es gibt Frühstück. Entsprechend der Festival-Tradition wurde ich genötigt Rührei zu machen.
Wir starten gemütlich in den Tag. Frühstücken ausgiebig, jeder nimmt sich seine Zeit im Bad ... zumal bei der Hitze ne weitere Dusche auch nicht schaden kann.

Erst die fünfte Band auf der Samstags-Timetable ist die erste Truppe, welche wir gerne sehen wollen.
Dabei handelt es sich um die Alternative-Metal-Band Siamese. Diese kombiniert Rock mit Elementen elektronischer Musik, während zudem auch eine Violine gespielt wird. Das klingt ungewöhnlich, funktioniert aber recht gut. Der ein oder andere von uns hat sie schonmal hier und da in einer Playlist. Soll heißen wir sind auch mit gewissen Erwartungen angekommen.
Leider waren wir am Morgen dennoch so gemütlich, dass wir die ersten 5 Minuten verpasst haben.

Danach kommt mit Montreal eine Pop-Punk-Band aus Hamburg. Diese scherzt, dass nun irgendwo anders eine Metal-Band auf einem Pop-Rock-Festival spielen müsse. Joa, man könnte behaupten dass Montreal etwas typischer für das Lineup des Hurricane-Festivals wären ... aber das macht nichts.
Unterhaltsam wars dennoch und die Interaktionen mit dem Publikum sorgten für manch Schmunzler. Wie z.B. der Extra-Gruß an die Leute vom Schwenkgrill, die bei hoher Hitze im Halbschatten standen und zwischen Schweiß und Senf und Ketchup ackerten.
Ein wenig kam das Gefühl auf, dass es nach ZSK im Vorjahr pro Impericon Festival eine Band braucht, die "Alerta! Alerta! Antifaschista!" anstimmt.

Danach folgten The Browning. Hierbei handelt es sich um ein Projekt des Sängers Jonny McBee. Die Truppe spielt Trancecore, wobei sie Deathcore und Metalcore mit Hardstyle, Trance und Dubsteb mischen. Das klingt teilweise etwas chaotisch, aber McBee heizt das Publikum von der Bühne aus ordentlich ein. Es wummst ordentlich aus der PA-Anlage und es ist gut Bewegung da. Muntere Sause ... vielleicht nicht zum entspannten Reinhören, aber die Stimmung geht gut ab.

Von I Killed The Prom Queen haben wir dann nicht so viel mitbekommen. Aus Australien kommt zwar häufig feiner Rock und Metal, aber für uns wurds langsam mal Zeit für etwas Erdbeerbowle.
Dying Wish haben wir uns dann anschließend von der Tribüne aus angeschaut. Die kurze Nacht und die hohe Hitze forderten einen gewissen Tribut. Vielleicht isses auch das Alter. Emma Boster wirbelte auf der Bühne gut umher, während sie das Mikro beanspruchte. Ich war eher dabei die Innenseite meiner Augenlieder zu kontrollieren.

Die lokale Brass-Punk-Band 100 Kilo Herz (deren Saxophonist vorher beim Auftritt von Montreal ein Lied mitgespielt hatte) haben wir uns aus mangelndem Interesse heraus nur kurz angeschaut und sind dann zum Gastro-Bereich fürs Abendessen. Ich hab mir einen doppelten Smash-Burger geholt, bei einem Stand auf welchen die West-Sonne mittlerweile voll drauf knallte. Was eine Hitze, was ein Geschwitze. Das Personal sah gut angestrengt aus, zumal der Besucher-Andrang ja durchaus gegeben war (auch wenn die Leute bei den Temperaturen nicht so lange in der Sonne stehen wollten, wie z.B. im Vorjahr).
Selten habe ich so voller Überzeugung Trinkgeld gegeben.

Danach haben wir uns Sleep Theory angeschaut, die irgendwo zwischen Metalcore und Nu Metal liegen. Bemerkenswert ist bei der Band, dass nicht nur Sänger Cullen Moore (der die Band einst als Soloprojekt gründete) singt, sondern auch der Bassist Paolo Vergana und der Gitarrist Daniel Pruitt. Und dabei können alle 3 auch recht gut singen. So dass zwar ab und an mal Harsh Vocals daher kommen, aber zuweilen auch poplastige Elemente oder solche aus dem Bereich Rythm and Blues. Durchaus interessant. Kräftig mitgesungen hat das Publikum dann beim Cover des NSYNC-Songs "I Want It That Way".
Leider kommt der Ton in meinem Video nicht soooo gut rüber.

Danach kam die US-Punkband The Menzingers. Die waren kacke.
Das klang einfach nicht dolle und obgleich die Band seit 20 Jahren besteht, hatte die Truppe an den Instrumenten nicht viel druff. Die Resonanz vor der Bühne hielt sich in Grenzen und wir verdrückten uns dann auch auf die Tribüne, um noch ein Nickerchen zu machen. Kraft sammeln, bevor es in den Endspurt geht.

Zur kalifonischen Hardcore-Band Lionheart fanden wir uns wieder vor der Bühne ein. Während der Frauenanteil beim Festival sonst so bei 33-40% lag, war er nun im Pit etwas geringer. Nicht ungewöhnlich für eine Hardcore-Band könnte man meinen. Immerhin, da muss ich mir mal keine Sorgen machen, dass meine Ellbogen auf Augenhöhe einer 1,50m-Person sind.
Die Truppe heizte gut ein und organisierte einen Circle Pit "around the sound booth". Dies bedeutet beim Impericon Festival, dass es nicht nur um ein Mischpult geht, sondern auch um das der anderen Bühne, sowie um den kompletten vorderen Wellenbrecher. Der Circle Pit wurde damit zu einem riesigen Geschoss und damit der größte, den ich seit dem With Full Force 2010 gesehen habe.

Danach folgten Mehnersmoos. Ein Hip-Hop-Duo auf einem Metal-Festival? Kann das funktionieren?
Nunja unbekannt sind sie den Metallern aufgrund gemeinsamer Auftritte oder Songs mit Electric Callboy und The Butcher Sisters ja nicht. Dennoch war ich gespannt, wieviel vor der Bühne wohl los sein würde.
Nun, es war durchaus ganz schön was los. Mehnersmoos waren dabei die einzigen des Festivals, welche die Bühne vor ihrem Auftritt mit einem großen Vorhand verdeckt haben. Der fiel dann mit dem Song "3 Bier" und gab das Bühnenbild frei, welches aus einer Nachbildung der Gebäudefront des Khan-Kiosk im Franfurt-Nordend besteht, sowie aus einer überdimensionalen Bierdose Wicküler (in welcher der DJ stand) und einem übergroßen gefüllten Aschenbecher, welcher das Podest für das Schlagzeug bildete.
Die Setlist entsprach dem Auftritt bei Rock am Ring. Soll heißen erst ein paar Rap-Songs, zwischendrin ein paar Songs mit Gitarre und Melodica. Und zum Schluss "3 Uhr Nachts".
Das Publikum war jeweils recht textsicher und guter Laune, auch wenn die Lücken im Pit etwas größer waren als bei manch Metal-Bands. Keine Ahnung, wie es hinter den Wellenbrechern aussah. Gegen Ende des Konzertes lichtete sich das Publikum ein wenig, denn viele waren schon rüber zur anderen Bühne.

Dort stand der Auftritt der Marseille-Truppe Landmvrks an, welche zuletzt erst vor 2 Jahren beim Impericon Festival waren.
Ich hab den Verein mittlerweile 5 oder 6 Mal gesehen, glaube ich. Seit jeher ist der Andrang ordentlich und das Publikum geht gut ab. Entsprechend sammelten sich schon ne Weile vor dem Auftritt die Leute vor der Bühne, um einen guten Platz zu ergattern.
Ich hab mich beim ersten Song durchgewurschtelt.
Beim dritten Song musste ich dann etwas "raus", weil mein rechter Fuß leicht taub wurde. Mein Versuch mit einem Zehenschutz hatte so halb geklappt. Der war verrutscht und hatte meinen großen Zeh etwas abgeschnürt. Also an die Seite setzen, Füße richten, Schuhe wieder an, bei der Bier-Bar ein Radler exen und wieder ab vor die Bühne.
Landmvrks: immer wieder geil. Da blieb mir dann keine Zeit, um Videos zu machen.

Danach war der Akku dann - wie quasi geplant - alle. Zum Abschluss kam der Auftritt von Rise Against, welche einst als erster Headliner angekündigt wurden. Naja, man kennt so 2-3 Songs ... aber viel mehr kannte ich auch nicht. Trotzdem ordentliche Show, auch wenn wir sie uns nur von der Tribüne aus angesehen haben. Gewissermaßen wars auch ein US-Punkrock-Balsam welcher den Menzingers-Auftritt wieder gut machte.
Die Halle war mittlerweile gut gefüllt, weil der Gastro-Bereich Feierabend gemacht hatte. Viele Leute schauten sich die nunmehr letzte Band ganz gemütlich aus der Ferne an. Auch wenn die Halle klimatisiert war, die Innentemperatur ging halt dennoch in Richtun 30°C und viele Leute hatten einfach auch keine Energie mehr.

Nuja, danach ging es dann so langsam in Richtung Heimweg ... bzw. in Richtung Ferienwohnung.
Vor dem Eingang der Messe verkaufte noch jemand aus seinem Einkaufswagen heraus warme Hopfen-Torpedos. Da gönnten wir uns noch ein kleines Getränk vor dem Rückweg.

Währeneddessen schauten wir diesen und jenen Leuten zu, die sich eine Alternative für die Straßenbahn überlegten. Der komplette Straßenbahnverkehr in Leipzig war nämlich ausgefallen, weil bei 40°C die Bitumen-Masse zwischen Schiene und Asphalt aufweichte und teilweise an den Rädern klebte. Naja, die Busse fuhren noch (wenn auch nicht im höchsten Takt) und die meisten Leute waren ohnehin per Auto oder per S-Bahn angereist.

Wir hatten ja - wie gesagt - unsere Räder und auf dem Rückweg machten wir - wie am Vortag - einen Halt bei Mäcces für ein zweites Abendessen. Bei dem Wetter musste da auch ein Eis oder Milchshake verputzt werden.

Zurück in der Bude gabs noch ne Dusche, noch ein Bier, ne Runde "Lord Of The Weed" und dann wars auch schon wieder um 3 Uhr.

Die Nacht war dann wieder nicht viel länger. Nun war das Schlafsofa zwar ordentlich aufgebaut, aber ich hatte die Terrassentür aufgrund der Hitze weiterhin offen. Und am nächsten Morgen laberte irgendwer im Innenhof lauthals in sein Telefon. Naja ... Tür zu und noch ein bisserl dösen. Gemütlich frühstücken mit Rührei, klar Schiff machen und ab zurück nach Dresden.


Videos folgen... (Bluetooth und Netz sind ... lahm)
 
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