Die Boxvorschau: Joshua vs. Prenga, Berlanga vs. Butler, Spence Jr vs. Tszyu, Fury vs. Wach, Akhmedov vs. Wellem, Andrade vs. Ataide


Lord Krachah

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Dann schauen wir mal auf die nächste Schwergewichtssensation vom Wochenende:

Anthony Joshua (29-4-0) vs. Kristian Prenga (20-1-0)

Tja, auch nicht spannend. Bei Joshua muss man mal schauen, wie er mit seinem Unfall so umgeht. Aber wer ist Prenga? Erstaunlich weit oben bei Boxrec. Sein Sieg wäre jedenfalls das Upset des Jahres.

Hamzah Sheeraz (23-0-1) vs. Simon Zachenhuber (29-1-0)

Bin ich gemein, wenn ich einen Sieg von Zachenhuber für eine noch größere Überraschung als einen Sieg von Prenga halten würde. Zachenhuber ist halt echt nicht gut und Sheeraz schon zumindest in der Nähe der Weltklasse. Und anders als im Hauptkampf gibt es da auch von keiner Seite irgendein Fragezeichen.

Josh Kelly (18-1-1) vs. Caoimhin Agyarko (18-0-0)

Die Ansetzung ist hingegen top. Natürlich auch nicht freiwillig. Kelly hat sich gerade erst den Titel erlaufen. Agyarko ist ein ehrlicher Contender, jetzt nicht allererste Liga, aber an einem guten Tag ist da was drin. Schöner Fight.

Reito Tsutsumi (4-0-0) vs. Alvino Herrera (18-0-2)

Tsutsumi wird als next big thing vermarktet. Entsprechend immer 1a Plätze auf großen Cards. Herrera ist ein mexikanischer Clubfighter mit immerhin soliden Rekord. Kann mich auch nicht begeistern.

Jacob Bank (19-0-0) vs. Pawel August (18-0-0)

Bank füllt die Hallen in Dänemark und hier versteckt man ihn auf der Undercard. So tut man doch nichts für Sheeraz vs. Bank. Aber wahrscheinlich soll der Kampf ja eh nicht kommen. Ich finde den toll. August hat gerade Zachenhuber bezwungen. Aber das lag eher an der Schwäche von Zachenhuber und nicht seiner Stärke. Naja, der Kampf holt mich ehrlicherweise auch nicht ab.
 

Alive and Kicking

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Gibt noch am Samstag eine tschechische Kleinringveranstaltung. Wer Lust auf Finishes hat, der wird dort fündig. Josep Paalm ist übrigens dort auch zu sehen.
Da boxt auch der Emre Aksu (2-0-0) aus NRW gegen einen tschechischen Debutanten (Daniel Segl) im Cruisergewicht. Der Aksu hatte seinen ersten Pofikampf in Halle auf der Undercard von Marco Huck. Ein zweiter deutscher Boxer ist mit Maxime Nuyttens (0-0-1 38 J.) auch auf der Card, als B- Side gegen einen tunesischen Debutanten. Wollte ihn nur mal erwähnen.
 
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KRAFT&HERZ

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Wenn Zachenhuber verliert, nachdem Kadiru verloren hat und Abass Baraou (letzter WM!) unlängst verloren hat,
dann gibt es aktuell nur noch Agit Kabayel, der für Deutschland ins Rennen geht in all den Gewichtsklassen im Boxen.

Frage also:
Werden die Talente zu schnell verheizt oder sind "wir" einfach nicht gut genug in der Talentförderung?

Konkret: hätte man Kadiru nicht ohne Vorbereitung gegen Gassiev boxen lassen sollen?

Ist der Kampf von Zachenhuber nicht auch so ein "Himmelfahrtskommando"?

Noch ne Frage:
Warum haben wir so oft keine Puncher? (s. Sturm, Kadiru, Silvester, Schulz...)
Die Liste ist sicherlich länger, als die der schlagstarken Deutschen.
 

timeout4u

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Mal abgesehen vom Randsportcharakter und der finanziellen Sportförderung fehlt in Deutschland schlicht die Breite in Sachen Box-Infrastruktur, Training, Wettkampf und Förderung. Andere Boxnationen wie z.B. UZB, KAZ, UKR, USA, GB usw. haben in den Vereinen/Stützpunkten/Gyms schlicht eine größere Konkurrenz und Auswahl an Boxern, die sich z.B. gegenseitig zu Höchstleistungen fordern und fördern können im Sparring, bei Partnerübungen, im Training, in der Mentalität usw. Dadurch ergibt sich ein Entwicklungsplus in allen Dingen von Talent über Schlagkraft etc., welches sich selbst mit bestem Training nicht aufholen lässt.
Wie schon öfter gesagt: die Boxschule, die Technik, die Trainingsmethoden uä. sind inzwischen weltweit im Grunde ähnlich, aber es macht einen gewaltigen Unterschied aus, mal unabhängig von der Gewichtsklasse, ob du in einem Team mit 2,3 Toptalenten trainierst oder in einem Team mit 6,7 oder mehr Boxern, einfach ausgedrückt. Da haben andere Länder einen besseren Zug und mehr Möglichkeiten.
Bei Leuten wie Kadiru oder Zachenhuber würde ich angesichts ihrer Karriere auch nicht mehr von "verheizen" sprechen, sondern da wirken bei den Niederlagen verschiedene Gründe zusammen. Solche Boxer sollten inzwischen rein technisch boxerisch ausgebildet in der Lage sein auch solche Kämpfe als B-Seite annehmen und meistern zu können. Irgendwann muss man sich im Leistungssport nun mal jenen Herausforderungen stellen, auf die man sich im Grunde jahrelang und langfristig entsprechend über den Tellerrand hinaus vorbereitet und ausgebildet haben sollte. Wenn man da plötzlich mit: ohne Vorbereitung, Himmelfahrtskommando uä. ankommt, dann haben sowohl Boxer als auch verantwortliche Trainer ua. den Begriff "Profiboxer mit Ambitionen" etwas falsch verstanden.
 
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Lord Krachah

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Wenn Zachenhuber verliert, nachdem Kadiru verloren hat und Abass Baraou (letzter WM!) unlängst verloren hat,
dann gibt es aktuell nur noch Agit Kabayel, der für Deutschland ins Rennen geht in all den Gewichtsklassen im Boxen.

Frage also:
Werden die Talente zu schnell verheizt oder sind "wir" einfach nicht gut genug in der Talentförderung?

Konkret: hätte man Kadiru nicht ohne Vorbereitung gegen Gassiev boxen lassen sollen?

Ist der Kampf von Zachenhuber nicht auch so ein "Himmelfahrtskommando"?
Kadiru und Zachenhuber kann man doch nicht mit Baraou vergleichen. Sportlich haben beide in WM Fights nichts verloren und haben deswegen vollkommen zurecht das Geld mitgenommen, weil sie sich auf sportlichem Wege niemals in einen WM Fight geboxt hätten.
 

KRAFT&HERZ

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Wenn man da plötzlich mit: ohne Vorbereitung, Himmelfahrtskommando uä. ankommt, dann haben sowohl Boxer als auch verantwortliche Trainer ua. den Begriff "Profiboxer mit Ambitionen" etwas falsch verstanden.
Kann es sein, das Ringside Zone gerade jetzt, zu Beginn auch Boxer "anbieten oder verheizen" muss, um richtig ins Geschäft zu kommen und Kontakte zu knüpfen, sprich ein eigenes Netzwerk aufzubauen?

War Kadiru da nicht einfach nur ein "Bauernopfer" (das ist wohl zu hart ausgedrückt), um auf dem Ost-Markt nen Fuss in der Türe zu haben?
 

KRAFT&HERZ

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Kadiru und Zachenhuber kann man doch nicht mit Baraou vergleichen. Sportlich haben beide in WM Fights nichts verloren und haben deswegen vollkommen zurecht das Geld mitgenommen, weil sie sich auf sportlichem Wege niemals in einen WM Fight geboxt hätten.
Die kann man natürlich nicht vergleichen (Contenter vs WM), dennoch ist unterm Strich nur noch Kabayle übrig,
der Rest waren nur die Summanden einer Milchmädchenrechnung vom Forums-Greenhorn.
 

Deontay

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War Kadiru da nicht einfach nur ein "Bauernopfer" (das ist wohl zu hart ausgedrückt), um auf dem Ost-Markt nen Fuss in der Türe zu haben?

Die meisten würden eine gut bezahlte WM-Chance sofort annehmen. Man lebt als Boxer davon auch. Wie oft schreibe ich irgendwelche Artikel und erwähne, dass es sich dabei um einen ehemaligen WM-Contender handelt, der vor etlichen Jahren mal darum geboxt hat. Das ist ein Qualitätszeichen, insbesondere im Schwergewicht.

Ein Kadiru schadet die WM-Niederlage ohne Vorbereitung nicht groß, er profitiert sogar eher davon. Finanziell sowieso.

Was anderes wäre es, wenn man z.B. einen Nelvie Tiafack hat, den man aus Ungeduld zu schnell nach oben bringen möchte und er dann scheitert. Dann kann man diesen Vorgang kritisieren, aber nicht bei einem Zachenhuber, der 30 Kämpfe schon hat und hier trotz vorheriger Niederlage aus dem Nichts eine WM-Chance erhält.
 

timeout4u

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Kann es sein, das Ringside Zone gerade jetzt, zu Beginn auch Boxer "anbieten oder verheizen" muss, um richtig ins Geschäft zu kommen und Kontakte zu knüpfen, sprich ein eigenes Netzwerk aufzubauen?
Kann ich nicht beantworten, dazu habe ich von diesen Geschäften zu wenig Ahnung. Persönlich würde ich das aber weniger gut finden, es sei denn: der Boxer selbst kennt seine Rolle im Spiel, weiß sie entsprechend einzuschätzen und verfügt über eine gewisse Boxausbildung und Erfahrung.
Wie gesagt: bei Kadiru selbst sehe ich kein "Bauernopfer". Er wurde gefördert, aufgebaut, war Sparringspartner von Boxern wie AJ, Usyk, Dubois, Itauma, Wardley, Chisora ua. Da weiß man als Boxer eigentlich selbst ganz genau, ob es irgendwann z.B. für die Top10 reicht oder nicht bzw. ob und wie man solche Art Kämpfe annehmen/bestreiten soll.
 

Deontay

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Guter WBC-Titelkampf heute in Zambia, live im 5 €-PPV auf iME.

 
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