Nations League 26/27: Niederlande - Deutschland


Wie gehts aus?


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Ob Rot sein muss weiß ich nicht. Für mich tendenziell nein. Aber gelb und Foul ist es halt. Das man dafür dann noch ne Minute in Unterzahl ist fühlt sich irgendwie falsch an
Diese neue Regel ist extrem zwiespältig, finde ich. Klar, man überlegt sich, ob man sich wirklich behandeln lässt. Aber auf der anderen Seite wird eine Mannschaft dafür bestraft, dass einer ihrer Spieler hart gefoult wird.
 
Konnte man in der Zeitlupe von vorne unten gut sehen. Vielleicht gelingt das Sportlern besser.

Der steht unabsichtlich aufs Bein und das wars... Deine Interpretationen sind sowieso immer verrückt aber jetzt anhand von Zeitlupen auf Absicht zu untersuchen ist mal wieder vollkommen abwegig.

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Unterhaltsames Spiel... Einsatzwille war sehr gut. Leistung nicht. Kaum Spielkontrolle, kaum kontrollierte Angriffe, defensiv Hühnerhaufen bei Standards und individuell oft zweiter Sieger. Niederlande war insgesamt schon besser. Man hat 2-3 gute Umschaltmomente gehabt aber eigentlich war es primär reines Kämpfen. Allerdings die Niederlange sicher auch mit mehr Eingespieltheit. Die Partie zeigt aber auch mal wieder, dass Deutschland anhand der reinen individuellen Qualität nix gewinnen kann...
 
Also Ebnoutalib fand ich persönlich eher mau...Einsatz ok, aber das sollte wohl doch Grundvoraussetzung sein.
 
Grundsätzlich okay für einen Neustart. Ein Treu hat mir zB ganz gut gefallen. Brown hingegen nicht wirklich auf dem Level, auf dem er sonst unterwegs ist. Defensiv ist das noch sehr wackelig. Und ja, es gibt viele Spieler, die zwischen Welt- und Kreisklasse schwanken. Aber MATS schafft es das gleichzeitig im selben Moment zu sein. Aber dass er das Spiel in der ArenA kriegt und Dahmen das in Augsburg ist eigentlich korrekt (sofern dann wirklich Dahmen spielt).

Adeyemi nicht so der Bringer und Gnabry danach sogar eher Downgrade.

Niederlande unter Xavi aber auch vermutlich deren stabilste Truppe seit 2014 oder so.
 
Also Ebnoutalib fand ich persönlich eher mau...Einsatz ok, aber das sollte wohl doch Grundvoraussetzung sein.
Ich habe aktuell keine sehr hohen Ansprüche. Mir reicht es, wenn da ein Team auf dem Platz steht, das sichtbar Bock hat und sich auch als Team präsentiert. Den einen oder anderen taktischen neuen Ansatz habe ich auch gesehen. Reicht mir erst mal. Das wird schon.
 
Wäre auch zu viel verlangt, gleich im ersten Spiel beim Erzrivalen zu siegen. Und wenn es so eingetreten wäre, dass man sich hier zu 3 Punkten mogelt, hätte man vielleicht die kommenden drei Spiele den Schlendrian drin.
Vom "Spaß am Druck" war noch nicht so viel zu sehen.
 
Also Ebnoutalib fand ich persönlich eher mau...Einsatz ok, aber das sollte wohl doch Grundvoraussetzung sein.
Der ist komplett zerschellt an den Gegenspielern. Gefühlt 15 Kilo weniger als jeder von diesen baumhohen Tulpen. Aber hat immer wieder unbeirrt alles reingeworfen und hatte zwei (halbe) Möglichkeiten. Eigentlich ein cooles Debüt.
 
Unentschieden geht in Ordnung. Adeyemi hätte das 0-2 machen müssen, aber Flick muss ihm bei Barcelone wohl noch die Chancenverwertung beibríngen. Treu war okay, auf jeden Fall besser als Kimmich als Notlösung.

Schade hat mir gut gefallen, ein Gewinner des ersten Klopp Castings.
Ter Stegen auf der Linie gut, ansonsten bei Strafraumbeherrschung und Bälle verteilen noch nicht bei 100%.
Er verdient meiner Meinung nach trotzdem das Vertrauen von Klopp als Nummer 1.
 
Ich finde, dass das Spiel noch keine echten Erkenntnisse geliefert hat. Das Ergebnis ist gut, die Leistungw ar es nicht - Holland war für mich recht klar das bessere Team.
Bereitschaft und Intensität haben gestimmt, aber das war noch bei jedem BT im ersten Spiel so: Löw startete mit einem umjubelten 3:0 gegen Schweden und blieb dann direkt fast 2 Jahre ungeschlagen. Nagelsmann gewann 3:1 in den USA, auch da sprach man von einem gelungenem Einstand mit hoher Intensität. Flick hatte anfangs nur recht kleine Gegner, aber auch er startete direkt mit einer Siegesserie mit vielen Toren. Das ist also ganz normal, alle Spieler wollen sich einem neuen BT gut und willig präsentieren.

Kimmich hat gesagt, dass in der Vorbereitung der Fokus auf einer stabilen Defensive lag - das hat nicht geklappt. Offensiv ging der Plan mit dem Umschalten über schnelle Außen so weit auf, aber das kann man eben auch nur gegen "große" Gegner so spielen. Schon Serbien und Griechenland weren viel defensiver agieren, da kannst du kaum mit Schade und Adeyemi kommen, dazu sind unsere besten Spieler Wirtz und Musiala keine echten Umschaltspieler. Die Taktik war in diesem Spiel sicher nicht verkehrt, taugt aber nicht als Blaupause für die Zukunft.

Individuell: ter Stegen mit krassen Fehlern mit Ball, die paar Spiele mit Ajax haben anwscheinend noch nicht zu echter Sicherheit geführt. Lässt sich nicht mehr ändern, Klopp muss es jetzt natürlich mit ihm als Nr.1 durchziehen. Oli Baumann wird sich aber zu Recht fragen, was er nur verbrochen hat, wenn man seine Leistungen im Nationalteam denen von Neuer bei der WM und ter Stegen heute gegenüberstellt.
Treu hat ein gutes Debüt abgeliefert. Er ist kein internationaler Topmann, aber das war völlig ok und besser, als ich persönlich vermutet hätte. Bei Ebnoutalib geht es eh erstmal vorrangig darum, ihn den Marokkanern wegzuschnappen.

Wenn man sich ganz allgemein den Kader und dabei vor allem die Neulinge ansieht, merkt man schon, dass Klopp vor allem nach seinen Eindrücken aus den ersten BL-Spieltagen gegangen ist und die Liga in den letzten Jahren praktisch nicht verfolgt hat. Wenn er sagt, dass er Jeltsch vor ein paar Wochen gar nicht kannte und auch nicht wusste, dass Mika Baur bei der U21 keine große Rolle spielte, ist gar kein anderer Schluss möglich. Macht ja auch nichts, Klopp kommt nach den Englandjahren wie ein ausländischer Trainer, nur dass er halt Deutscher ist (und bekannt plus beliebt). Das Turnier ist in 2 Jahren, da ist genug Zeit, um wirklich alle relevanten Spieler und Talente auf den Schirm zu kriegen und nicht nur nach momentaner Form zu berufen.

Bei den arrivierten Spielern fand ich persönlich einige Begründungen irritierend. Leweling, Undav und Stiller wurden mangels Form und teilweise mangels Spielpracis nicht berufen, aber Gnabry (seit Monaten ohne jede Praxis) und Woltemade (in desaströser Verfasung) kommen mit? Rosenfelder mit ein paar Minuten Saisonspielzeit? Mika Baur, der nicht eine BL-Minute hat und in Schottland (außer die Rangers, wo man verloren hat) nur gegen Teams auf Drittliganiveau agiert hat, ist nominiert, weil er "richtig gute Pässe spielt" und Stiller nicht? Hmm. Überzeugt mich nicht. Auch wenn Klopp stets den langfristigen Plan betont, hat er sich für mich bei den Nominierungen doch sehr vom Form- und Eyetest-Momentum leiten lassen.
Aber auch das wird sich noch ändern, denke ich. Er steht ja am Anfang seiner Amtszeit. Personell wird sich gerade im ersten jahr sicherlich vieles in alle Richtungen ändern. Diese Zeit hatten Flick und Nagelsmann nicht, die hatten direkt Turniere vor der Brust. Hoffentlich macht Klopp was aus dieser Zeit, auch personell. Zaubern oder Spieler backen bzw inidviduell entwickeln kann er als Bundestrainer natürlich auch nicht, dass darf auch keiner erwarten.

Ich bin mit dem Ist-Zustand für die Kürze der Zeit nicht unzufrieden, aber euphorisiert bin ich auch nicht. Denn natürlich muss mehr drin sein als ein Aus im 16telfinale gegen Paraguay und ich traue Klopp auch zu, da erfolgreicher zu sein. aber erfolgreicher und besser als bei der EM, wo man auf Augenhöhe mit Spanien war und ein gutes Gesamtturnier gespielt hat? Nein. Besser ist unser Spielermaterial einfach nicht, das war das Optimum des Ist-Zustands.
 
Meine größte Hoffnung bei Klopp ist seine Persönlichkeitsstruktur, sein Machtbewusstsein (auch im Verband) gepaart mit seinen Fähigkeiten als Kommunikator (auch gegenüber Medien). Fachlich waren auch Löw, Flick und Nagelsmann stark. Alle hatten zunächst oder auch lange (Löw) einen guten Draht zum Team. Alle standen auch ursprünglich für aktiven Fußball.

Löw war bis 2017 hocherfolgreich. Noch 2016 ne gute EM, danach eine top Quali und on top mit dem B-Team einen begeisternden Confed-Cup Sieg: alles wie gemalt. Und in der Vorbereitung zur WM 18 brach alles zusammen: Teamgeist(junge Spieler können nicht mit den alten) , Verve im Spiel, alles.

Flick bei Bayern hochoffensiver Fußball, bei der NM ebenso gestartet, bis zur direkten WM-Vorbereitung ist alles gut, man besteht auch gegen große Gegner gut. Dann Bindenaffäre etc, kack Vorbereitung, die WM geht voll in die Hose, mit passivem Ballbesitzfußball.

Nagelsmann das gleiche. Mutige kaderneustruktur, starke EM. Quali läuft auch so weit, dann der Meltdown in der Kommunikation und die WM kennen wir alle noch.

Drei Trainer, alle erst erfolgreich und dann im Desaster geendet. Untershiedliche offensichtliche Probleme, aber das Ergebnis war am Ende gleich - und vor allem war der Fußball bei allen drei WM praktisch gleich - obwohl die drei Trainer nicht denselben Ursprungsansatz hatten. Wie kommt das? Liegt das an der Generation um Kimmich, Sane und Co (die bei allen Trainern dabei war)? Liegt das im Umfeld im DFB? Liegt das an Medien oder Verbindungen zu Medien? Von allem etwas? Ich weiß es nicht.

Ich hatte bei allen drei Vorgängern Klopps den Eindruck, dass sie im Laufe der Zeit oder im Hinblick auf die jeweilige WM sich selbst und ihre Idee ein bisschen verloren hatten und irgendwann nur noch reagierten, auf was auch immer. Besonders Flick, der direkt danach bei Barca wieder an "seinen" Bayernfußball anknüpfen konnte (was man mit ihm als BT bei der NM nur ganz am Anfang sah) kommt mir da in den Sinn,

Genau da baue ich auf Klopp, dass ihm sowas nicht passiert. Weil er sich seit jeher stärker positioniert und eher der Typ ist, der gegen Widerstände durchzieht. Weil er auf dem Weg zu seinem Ziel Menschen mitnehmen und vereinnahmen kann, wie kaum ein Trainer sonst.
Nicht wegen seiner Taktik. Natürlich ist er fachlich top, aber das waren seine Vorgänger auch, egal, was der Stammtish sagt.
 
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